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Trends auf der IAA Nutzfahrzeuge: Trucker bitte aussteigen
Bosch

Die Autobranche wird von Neulingen wie Tesla, Google und Uber aufgemischt. Das gleiche gilt in der LKW-Sparte - nur noch krasser. Für die etablierten Hersteller hat der Überlebenskampf begonnen.

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Bueckstueck 21.09.2016, 08:54
1.

Und dennoch sehen alle LKW immer noch aus wie Ziegelwände auf Rädern. Dabei gab es schon vor gut 30 Jahren Studien und Prototypen (etwa von Colani) die der schlechten Aerodynamik von LKW ein Ende gesetzt haben - nur wurden diese Designs von der Industrie niemals aufgegriffen. Freilich auch weil der Gesetzgeber mit strengen Vorgaben zur maximalen Gesamtlänge die Hersteller dazu verleitet hat, die Zugmaschinen so kurz wie möglich zu gestalten. Wie eine Ziegelwand auf Rädern eben...

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LJA 21.09.2016, 08:54
2. In mindestens

einem Punkt widerspricht sich der Beitrag selbst:
Wenn autonom fahrende LKWs rund um die Uhr im Einsatz sind, dann bedeutet das natürlich auch einen erhöhten Verschleiß dieser Fahrzeuge. Dadurch müssen sie früher ersetzt werden, selbst wenn man davon ausgeht, daß der Computer etwas schonender mit dem Material umgeht.

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roughneckgermany 21.09.2016, 08:58
3. Überschrift

2030 keine Fernfahrer mehr auf langen Strecken? Das wird tendenziell eher Wunschdenken sein. Technisch wird das machbar sein, infrastrukturtechnisch eher nicht.

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roughneckgermany 21.09.2016, 09:06
4. @2

Rund um die Uhr unterwegs, rund um die Uhr Geld am verdienen. Ein erhöhter Verschleiß wird auf die Betriebsstunden gesehen nicht gegeben sein.
Mich ärgert nur, dass diese Strategie politisch gewollt ist um Nfzg-Hersteller zu "subventionieren". Auf Langstrecke gehört Fracht auf ein Gleis, auf den letzten Metern erst auf einen LKW.

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Bueckstueck 21.09.2016, 09:08
5.

Zitat von LJA
einem Punkt widerspricht sich der Beitrag selbst: Wenn autonom fahrende LKWs rund um die Uhr im Einsatz sind, dann bedeutet das natürlich auch einen erhöhten Verschleiß dieser Fahrzeuge. Dadurch müssen sie früher ersetzt werden, selbst wenn man davon ausgeht, daß der Computer etwas schonender mit dem Material umgeht.
Zunächst mal ist die Lebensdauer in Kilometern einer Zugmaschine deutlich höher als die eines PKW. Wenn dann die Auslastung und somit der Profit steigt, ist es egal ob die zeitliche Lebensdauer durch mehr Kilometer pro Zeit geringer ist. Es geht alleine um Effizienz, denn die bedeutet Profit.

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Oberleerer 21.09.2016, 09:12
6.

Ich frage mich, was LKW im Fernverkehr für Vorteile haben ggü. der Schiene.

Die individuellen Gewinninteressen wiedersprechen oft dem Interesse der Gesellschaft: VWL vs. BWL.
Wenn dann von der Politik nicht gehandelt wird, setzt sich stets das Konzept durch, an dem die Betriebswirtschaft verdient.

Zu Eisenbahnzeiten war es so, daß an jedem Bhf. ein Lagerhof zu finden war, zu dem man seine Sendung brachte. Warum das nicht mehr funktionierte bzw. warum für jede einzelne Transporteinheit nun LKW mit Fahrer unterwegs sind, gilt es mal zu ergründen.

Die Bahn könnte außerdem den Transport enorm beschleunigen, wenn der Güterverkehr ebenfalls mit 250km/h unterwegs wäre.

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felisconcolor 21.09.2016, 09:20
7. zu diesen

autonomen Fahrzeugen gehört aber auch die nötige Infrastruktur.
Autonom wird also eher zwischen Güterverteilzentren auf der grünen Wiese vor den Städten gefahren.
Zumindest bis dem Stadtrat einfällt dort noch eine schicke Siedlung zu bauen.
Ich kenne Firmenanbindungen, da geraten selbst gestandene Trucker ins schwitzen um ihre Züge
aufs Gelände und wieder herunter zu fädeln. Und da wir alle unsere super Stadtplaner kennen...
Wer tut mir jetzt leid, Der Trucker der ersetzt werden soll, oder der Computer der die weisse Fahne hisst, weil er nicht auf das Gelände kommt. Es wird also einen neuen Ausbildungsberuf geben, den Rangierfahrer.
Und da sag nochmal einer die Digitalisierung wurde nur Schlechtes bringen.

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mymindisramblin' 21.09.2016, 09:21
8. Jetzt mal abwarten...

Das Wechselbrücken- oder Sattelzüge zwischen großen Frachtzentren autonom fahren werden kann ich mir vorstellen. Mit der Großindustrie ( Daimler, VW) ist das unter Umständen auch möglich. Alles andere, vor allem Verteilerverkehr, Recycling-Container, Baustellenverkehr,etc wird auch in 20 Jahren nicht ohne Fahrer auskommen. Ein Beispiel aus der Praxis : Fahre einen Sattelzug mit 24 to. Stahl und 5 oder 6 Abladestellen in süddeutschen Raum. Darunter nicht nur Industrie sondern auch kleinere Metallbauer. Da wird flexibel abgeladen, je nachdem mit dem Kran oder dem Gabelstapler, von links oder von rechts, manchmal möchte der Kunde das Material dann doch noch ins Aussenlager - soll der etwa den LKW dann neu programmieren? Und wer soll die Plane aufmachen, die Gurte lösen und - ganz wichtig - nach dem Abladen wieder festzurren? Wer ist verantwortlich wenn die Ladung bei der Weiterfahrt nicht ordentlich gesichert ist, und welcher Kunde will diese Verantwortung übernehmen? Welcher Computer beantwortet Fragen nach dem Material? Billig ist nicht alles in dem Gewerbe, ich glaube viele Kunden zahlen lieber ein bisschen mehr für ihren Stahl und kriegen dafür einen kompetenten, flexiblen,freundlichen deutschsprachigen Fahrer dazu. Es sind nur die großen Konzerne die alles immer billiger und mit so wenig Personal wie möglich machen wollen, aber der Mittelstand, der in Deutschland den Großteil der Wertschöpfung erwirtschaftet, will, oder kann, sich kein computergesteuertes Ladeterminal leisten. Und die Fahrer, die der Spediteur einspart, müsste der Kunde mit zusätzlichem Lagerpersonal ersetzen. LKW fahren ist doch mehr als nur geradeaus über die Autobahn fahren...

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GrinderFX 21.09.2016, 09:33
9.

Zitat von mymindisramblin'
Das Wechselbrücken- oder Sattelzüge zwischen großen Frachtzentren autonom fahren werden kann ich mir vorstellen. Mit der Großindustrie ( Daimler, VW) ist das unter Umständen auch möglich. Alles andere, vor allem Verteilerverkehr, Recycling-Container, Baustellenverkehr,etc wird auch in 20 Jahren nicht ohne Fahrer auskommen. Ein Beispiel aus der Praxis : Fahre einen Sattelzug mit 24 to. Stahl und 5 oder 6 Abladestellen in süddeutschen Raum. Darunter nicht nur Industrie sondern auch kleinere Metallbauer. Da wird flexibel abgeladen, je nachdem mit dem Kran oder dem Gabelstapler, von links oder von rechts, manchmal möchte der Kunde das Material dann doch noch ins Aussenlager - soll der etwa den LKW dann neu programmieren? Und wer soll die Plane aufmachen, die Gurte lösen und - ganz wichtig - nach dem Abladen wieder festzurren? Wer ist verantwortlich wenn die Ladung bei der Weiterfahrt nicht ordentlich gesichert ist, und welcher Kunde will diese Verantwortung übernehmen? Welcher Computer beantwortet Fragen nach dem Material? Billig ist nicht alles in dem Gewerbe, ich glaube viele Kunden zahlen lieber ein bisschen mehr für ihren Stahl und kriegen dafür einen kompetenten, flexiblen,freundlichen deutschsprachigen Fahrer dazu. Es sind nur die großen Konzerne die alles immer billiger und mit so wenig Personal wie möglich machen wollen, aber der Mittelstand, der in Deutschland den Großteil der Wertschöpfung erwirtschaftet, will, oder kann, sich kein computergesteuertes Ladeterminal leisten. Und die Fahrer, die der Spediteur einspart, müsste der Kunde mit zusätzlichem Lagerpersonal ersetzen. LKW fahren ist doch mehr als nur geradeaus über die Autobahn fahren...
In dem die Firmen diesen Auf- und Abladeprozess optimieren und automatisieren, da es für sie dadurch deutlich günstiger wird.
Somit spart man auch noch Zeit und Lagerpersonal.

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