Forum: Auto
Tretroller vs. Auto: "Der E-Scooter ist das iPhone der Mobilität"
Getty Images

Sie sind klein, leicht und flink: Elektrotretroller fluten Städte weltweit - bald wohl auch in Deutschland. US-Analyst Horace Dediu sieht in der Entwicklung eine große Gefahr für die Autokonzerne.

Seite 10 von 34
hopfenundmalzverloren 02.03.2019, 10:32
90. Smartphone und Einsammlerdienst

Zitat von PolitBarometer
Wer kümmert sich um die Aufladung der doch eher kümmerlichen Akkus in der Lenkstange? Und wie funktioniert der Bezahlvorgang?
wenn ich die hier in Karlsruhe verfügbaren Bezahlweisen für den ÖPNV betrachte, wo man auf seinem Smartphone eine App installiert, die dann automatisch bei der Benutzung einer Bahn oder eines Busses aktiv wird, kann ich mir durchaus ein ähnliches System vorstellen. Es funktioniert offensichtlich, weil es immer mehr Personen benutzen.

Aufladen und "Kümmerdienst" ist auch ganz einfach. Die Dinger werden ja per GPS auffindbar sein. Dann werden sie von Transportern eingesammelt und zentral gewartet. So etwas läuft hier schon lange mit den vielen Mietfahrrädern, die nach Benutzung irgendwo abgestellt werden.

Ich bin mir sicher, dass diesbezüglich eine Lösung gefunden wird. Wer kein Smartphone dafür benutzen will, wird es allerdings eher nicht nutzen können.

Beitrag melden
viceman 02.03.2019, 10:33
91. nur ein hype mehr,

mit dem 'findige' leute geld machen wollen.es geht denen nur um profit für ein produkt, das immer nur eine nische besetzen wird. es ist gruselig, was da für ressourcen verschleudert werden, nur die kriegsrüstung verschwendet noch mehr, noch unsinniger. ich warte mal auf den ersten toten durch solch ein gefährt...

Beitrag melden
odo_waldo 02.03.2019, 10:35
92. Klar, ne steile These...

Und im Moment eher für amerikanische oder chinesische Metropole zutreffend. Wenn man aber bedenkt, dass die meisten Entwicklungen der Vergangenheit hinsichtlich Kommunikation & Metropolen und damit verbundener Services und Geschäftsmodelle eben aus den USA und China nach Europa schwappen, dann wird die Vorhersage von Herrn Dediu nicht ganz falsch sein. Wie die meisten Reaktionen hier im Forum zeigen, haben wir hier in Europa tatsächlich die Fähigkeit verloren die Zukunft zu gestalten. Spätestens wenn die ersten Metropole (auch in Deutschland) Autos aus den Zentrem aussperren werden, wird man sich über kleine e-Roller zur Kurzzeitmiete freuen, mit denen man zum Parkplatz außerhalb pendeln werden kann. Nee nee, haben wir immer schon so gemacht, geht nicht bei jedem Wetter, geht ja nur bis 20 km, und überhaupt, ohne mein Auto geht nichts. Leider steht das deutsche Streben nach 150%er Perfektion der Innovation immer öfter im Weg. Da sind e-Roller leider nur ein Beispiel.

Beitrag melden
ttvtt 02.03.2019, 10:36
93. Geschäftsanalyse in einfach

Es gibt 9 Milliarden Menschen auf der Welt. Davon benötigen vielleicht knapp die Hälfte ein Gefährt um Strecken bis 20 Kilometer zurückzulegen. Also im Schnitt 10 Kilometer pro Tag. Macht somit 4 Milliarden Menschen die 10 Kilometer am Tag für 50 Cent fahren. Somit 20 Milliarden Umsatz pro Tag. Wo bitte kann ich in dieses I-phone der Mobilität investieren, am Besten meine gesamte Altersvorsorge.

Beitrag melden
Kurt Klaas 02.03.2019, 10:37
94. Irre Diskussion

Klar regnet's in Deutschland - und es ist auch kalt. Dann kann ja jede(r) entscheiden ob man das Auto nimmt oder nicht.
Aber wenn es gelänge in der warmen Jahreszeit die Hälfte der urbanen Autowege einzusparen, wäre doch eine Menge gelungen um Innenstädte zu entlasten und die Emissionen an CO2, NOx und Feinstaub zu verringern.

Beitrag melden
zensurgegner2016 02.03.2019, 10:38
95.

Zitat von atemlos
Und dass sehen wir uns als birnenförmige fette faule Meschen à la 'Wall-e' wieder. Nö, nichts für mich. Der Ansatz der Entbündelung von Fahrten ist interessant, und dem sollte sich der ÖPNV widmen, und auch die Stadtplaner mit guten Rad(schnell)wegen! --- Eine gute Frage: "Sollte man die neuen Mobilitäts-Plattformen nicht einschränken, bevor sie zu mächtig werden, so wie Facebook?" --- so denken Investoren --- "Dediu: Wie wir diese Systeme regulieren können, werden wir herausfinden, wenn sie da sind. Wenn wir versuchen, es im Voraus gut zu machen, wissen wir ja noch nicht, wie die Menschen sie nutzen werden." Aus der Erfahrung, die wir aus Facebook &co gemacht haben, sollten wir dringend lernen! Datenschutz, Privatsphäre und andere Werte waren und sind Investoren schnurz. Und im Nachinein lassen sich Regeln nur mit großem Aufwand nur halbherzig umsetzen. Sehen wir ja. Und die, die handeln müssten, die Politik, lässt sich bezaubern. Trifft es sie selbst, zucken sie kurz zusammen und legen sich wieder Teflonhaut zu und lassen sich von Investoren und Beratern einlullen! Naja, und die Kundsn/Nutzern lassen sich ebenso einlullen (Brot und Spiele) und beschäftigen sich lieber mit Apps als mit Realität. ----"Das wäre so, als wenn wir im Jahr 2007 gesagt hätten: "Lass uns keine Apps machen, weil sie missbraucht werden könnten." Damit hätten wir das gesamte System so stark eingeschränkt, dass niemand Apps entwickelt hätte." Schwachsinn. Mit guten Regeln wäre ein fairer Wettbewerb entstanden, zwischen soliden Apps, die z.B. Privatsphäre schützen, und zügelloser Datengier. Apps, die stets als APK, neben den Playstores, heruntergeladen werden kann, wenn man kein Kunde von Google, Amazon&co sein möchte. Bei Threema geht es ja auch.
Wo wird investiert?

Dort wo viel Regularien herrschen
oder
Dort, wo der Markt am lukrativsten ist

Eigentlich muss man nur die Realität ansehen

Deutschland hat keinen einzigen Konzern, der eine sinnige, sehr wertvolle "App" hat

Der Tod von Entwicklung ist Regulierung oder Nichtstun

Und genau das geschieht hierzulande

Beitrag melden
gimp69 02.03.2019, 10:41
96. autsch

Schon interessant, mit welcher Biestigkeit hier immer wieder auf Artikel über neue Mobilitätskonzepte reagiert wird. Keiner der hier Hyperventilierenden wird einst gezwungen werden, sein lieb gewonnenes Fahrrad, Auto oder was auch immer gegen eine elektrische Gehhilfe einzutauschen. Es sei jedoch bitte gestattet, sich über Alternativen Gedanken zu machen. Denn die sind bitter nötig und werden in den kommenden Jahren wichtiger werden. Der PKW wird jedenfalls nicht die Lösung unserer Probleme sein. Da hilft es wenig, jede neue Idee gleich mit Standards wie "Hipster", "war schon immer so", "früher war alles Fahrrad" o. ä. zu kontern.

Beitrag melden
Beat Adler 02.03.2019, 10:41
97. Deutschland ist NICHT die Welt! Wer haette das gedacht?

Zitat von Pless1
Der Mann kommt aus meiner Sicht zu falschen Ergebnissen, weil er schon mit falschen Annahmen startet. Er hat nicht verstanden, warum Menschen Autos kaufen. Die Motivation ist nicht, ein willkürliches Bündel Fahrten vorab zu kaufen. Mit Autos kauft man in erster Linie mobile Unabhängigkeit: Man kann jederzeit alleine oder mit dem ganzen Hausstand mit Fracht oder ohne bei gutem wie schlechtem Wetter sowohl zum Bäcker als auch zu den Schwiegereltern in 50 Kilometer Entfernung als auch spontan ans Meer fahren. Ein E-Scooter mag dafür sorgen, den Gebrauch von Autos auf der Kurzstrecke zu reduzieren, was auch sinnvoll ist. Von der Anschaffung eines Autos abhalten wird dies allenfalls einige Menschen in Metropolen. Diesbezüglich wird die Urbanisierung aber total überschätzt. Die meisten Menschen leben zwar in Städten, aber trotzdem eher provinziell. Selbst in Deutschland leben nur 10% in Millionenstädten, der Durchschnittsdeutsche lebt in einer Stadt kleiner als Bielefeld. Die können alle nicht aufs Auto verzichten. Jedenfalls nicht wegen E-Scootern. Der Mann hat in den Nullerjahren für Nokia gearbeitet. Sagt das was aus darüber, Trends richtig einzuschätzen?
"Er hat nicht verstanden, warum Menschen Autos kaufen. Die Motivation ist nicht, ein willkürliches Bündel Fahrten vorab zu kaufen. Mit Autos kauft man in erster Linie mobile Unabhängigkeit: Man kann jederzeit alleine oder mit dem ganzen Hausstand mit Fracht oder ohne bei gutem wie schlechtem Wetter sowohl zum Bäcker als auch zu den Schwiegereltern in 50 Kilometer Entfernung als auch spontan ans Meer fahren. "

Die Welt besteht NICHT aus Deutschland! All das, was Sie oben beschreiben, gilt NICHT fuer die Orte, wo Milliarden von Menschen leben, in China, in Indien, in Afrika, in Nord und Suedamerika!

Kein internationaler Autohersteller baut Zukunftsautos fuer den deutschen Markt. Er ist laecherlich klein im Vergleich zu dem Beduerfnis der Leute in den Megastaedten, die an den Abgasen ersticken, wortwoerlich ersticken!
mfG Beat

Beitrag melden
vnv_muc 02.03.2019, 10:42
98. Scooter ohne E

Also ich nutze schon seit langem einen Scooter ohne Elektroantrieb für die Fahrt zur Arbeit. Mit Luftbereifung, zum Selbertreten und bei Schnee und Regen. Geht wunderbar.

Beitrag melden
Knrx734 02.03.2019, 10:42
99.

Schon zu Fuss laufen die Leute in der Innenstadt gegeneinander, weil sie abgelenkt sind.
Immer zu, gerne noch e-Roller dazu. Wenn die Roller auf den Radweg sollen. Sind sie zu langsam, und bremsen alle anderen runter. Wenn Sie schnell venug sind, sind sie konstruktiv nicht sicher genug zu bedienen.
Abgesehen davon sind das wieder Batterien, die die Welt dringend braucht, genau wie die in Bluetooth Kopfhörern, weil Kabel ja undenkbar sind heutzutage.
Die Strecken, die mit den Dingern zurückgelegt werden, kann man genausogut mit TRETrollern zurücklegen. Verrückt.

Beitrag melden
Seite 10 von 34
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!