Forum: Auto
Treffen mit Minister Scheuer: Autobosse wollen 3000 Euro für ältere Diesel zahlen
REUTERS

Gerichte verhängen wegen schlechter Luft Fahrverbot um Fahrverbot. Nun haben Daimler und VW bei einem Treffen mit Verkehrsminister Scheuer etwas Geld für Nachrüstungen zugesagt - unter Bedingungen.

Seite 5 von 12
sequel 08.11.2018, 19:56
40. Game Over

Wenn man sich die Beiträge der Foristen dieses Thema betreffend in den anderen gängigen Printmedien so durchliest, bleibt ein Fazit. Die Bürger haben bis auf wenige Ausnahmen den Kanal voll. Viele ziehen hier den Vergleich zu den Verbrechern welche 2007 die Finanzkrise verursachten. Würde mich auch nicht wundern wenn deutsche Autobosse, wenn sie merken das Pferd wurde totgeritten, anfangen die Aktien ihrer eigenen Unternehmen zu shorten. Dieses ganze Spektakel ist eine Farce. Und die Gewinner in Fernost und den Staaten kommen vor Lachen nicht in den Schlaf. Ja, in Deutschland hängen Millionen Arbeitsplätze an der Branche. Sogar komplette Regionen. Aber so wie es aussieht ist das Spiel auf Zeit nach hinten losgegangen. Die alten Herren sind mit ihrem Latein am Ende. Kann man ihnen ja nicht verübeln^^. Diese aussterbende, analog geprägte Dinosaurierart ;) Ich traue keinem dieser "Vermögensverwalter", Unternehmer wäre wirklich zu viel des Guten, nichtmal annähernd zu auch nur einen richtigen Move zu machen. Dafür haben sie einfach nicht das Rüstzeug. Sie waren ausreichend für die unaufgeregten letzten 10-15 Jahre. Für die Gegenwart bedarf es Visionäre mit Affinität zur Zukunft. Hier in Rentnerdeutschland schwer vorstellbar. Aber wir sind eben nicht mehr das Maß aller Dinge. Die Zukunftsmärkte sind digital. Allein dieses Wort ist in Deutschland ja schon ketzerisch gefärbt. Und noch ne neue Tüte Popcorn auf den Tisch gestellt. Disruption at its best und die denken immernoch die hätten die Zügel in der Hand. Könnten Märkte und Kunden dominieren. Aktuell versuchen sie nur die fetten Stäbe zu schützen, ihren analogen Altherrenclub über die Zeit zu hieven. Und ihre überbezahlten AT Jobs zu sichern. Dabei haben genau diese Leute zu verantworten was gerade passiert. Den ehemals großartigen Zug Deutsche Auto AG aufs Abstellgleis zu schieben. Wenigstens liefern sie gerade ein Lehrstück für die Universitäten. Und Futter für hitzige Debatten. Ich vermisse bei so viel Dummheit die Demut. Aber als Multimillionär ist man ja Upper Class und da schickt es sich nicht demütig zu sein. Immer schön auf Angriff....lol. Ganz ehrlich? Sollten die sich nicht um 180 Grad drehen und Vollgas fahren, mit Personalwechsel vom Upper übers middle bis ins lower Management. Dann ist hier 2030 Feierabend. Komplett. 2014 sagte ich Tesla wird 2018 den Turnaround schaffen. Für 2020 sage ich voraus dass sie in Kalifornien die ersten Vollautonomen fahren lassen. Dann werden sich blockchainbasierte selbstverwaltende Taxiflotten etablieren. Individuelle Mobilität ist ein Auslaufmodell. Wie eben besagter Altherrenclub.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirkcoe 08.11.2018, 20:07
41. Wovon reden die eigentlich?

Eine Stadt nach der anderen ist von Fahrverboten betroffen und so wird es weitergehen. Und jetzt wird über Hardware Nachrüstung diskutiert - vielleicht in ein paar Jahren? Bis dahin sind die Fahrverbote längst in Kraft und alle Nachrüstungen damit sinnlos. Ist die Erpressung zum Neukauf eines Autos wirklich alles, was die Regierung den Betroffenen anbietet?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 08.11.2018, 20:09
42.

Zitat von K. Larname
Zur Erinnerung: "Rabattaktionen" sind im Zusammenhang mit Dieselgate nur lobbyistische Augenwischerei. Es gibt schon ewig Rabattaktionen bei Herstellern, dies ist nicht neu und bekommt nun schlicht eine neue Bedeutung verpasst. Am Ende bleibt die Frage, ob die nun veröffentlichte zusätzliche Kostenübernahme für das Nachrüsten verbliebener älterer Fahrzeuge eine empfindliche Strafe (vgl. USA-Strafen) oder "Portokasse" ist.
wofür sollte es eine Strafe geben?

Hier handelt es sih um eine frewillige Kulanzmaßnahme, mehr nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 08.11.2018, 20:11
43.

Zitat von bex0815
Sicherlich gibt es Regionen mit einer deutlich dichteren Schadstoffbelastung. Aber ist damit die ungleiche Behandlung der Besitzer zulässig? Auch wenn einige nicht akut von Fahrverboten betroffen sind, ist doch der gleiche Wertverlust vorhanden.
Ich glaube nicht, dass große Wertverluste kommen werden...in jedem fall steht es MB/VW frei, Leute ungliech zu behandel...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 08.11.2018, 20:14
44.

Zitat von haarer.15
Wenn das die Kosten für die Hardware-Nachrüstung abdeckt, ginge das in Ordnung. Die Industrie muss das ganz klar bezahlen - wer denn sonst ? Sehr bald wird der Druck auch auf BMW wachsen, hier nicht untätig zu bleiben. Das Gesetz ist schließlich keine Einbahnstraße. Jedoch bleibt der Werte- und Imageverlust für alle Diesel auch außerhalb der belasteten Städte.
Es gibt keine Verpflichtung für irgendeinen Hersteller irgendwas zu zahlen...alle haben Autos geliefert, die den gestzlichen Normen entsprechen.....

Wenn der Gestzgeber NOx Normen erläßt, die nicht einzuhalten sind, dann wenden sie sich an diesen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hummelflug 08.11.2018, 20:14
45. Kaum praktische Konsequenzen

Der 'Kompromiss' setzt den Automobilherstellern keine Fristen. Deren Reaktion wird also sein, auf Zeit zu spielen mit der Behauptung, es gebe die Nachrüstung nicht. Die ersten Stellungnahmen der Industrie sprechen von (frühestens!) 2021! Bis dahin sind die meisten Innenstädte für Diesel bis Norm 5 gesperrt sein, und die Erwartung ist wohl, dass sich deren Besitzer dann ein Neufahrzeug gekauft haben. Nur konkrete Zeitvorgaben hätten einen Effekt gehabt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prophet46 08.11.2018, 20:32
46.

Zitat von haarer.15
Wenn das die Kosten für die Hardware-Nachrüstung abdeckt, ginge das in Ordnung. Die Industrie muss das ganz klar bezahlen - wer denn sonst ? Sehr bald wird der Druck auch auf BMW wachsen, hier nicht untätig zu bleiben. Das Gesetz ist schließlich keine Einbahnstraße. Jedoch bleibt der Werte- und Imageverlust für alle Diesel auch außerhalb der belasteten Städte.
Sie wissen offenbar Bescheid! Es gibt, bis auf die Betrügereien von VW, keine Rechtsgrundlage für irgendwelche von der Autoindustrie bezahlten technischen Nachrüstungen, die die grüne Umwelthilfe und der mit ihr heimlich kooperieren Produzenten von Umrüstsätzen fordern. Die Autos wurden vor Jahren entsprechend der gesetzlichen Vorgaben zugelassen und waren damit legal. Ich gehe ja auch nicht hin und fordere Nokia auf, ihre alten Handis auf den neuesten Smartphone-Standard kostenlos hochzurüsten.

Wenn nachträglich die Grenzwerte verändert werden und Messungen nach ideologischen Gesichtspunkten zulässig sind, werden die einst zulässigen Fahrzeuge eben nicht mehr zulässig. Im Übrigen ist auch der erheblich ausgeweitete Verkehr die Ursache für die Schadstoffhäufung. Bedanken können sich die so beschi. Bürger, um Milliarden-Werte geprellt, bei den Grünen, die mit ihren Ökokumpels im europäischen Parlament nicht nachvollziehbare niedrige Grenzwerte durchgedrückt und die Vorschriften für das Aufstellen der Messstationen nachträglich ins beliebige verwässert haben. So kann in Deutschland jeder messen wie es will. Die Folgen sich nicht eingehaltene Grenzwerte, die der Hardcore-Ableger Deutsche Umwelthilfe mit ihrem Psycho Resch sofort in Fahrverbote umsetzt, die hinterher nur noch größeren Unsinn produzieren. Beispiel Hamburg (grüner Verkehrsminister). Für ein Fahrverbot auf insgesamt 1,6 km, werden zwingend Umleitungen von 4,5 km produziert. Die Luft wird so sicher nicht besser. Was für ein idiotischer grüner Wahnsinn, der letztlich faktisch auf ein Verbot der Nutzung eines Autos zielt!

Und zum gegenwärtigen Hype der Grünen fällt mir nur ein Strauß-Zitat ein: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Findus_1 08.11.2018, 20:34
47. Ausssitzen

ich wohne bei Stuttgart und habe meinen abgasskandalgeschädigten Euro-5 VW im Sommer verkauft. Selbst wenn mir diese Lösung vor dem Verkauf bekannt gewesen wäre, weiß ich nicht, ob ich die Geduld gehabt hätte, bis mindestens 2020 auf eine Nachrüstung zu warten , bei der ich nicht einmal weiß, ob mein Auto danach noch so fährt wie zuletzt. Möglicherweise rechnen die Hersteller damit, dass die Anzahl der Umrüstwilligen bis dahin soweit zusammengeschmolzen ist, dass die Kosten dann tatsächlich aus der Portokasse bezahlt werden können. Und 2020 ist ja noch nicht einmal sicher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
at.engel 08.11.2018, 20:35
48.

Unternehmen, das sind heute schlicht Aktionäre, und die kapieren nur eines: Geld!
Das heißt natürlich: Würden die deutschen Hersteller auch nur irgendwie mit einem rückgängigen Absatz, Gewinneinbußen rechnen, gäbe es diese ganzen Diskussionen gar nicht; da würde einfach umgerüstet, egal wieviel das das Unternehmen kosten wird.
Tatsache ist halt, dass die Deutschen natürlich weiter deutsche Marken kaufen werden... die einen schauen schon nach dem nächsten Golf, die anderen tauschen vielleicht ihren Audi gegen einen BMW... oder dann vielleicht doch gegen den letzten Mercedes.
Hätten die Hersteller ernsthaft Bedenken, dass da vielleicht Kunden auf einen Koreaner, Japaner oder vielleicht sogar auf eine Franzosen umsteigen, würde hier nicht lange verhandelt werden. Aber es geht ja hier auch nicht um schlichte Fortbewegungsmittel...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sbv-wml 08.11.2018, 20:44
49. 3.000,00 Euro sind doch ein Witz

Die Hersteller müssten dazu verdonnert werden sämtliche Kosten einer Hardwareumrüstung zu zahlen.
Und wenn ich als Aktionär von BMW oder VW mal ein oder zwei Jahre keine Dividende bekomme muss ich kein Schnitzel weniger essen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 12