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Tesla-Unfall: "Autopilot" beschleunigte noch kurz vor Aufprall
DPA/ KTVU

Ein Tesla prallte im März in eine Leitplanke - gelenkt von einem Fahrassistenten. Der Fahrer starb wenig später. Nun haben US-Ermittler den beunruhigenden Unfallbericht veröffentlicht.

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freakable 08.06.2018, 18:02
1. Tesla-Bashing / Clickbaiting: Warum beschleunigt er nur??

Der Artikel ist recht typisch und vergleichbar mit anderen üblichen reißerischen Artikeln mit Anti-Tesla-Grundton.
Natürlich ist der Unfall tragisch und es darf / muss die Frage erlaubt sein, warum der Wagen das Hindernis nicht erkannt hat und sogar im Endeffekt darauf zugesteuert hat.
Im Artikel wird behauptet, dass der Wagen mit 65 Meilen pro Stunde einen anderen Wagen überholte. Das steht so nicht im vorläufigen Unfallbericht. Ganz im Gegenteil wird im Unfallbericht gesagt, dass der Wagen einem vor ihm fahrenden Wagen folgte.
Ebenfalls journalistisch mindestens nachlässig ist die Tatsaache, dass nicht erwähnt wird, dass im Unfallbericht steht, dass der Fahrassistent auf eine Zielgeschwindigkeit von 75 Meilen pro Stunde eingestellt war und einige Sekunden vor dem Crash keinem Fahrzeug mehr gefolgt ist. Damit ist das angebliche Mysterium der Beschleunigung vor dem Crash nämlich gar keins mehr...
Der Artikel erzeugt in der jetzigen Form aber vermutlich mehr Klicks und damit mehr Umsatz.

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Wolfgang Porcher 08.06.2018, 18:10
2. das gehort dazu bei der Entwicklung

denken wir zurück an den Motorsport in den 50 er und 60 er Jahren, wie viel tödliche Unfälle, an die Zeit wo man alkoholisiert die Tödlichen Unfälle provozierte, der VW Käfer, irgendwo gegen gefahren die Insassen keine Chancen hatten...
und allgemein die Autos durch technisches Versagen die Insassen in den Tod rissen.

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flyyy 08.06.2018, 18:34
3. Ich freue mich

mich schon auf das Model 3, um das beste Spurhaltersystem auf dem Markt mal länger ausführlich ausprobieren zu können.

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SteveCrj 08.06.2018, 18:42
4. Bashing?

Der Wagen hat ein eindeutiges Hindernis nicht erkannt, die Batterie hat Feuer gefangen und sich nach ein paar Tagen selbständig nochmals entzündet. Fakten, die das "ach so sichere und völlig alltagstaugliche" Elektroauto einer Firma, die primär durch dicke Sprüche ihres obersten Chefs auffällt und die angeblich der deutschen Autoindustrie meilenweit voraus ist, in einem anderen Licht erscheinen lassen. Der "Autopilot" ist an sich nichts als Marketinggeschwafel für ein Assistenzsystem, welches hier schon seit geraumer Zeit in viele Fahrzeuge eingebaut wird und funktioniert. Nur hier hört man nichts von dadurch motivierten Unfällen. Hochkomplexe sicherheitsrelevante Systeme baut man eben nicht, indem man dicke Sprüche reißt und wild einfach Ingenieure zusammenkauft. Etwas Erfahrung mit dem Ganzen und eine technisch motivierte Herangehensweise an ein derartiges System sind sehr hilfreich. Agieren unter Erfolgsdruck, weil man das System ja vollmundig angekündigt hat, es seitdem dauerpreist und weil die Firma ja irgendwann bald auch mal Gewinne einfahren muss, ist eher weniger hilfreich.

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Wiedereinaussteiger 08.06.2018, 18:55
5.

Zitat von freakable
Der Artikel ist recht typisch und vergleichbar mit anderen üblichen reißerischen Artikeln mit Anti-Tesla-Grundton. Natürlich ist der Unfall tragisch und es darf / muss die Frage erlaubt sein, warum der Wagen das Hindernis nicht erkannt hat und sogar im Endeffekt darauf zugesteuert hat. Im Artikel wird behauptet, dass der Wagen mit 65 Meilen pro Stunde einen anderen Wagen überholte. Das steht so nicht im vorläufigen Unfallbericht. Ganz im Gegenteil wird im Unfallbericht gesagt, dass der Wagen einem vor ihm fahrenden Wagen folgte. Ebenfalls journalistisch mindestens nachlässig ist die Tatsaache, dass nicht erwähnt wird, dass im Unfallbericht steht, dass der Fahrassistent auf eine Zielgeschwindigkeit von 75 Meilen pro Stunde eingestellt war und einige Sekunden vor dem Crash keinem Fahrzeug mehr gefolgt ist. Damit ist das angebliche Mysterium der Beschleunigung vor dem Crash nämlich gar keins mehr... Der Artikel erzeugt in der jetzigen Form aber vermutlich mehr Klicks und damit mehr Umsatz.
SOFORT kommen reflexhaft diejenigen Lobby-Spezialisten aus den Löchern, die mit lauter Unterstellungen den Artikel madig machen, ohne auch nur irgendein substantiiertes Argument vorzutragen .

Einzige Masche: Der Journalist müsse wohl ganz unbedingt ein notorischer Tesla-Feind sein. ...

Wie überaus billig ist das denn!?

Klar ist, dass die Tesla-Jüngerei - neben wirtschaftlichen Interessen - bei den Privaten sowas wie eine Sekte ist, mit Elon Musk als dem neuen Jesus Messias, der angelblich über die Wasser wandeln kann. Hingegen von genauerer Kennntnis des "automatisierten Fahrens" Null. Keinen Plan.

zudem ist zu Tesla bekannt, dass die für die hohe Speicherdichte der Akkus besondere Risiken in Kauf zu nehmen bereit sind, betreffs ihrer Anoden- oder Kathoden-Materialien, die ggü. anderen Akku-Konstruktionen ein signifikant höheres Risiko haben, sich zu entzünden.

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Olli Ökonom 08.06.2018, 19:01
6.

Zitat von freakable
Der Artikel ist recht typisch und vergleichbar mit anderen üblichen reißerischen Artikeln mit Anti-Tesla-Grundton. Natürlich ist der Unfall tragisch und es darf / muss die Frage erlaubt sein, warum der Wagen das Hindernis nicht erkannt hat und sogar im Endeffekt darauf zugesteuert hat. Im Artikel wird behauptet, dass der Wagen mit 65 Meilen pro Stunde einen anderen Wagen überholte. Das steht so nicht im vorläufigen Unfallbericht. Ganz im Gegenteil wird im Unfallbericht gesagt, dass der Wagen einem vor ihm fahrenden Wagen folgte. Ebenfalls journalistisch mindestens nachlässig ist die Tatsaache, dass nicht erwähnt wird, dass im Unfallbericht steht, dass der Fahrassistent auf eine Zielgeschwindigkeit von 75 Meilen pro Stunde eingestellt war und einige Sekunden vor dem Crash keinem Fahrzeug mehr gefolgt ist. Damit ist das angebliche Mysterium der Beschleunigung vor dem Crash nämlich gar keins mehr... Der Artikel erzeugt in der jetzigen Form aber vermutlich mehr Klicks und damit mehr Umsatz.
Der Artikel ist halbwegs neutral. Das es natürlich für einen Tesla-Fanboy anders klingt, ist natürlich. Was meinen Sie wie sich VW-Fans fühlen, wenn SPON mal wieder über VW-Diesel herzieht, meist nur mit Teilinformationen, gerade so, um aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.
Trotzdem ist dieser Unfall mal wieder megapeinlich für Tesla, mit diese einfach gestrickten Sensoren kein Wunder, da helfen auch keine Softwareupdates.

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ansv 08.06.2018, 19:04
7. Wie vertrauensselig kann man sein?

Es mag ja sein, dass die Assistenzsysteme von Tesla denen anderer Automobilhersteller überlegen sind. Aber wer schon einmal Spurassistenten in Oberklassefahrzeugen deutscher Hersteller ausprobiert hat, kennt doch deren Schwächen. Ich habe noch keines erlebt, das im Baustellenbereich z. B. weiße von gelben Linien unterscheiden konnte. Einem solchen System würde ich nicht mein Leben anvertrauen, wie es der Fahrer des Fahrzeugs wohl getan hat.

Was die Qualität des Artikels angeht hoffe ich einfach, dass der erste Kommentator nicht recht hat und diese Informationen nicht in dem Bericht stehen. Sonst wäre es schon ein bisschen armselig.

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llukylluke01 08.06.2018, 19:16
8. Bisschen einseitig

Was hier bewusst nicht erwähnt wird: Das kann einem auch in einem deutschen Mittel und Oberklassewagen passieren (Beispielsweise in der C-Klasse). Aktiviert man dort den Tempomat mit Lenk und Bremsassistenz hat man ein dem Tesla Autopilot sehr ähnliches System und kann für einige Sekunden die Hände vom Lenkrad nehmen (oder wie der ein oder andere Zeitgenosse einfach ne Coladose ans Lenkrad binden). Und dieses System ist genauso auffällig und würde dann auch beschleunigen. Die Systeme setzen alle auf Radar, und die Software ist auf sich bewegende Objekte optimiert. Wenn das Auto erkennt, dass vorne etwas versteht verwirft es das meistens, da das in 99,9 Prozent der Fälle ein Schild/ Fahrzeug rechts/ oder sonst was ist. Und da wäre eine Vollbremsung weit aus schlimmer (Stichwort Auffahrunfälle).

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Seraphan 08.06.2018, 19:46
9.

So schwarz wie so einige hier sehe ich Tesla und andere nicht. Ich bin allerdings skeptisch, wenn es darum geht zu sagen, dass autonomes Fahren fast ausgereift ist. Das ist es offensichtlich nicht. Leider lässt der Artikel Details aus, die das eine oder andere Negative bzw. Unerklärliche erklärlich macht. Ich würde mir eine neutralere Berichterstattung wünschen.

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