Forum: Auto
Tesla-Konkurrent Byton: Außen Auto, innen Smartphone
BYTON

Ein Smartphone auf Rädern wollen gerade viele Autohersteller bauen - aber keiner kommt dem so nahe wie Byton. Aber können die Chinesen auch einlösen, was sie bei der Premiere auf der CES versprochen haben?

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rstevens 11.01.2018, 00:26
20. Außen hässlich, innen hässlich ...

... und nach fünf Jahren gibt es keine Software-Updates mehr. Solange Fahrzeuge offline sind, ist das ein noch halbwegs überschaubares Problem. Selbst wenn Sicherheitslücken bekannt werden, muss man für's Ausnutzen an Ports im Auto. Ein fahrendes Internet-Device wird jedoch früher oder später auch von außen angreifbar sein und das wird spätestens ohne Software-Updates ungemütlich. Gerade bei Newcomern hätte ich da große Sorgen. Wer weiß, ob es die Firma in 2-3 Jahren überhaupt noch gibt, selbst wenn sie 15-20 Jahre Softwareupdates versprechen.

Für mich wäre das nichts. Ich finde die Rollenden Computer heute schon grenzwertig.

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bambata 11.01.2018, 00:28
21.

Das Touch-Screen-Konzept in PKWs ist ein katastrophaler Irrweg. Die Ablenkung, die dieses mit sich bringt, wird fundamental unterschätzt. Um eine gewünschte Funktion innerhalb eines Untermenüpunktes auszuführen, muss man bis zu zehn-mal den Blick von der Strasse abwenden. In Summe kommen da schnell einige Sekunden zusammen. Darüber hinaus gibt es nahezu Null sensorisches Feedback. Das ist fasst so, als würde man ne SMS auf dem Smartphone während der Fahrt schreiben. Dieses Human-Interface-Konzept mag für stationäre Anwendungen prima sein, für Fahrzeuge ist das nicht nur ungeeignet, sondern birgt ein immenses Gefahrenpotenzial für den Nutzer und dessen Umwelt. Selbst SMS-schreibende Fussgänger fallen nicht umsonst auf die Fresse oder in den Schlossbrunnen oder latschen blind auf die Strasse und landen auf der nächsten Motorhaube. Aber die schaden wenigstens nur sich selbst. Für dieses Multitasking ist der Homo Errectus einfach nicht geschaffen und wer was anderes behauptet, überschätzt sich und seine Mitmenschen massivst.

Klassische Druck-/Dreh-Knöpfe lassen sich nahezu blind bedienen und die Armbewegung zur Ausführung hat man nach mehrmaliger Benutzung schnell verinnerlicht. Wenn sie gut designt sind, lassen sie sich auch wesentlich schöner anschauen.

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Bernd.Brincken 11.01.2018, 00:31
22. Usp

Das große Display wird, noch bevor die ersten Wagen beim Kunden sind, sicher auch einzeln zum nachrüsten angeboten, wie immer bei Elektronik aus China.
Also wer darauf wirklich so abfährt, muss dann nicht gleich ein ganzes Auto dazukaufen ;)

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pit.duerr 11.01.2018, 07:35
23. Habe letztens

einen interessanten Bericht aus Mexiko-Stadt gesehen. Dort wurden ganz normale Autos, von einer kleinen Werkstatt zu E Mobilen umgerüstet. Vorgestellt wurde ein Kunde mit seinem VW Käfer. Der konnte mit seinem Käfer ca. 200 km elektrisch fahren, hatte keinen Touchscreen und sonstigen neumodischen Mist im Auto, hat für den Umbau ca. 3500 Dollar bezahlt und war nicht gerade unglücklich. Es geht also auch völlig anders und finanzierbar. Gerade diese Schwellenländer zeigen uns das, aber wir schauen ja in vielen Bereichen nicht so gerne über die Grenzen.

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MartinS. 11.01.2018, 07:39
24. ...

Zitat von k.hohl
Die Reaktionen deutscher "Experten" auf dieses Fahrzeug sind vorherzusehen: 1. Generelle, sehr plumpe, Aussagen über chin. Produkte. 1a. Bezüglich der Qualität/Zuverlässigkeit 1b. Bezüglich der Sicherheit 1c. Bezüglich der Umwelt Nachdenken sollten die Kommentatoren dennoch: 1. Über ihre Aussagen über japanische Fahrzeuge. Erinnert ihr Euch noch an Euren Hochmut? 1a. Ein Blick auf die Garantiebestimmungen im Vergleich Japan(Korea) vs. Deutschland reicht schon aus. 1b. Ja, der Schwachpunkt der Chinesen. Bisher. Wie lange noch? Kann man nicht auch schwedische/deutsche Technik kaufen? Oder kopieren? 1c. Ok, da haben die deutschen Hersteller ohnehin kein Wort mehr mitzureden. In Bezug auf 2-rädrige Fahrzeuge sind die Chinesen ohnehin mind. 2 Jahrzehnt im Vorsprung. 2. Wo werden Eure Fahrzeuge heute produziert? - Spanien - England - Indien - Thailand - CHINA Und dann noch ein (grober) Vergleich zu Mobil-Telefonen (Computern, Fernsehern, Haushaltselektronik) : Anno 2007. Es gab noch Telefone von Siemens, hergestellt in Deutschland (ok, zT in Ostdeutschland). 1: "Ein Telefon ohne Tasten? Klein und Bunt? Von einem Computer-Zusammenschrauber? Das kauft n i e m a n d!" 1a: Siemens! Nokia! Blackberry! 1b: Blackberry! 1c: Ein Telefon ohne tauschbaren Akku? Kauft doch n i e m a n d! 2. Wo werden Eure Mobil-Telefone heute produziert/entwickelt? - England/Wales (ARM) - Indien - Malaysia - CHINA Schon im Jahr danach kam das iPhone-Moment. Heute sind Siemens, Nokia und Blackberry in der damaligen Form Geschichte. Die Arbeitsplätze verloren, dt. Entwicklung gibt es in keiner Form mehr. Der deutsche Kunde kauft in China produzierte Produkte. Zu fast 100%. Aber nein, dt. PKW haben nie und nimmer eine Konkurrenz zu fürchten. Und wann wacht Ihr auf?
Na schönen Dank für ihren Weckruf mit den prophezeiten Kommentaren Deutscher Experten.

Eventuell sollte ich aber darauf hinweisen, dass allem Anschein nach einzig und alleine sie diese Thematik aufgreifen. Aus irgendeinem Grund arbeiten sie sich daran ab, ohne dass hier wirklich jemand auch nur ansatzweise einen Grund dafür bieten würde.... also entweder müssen sie sich eingestehen, selbst einer dieser "Experten" zu sein, die mit viel Vorurteilen an ein Thema herangehen, oder es ist halt auch nur der typische Deutsche Belehrer, der sich auch in ihnen manifestiert.
Tja, selbst wenn man über andere schimpfen will. Unsere Wurzeln können wir wohl alle nicht vollkommen verleugnen.

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ideologiefreier-Realist 11.01.2018, 08:30
25. Deshalb hängen uns die Chinesen bald überall ab

Zitat von dipl.inge83
Von 0 auf 300k Fzge. p.a. innerhalb von 2 Jahren? Aussagen von Laien für Laien (schöne Grüße an Elon M.). Von Personen die aus der Branche kommen hätte ich mehr Verstand erwartet, oder jemand will nur Investorengelder abgreifen. Wer mal erlebt hat was .....
Das typisch deutsche Denken (besonders in der Politik) von "das geht nicht", wird uns das Genick brechen. Byton ist nicht irgendeine Start-Up Klitsche, hinter dieser Firma stehen Riesen wie Tencent und Foxconn. Die Chinesen werden uns vormachen wie es geht. Keine Bange. Aber das wird für die Zukunft unser kleinstes Problem. Warten sie ab, in welchem Land sie in 10 oder 15 Jahren leben. Denken sie an meine Worte. Die Realität leugnen heißt nicht sie zu ändern.

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xpert666 11.01.2018, 08:48
26. Schwarzmalerei ohne Hintergrundwissen

Herrlich, wie bei jedem Artikel über E-Autos hier Schwarzmalerei bezgl. des verpassten technischen Anschlusses der einheimischen Automobilindustrie gegenüber dem asiatischen asiatiscvhen und amerikanischen Wettbewerb betrieben wird.
Offenbar ohne entsprechendes Hintergrundwissen, was die einheimischen Fahrzeughersteller und deren Zulieferer in Petto haben.
Man kann es natürlich machen, wie Mr. Musk und ein "Auto" rund um ein paar Zeilen Programmcode und ein paar Laptopakkus basteln. EIn E-Motor ist ja n un auch kein Hexenwerk. Das Ergebnis ist leider ein Auto, dessen Verarbeitungsqualität irgendwo zwischen Dacia und Lada einzuordnen ist und bei dem der Käufer des überteuerten Spielzeuges gleichzeitig Betatester ist (s. Probleme mit der autonomen Steuerung).
Dann kündigt man ein weiteres Modell an, besorgt sich dadurch schon mal ein paar Dollars und erkennt dann, wie kompliziert es ist, ein weiteres Modell in angekündigten Zeit- und Qualitätsrahmen auf die Beine zu stellen.
Oder man macht vollmundige Ankündigungen und Schaumschlägereien, um maximale Publicity zu erhalten, wohlwissend, dass man technisch gar nicht in der Lage ist, das Konzept auf die Straße zu bringen (diverse Neuvorstellungen der letzten zwei Jahre).

ABER man kann es auch machen, wie die deutsche Automobilindustrie. Man entwickelt, testet, investiert Zeit und Geld und kann dann zum richtigen Zeitpunkt - nämlich wenn die Technik ausgereift ist und auch das Drumherum passt (Ladeinfrastruktur, vertretbare Energiegewinnung, ...) ein richtges Auto mit okologisch vertretbarem Antrieb auf den Markt bringen.
Da ich Einblick in die Branche habe, weiß ich, dass entsprechende Technologien in der Pipeline sind, die über den Stand, E-Motor mit Akkubatterie weit hinaus gehen.
Ein weiterer Vorteil der heimischen Automobilindustrie: die wissen, wie man Autos baut. Von der Konzeption bis hin zur Markteinführung. Und das mit einem Qualitätsstandard, von dem das Gros der nichtheimischen Hersteller heute noch träumt.
Mag sein, das VW - und wahrscheinlich alle anderen Hersteller auch -
bei den Abgaswerten getrickst hat / haben. Dennoch sind deren Fahrzeuge qualitativ einem Tesla oder jedem x-beliebigen Chinamodel meilenweit überlegen. Auch ein wichtiger Grund für den überragenden weltweiten Verkaufserfolg von z.B. VW in 2017.
Tip für die ewigen Schwarzmaler: wartet ab und erlebt bald, was für feine Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und intelligenten Technologien die BMWs, Audis, VWs, Mercedes und Co euch in naher Zukunft anbieten werden. Der Tesla und die Konzepte wie Byton und Co. werden dann nur noch belächelt werden können.
Manchmal ist es eben besser, die Schaumschläger machen zu lassen und dann zum passenden Zeitpunkt den Wind aus den Segeln nehmen.
Schade dann nur für alle diejenigen, die auf die Musks dieser Welt hereingefallen sind. Leider verbrennt dieser aktuell ja nicht nur sein eigenes Geld...

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thomas.kistler 11.01.2018, 09:15
27. Sehe ich wie Sie ...

Zitat von bambata
Das Touch-Screen-Konzept in PKWs ist ein katastrophaler Irrweg. Die Ablenkung, die dieses mit sich bringt, wird fundamental unterschätzt. Um eine gewünschte Funktion innerhalb eines Untermenüpunktes auszuführen, muss man bis zu zehn-mal den Blick von der Strasse abwenden. In Summe kommen da schnell einige Sekunden zusammen. Darüber hinaus gibt es nahezu Null sensorisches Feedback. Das.....
.. allerdings sind diese Konzepte (ähnlich Gestensteuerung) für mich nicht nur ein Irrweg sondern eine absolute Frechheit. Wenn ich meinem aktuellen Auto ohne Touchscreen mein iPhone auch nur anfasse, zahle ich 100€ Strafe und bekomme 1 Punkt! Um das klar zu machen, ich will hier nicht das Telefonieren am Steuer rechtfertigen. Aber wie dann solche Konzepte eine Zulassung zum Straßenverkehr bekommen, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar!

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mazzmazz 11.01.2018, 09:26
28. Zukunft des Autos

Ich denke, dass die Premiummodelle aus allen Ländern und auch die mittleren marken aus Europa seit mindestens 15 Jahren an den Bedürfnissen der Privatnutzer vorbei entwickeln und produzieren.
Es wurden immer mehr anfällige High-Tech-Komponenten verbaut, nicht nur beim Infotainment, sondern auch bei den Antrieben. Das Infotainment war bis zur Einführung von Apple Car Play schon im Showroom veraltet und extrem teuer. Immer mehr Displays, Touchscreens, HUDs und ähnliches. Die Antriebe wurden mit extrem anfälliger Downsizetechnik auf einen sinnlosen Testzyklus hin optimiert.
Die Kurzlebigkeit trifft dann den privaten Zweit- oder Dritteigner.
Aber die Geschäftskunden und die Neukäufer wollten es so. Und bezahlten die Car Guys gut dafür.
Nun wird der Absatz einbrechen, weil die Generationen, die das eigene Premiumauto als Statussymbol vor der Tür stehen haben mussten, wegsterben und die jungen Leute weder Lust noch Möglichkeit haben, zehntausende Euros in ein kurzlebiges Spielzeug zu stecken.
Wenn dann wegen der höheren Fahrleistungen von Share-Autos ein größeres Servicegeschäft gewittert wird, so werden die Car Guys wohl auch enttäuscht werden. Service bei E-Autos ist weitgehend obsolet und eine Vertragswerkstatt ist weitgehend überflüssig.
Das Auslegen von insbes. Diesel-PKW auf teure, kurze Servcieintervalle ist ja schon heute ein riesen Problem für die Markenwerkstätten, weil sofort nach Garantieablauf nur noch das Allernötigste in freien Werkstätten erledigt wird.
Teure Fehlkonstruktionen sprechen sich zudem im Web sofort herum. Fuhrparks machen ohnehin nur noch Full-Service-Leasing und haneln hart.
Die goldenen zeiten sind vorbei.

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rennflosse 11.01.2018, 09:45
29. Wenig durchdacht

Ein riesiger Bildschirm als Armaturenbrett ist total unsinnig. Er verbraucht zu viel Strom, der ja eigentlich zum Fahren benötigt wird. Angesichts der vollmundigen Versprechung einer Reichweite von 500 km, was sowieso nie eingehalten wird, ein Witz.
Ein Bildschirm im Lenkrad mag eine interessante Idee sein. Nachteil: der Fahrer schaut zu oft aufs Lenkrad und der Blick löst sich von der Straße. Anzeigen knapp unterhalb der Windschutzscheibe kann der Fahrer mit der Straße gleichzeitig ins Blickfeld nehmen.
Und wo bleibt der Airbag, wenn das Lenkrad vom Bildschirm gefüllt wird?
Bei dem Bemühen, alles neu zu machen und zu denken, ist den Machern wohl der letzte Rest Realismus abhanden gekommen.

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