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Trends auf der IAA Nutzfahrzeuge: Trucker bitte aussteigen
Bosch

Die Autobranche wird von Neulingen wie Tesla, Google und Uber aufgemischt. Das gleiche gilt in der LKW-Sparte - nur noch krasser. Für die etablierten Hersteller hat der Überlebenskampf begonnen.

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der_joerg 22.09.2016, 16:14
130. Das ist die Realität!

Zitat von Flari
Versuchen Sie auch heute, gute und sinnvolle Systeme zu sabotieren? Was haben Sie davon? Glauben Sie nicht, dass der Gesetzgeber und ggf. auch die Betreiber autonomer Fahrzeuge auf Sabotage reagieren werden, oder geeignete Massnahmen gegen Leute wie sie entwickeln kann? Wie wäre es´mit vier Wochen Teilnahmeverbot am motorisierten Verkehr bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Störung des Verkehrs zzgl. Bussgeld mit passender Steigerung im Wiederholungsfall? Was glauben Sie, was schon heute passiert, wenn Sie ohne ausreichende Begründung auf dem Standstreifen der Autobahn rumlaufen oder nur den Anschein erwecken, die Leitplanke Richtung Fahrbahn zu übersteigen?
Gut, das Beispiel mit der Autobahn war etwas übertrieben. Aber in der Stadt ist es doch eher die Regel statt die Ausnahme, dass Fussgänger und Radfahrer auch an nicht vorgegebenen Stellen die Straßen überqueren. Und das soll dann zukünftig verboten sein, nur um den autonomen Verkehr nicht zu stören? Ist das realistisch?

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der_joerg 22.09.2016, 16:37
131. So läufts nunmal...

Zitat von GnRH
Ich kann Ihrem Beitrag nichts konstrukitves entnehmen. Es ist rein der Versuch etwas ins lächerliche zu ziehen. Wenn Sie sich argumentativ mit dem Thema auseinandersetzen möchten, dann höre ich Ihnen gerne zu.
Dann schauen wir mal, wer zuletzt lacht!
In der Stadt kann man fast alle Straßen jederzeit überqueren. Man muss sich heute natürlich überzeugen, dass sie frei ist.
In Zukunft sollen massenhaft autonome Fahrzeuge unterwegs sein. Meiner Meinung nach wird der Verkehr und die Anzahl der Fahrzeuge deutlich zunehmen, da eine Flotte autonomer Fahrzeuge den derzeitigen ÖPNV erledigt. Das führt dazu, dass Fußgänger schwerer eine Lücke finden, um die Straße zu überqueren. Der gemeine Stadtbewohner, der heute schon vom Individualverkehr genervt ist, wird sich diese Einschränkung aber nicht gefallen lassen. Aber freundlicherweise halten die autonomen Fahrzeuge ja an, wenn man auf der Straße steht. Also werden die einfach ausgebremst. Fahrradfahrer zeigen dieses Verhalten heute schon. Warum sollten die Fußgänger in Zukunft disziplinierter sein?
Das Beispiel mit der Autobahn war zugegeben etwas überspitzt, aber auch solche Irren wird es geben.

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Flari 22.09.2016, 16:46
132.

Zitat von DerBlicker
1 LKW zerstört die Autobahn so stark wie 100 000 PKW, also müsste man nur LKW mit der 100 000-fachen KFZ Steuer eines PKW belasten, und schon würden die LKW auf den Straßen verschwinden. natürlich würde das zur Verteuerung der Produkte führen. Aber ist es wie beim Klimaschutz, wer A sagt muss auch B sagen. Man kann nicht sonntags für den Klimaschutz sein aber am Montag billigen Sprit und Strom wollen. Da ist der Wähler auch schizophren, was zu einer entsprechenden Politik führt.
Ihnen fehlt leider der Durchblick nicht nur bei der sogenannten "Vierte-Potenz-Regel".
Richtig angewand nimmt man die Achslast hoch vier und multipliziert das mit der Anzahl der Achsen.
Damit verursacht ein fünfachsiger LKW mit tatsächlichen 40t GG den 10.240-fachen Schaden, wie ein zweiachsiger PKW mit 2t GG.
Fährt der 40-Tonner aber nur mit 20t GG rum, ist es nur noch das 640-fache, beim ausgelasteten dreiachsigen 12-Tonner das 384-fache.

Die ganze Formel ist aber nicht physikalisch-mathematisch begründbar, sondern gründet sich auf empierische Versuche in den USA aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts auf "historischen" Fahrbahnaufbauten und bei gleichen Geschwindigkeiten.
Fügt man den Schadfaktor der Speed mit lediglich "Geschwindigkeit hoch zwei" ein, vervierfacht sich der Schadfaktor des PKW, wenn er doppelt so schnell wie der LKW fährt.
Je nach Fahrbahnkonstruktionsteil müsste man die Geschwindigkeit aber ebenfalls mit "hoch vier" nehmen.
Der vollbeladene 40-Tonner auf der BAB würde dann nur noch 100mal mehr schädigen, als Sie mit Ihrem Wagen.
Aber überhaupt ist diese Rechnung heute so je nach Fahrbahnbelag und Aufbau überhaupt nicht mehr haltbar.

Noch irrer wird Ihre Rechnung/Forderung, wenn man weiss, dass keine 25% der Aufwendungen für das Bundesfernstrassennetz auf Fahrbahn- und Brückensanierungen entfallen, wovon wiederum nur um 50% dem Verkehr geschuldet sind, die andere Hälfte auf das Konto von Witterung, Pflanzenwachstum und natürlicher Alterung gehen und der politisch zu verantwortende Sanierungsstau für weitere Schäden verantwortlich ist.
Und völlig absurd wird es, wenn man weiss, dass die LKW-Maut inzwischen fast 100% ALLER Kosten des Bundesfernstrassennetz finanziert und "Sprit-" und Kfz-Steuer in andere Töpfe wandern.

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laufmichel 22.09.2016, 17:10
133. Ich könnte mir vorstellen

Das es außerhalb von Städten Güterverkehrszentren geben wird, an denen die LKWS auf einem Parkplatz ankommen. Ein Techniker nimmt die Wartung dort vor. Glühbirnen wechseln, Öl und Wasserstand kontrollieren, elektronische Wartungsarbeiten durchführen und für die nächste Tour tanken. Der Techniker fährt den LKW dann zur Ladestelle, wo er Be- bzw entladen wird mit der ordnungsgemäßen Ladungssicherung. Danach wird er wieder auf die Reise geschickt.

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Flari 22.09.2016, 17:20
134.

Zitat von der_joerg
Gut, das Beispiel mit der Autobahn war etwas übertrieben. Aber in der Stadt ist es doch eher die Regel statt die Ausnahme, dass Fussgänger und Radfahrer auch an nicht vorgegebenen Stellen die Straßen überqueren. Und das soll dann zukünftig verboten sein, nur um den autonomen Verkehr nicht zu stören? Ist das realistisch?
Sie entwickeln Probleme, wo fast keine zu erwarten sind.

§25 Abs.3 StVO:
Fußgänger haben Fahrbahnen unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zügig auf dem kürzesten Weg quer zur Fahrtrichtung zu überschreiten, und zwar, wenn die Verkehrslage es erfordert, nur an Kreuzungen oder Einmündungen, an Lichtzeichenanlagen innerhalb von Markierungen oder auf Fußgängerüberwegen (Zeichen 293). Wird die Fahrbahn an Kreuzungen oder Einmündungen überschritten, so sind dort angebrachte Fußgängerüberwege oder Markierungen an Lichtzeichenanlagen stets zu benutzen.

Das schöne an den autonomen Fahrzeugen ist ja, dass diese ggf. sofort ein Foto des Übeltäters machen können, der es widerrechtlich zu einer Notbremsung zwingt. :-)
Und niemand sagt, dass ein Verkehrsteilnehmer einen anderen nicht "stören" darf.
Verboten ist es aber, andere mehr als erforderlich zu behindern.
Und bei dichtem Verkehr über die Strasse zu rennen, wenn ein Überweg in der Nähe ist, IST NICHT erforderlich.

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Flari 22.09.2016, 17:51
135.

Zitat von rennflosse
Ein vermehrter Warentransport auf der Schiene käme die Wirtschaft teuer zu stehen, da die Erstellung der Verkehrswege nur von der Klientel bezahlt werden können, welche die Bahn nutzt. Den Bau von Straßen zahlen aber alle. Wirtschaftsunternehmen sind aber zumeist steuerlich entlastet. Deshalb ist der Warentransport per LKW für die Wirtschaft billiger. Und da wird entsprechender Druck auf die Politik ausgeübt.
Das Bundesfernstrassennetz wird bereits quasi kpl. von den LKW über die zweckgebundene LKW-Maut finanziert.
Energie- (Sprit-) Steuer und Kfz-Steuer wandern kpl. in andere Töpfe des Bundes.
Landes-, Regional- und Kommunalstrassen müssen die Kommunen aus ihrem Steueraufkommen finanzieren, an dem die Gewerbesteuer neben der Grundsteuer einen sehr hohen Anteil hat, während Lohn- und Einkommenssteuer hälftig auch wieder beim Bund landen, bei der Körperschafts- und MwSt ebenfalls, ein grosser Teil vom Rest aber auch in Bayern.. :-(
Und auch bei einem bedeutenden Warentransport über die Schiene, würde sich an dem Warentransport über die Regionalstrassen kaum etwas ändern.

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Flari 22.09.2016, 18:16
136.

Zitat von Stefan_G
Es reicht nicht, erst anzuhalten, wenn sich schon jemand auf dem Zebrastreifen befindet. Sie müssen vorher dessen Absicht, die Straße zu überqueren erkennen. Für eine algorithmisch arbeitende Maschine extrem schwierig. Wenn sich dagegen ETWAS (also nichts Menschliches) auf ihm befindet, dann hat dieses Etwas auch keinen Vorrang. Was macht die Maschine hier?
Wenn z.B. eine Mülltonne auf dem Überweg stehen sollte, wird das autonome Fahrzeug wohl entweder anhalten, oder sie vorsichtig seitlich passieren.
Bei einer besonders guten Software, würde das Auto ggf. den Passagier fragen, ob er die Mülltonne ggf. auf den Bürgersteig schieben möchte und dafür 3 Freikilometer gutschreiben. :-)

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querulant_99 22.09.2016, 18:44
137.

Zitat von Flari
Wenn z.B. eine Mülltonne auf dem Überweg stehen sollte, wird das autonome Fahrzeug wohl entweder anhalten, oder sie vorsichtig seitlich passieren. Bei einer besonders guten Software, würde das Auto ggf. den Passagier fragen, ob er die Mülltonne ggf. auf den Bürgersteig schieben möchte und dafür 3 Freikilometer gutschreiben. :-)
Autonome Schneeräumfahrzeuge gehen da etwas robuster zur Sache. Die schieben die Mülltonne mit ihrer großen Schaufel in den weichen Schneerangen am Fahrbahnrand. Problem gelöst!

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querulant_99 22.09.2016, 18:44
138.

Autonome Schneeräumfahrzeuge gehen da etwas robuster zur Sache. Die schieben die Mülltonne mit ihrer großen Schaufel in den weichen Schneerangen am Fahrbahnrand. Problem gelöst!

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sasscha 22.09.2016, 20:05
139. X

In D gibt es ca. 540.000 Berufskraftfahrer. Da werden ja dann enorme Kapazitäten frei ...

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