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Tödlicher Unfall in den USA: Tesla-Chef verteidigt den "Autopilot"
DPA

Nach dem tödlichen Unfall eines US-Amerikaners in einem computergesteuerten Model S kommt Tesla-Gründer Elon Musk in Erklärungsnot. Es geht um die genaue Bedeutung einer Software-Bezeichnung.

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muskat51 11.07.2016, 19:07
1. Zitat aus dem Artikel:

... , dass Mobileye-Systeme Situationen mit seitlich kreuzenden Fahrzeugen erst ab 2018 erkennen könnten.... Und wie nennt man ein nicht-seitliches Kreuzen? Paralleles Kreuzen? Und wie programmiert man sowas? Und wer möchte von einer solchen Software kutschiert werden, wenn er die Wahrheit über ihre "besonderen Talente" (wie Behinderungen bei Menschen jetzt heißen) kennt?

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zeichenkette 11.07.2016, 19:08
2. Nur mal zur Klärung

Ein Autopilot in einem Flugzeug erkennt auch keine kreuzenden anderen Flugzeuge und setzt unbedingt voraus, dass ein Pilot am Steuer sitzt. Selbst umgangssprachlich ist "wie auf Autopilot" ein Ausdruck dafür, dass man unangemessen blind und stur unterwegs ist, und sicherlich nicht aufmerksam und reaktionsschnell.

Und man soll sich nichts vormachen, jede komplexe Software ist immer Beta und niemals fertig oder perfekt. Menschen schon gar nicht.

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justus65 11.07.2016, 19:19
3. Feuer frei

Dann kan die große Schlacht zwischen religiösen Fanatikern und Ungläubigen ja los gehen. Das Problem ist, dass da zwei Welten aufeinander prallen (wie im Artikel gut dargestellt). In der Computer-Branche jagt man das Programm auf die Rechner und wenn es Probleme gbt, setzt man sich an die Lösug. In der Auto-Branche heißen Probleme nicht stundenlanges probieren, bis die Kiste wieder läuft, sondern Tote. Das muss in den Köpfen der Herren Musk und Co erst mal rein. Was man mit einem Softwareupdat einspielen kann, kann auch wieder löschen. Also Programm zurücksetzen und fertig. Vernünftig testen, und wenn alles funktioniert wieder aufspielen. Tesla soll daraus lernen, dass Autos was anderes sind als PCs auch wenn sie mittlerweile PC mit Rädern ähneln. as ändert aber nichts daran, dass Tesla eine interessante Idee hat, den Automarkt aufgemischt hat und gezeigt hat, dass es möglich ist, alltagstaugliche Elektroautos zu bauen, die keine fahrenden Verzichtserklärungen sind.

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foren_freund 11.07.2016, 19:23
4. Autot Pilot

um es vorweg zu nehmen: ich unterstütze absolut diese Entwicklung auf dem Atomobilsektor aber der Autor hat es in seinem, sehr guten Artikel, treffend formuliert: "mit seinem 'Autopilot' " ..."bei seinen Anhängern...".

Wenn es sich um Tesla dreht scheint bei manchen Zeitgenossen, ebenso wie bei Apple, der IQ ins Bodenlose zu fallen. Klar weist Tesla darauf hin, dass es kein echter Autopilot ist aber allein schon bei der Wortwahl zeigt sich, dass man bewusst die Erwartungen schürt und die "Jünger" Musks übernehmen es kritiklos, weil es halt die Zukunft ist. Sie scheinen zu glauben, dass alles was er macht von Haus aus richtig ist.

Ich bin der Meineung, wir müssen uns klar darüber sein, dass es trotz solcher Technologiene auch weiterhin Unfallopfer geben wird aber - trotz - und nicht wegen.

Ein Autopilot kann vielleicht das Fahren abnehmen - aber nicht das Denken.

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Lankoron 11.07.2016, 19:28
5. Welche anderen Autos

mit einer solch niedrigen Unfallstatistik (1 tödlicher Unfall auf 200 Millionen Meilen) hat man denn aus dem verkehr gezogen bzw so besonders geprüft? Welches Modell hat denn überhaupt eine solche gute Statistik? Hier wird ein Fass aufgemacht, als würden sich die tödlichen Unfälle häufen, und das nach 10km Fahrleistung. Fakt ist doch: In erster Linie hat hier der Fahrer versagt, und nicht ein autonomes Unterstützungssystem. Bislang ist ja noch nicht mal klar, ob der Teslafahrer überhaupt den Unfall verursacht hat, oder ob nicht der kreuzende LKW schuld war. Und das KBA sollte sich lieber mal um die Abgaswerte der Autos kümmern....

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Msc 11.07.2016, 19:34
6.

Ein Masterplan vor den Präsidentschaftswahlen? Mutig. Tesla lebt von Subventionen, wenn die wegfallen sollten... dann gute Nacht.

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jamesvanderschilling 11.07.2016, 19:36
7. Stillgelegt werden

Hat Spiegel Online gerade mutmasslich in den Raum gestellt dass alle in Deutschland befindlichen Teslas 'stillgelegt' werden könnten? Seid Ihr befugt solche Aussagen frei zu erfinden und zu treffen, oder war das ein Zitat vom KBA? - Für mich sieht es nicht so aus. Man sollte diesen Artikel an Tesla weiterleiten - denn deren Anwälte sind bestimmt daran interessiert dass Ihr solche hergeholten Prognosen ohne weiteres in den Raum stellt. Angenommen das KBA entscheidet sich Tesla's Autopilot zu verbieten - somit wissen Sie ganz genau (wie Sie ja berichtet haben) dass in diesem Fall Tesla ein weiteres Update stellen könnte um die rechtliche Situation zu beheben. Ihre Aussage Tesla's werden stillgelegt ist nicht nur absurd, es ist m.E. verleumderisch.

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Stefan_G 11.07.2016, 19:51
8. zu #2

Zitat von zeichenkette
Ein Autopilot in einem Flugzeug erkennt auch keine kreuzenden anderen Flugzeuge und setzt unbedingt voraus, dass ein Pilot am Steuer sitzt. Selbst umgangssprachlich ist "wie auf Autopilot" ein Ausdruck dafür, dass man unangemessen blind und stur unterwegs ist, und sicherlich nicht aufmerksam und reaktionsschnell. Und man soll sich nichts vormachen, jede komplexe Software ist immer Beta und niemals fertig oder perfekt. Menschen schon gar nicht.
Sie beschreiben sehr schön das Dilemma: Der Fahrer wird trotz aller Assistenzsystem immer auf Höhe des geschehens sein müssen, er ist der einzige an Bord, der irgendetwas verstehen, nicht nur messen kann.

Und übrigens: In Sachen Objekterkennung ist der Mensch teilweise schon sehr früh sehr perfekt.
Ein 3jähriger kann problemlos einen Laster von einem Verkehrsschild unterscheiden. Und er wird das sein Leben lang nicht verlernen.
Ein Jugendlicher auf dem Fahrrad kann in Autos hineinschauen und beurteilen, ob der Fahrer in gesehen hat (oder vielleicht nicht)
Ein Fahranfänger lernt in kurzer Zeit, darauf zu achten, was 3 oder 4 Fahrzeuge vor ihm passiert.
An den letzten beiden Aufgaben werden sich automatisierte Systeme die nächsten 50 Jahre noch "die Zähne ausbeißen".

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nibal 11.07.2016, 19:56
9. Leben retten

Jede Diskussion um die Sicherheit von Autos und Autopiloten ist mehr als angebracht und gewünscht. Eines sollte man aber zu jeder Zeit berücksichtigen: Autonom fahrende Autos haben das Potential die Zahl von Verkehrsumfällen und in Folge Verletzten und Toten auf nahezu Null zu reduzieren - und das ist keine große Fiktion. Bereits jetzt hat der Tesla eine bessere Unfallstatistik als Menschen und Menschen am Steuer kann man nicht mehr verbessern, gibt kein Update. Autonomes fahren dagegen steht gerade mal am Anfang...

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