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Tesla-Konkurrent Byton: Außen Auto, innen Smartphone
BYTON

Ein Smartphone auf Rädern wollen gerade viele Autohersteller bauen - aber keiner kommt dem so nahe wie Byton. Aber können die Chinesen auch einlösen, was sie bei der Premiere auf der CES versprochen haben?

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Schneiderhahn 12.01.2018, 14:40
70. OEMs

Zitat von Flari
2010/11 hat die Post nicht ein E-Fahrgestell mit Fahrerkabine angefragt, sondern ein ein komplettes Auslieferungsfahrzeug. ...
Die OEMs konnten oder wollten das von der Post angefragte Fahrzeug nicht liefern bzw. entwickeln, aber wer kann es denen verübeln.

Die Entwicklung bis hin zur Bereitstellung hätte hunderte Millionen, gekostet, mit ungewissem Ausgang. Die speziellen Anforderungen der Post machten es auch nicht einfacher, es handelt sich schließlich um ein reines Nutzfahrzeug, perfekt zugeschnitten auf die Zustellung.

Aber wie wäre so ein Fahrzeug am Markt angekommen? Geringe Reichweite, 2-Sitzer, keine Heizung, einfache Materialien... Für den Post-Anwendungszweck genau richtig, aber von einem etablierten OEM als erstes reines E-(Nutz-) Fahrzeug so im Markt eingeführt? Ich kann verstehen, dass das keiner machen wollte...

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Schneiderhahn 12.01.2018, 15:19
71. Probleme

Zitat von Flari
Aktuell ist sie scheinbar mehr damit beschäftigt, die existenten Probleme kleinzureden. Ein Artikel dazu von vor zwei Wochen: https://www.welt.de/wirtschaft/article171801021/E-Auto-der-Deutschen-Post-Winterprobleme-mit-dem-Streetscooter.html
Warum so negativ?
Natürlich gibt es Probleme und Kinderkrankheiten zu Beginn einer jeden Neuentwicklung. Zumal hier kein OEM mit jahrzehntelanger Erfahrung ein Fahrzeug in Serie produziert.

Entscheidend ist, dass die auftretenden Probleme schnell und pragmatisch behoben werden, und dass Produkt aufgrund der Erkenntnisse und Erfahrungen ständig weiterentwickelt und verbessert wird. Und das gelingt mit einem Start-Up oft besser als in einem großen, schwerfälligen Konzern (man darf natürlich nicht im Vorfeld großspurige Versprechungen ala Musk machen).
Beim Kunden kommt das gut an, glaubt mir ;-)

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marty_gi 12.01.2018, 15:59
72. Freie Fahrt fuer freie Buerger

Zitat von Zuversicht
Und glauben Sie wirklich, dass sie mit ihren Uraltfahrzeugen mit Drehkurbel und Fellsitzen in ein paar Jahren noch fahren dürfen? Sobald Level 4 flächendeckend in Deutschland zur Verfügung steht, wird ein Fahrverbot für nicht autonome Fahrzeuge kommen.
Niemals wird es in Deutschland ein Verbot fuer Nicht-Autonome Fahrzeuge geben. In dem Land, in dem es nicht mal zu einem generellen Tempolimit reicht, und wo die Strafen fuer Verkehrsvergehen aus der Portokasse beglichen werden koennen. Und noch dazu das Automobil mehr oder weniger seinen Ursprung hat und damit die Klassiker eben auch eine besondere Tradition. Die Regierung, die ein Fahrverbot fuer Nicht-Autonome PKW durchsetzt, wird nicht lange am Ball sein und eher wohl aus dem Land getrieben werden.
Deswegen - so gut ich im Hinblick auf die Achtung der Verkehrsregeln und das heute doch eher zweifelhafte Miteinander im Strassenverkehr die Entwicklung beim Autonomen Fahren eigentlich erachte - sinnvoll umgesetzt kann das in diesem Lande niemals werden.
Und das eindeutige Schalter intuitiv leichter zu bedienen sind als Touchscreens - das ist auch kein Bedenkentraegertum, sondern schlicht und einfach natuerliche Realitaet.

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Flari 12.01.2018, 21:10
73. @Schneiderhahn #70/71

Zitat von Schneiderhahn
Warum so negativ? Natürlich gibt es Probleme und Kinderkrankheiten zu Beginn einer jeden Neuentwicklung. Zumal hier kein OEM mit jahrzehntelanger Erfahrung ein Fahrzeug in Serie produziert. Entscheidend ist, dass die auftretenden Probleme schnell und pragmatisch behoben werden, und dass Produkt aufgrund der Erkenntnisse und Erfahrungen ständig weiterentwickelt und verbessert wird. Und das gelingt mit einem Start-Up oft besser als in einem großen, schwerfälligen Konzern (man darf natürlich nicht im Vorfeld großspurige Versprechungen ala Musk machen). Beim Kunden kommt das gut an, glaubt mir ;-)
Ich bin doch gar nicht negativ. :-)
Ich habe lediglich etwas gegen ungerechtfertigte Überhöhungen von Leistungen, die es nicht verdienen.
Die Post hatte Ende 2010 eine Idee und von der Industrie etwas zu Konditionen gefordert, die ruinös gewesen wären.
Statt sich überhaupt etwas länger mit der Materie zu beschäftigen, WIESO die Industrie den Unsinn ablehnte, wurde 2011 kurzerhand eine Kooperation mit Streetscooter geschlossen, die Unmögliches möglich machen wollten.
2013 wäre das ganze wohl den Bach runter gegangen, wenn die Post Streetscooter nicht übernommen hätten.
Und heute haben sie ein EV zu einem Preis, für den sich die etablierte Automobilindustrie auch ins Zeug gelegt, aber ein besseres Ergebnis abgeliefert hätte.

Die Idee der Post, für den Auslieferungsverkehr auf festen Routen E-Fahrzeuge einzusetzen, finde ich grundsätzlich gut, egal wer die Fahrzeuge produziert.
Zu kritisieren ist aber, dass die Post die Fahrzeuge auf Strecken einsetzt, auf denen diese schon bei Temperaturen um null Grad an ihre Reichweitengrenzen kommen oder schon vorher schlappmachen.
Ebenso, dass die Post einen Servicepartner verpflichtet hat, dessen Subunternehmer immer wieder erst nach zig Stunden bei einem liegengebliebenen Streetscooter auftauchen, während die Post-Fahrer in der Kälte (oder Hitze) bei ihren Fahrzeugen ausharren müssen, statt dass einfach der ADAC oder anderer Abschlepper gerufen wird. (*)
Noch schlimmer, wenn die Post aus Marketingsgründen für den Work ihre MA und Betriebsräte als Lügner darstellt und die ganzen Vorfälle marginalisiert.

(*) In Grossstädten wird das wohl gemacht, aber da sind die Strecken auch kürzer, die Bergungskosten geringer und würde das liegengebliebene Postfahrzeug ja auch mehr auffallen..
Fraglich ist auch, wie viele Vertragsunternehmen von G.A.S. sich überhaupt mit der Technik der Streetscooter auskennen.
Aber vielleicht kommt ja demnächst der Servicedienst vom "Kooperationspartner" BMW? :-)

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mazzmazz 13.01.2018, 06:00
74. Verbote

Zur Zeit ist es hip, sich von linken Predigern wie Merkel und Schulz die Aufgabe der BRD und den Aufgang der durch die nun manifestierten DDR 2.0 in den USE predigen zu lassen.
In dieser Atmosphäre mögen manche auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit für ein Fahrverbot nicht autonomer PKW herbeisehnen.
Aber vergessen Sie nicht, dass nun nach der erneuten GroKo in 2021 wohl kaum eine Regierungsbildung an AfD und FDP vorbei möglich sein wird und somit die DDR 2.0 mit ihrem Verbotswahn somit zurückgedrängt werden wird.
Des Weiteren ist es in unseren wachsenden Städten essenziell wichtig, neben PKW auch E-Bikes und Scooter einzusetzen. Diese werden wohl nicht autonom hinzubekommen sein.
Weiters gilt Bestandsschutz.
Sie können ein paar alte PKW mit fadenscheinigen Begründungen aus Städten aussperren, um den Absatz neuer PKW anzukurbeln. Aber alle Altfahrzeugfahrer generell zu grounden wird nichts.
Allerdings wird sich in 50 Jahren die Flotte an Privatfahrzeugen ganz automatisch hin zu einem Bestand von 95% autonomen PKW entwickelt haben. Die Leute werden viel ärmer sein, es werden viel weniger Menschen in D arbeiten. Die zusätzlichen ÖPNV.Kapazitäten werden auch ausgelastet sein, aber viele werden auch zu hause in ihren kalten Sozialwohnungen sitzen.
Ich hoffe, darunter werden dann noch zahlreiche Merkelwähler sein.

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Zuversicht 13.01.2018, 11:50
75.

Zitat von marty_gi
Niemals wird es in Deutschland ein Verbot fuer Nicht-Autonome Fahrzeuge geben. In dem Land, in dem es nicht mal zu einem generellen Tempolimit reicht, und wo die Strafen fuer Verkehrsvergehen aus der Portokasse beglichen werden koennen. Und noch dazu das Automobil mehr oder weniger seinen Ursprung hat und damit die Klassiker eben auch eine besondere Tradition. Die Regierung, die ein Fahrverbot fuer Nicht-Autonome PKW durchsetzt, wird nicht lange am Ball sein und eher wohl aus dem Land getrieben werden. Deswegen - so gut ich im Hinblick auf die Achtung der Verkehrsregeln und das heute doch eher zweifelhafte Miteinander im Strassenverkehr die Entwicklung beim Autonomen Fahren eigentlich erachte - sinnvoll umgesetzt kann das in diesem Lande niemals werden. Und das eindeutige Schalter intuitiv leichter zu bedienen sind als Touchscreens - das ist auch kein Bedenkentraegertum, sondern schlicht und einfach natuerliche Realitaet.
Ihr erster Satz erinnert mich an einen anderen Spruch von Walter Ulbricht am 15. Juni 1961.

Glauben Sie im Ernst, dass die größte Gefahrenquelle im Straßenverkehr noch selbst das Fahrzeug bewegen wird?
Das wird es nur noch mit Ausnahmegenehmigungen für bestimmte Berufsgruppen geben. Der normale PKW-Halter dürfte da nicht mehr dazugehören.

Und lange bevor das endgültige aus kommt, werden die Preise für Versicherungen so exorbitant hoch sein, dass es sich kaum noch einer leisten kann.
Vor allem gibt es gar keinen Sinn mehr ein eigenes Fahrzeug zu besitzen, da es viel billiger kommt nur noch einen Wagen anzufordern, wenn ich ihn brauche. Natürlich wird es auch noch weiter die Möglichkeit geben sich so ein Fahrzeug individuell zuzulegen, aber wofür wenn ich nicht gerade auf einem Gehöft im Niemandsland wohne?

Und das Schalter besser sind halte ich für ein Gerücht. Jeder Hersteller kocht hier sein eigenes Süppchen. Ohne das Studium einer dicken Gerbrauchsanweisung geht bei BMW, Audi, Mercedes und & gar nichts mehr, außer man belässt es bei der rudimentären Bedienung.

Und zu Ihrer Beruhigung, auch ein Byton hat noch Bedienelemente am Lenkrad, die man durch konservatives drücken aktiveren kann:
https://www.autocar.co.uk/sites/autocar.co.uk/files/images/car-reviews/first-drives/legacy/byton-interior.jpg
Die können sie dann auch individuell nach Ihrem persönlichen Bedarf einstellen.

Also genießen Sie die Zeit der Knöpfe, sie ist bald vorbei.

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tempus fugit 14.01.2018, 21:44
76. Sie erzählen...

Zitat von rennflosse
Man kann wohl den Fahrzeugaustausch der alten Zustellerfahrzeuge gegen die neuen Streetscooter auch nicht eins zu eins betreiben. Im Gegensatz zu den heute noch verwendeten Fahrzeugen hat der Scooter nicht nur eine geringere Reichweite, sondern auch eine erschreckend geringe Zuladungskapazität. Auf einen Sprinter müssten also zwei Scooter kommen, um dessen Paketladung transportieren zu können. Hoffentlich weiß die DHL was sie tut.
...echt Blech, sorry...

Wem wollen Sie weismachen, dass man von 2 Streetscooter braucht, um einen alten Stinkerverbrenner zu ersetzen?
Alle blöd - bei der TU Aachen, wo der Streetscooter entwickelt wurde.
Von Logistik haben Sie nicht die Spur einer Ahnung - warum?

- Weil kein Parceldienst mit 2 Fahrern rumfährt
- weil die alle paar 100 m anhalten, die Fahrertür öffnen, dann die hinteren u/o seitlichen Ladetüren - was soll da welche Heizung was bringen?
80 km Reichweite des Streetscooters - was meinen Sie denn, was so ein Postlieferwagen am Tag schafft?
Alle paar 100 m klingeln, warten ob jemand kommt, wenn ja, aushändigen, quittieren lassen - macht schon mal so 5 Minuten. Weiter zum nächsten - da swind 80 km Reichweite mehr als ausreichend.
Werden die Leute von der Post mit absoluter Sicherheit errechnet haben.

Nicht nur DHL - alle, die Logistik betreiben - auch Taxifahrer - wissen sehr genau, warum was im optimalen Bereich liegt.
Aber diesen Quatsch, das für einen Verbrennerdiesel (der wohl mittelfristig garnicht mehr in die Zentren reinfahren darf...) 2 E-Lieferwagen nötig sind, den hätten Sie sich ersparen können.

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Yves Martin 15.01.2018, 00:55
77.

Zitat von Zuversicht
Ihr erster Satz erinnert mich an einen anderen Spruch von Walter Ulbricht am 15. Juni 1961. Glauben Sie im Ernst, dass die größte Gefahrenquelle im Straßenverkehr noch selbst das Fahrzeug bewegen wird? Das wird es nur noch mit Ausnahmegenehmigungen für bestimmte Berufsgruppen geben. Der normale PKW-Halter dürfte da nicht mehr dazugehören. Und lange bevor das endgültige aus kommt, werden die Preise für Versicherungen so exorbitant hoch sein, dass es sich kaum noch einer leisten kann.
Diesen feuchten Traum habe ich schon ein paar Mal gehört. Es wird ganz sicher einer bleiben, denn warum sollten analoge Fahrzeuge und das Selbstfahren verboten werden? Autonome Fahrzeuge werden keine Bevorrechtigung geniessen - warum auch? Das oder gar ein Verbot wären genauso bescheuert wie die Annahme, es würden irgendwann rote oder zweisitzige Autos verboten.

Ich würde einen sehr grossen Geldbetrag darauf wetten, dass ich in meiner Rest-Lebenszeit - ich hoffe mal 30 Jahre - von niemandem gezwungen werde, analoge Fahrzeuge zu kaufen und/oder zu benutzen. Auch keine elektrischen. Ich werden stattdessen viel Freude dabei haben, mit katalysatorfreien Oldtimern leckeres Superbenzin zu verbrennen.

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