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Teurer Treibstoff: Rauf mit dem Spritpreis
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Der Benzinpreis eilt von Rekord zu Rekord, die Autofahrer fühlen sich von Staat und Ölmultis gegängelt. Dabei kann man jeden Tag im Straßenverkehr erkennen, warum die ganze Debatte zutiefst verlogen ist - und Benzin noch viel zu billig.

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poenix0815 21.08.2012, 00:19
200. optional

Lieber Autor! So ein Unsinn! Wenn Sie schon Behauptungen in den Raum stellen, sollten Sie vorher überprüfen, ob diese denn auch wirklich berechtigt sind (und vielleicht mal die Artikel lesen, die Sie als "Referenz" verlinken)! Der elektronische Rückspiegel von Audi wurde entwickelt, um in einem Rennwagen verbaut zu werden! Der letzte Satz in dem von Ihnen selbst verlinkten Artikel sagt das nochmals ausdrücklich: "Ob und wann der digitale Rückspiegel in herkömmlichen Audi-Modellen zu kaufen sein wird, ist bislang noch unklar." Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass Autos tatsächlich unnötig schwerer werden, aber zeigt mangelnde Sorgfalt in Ihrer Recherche. Und das Gewicht der Autos liegt nicht in der Hand des Verbrauchers: Die Hersteller bieten doch nurnoch Autos mit Vollverkleidung und allen möglichen Extras an. Ich würde ein abgespecktes Auto eher kaufen. Mehr als ABS, Servolenkung, Heizung und ein Radio braucht es nicht.

Dass der Benzinpreis immernoch zu teuer ist kann nur jemand behaupten, der ausreichend Geld zur Verfügung hat und sich es leisten kann zwei Autos mit mehr als 12l/100km zu fahren. Das kann allerdings der Großteil der Bevölkerung nicht und fährt Kleinwagen, die wohl deutlich weniger verbrauchen, selbst wenn man mal kurz "auf die Tube" drückt! Ich verstehe den Kern Ihrer Behauptung und stimme prinzipiell zu, dass Menschen deutlich spritsparender fahren könnten. Aber dadurch wird man den Aufpreis auch nicht ausgleichen können.

ÖPNV! Haben diejenigen, die meinen man solle vollständig auf Nahverkehr umsteigen, jemals versucht nach 19 Uhr (Werktags!) auf dem Land mit Bus und Bahn nach Hause zu fahren? Klar, wer in Großstädten (wie zb Hamburg) wohnt ist es selber Schuld wenn er ein Auto besitzt, denn hier ist der Nahverkehr meistens perfekt ausgebaut. Ich selber habe kein Auto weil ich mittlerwiele das Glück habe in einer Stadt zu wohnen, wo ich mit dem Fahrrad und einem gut ausgebauten Nahverkehr zu jeder Zeit überall hinkomme. Aber auf dem Land sind die Menschen auf ihre Autos angewiesen und da wird sich auch niemals etwas dran ändern. Die Bevölkerungsdichte in ländlichen Gegenden ist einfach zu gering um einen komfortablen Nahverkehr zu bieten. Hier müssten andere Konzepte her.

Fakt ist, und das ist so offensichtlich wie unsere Lobby-gesteuerte Politik, dass die Ölkonzerne nicht dumm sind und schon lange erkannt haben, dass wir vom Öl abhängig sind. Wenn die Konzerne das nicht ausnutzen würden, dann würden wir wohl in einer Märchenweld leben.

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#2011-0001 21.08.2012, 00:19
201. Hei

Zitat von anonymous_coward
[...] Ach ja, falls jemand der Meinung sein sollte, dass ich mich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten würde, weit gefehlt: ich habe 0 Punkte in Flensburg. Und die Strafen für sollten auch neben dem Spritpreis erhöht werden. Vor allem nerven mich diese "Nicht-Blinker", ob in der Stadt oder BAB. In diesem Sinne eine schöne Woche!
Na Gottseidank wenigstens EIN sinvoller Satz in Ihrem Text. Ich sage auch immer, dass es mir schnurz is, wenn jemand Auto fährt, als habe er neun Leben, solange er damit niemanden gefährdet. Ich habe als Vordermann im PKW, Radfahrer oder Fußgänger aber nur ein Leben, liebe Raser, Drängler und Vollkommen-Irre-Überholer. Ich appelliere auch an dieser Stelle erneut eindringlich, die Wahnwitzigen mögen doch bittschön direkt gegen einen Baum fahren. Das macht's nämlich denen, die leben wollen, erheblich einfacher.

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BesserwisserMichel 21.08.2012, 00:20
202.

Zitat von sysop
Der Benzinpreis eilt von Rekord zu Rekord, die Autofahrer fühlen sich von Staat und Ölmultis gegängelt. Dabei kann man jeden Tag im Straßenverkehr erkennen, warum die ganze Debatte zutiefst verlogen ist - und Benzin noch viel zu billig.
Der Autor kann seinen Sozialneid vielleicht mal zurückschrauben. Er kann mal bedenken dass für jeden SUV oder welches andere Hassobjekt er da auf der Pfanne hat ein ganzer Haufen Kleinwagen und normaler Familienkutschen unterwegs ist.

In meiner näheren Verwandschaft (ca 10 Wagen) ist das größte Auto ein Passat, der Rest fährt Autos in der Klasse eines Golf oder Polo. Meiner ist ein 10 Jahre alten VW Golf mit 75 PS. Wenn ich mich sehr anstrenge und bei Überlandfahrten wenig bremsen muss, kriegt ich die Karre unter 7l (Normalbenzin, mit e10 wärens wohl 8). Ohne Klimaanlage und mit einem Smartphone für das Hörbuch und als Navi. Und Schnickschnack wie elektrische Sitzverstellung und Co. haben solche Karren nicht.

Und oh Wunder 7-10% Preiserhöhung innerhalb von nicht mal einem Monat merken wir alle.

Man fragt sich schon, warum wg. 10% Säuen auf dem Asphalt, die Karren fahren, die Benzin verbrennen als gäbs das bis zum St. Nimmerleinstag, die restlichen 90% genauso dafür verantwortlich gemacht werden?

Im übrigen klingt der Autor wie ein Lobbyist eines Benzinkonzerns. Natürlich haben Preiserhöhungen nie etwas damit zu tun dass in den meisten westlichen Nationen jetzt Sommerferien sind. Natürlich, nie, wie kommt da der Autofahrer nur drauf.

Was ist das eigentlich für eine Argumentation? Kauft euch moderne Autos ohne Extras (als ob das ginge), damit ihr etwas weniger verbraucht und wir ein Argument haben die Preise weiter zu erhöhen. Stichwort: Gewinneinbruch.

Es wäre evtl auch mal endlich soweit sich europaweit Gedanken darüber zu machen was die Alternative zu erdölbasierenden Kraftstoffen sein soll und für ein anständiges Netz zu sorgen. Die Diskussion hör ich mir jetzt schon mein ganzes Autofahrerleben an und ich denke wenn ich mit 65 den Führerschein abgeb wird immer noch kein Konzept vorliegen, und keiner kann sich mehr Autofahren leisten.

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Umbriel 21.08.2012, 00:22
203. die Kriecher sind auch ein Problem

Zitat von Fonsy
ich bin beruflich täglich mit dem auto unterwegs (lieferwagen) wenn ich auf der autobahn 90 fahre, "jagen" mich die lkw´s. überholen trotz ü-verbot. gerade die würden unmengen sprit spahren, wenn sie vorschriftsmäßig führen. mit dem pkw hält sich keiner an tempo 50 innerorts, und auf landstraßen ist 120 standard. "rasen" ist in ... da darf das benzin ruhig noch teurer werden ..
Vielleicht sollten Sie mal ihren Tacho justieren oder sich einen Navi mit korrekter km/h Anzeige zulegen.

Die LKW Kolonne fährt in der Regel exakt 92km/h - GPS Messung.

Wenn Sie auf der A-Bahn dauernd von LKW überholt werden dann sind eher Sie derjenige, der seine Fahrweise dringend justieren müsste.

Zum Glück können 9999 von 10000 Leuten vernünftiger fahren als Sie.

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#2011-0001 21.08.2012, 00:23
204.

Zitat von spon-tan 2012
Diejenigen, die jeden Tag 140 km wie ich in die nächste Großstadt pendeln, können sich kein Auto mit 12 Litern Verbrauch leisten. Es ist leicht daher gesagt, wenn ich überwiegend mit U- und S-Bahn fahren kann und nur mal ein paar Hundert km im Jahr zum Spass fahre, dann würde mich der Spritpreis natürlich auch nicht im Geringsten stören und man kann auf Öko machen. Nun werden wieder einige sagen, selbst schuld, warum wohnst Du auf dem Land ? Nicht weil ich dort hingezogen bin und auch nicht wegen billiger Mieten, sondern weil auch die Provinz eine jahrhundertealte Kulturlandschaft ist und meine Heimat. Ich fahre meinen SUV mit 5,5 Litern Diesel und brauche Allrad nicht zum Spass. Trotzdem ist die Abzocke schon jetzt unerträglich
<sarkasmus>Mensch, ziehen Sie doch in die wunderschönen tollen Städte, die wir haben.... -z.B. Berlin oder Essen. Oder Bottrop. Kultur auf dem Land. Am Ende noch in Bayern oder Österreich. Sie sind mir ja einer...</sarkasmus>

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Hrothgaar 21.08.2012, 00:29
205. Rofl

Zitat von sysop
Der Benzinpreis eilt von Rekord zu Rekord, die Autofahrer fühlen sich von Staat und Ölmultis gegängelt. Dabei kann man jeden Tag im Straßenverkehr erkennen, warum die ganze Debatte zutiefst verlogen ist - und Benzin noch viel zu billig.
Ein wunderbarer Artikel der das mal endlich ausspricht. Was noch viel lachhafter ist, wenn ich mir die Posts durchlese: Mein BMW SUV braucht nur acht Liter im Stadtverkehr, meine Q7 nur stolze fünf Liter bei 320 auf der Autobahn und mein Hummer braucht nur sparsame 3,4 Liter voll beladen zum Zigareten holen im 2000km entfernten Tankstelle.

Natürlich fühlen sich solche Leute immer in der Opferrolle. Zumal die Bundesregierung solchen Autos/LKW/SUV, je schwerer diese sind als effektiver bestrachen. Ja, das ist kein Witz. Ein Peugeot 206 oder ein Fiat cinquecento ist nach dieser Regelung eine reine Drecksschleuder und ein BMW X5 oder größer das "günste" Auto ist. Und hey! Leasing sei dank, kann sich jeder Azubi auch so ein Auto leisten.

Jeder der ein Auto fahren will, sollte auch ein Wesenheitstest absolvieren. So mancher würde sich dann wundern...

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Umbriel 21.08.2012, 00:30
206. das schert keinen im abgehobenen Berlin

Zitat von anonym
Eine fünfköpfige Familien kann sich keine Wohnung in der Stadt leisten. Ich und meine Frau gehen beide arbeiten - sind also auch nicht auf öffentlichen Gelder angewiesen. Wir beide brauchen jeweils ein Auto und fahren sehr vorsichtig. Aber die Spritpreise gehen langsam an unsere Substanz. Wir sollen Kinder bekommen, arbeiten gehen, Steuern zahlen, Abgaben zahlen, gute Eltern sein und und und. Da kommt es auf die 300€ Spritgeld im Monat doch auch nicht mehr darauf an oder?
Unsere Superpolitiker beschäftigen sich aber nicht mit solchen Nichtigkeiten, sondern reden sich die Köpfe darüber heiß, wieviele Milliarden noch nach Griechenland und Spanien verschenkt werden, damit die ihre Benzinrechnung überhaupt bezahlen können.

Und zwischen den Rettungspaketen sinniert man über die steuerliche förderung der Homo-Ehe, die sicher in Berlin Zentrum furchtbar schick ist.

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pannenbaker 21.08.2012, 00:33
207.

Jau. Danke, dass mir jemand, der sich zwei 12-Liter-Schlucker offenbar mühelos leisten kann, mir als 6-Liter-weil-immer-noch-günstiger-als-ÖPNV-Fahrer erklärt, warum der Sprit zu billig ist. Kleiner Hinweis zu den Super-Spar-Amis noch nebenbei - einer der 30 Tips ist, dass natürlich das bei Vollmond von linksdrehend tanzenden Elfen zusammengerührte S*ell-Benzin besonders sparsam ist. Und wer sponsort die Seite? Bedankt, bedankt, bedankt...

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Umbriel 21.08.2012, 00:34
208. Inflation

Zitat von deuro
Der Euro ist halt nichts mehr wert. Inflation ist nicht mehr rückgängig zu machen. Die EZB druckt fleissig Geld wie Klopapier und unsere Regierung will der EU noch mehr Rechte zum Geldentwerten zubilligen. Für das gleiche Geld gibt es jetzt halt 10% weniger Benzin/Rohöl/Heizöl als noch im Juli vor einem Monat..
So siehts aus. Leider ziehen Regierung und Opposition weitgehend am selben Strang. Leider fahren die Medien eine Verdunklungsstrategie.

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oberfrange 21.08.2012, 00:35
209. Na ja...

Wer eine vorausschauende Lebensplanung betreibt, ist eh schon lang in die Stadt, in der er arbeitet, umgezogen und aufs Fahrrad umgestiegen. Treibstoffpreise sind egal, wenn man nur zu Großeinkäufen mit dem Auto fahren muss oder die Kinder mal zum Fußballtraining. (die Immobilienpreise in den deutschen Städten und die nervige Gentrifizierung sollten in einem anderen Thread abgehandelt werden)
Ich hätte auch nix gegen eine Autobahnmaut vor allem für den Transitverkehr - das Pickerl bei den Ösis und in der Schweiz ist jetzt auch nicht sooo furchtbar teuer.
Und man sollte anfangen, Billigflüge für unter 10 Euro zu verbieten. Das ist doch alles völlig unlogisch.
Die deutsche Politik ist glasklar ein Spielball der Autobauerlobby. Man könnte schon längst viel effizientere 3-Liter-Autos oder Elektroautos bauen, wenn die Autolobby nicht so fest mit der Öl-Lobby (und Putins Mafia) verbandelt wäre. In diesem Sinne, fahrt mehr Rad, Leute. Autofahren ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Luxus!

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