Forum: Auto
Tesla-Konkurrent Byton: Außen Auto, innen Smartphone
BYTON

Ein Smartphone auf Rädern wollen gerade viele Autohersteller bauen - aber keiner kommt dem so nahe wie Byton. Aber können die Chinesen auch einlösen, was sie bei der Premiere auf der CES versprochen haben?

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Profibürger 11.01.2018, 20:46
60. Sprachsteuerung...

...könnte wirklich DAS human interface zur IT werden und mittelfristig andere Bedienkonzepte ablösen - auch im Auto selbstverständlich. Derselben Meinung ist übrigens auch Sascha Lobo in seiner Kolumne auf SPON: "Sprachsteuerung im Alltag: Ohne geht es nicht mehr"
Für meinen Teil lasse ich diese Entwicklung mal gelassen auf mich zukommen. Vorläufig kommt mir keine Alexa ins Haus. Die Gute ist mir zu neugierig und tratscht mit den falschen Leuten, sozusagen. ;-)
Über das Design des Byton Prototyps habe ich mir natürlich auch meine Gedanken gemacht. Ich finde es so plump und einfallslos, da lohnt sich für mich noch nicht mal ein ausführlicher Verriss.

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Flari 11.01.2018, 22:46
61. Falls der Kommentar nicht stört..

Na ja, mit der Belehrung durch die Praxis haben Sie ja Recht.
Aber die kann man eben nicht über einen Artikel in welchen Medien auch immer prüfen, sondern dadurch, dass man ein Fahrzeug real Probefahren kann.
Ich kann die Kritiker verstehen, die an (mancher) althergebrachter Bedientechnik festhalten.
Bereits um 2000 hatte ich in mehreren Räumen eine sprachgesteuerte Lichtsteuerung installiert, mit der Zeit ging mir das aber tierisch auf die Nerven.
Auch die Umstellung der Kochplattensteuerung per Sprache habe rückgängig gemacht.
Heute ist/wäre das noch schlimmer, insbesondere wenn Leute sich mit unsichtbaren "anderen" (Mensch oder Computer) unterhalten, während man diese nicht sieht.
Die meisten heben dazu auch noch die Stimme an und sprechen dann besonders laut..., fürchterlich.
Und absolut nein, ich möchte gerade in Gesellschaft zum Senderwechsel oder öffnen der Seitenscheibe/Schiebedach, Temperaturänderung, etc. den Mitfahrern NICHT sagen müssen, dass sie mal leise sein sollen, um dann mit Alexa, Siri oder Micky Mouse Kontakt aufzunehmen und meine Wünsche zu äussern, wobei ich nur hoffen kann, dass der Computer mich gerade richtig versteht.

Andersrum muss sich JEDER darauf einrichten, dass er an zukünftiger Technik nichts mehr selber machen kann und auch der freie Schrauber in vielen Fällen völlig überfordert ist.
Das Display des Byton kann ein zusammenhängendes Bild über den gesamten rückwärtigen Verkehr in vernünftiger Grösse abbilden, tausendmal besser, als alle Rückspiegelkombinationen.
Beim Rechtsabbiegen ggf. den sich nähernden Radfahrer auch noch rot umranden oder Blinken lassen.
Nur was ICH selber während(!) der Fahrt bedienen muss, möchte ich nicht per Touchpad oder Sprachbefehl machen müssen.
Krassestes Beispiel in meinen Augen das Öffnen der Türen, Fenster, etc. nach einem Unfall o.ä..

Zum "Postauto":
Die Post wollte 2011 einen E-Transporter mit einem gewissen Anforderungsprofil für um 25.000,- Euro von der deutschen Automobilindustrie, wo natürlich jeder abgewunken hat.
HEUTE baut die Post einen E-Transporter mit geringeren Anforderungen und bieten den für 43.000,- Euro auf dem freien Markt an.
Um 4.000 wurden in 2017 produziert.

WENN man ein Kfz auf dem freien Markt anbietet, MUSS man sich ein Servicenetz haben, was bei der Post nicht der Fall ist.
Da der Streetscooter aber einige Technik von BMW beinhaltet, ist es natürlich vernünftig, deren Servicenetz zu nutzen.

PKW sind i.d.R. einiges teurer, als Kleintransporter. der gleichen "Fahrzeugklasse".
Wie sollte die Post mit einem PKW mit den aktuell(!) vorhandenen EV wie ZOE, E-Golf, etc. konkurieren können?

Richtig interessant finde ich die Frage, WARUM die Post ihre Streetscooter bei sehr geringer Produktionskapazität von 4T in 2017 unbedingt anderen aufschwätzen möchte, obwohl sie angeblich über 50.000 selber haben möchte..

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Flari 11.01.2018, 22:48
62. Falls der Kommentar nicht stört...

Na ja, mit der Belehrung durch die Praxis haben Sie ja Recht.
Aber die kann man eben nicht über einen Artikel in welchen Medien auch immer prüfen, sondern dadurch, dass man ein Fahrzeug real Probefahren kann.
Ich kann die Kritiker verstehen, die an (mancher) althergebrachter Bedientechnik festhalten.
Bereits um 2000 hatte ich in mehreren Räumen eine sprachgesteuerte Lichtsteuerung installiert, mit der Zeit ging mir das aber tierisch auf die Nerven.
Auch die Umstellung der Kochplattensteuerung per Sprache habe rückgängig gemacht.
Heute ist/wäre das noch schlimmer, insbesondere wenn Leute sich mit unsichtbaren "anderen" (Mensch oder Computer) unterhalten, während man diese nicht sieht.
Die meisten heben dazu auch noch die Stimme an und sprechen dann besonders laut..., fürchterlich.
Und absolut nein, ich möchte gerade in Gesellschaft zum Senderwechsel oder öffnen der Seitenscheibe/Schiebedach, Temperaturänderung, etc. den Mitfahrern NICHT sagen müssen, dass sie mal leise sein sollen, um dann mit Alexa, Siri oder Micky Mouse Kontakt aufzunehmen und meine Wünsche zu äussern, wobei ich nur hoffen kann, dass der Computer mich gerade richtig versteht.

Andersrum muss sich JEDER darauf einrichten, dass er an zukünftiger Technik nichts mehr selber machen kann und auch der freie Schrauber in vielen Fällen völlig überfordert ist.
Das Display des Byton kann ein zusammenhängendes Bild über den gesamten rückwärtigen Verkehr in vernünftiger Grösse abbilden, tausendmal besser, als alle Rückspiegelkombinationen.
Beim Rechtsabbiegen ggf. den sich nähernden Radfahrer auch noch rot umranden oder Blinken lassen.
Nur was ICH selber während(!) der Fahrt bedienen muss, möchte ich nicht per Touchpad oder Sprachbefehl machen müssen.
Krassestes Beispiel in meinen Augen das Öffnen der Türen, Fenster, etc. nach einem Unfall o.ä..

Zum "Postauto":
Die Post wollte 2011 einen E-Transporter mit einem gewissen Anforderungsprofil für um 25.000,- Euro von der deutschen Automobilindustrie, wo natürlich jeder abgewunken hat.
HEUTE baut die Post einen E-Transporter mit geringeren Anforderungen und bieten den für 43.000,- Euro auf dem freien Markt an.
Um 4.000 wurden in 2017 produziert.

WENN man ein Kfz auf dem freien Markt anbietet, MUSS man sich ein Servicenetz haben, was bei der Post nicht der Fall ist.
Da der Streetscooter aber einige Technik von BMW beinhaltet, ist es natürlich vernünftig, deren Servicenetz zu nutzen.

PKW sind i.d.R. einiges teurer, als Kleintransporter. der gleichen "Fahrzeugklasse".
Wie sollte die Post mit einem PKW mit den aktuell(!) vorhandenen EV wie ZOE, E-Golf, etc. konkurieren können?

Richtig interessant finde ich die Frage, WARUM die Post ihre Streetscooter bei sehr geringer Produktionskapazität von 4T in 2017 unbedingt anderen aufschwätzen möchte, obwohl sie angeblich über 50.000 selber haben möchte..

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Flari 12.01.2018, 01:35
63.

In manchen Dingen liegen Sie (nach meiner Meinung) richtig, in anderer aber auch völlig falsch, wobei es auf den Grad der Autonomie ankommt und es einen grossen Unterschied macht, ob man ein eigenes Fahrzeug fährt, oder z.B. einen Mietwagen.

Sie haben Schalter und "sonstiges" einbezogen.
Bis AP Level 3 sollte doch ein Gas- und Bremspedal vorhanden sein, oder?
Halten Sie es sinnvoll, Blinker oder Lichthupe/Umschaltung zwischen Fern- und Abblendlicht per Sprachsteuerung zu bedienen?
Was ist mit der Hupe?
Ich selber benutze sie teilweise jahrelang nicht, aber wenn, macht das nur innerhalb kürzester Reaktionszeit einen Sinn, was per Sprachsteuerung nicht funktionieren KANN!

Die allermeisten (alle?) Bedienungen in/auf einem Kfz kann ich händisch/haptisch schneller und fehlerfreier ausführen, als über ein Display oder eine Sprachsteuerung.
Bei demjenigen, bei dem das anders ist, sollte erst wieder Kfz des AP Level 4 benutzen oder zumindest nicht auf dem Fahrersitz sitzen.
Grundeinstellungen der Sitze, Wohlfühltemperatur, etc. sind eine andere Liga.

Ihre Vorstellungen von einem Verbot von nicht autonomen Fahrzeugen entbehrt jeder Vernunft, soweit Ihr Zukunftsblick nicht in sehr weite Ferne gerichtet ist.
Auch wenn manche andere den Zeitraum zu weit dehnen.
Ich wüsste allerdings nicht, warum ich meine Fellbezüge in einem eigenen Level 4 Fahrzeug nicht weiter verwenden sollte.

In meinem Unternehmen haben diverse Mitarbeiter eine hochrangige Aus- und Weiterbildung erfahren.
Manche haben mein Unternehmen im Lauf der Zeit aufgrund besserer Einkommensmöglichkeiten verlassen und ihr auch bei mir erworbenes Wissen woanders lukrativer eingesetzt, wenn das z.B. nicht zu MEINER Firmenpolitik/Philosophie passte, Übergehälter ggü. anderen zu zahlen.
Es war immer ihr gutes Recht und meist schade, insb. wenn sie aus diesen finanziellen Gründen gingen.
Aber das ist nun einmal der Raubtierkapitalismus, den ich nicht mag.

Die Gründe der Ex-BMW-MA, die zu Byton wechselten oder an der Gründung beteiligt waren, kenne ich nicht.
An Ihre Version, dass die von BMW in die Wüste geschickt wurden, glaube ich absolut nicht.
Gute Leute werden auch bei BMW und anderswo bestimmt nicht vertrieben.

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Profibürger 12.01.2018, 09:50
64. Betr. Bedienkonzept

Zitat von Flari
Die allermeisten (alle?) Bedienungen in/auf einem Kfz kann ich händisch/haptisch schneller und fehlerfreier ausführen, als über ein Display oder eine Sprachsteuerung.
Good point!
In mancher Hinsicht reagiert eine Sprachsteuerung vergleichsweise langsam und man muss abwarten, ob überhaupt eine korrekte Reaktion auf einen Sprachbefehl erfolgt.

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Schneiderhahn 12.01.2018, 10:26
65. Streetscooter

Zitat von Flari
HEUTE baut die Post einen E-Transporter mit geringeren Anforderungen und bieten den für 43.000,- Euro auf dem freien Markt an. WENN man ein Kfz auf dem freien Markt anbietet, MUSS man sich ......
Oje, so viel Unwissen, das muss ich jetzt mal richtig stellen (keine Sorge, ich bin "vom Fach" ;-)
Der Streetscooter geht bei 38k los, abzgl. 4k Umweltprämie bekommt man also ab 34k so ein Fahrzeug.

Wenn man als Unternehmen oder auch Privatperson einen Streetscooter kauft ist das Servicenetz natürlich nicht von der Post oder von BMW, sondern das eines Partners. Da gibt es viele am Markt, vom ATU über Bosch, über diverse Hersteller bis hin zum derzeitigen Servicepartner G.A.S.
Warum will die Post Streetscooter am Markt verkaufen? Weil sich damit Geld verdienen lässt, ganz einfach. Die Produktionskapazität wird ständig ausgebaut, letztes Jahr ist ein neues Werk hinzugekommen.

Die Post brauchst selbst mittelfristig über 50k Streetscooter, aber nicht alle auf einmal. Es wird kein Zustellfahrzeug mehr mit Diesel geben, d.h., sobald ein Fahrzeugtausch ansteht, wird auf Streetscooter umgestellt.
Jetzt kannst du dir selbst ausrechnen, wie lange das dauert bis alle Fahrzeuge getauscht sind, die Einsatzzeit eines herkömmlichen Zustellfahrzeugs beträgt 10-12 Jahre...
Hoffe, geholfen zu haben...

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VoisinAerodyne 12.01.2018, 10:51
66.

Sie beschreiben hier mein presönliches Horrorszenario. Das hat aber nichts mit Technologiefeindlichkeit o.Ä. zu tun. Das Neue ist eben NICHT immer besser. Ich entscheide für mich numal selbst, was für mich gut oder schlecht ist und lasse mir nicht von Werbefuzzis einreden, was ICH unbedingt brauche. Bevor ich mit einer Stimmerkennung, etc. die Lautstärke meines Autoradios oder das Heizungsgebläse geändert habe, habe ich es viel schneller mittels Drehknopf auf den gewünschten Wert eingestellt. Mal so als Beispiel. Und ich will auch nicht jedesmal das Radio leise stellen, damit mich der Computer erkennt. Und kommen sie mir nicht mit "Gestensteuerung". Tolle Technik und faszinierend, daß soetwas heutzutage möglich ist, aber im Auto? Nee, das will und brauche ich nicht. Die "Rückspiegel" sind natürlich prima, solange das Display nicht ausfällt. In meinen Autos habe ich aber eine sehr gute Sicht nach hinten und ich benutze die Rückspiegel auch. Ein Fuzzelbild habe ich noch nie gesehen, da ich das, was beim Rückwärtsfahren sehe, mit meinen eigenen Augen durch große Scheiben erblicke. Inklusive der Kanten des Autos. Und das ohne Bildschirm! Stellen sie sich das mal vor! Der Mehrwert ist für mich also eher gering. Ich brauche auch den ganzen (für mich) überflüssigen Luxus-Schnickschnack im Auto nicht. Touchscreen, elektonische Handbremse, etc. sind z.B. furchtbare Trends, die den potentiellen Käufern so lange als toll beworben werden, bis sie wirklich glauben, daß sie die bessere Alternative darstellen. Und das nur, weil sie den Hersteller billiger kommen, als solide mechanische Technik. Und das ist oft der Grund für "neue tolle Technik": Es ist billig herzustellen und muss nur dem bedekenlosen Käufer schmackhaft gemacht werden.

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Flari 12.01.2018, 12:41
67.

Zitat von Schneiderhahn
Oje, so viel Unwissen, das muss ich jetzt mal richtig stellen (keine Sorge, ich bin "vom Fach" ;-) Der Streetscooter geht bei 38k los, abzgl. 4k Umweltprämie bekommt man also ab 34k so ein Fahrzeug.
Ich denke, man sollte Dinge oder Preise von Dingen vergleichen, die auch vergleichbar sind.
2010/11 hat die Post nicht ein E-Fahrgestell mit Fahrerkabine angefragt, sondern ein ein komplettes Auslieferungsfahrzeug.
Und der Work Box kostet nun einmal aktuell 42.780,- Euro und nicht 38.020,- Euro wie das nackte Fahrgestell mit Fahrerkabine.
In den Vergleich zur 25.000,- Euro-Vorstellung der Post kann man auch die "Umweltprämie" nicht einrechnen, bzw. müsste man diese auf alle Preise anwenden.

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rennflosse 12.01.2018, 13:40
68. Eins zu ?

Zitat von Flari
Ich denke, man sollte Dinge oder Preise von Dingen vergleichen, die auch vergleichbar sind. 2010/11 hat die Post nicht ein E-Fahrgestell mit Fahrerkabine angefragt, sondern ein ein komplettes Auslieferungsfahrzeug. Und der Work Box.....
Man kann wohl den Fahrzeugaustausch der alten Zustellerfahrzeuge gegen die neuen Streetscooter auch nicht eins zu eins betreiben. Im Gegensatz zu den heute noch verwendeten Fahrzeugen hat der Scooter nicht nur eine geringere Reichweite, sondern auch eine erschreckend geringe Zuladungskapazität. Auf einen Sprinter müssten also zwei Scooter kommen, um dessen Paketladung transportieren zu können.
Hoffentlich weiß die DHL was sie tut.

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Flari 12.01.2018, 14:27
69.

Zitat von rennflosse
Hoffentlich weiß die DHL was sie tut.
Aktuell ist sie scheinbar mehr damit beschäftigt, die existenten Probleme kleinzureden.
Ein Artikel dazu von vor zwei Wochen:

https://www.welt.de/wirtschaft/article171801021/E-Auto-der-Deutschen-Post-Winterprobleme-mit-dem-Streetscooter.html

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