Forum: Auto
Trend zum Supersportler: Kein Grip, kein Grips
Yamaha

Die Motorradhersteller gehen in die PS-Offensive und bringen Maschinen mit immer mehr Leistung auf den Markt. Doch am Ende nützt das Wettrüsten niemandem.

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cabeza_cuadrada 11.11.2014, 13:17
50. trotzdem

Zitat von ohjeee
Insbesondere im Frühjahr werden Motorräder oft von Autofahrern übersehen. Wenn es einen in der Kurve raus nimmt, ist in den wenigsten Fällen die Leistung des Motorrads das Problem (allenfalls wenn man am Kurvenausgang so stark beschleunigt, dass das Hinterrad weg rutscht). Sie können mit 60 PS oder mit 200 PS zu schnell in eine Kurve einfahren. Egal ob Auto oder Motorrad. Mit Ihrer "Mir egal"-Einstellung machen Sie sich zum Einen strafbar und zum anderen lächerlich, da ich nicht glaube, dass Sie mal eben im Vorbeifahren die Unfallursache oder die Leistung der verunglückten Maschine feststellen können.
ich finde es halt pervers nur so zum Spaß, oder nennen wir es Sport, mit so einem Teil durch die Gegend zu brettern. Da werden SUV Besitzer ständig angegriffen obwohl die zumindest ihr Fortbewegungsmittel für den Alltag nutzen. Also um von A nach B zu kommen und ggf. Sachen zu transportieren. Dagegen an einem schönen Tag sinnlos(sorry) durch die Gegend zu fahren, meist sehr schnell und laut solls schon auch sein, finde ich halt pervers. Ebenso mit einem Sport(zweit)wagen übrigens. Ich habe also nicht grundsätzlich etas gegen Motorräder. Und wer es Sport nennt, soll doch bitte diesen Sport nicht im öffentlichen Straßenverkehr ausüben sondern auf Rennstrecken. Nochmals, nur sinnlos durch die Gegend zu rasen finde ich pervers.


PS: Und ich würde trotzdem nicht anhalten, soll mich doch derjenige verklagen.

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nachtmacher 11.11.2014, 13:21
51. na ja... mal wieder ein verfrühter Abgesang...

Es wurde doch schon einmal vor ein paar Jahren das Superbike-Segment für tot erklärt. Dass die "Joghurtbecher" aus Japan eh keiner fahren kann und alle latent harakirigefährdet wären. Ok, außer mehr Leistung (ich sag nur Hayabusa) war eine geraume Zeit auch nicht wirklich was als Neuerung drin. Bis BMW seinen Superbikehammer gestartet hat. Jetzt ist wieder recht viel Dampf mit neuen Entwicklungen in dem Segment drin. Nicht nur bei der Leistung. Assistenzsysteme, Fahrwerk, Bremsen... da tut sich sehr viel. Ich bin die S1000RR einige Male gefahren und war jedes mal fasziniert, dass sich das Ding so leicht und einfach fährt. Das Problem liegt eigentlich eher darin, dass Otto-Normal-Fahrer aus den neuen Bikes auch mehr herausholen kann, als bisher. Da staunen andere Verkehrsteilnehmer dann....und das ist oft nicht so gut. Ich habe mich gegen den kauf einer S100RR entschieden, da ich entsetzt war, wie schnell ich mit dem Ding unterwegs war. Eben weils so einfach ist. Das wäre es bei mir nur eine Frage der Zeit, bis mir die Straße ausgeht und auch die Assistenzsysteme nicht mehr helfen können. Hab schliesslich Familie...

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marthap 11.11.2014, 13:24
52. Absurdes Schauspiel

Das wichtigste Argument gegen diese Rennmaschinen fehlt leider:
Der ungeheure Lärm, der schon so manchen Zeitgenossen in den Wahnsinn getrieben hat.
Bedenkt man die allgegenwärtige und kleinkarierte Regulierungswut unserer Technokraten aus Brüssel, so kann man deren Ignoranz gegenüber diesen Folterinstrumenten nur als absurd bezeichnen.

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ExigeCup260 11.11.2014, 13:24
53. Ach ja...

Der Vorteil bei diesen Maschinen ist doch, dass die besten Fahrer übrig bleiben. Also bezogen auf einen Modelljahrgang nimmt die Sicherheit mit der Zeit zu...

Man solte auch mal die Fahrerausbildung an die gestiegenen Fahrleistungspotentiale anpassen ("Wie bewege ich solche Geräte im Grenzbereich"). Zudem sollten Rennstrecken gefördert werden, auf denen sich die Fahrer dann austoben und messen können.

Das Problem ist doch, dass man/frau auch mit schmalem Portemonnaie in der Lage ist, solche Fahrgeräte zu erwerben. Sich einen Radical RXC, einen Ferrari 458 Speciale oder einen gebrauchten McLaren F1 zu kaufen ist ungleich schwerer und u. U. nicht ausschließlich von der finanziellen Potenz, sondern auch von der vorherigen Hersteller-/Kundenbeziehung und dem gesellschaftlichen Status abhängig (s. Vorkaufsrecht McLaren für den McLaren F1).

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HäretikerX 11.11.2014, 13:29
54. Ja, und Wannabes..

Zitat von medicus22
Es gibt schon Spielgebiete für starke Maschinen. Isle of Man TT, einfach der pure Wahnsinn. Und ja, man kann sich dabei weh tun... Aber die langweiligen, ängstlichen Menschen dieser Erde werden es nie verstehen.
..die meinen, dank großer Motorleistung über den Regeln und der Gefahr zu stehen..
reißen den Hahn auf, überholen Autoschlangen.. und knallen gegen einen Linksabieger.. tot. Einzelfälle? Leider nicht! -> Lieber langweilig und ängstlich! Sicher haben auch oft Autofahrer schuld.. aber auch sehr oft diejenigen die sich überschätzen und aufgrund des Leistungangebotes kritische Situationen heraufbeschwören und auch Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorieren. Solch leistungstarke Zweiräder erfordern eine besondere Disziplin.. und die ist nicht eingebaut!

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j.vantast 11.11.2014, 13:54
55. Aha

War klar dass hier wieder einige maulen das 200PS noch zu wenig seien. Die üblichen "Superfahrer" und "Alleskönner". Nach meiner Erfahrung sind das eher die Kandidaten die auf der Autobahn mit 5 Meter Abstand den Porsche bedrängen, auf dem Standstreifen überholen und die Rennstrecke auf den Innenstadtring verlegen. Es geht nicht mehr um das schöne Hobby Motorradfahren, es geht nur noch um das Geprotze. Schade was aus der Zunft der Motorradfahrer geworden ist. Auf Harley-Treffen finden sich nur noch Ärzte und Rechtsanwälte auf den hässlichen Evo-Harleys. Keine gepflegte Shovel-Head oder so. Da könnte ja Öl raustropfen und man macht sich die Armani-Lederkombi schmutzig.

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Exekutiv 11.11.2014, 13:57
56. Da täuschen

Zitat von sytex1
"Ohne elektronische Hilfs- und Bremssysteme bringen die Asphalt-Granaten ihre Besitzer geradewegs um." Motorradfahrer haben eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft. Sie versorgen kranke Menschen mit meistens recht jungen und "fitten" Organen. Darum zum Motorradführerschein nicht den Organspenderpass vergessen.
Sie sich, leider. Unfall-Opfer, insbes. Motorradfahrer , sind meist völlig ungeeignete Spender , da sie durch die schweren Traumata a) rel. schnell versterben (bzw. unter lebenserhaltenden Massnahmen rel. rasch instabil werden) und für Organ-Entnahmen wenig Zeit bleibt b) durch Multiorgantrauma insbes. die Nieren und die Leber als Spenderorgan nicht mehr geeignet sind. Habe selbst jahrelang im Transplantationsteam gearbeitet, Motorradfahrer waren unter den Spendern kaum, ausser bei schwerem SHT ohne weitere Organbeteiligung (eher weniger).

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ohjeee 11.11.2014, 13:57
57.

Zitat von cabeza_cuadrada
ich finde es halt pervers nur so zum Spaß, oder nennen wir es Sport, mit so einem Teil durch die Gegend zu brettern.
Ihr gutes Recht. Allerdigns sollte das dann auch für Cabrio- oder Oldtimerfahrer gelten, die Sonntag Mittag bei schönem Wetter einfach so durch die Gegend fahren.

Zitat von
Da werden SUV Besitzer ständig angegriffen obwohl die zumindest ihr Fortbewegungsmittel für den Alltag nutzen. Also um von A nach B zu kommen und ggf. Sachen zu transportieren.
Ich nutze mein Motorrad auch hpts. als Fortbewegungsmittel, weil es a) sparsamer ist, b) weniger Platz benötigt c) mehr Spaß macht (außer bei >30°) und d) schneller ist, als mit meinem Pkw. Schneller v.a. im Berufsverkehr, nicht ausschließlich wegen der Höchstgeschwindigkeit (kurze Strecke auf der 4-spurigen), sondern auch weil man sich bei zähem Verkehr oder an der Ampel an den Autos vorbeischleichen kann.

Zitat von
Dagegen an einem schönen Tag sinnlos(sorry) durch die Gegend zu fahren, meist sehr schnell und laut solls schon auch sein, finde ich halt pervers.
Das kommt schon seltener vor, allerdings verbinde ich das oft mit Besuchen von Menschen, die ich sonst leider zu selten sehe.

Zitat von
Ebenso mit einem Sport(zweit)wagen übrigens. Ich habe also nicht grundsätzlich etas gegen Motorräder. Und wer es Sport nennt, soll doch bitte diesen Sport nicht im öffentlichen Straßenverkehr ausüben sondern auf Rennstrecken.
Nur weil das Motorrad oder der Pkw den Zusatz "Sport" hat, bedeutet das noch lange nicht, dass es der Fahrer auch als "Sport" ansieht, das Gefährt zu bewegen.

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realheadache 11.11.2014, 13:59
58. der artikel ist wohl eher kickoff für eine sozialstudie

...hier wird grad richtig gut rumgetrollt. Ich denk trotzdrm drüber nach ob die Panigale 1299 S nächstes Jahr im Budget ist.
Und meinen Führerschein werd ich nicht abgeben Herr syracusa. Das Problem ist wie so oft der Nutzer, nicht das Werkzeug. Gibt genug Leute die selbst zu Fuß noch eine Gefahr für sich selbst und andere sind.
So wie sie für die Grundrechte. Dogma ick hör dir Anlauf nehmen....

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Mogamboguru 11.11.2014, 14:00
59. Irrweg

Ich hatte selbst das Vergnügen, zwischen 1989 und 2001 bei diversen Motorradzeitschriften als Motorradtester zu arbeiten (Initialen: "MS"). Nach über 330 VERSCHIEDENEN Motorrädern, die ich selbst fahren, testen und darüber schreiben durfte, und mehreren Saisons Motorrad-Langstreckenrennen stimme ich Autor Jochen Vorfelder aus ganzem Herzen bei. NIEMAND braucht 200 PS auf der öffentlichen Straße. 150 PS sind mit menschlichen Reflexen MAXIMAL beherrschbar - und auch dann nur für Fahrer, die selbst Rennstreckenerfahrung haben und seit mindestens 10 Jahren auf Motorrädern sitzen. Ich habe in meiner Zeit als Tester ALLES gefaren, was zwei Räder hatte, und habe mich schon damals MEHRFACH gegen den Rüstungswahn auf zwei Rädern ausgesprochen. Aber es hat nichts genutzt. Nur wozu? Auf kurvigen Landstraßen fahre ich heute noch mit einer 65 PS-Maschine KREISE um jeden noch so starken Supersportler, weil dessen Leistung einfach nicht mehr sinnvoll beherrscht werden kann und von der Elektronik so weit runtergeregelt wird, um den Fahrer vor sich selbst zu schützen, dass für ihn am Ende sogar WENIGER als 65 PS übrig bleiben, die genutzt werden können. Wo bleibt da der Fortschritt? Wer 200+ PS braucht, um sich selbst als ganzer Mann zu fühlen, hat kein Leistungsproblem - er hat ein psychisches Problem.

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