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Tests mit R1234yf: Im August soll Klarheit im Kältemittel-Streit herrschen
Daimler

Seit Monaten streitet Mercedes mit der EU um das Kältemittel R1234yf. Der Autobauer hält die Substanz für gefährlich und weigert sich, neue Pkw damit auszurüsten. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hatte deswegen Tests angekündigt. Nun gibt es Berichte über Details der geplanten Untersuchung.

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PurpleTentacle 07.06.2013, 12:29
10.

Zitat von AnonymZZ
Daimler folgt keinem Trend sondern begründet ihn - auch gegenüber anderen gesetzestreuen Anbietern. Ist das die Sperspitze deutscher Ingenieurskunst? ich glaube es nicht - übrigens Benzin brennt auch nur mal so nebenbei.

Finden wir das bei Firmen wie Apple nicht alle ganz toll?

Zum Thema:
Daimler ist aktuell Prügelknabe der Nation. Im Endeffekt ist es so, dass sie ganz einfach das neue Kältemittel nehmen, den Preis erhöhen und es den Kunden verkaufen könnten. Schön - machen sie nicht, sondern gehen das Risiko ein, dass zwei extrem wichtige Autos - A- und B-Klasse - nicht mehr verkauft werden dürfen, weil sie keinen gültigen Gesetzen entsprechen. Gesetzen, die von der EU, einem Lobbyisten-Selbstbedienungsladen, wie es scheint, definiert wurden. Wer behauptet, dass Honeywell und DuPont als Monopolisten für das neue "Gift" da nicht ein wenig das politische Ölkönnchen ausgepackt haben, ist wohl sehr naiv.

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maga80 08.06.2013, 10:51
11. Verantwortung

Verantwortung für eventuelle Brände trägt allein Daimler, denn das Kaltemittel ist nicht Bestandteil der Crashprüfung (z.B. Frontcrash ECE-R94). Hier ist die Befüllung der Klimaanlage explizit ausgenommen (wahrscheinlich wollten die Hersteller keine Sauerei in ihrer Crashhalle).
Die Klimarichtlinie 2006/40 fordert lediglich ein umweltfreundliches Mittel, mehr nicht. Der Hersteller ist verantwortlich, seine Produkte für die Zukunft entsprechend zu entwickeln. Genügeng Vorlaufzeit hatten die Hersteller, da sie zugleich auch alle an den Gesetzesentwürfen in "sub-groups" mitarbeiten und genau Bescheid wissen, was auf sie zu kommt.
Falls etwas schwierig werden könnte, schicken Sie ihre Lobbyisten los oder auch den VDA und betteln bei der Kanzlerin.
Daimler hat seine Planung verpennt. Die anderen Hersteller haben die Richtlinien halblegal umgangen durch vorziehen von Genehmigungen. Die anderen Hersteller wollen zu der Brandgefahr nichts sagen.
Die Hersteller wissen alle bestimmt selbst genau ob ihre Fahreuge bei bestimmten Crashkonstellationen jetzt infolge des neuen Kältemittels brennen.
Einige trauen sich bestimmt nicht dies gegenüber den Behörden und der Öffentlichkeit zu sagen, vermute ich.
Die Hersteller nehmen es hier anscheinend in Kauf, wenn es den ein oder anderen zusätzlichen Todesfall gibt. Man spekuliert bestimmt auf Einzelfälle und dass der Nachweis schwierig ist, wenn das neue Kältemittel für einen Tod und damit der Hersteller verantwortlich sein könnte.
Wer auf einheitliche Mittel setzt, hätte mit Monopolherstellern rechnen müssen. Dies war der sicherlich größte Fehler der Autohersteller.
Für Daimler gibt es im Zweifel aber immer eine Lösung.
Der Stern und der Bundesadler sind doch unzertrennlich. Daimler sollte (wenn weiterhin das alte Mittel bis 2017 eingefüllt wird) Strafzahlungen aufbringen.
Und Daimler sollte vielleicht in einer solchen Lage vorbildlicher als andere Hersteller seine Mitarbeiter richtig bezahlen (keine Werkverträge mit Aufstockern!) Damit könnte Daimler soziale Verantwortung für die Bundesrepublik übernehmen - für die Bundesrepublik, die Daimler immer unterstützt.

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AnonymZZ 08.06.2013, 12:16
12. Wer zu spät kommt

Zitat von PurpleTentacle
Finden wir das bei Firmen wie Apple nicht alle ganz toll? Zum Thema: Daimler ist aktuell Prügelknabe der Nation. Im Endeffekt ist es so, dass sie ganz einfach das neue Kältemittel nehmen, den Preis erhöhen und es den Kunden verkaufen könnten. Schön - machen sie nicht, sondern gehen das Risiko ein, dass zwei extrem wichtige Autos - A- und B-Klasse - nicht mehr verkauft werden dürfen, weil sie keinen gültigen Gesetzen entsprechen. Gesetzen, die von der EU, einem Lobbyisten-Selbstbedienungsladen, wie es scheint, definiert wurden. Wer behauptet, dass Honeywell und DuPont als Monopolisten für das neue "Gift" da nicht ein wenig das politische Ölkönnchen ausgepackt haben, ist wohl sehr naiv.
Darum geht es nicht, sondern klare Ansage 2-3 Jahre früher. Und Lobby-arbeit gibt es bei Daimler zur genüge siehe Klaeden. Also treffen Sie besser

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:::...::: 11.06.2013, 10:36
13. Alles hat zwei Seiten.

Zitat von gefaber
Es wäre doch kein Problem, wenn die EU jetzt ihre Richtlinie einfach nochmal verschiebt und dann ab 2015 oder 2016 CO2 für alle Klimaanlagen vorschreibt. Da hätten wir einen absolut ungefährliches und in den kleinen Mengen absolut klimaverträgliches Gas. Dann müssen die Klimaanlagenhersteller das bis dahin eben serienreif bekommen. Sollte doch kein Problem sein.
Der große Nachteil bei Co2 Anlagen ist, dass sie mit ca. 200 bar Druck betrieben werden müssen. Die Druckbehälter / Wärmetauscher müssten im Innenraum / Armaturenbrett verbaut werden.
Keine angenehme Vorstellung, wenn das Auto in die Jahre kommt und eine Co2 - Klimaanlage nicht aufwendig und kostenintensiv gepflegt wurde….
Warum muss eigentlich jedes Auto eine Klimaanlage haben ???

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___wegwerfaccount___ 18.06.2013, 11:56
14. Aluhut hilft gegen Sonnenstich

Zitat von Flari
CO2-Klimaanlagen müssen mit einem ca. fünfmal höheren Druck betrieben werden, wie die bisherigen. Wo kommt es wohl eher zu Undichtigkeiten und erhöhtem Verschleiss? Und woran würden die Werkstätten wohl mehr verdienen? Am häufigen Nachfüllen einer Hochdruckanlage mit einem Gas, was sie billig einkaufen können, oder an seltenen Auffüllungen mit einem Gas, dass sie selber sauteuer von den Monopolisten einkaufen müssen? Na? Klingelt es da ggf. im letzten Rest Vernunft? Falls nicht, mal 24 Stunden ohne Aluhut rumlaufen..
Es wäre hilfreich gewesen, wenn Sie sich der leider zunehmend aus der Mode gekommenen Methode des Sich-erst-informieren-und-dann-mitredens bedient hätten. Hohe Drücke sind technisch beherrschbar, ist doch alles Auslegungssache. Und daß man noch ein wenig Forschung investieren muß, um die effiziente Großserienreife zu erlangen, ist doch kein Drama. Die heutigen Klimaanlagen sind ja auch nicht einfach so vom Himmel gefallen. Ansonsten würde ich es begrüßen, wenn Sie künftig inhaltlich mitdiskutieren und weniger herablassend Ihren Frust in die Welt hinausblasen würden.
Ciao
Tina

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Sandkorn im Getriebe 12.07.2013, 09:39
15. Klimaschutz Zweitrranging bei R1234yf

R134a sei/ist 1430 mal Schädlicher als CO2. Was heisst das?

Jährlich werden 34 Milliarden Tonnen CO2 ausgetoßen. Im Vergleich werden "nur" etwa 27 Millionen T CO2 Äquivalent an Klimagasen ausgestoßen, davon Fallen wiederrum "nur" 24% auf Mobile Anwendungen (Auto, Schiff, Kühlmitteltransporter etc), dh. alle Mobile Anwendungen sind für
rund 6.5 Mio T CO2 äquivalent Verantwortlich, also noch sehr weit weg von den 34 Milliarden Tonnen CO2, ALLE Mobile Anwendungen zusammengenommen. Das Auto allaine also noch weniger.

Rechnet man noch den CO2 Ausstoß für das entwickeln und bauen der neuen Wartungsanlagen der Werkstätten, und die Problematik der Giftigkeit bei Verbrennung, dann Frage ich mich wirklich ob diese doch sehr Fragwürdige "Umweltschtuzmaßnahme" gerechtfertigt ist.

R1234yf ist ein schöner Coup des amerikanischen Lobbyismus, denn R1234yf ist Brennbar ab 405 Grad C, Crashtests sind statistisch nicht representativ, dafür sind die Unfallszenarien zu vielfältig und unvorhersehbar.
Das Gas ist brennbar, FAKT!

Wenn man aber um jeden Preis das Risiko durch die Brennbarkeit unter den Teppich kehren möchte, und Todesfälle in kauf nehmen möchte, warum nimmt man nicht R290 (Propan)?
Ja es brennt, aber ungiftig. Zieht aber kein Wasser an die eine regelmäßige 100% Evakuierung des Gases aus der Klimaanlage benötigt (wird bei jedem Neufüllen heute getan), erzeugt keine sauren Zerfallsprodukte
die für den verschleiß der Klimanlage und undichtigekieten Verantwortlich sind, daher in der Wartung und Unterhalt billig und überall zu bekommen.

Ach, ich vergaß! Die Indusitrie, kann damit nicht viel verdienen :-(

R290 wird in Australien "schon" im Automobil verwendet. http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4081.pdf

Also: R134a behalten, oder CO2 (R744), und wenn brennbar dann R290 (Propan) und Weg mit der Lobbyindustrie!

MM

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