Forum: Auto
Tretroller vs. Auto: "Der E-Scooter ist das iPhone der Mobilität"
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Sie sind klein, leicht und flink: Elektrotretroller fluten Städte weltweit - bald wohl auch in Deutschland. US-Analyst Horace Dediu sieht in der Entwicklung eine große Gefahr für die Autokonzerne.

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Little_Nemo 02.03.2019, 10:58
120. Erst machen, dann an den Folgen herumdoktorn?

Zitat von odo_waldo
Und im Moment eher für amerikanische oder chinesische Metropole zutreffend. Wenn man aber bedenkt, dass die meisten Entwicklungen der Vergangenheit hinsichtlich Kommunikation & Metropolen und damit verbundener Services und Geschäftsmodelle eben aus den USA und China nach Europa schwappen, dann wird die Vorhersage von Herrn Dediu nicht ganz falsch sein. Wie die meisten Reaktionen hier im Forum zeigen, haben wir hier in Europa tatsächlich die Fähigkeit verloren die Zukunft zu gestalten. Spätestens wenn die ersten Metropole (auch in Deutschland) Autos aus den Zentrem aussperren werden, wird man sich über kleine e-Roller zur Kurzzeitmiete freuen, mit denen man zum Parkplatz außerhalb pendeln werden kann. Nee nee, haben wir immer schon so gemacht, geht nicht bei jedem Wetter, geht ja nur bis 20 km, und überhaupt, ohne mein Auto geht nichts. Leider steht das deutsche Streben nach 150%er Perfektion der Innovation immer öfter im Weg. Da sind e-Roller leider nur ein Beispiel.
Auf der einen Seite haben Sie recht, auf der anderen finde ich aber, dass man erwartbaren Problemen versuchen sollte aus dem Weg zu gehen - möglichst bevor das berühmte Kind im Brunnen liegt. Das muss ja nicht heißen, dass man z.B. E-Bikes von vornherein verbietet oder nicht weiter verfolgt. Aber als fortschrittlich und verantwortungsvoll denkender Mensch sollte man doch auch bemüht sein solche Innovationen zukunftssicher zu konzipieren. Dass es damit problematisch wird, wenn diese E-Bikes sich erstmal zu einem gewissen Grad etabliert haben und in den Innenstädten unreguliert kreuz und quer durcheinander düsen, ist absehbar. Also muss man sich auch darüber Gedanken machen. Auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürger kann man sich dabei ja leider nicht verlassen. Dass wir vom derzeitigen Prinzip der Automobilität mit Verbrennungsmotoren weg müssen, steht für mich außer Frage. Auf der anderen Seite haben Kraftfahrzeuge aber erheblichen Anteil an unserem heutigen Lebensstandard und unserer Versorgungssicherheit. Wie wir von diesem Konzept weg kommen können ohne in dunkle Zeiten zurück zu fallen, das sollte in unser aller Interesse Ziel unseres Denkens sein. Nicht einseitiger Lobbyismus, Ideologismus und Selbstgerechtigkeit.

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multiknife 02.03.2019, 11:02
121. die deutsche

Autolobby muss nur die Politik beeinflussen, dann sind diese Teile auf einmal zu unsicher um in Deutschland zugelassen zu werden.

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hoppelkaktus 02.03.2019, 11:03
122. Gerne auch aufgehängt...

Ich finde es prächtig, dass mich meine eigenen Haxen durch die Weltgeschichte befördern. Nein, ich will keinen E-Scooter, der das macht für mich. Weswegen lasst ihr in eurer kleinkarrierten Redaktion nicht mal so viel Opposition zu?

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MatthiasPetersbach 02.03.2019, 11:04
123.

Zitat von Pless1
....Diesbezüglich wird die Urbanisierung aber total überschätzt. Die meisten Menschen leben zwar in Städten, aber trotzdem eher provinziell. Selbst in Deutschland leben nur 10% in Millionenstädten, der Durchschnittsdeutsche lebt in einer Stadt kleiner als Bielefeld. .....
Verschwindend wenige Menschen leben NUR in der Stadt. Bei uns - und anderwo. Und der Rest ist wenig erstrebens- oder wünschenswert. Will jemand so wohnen wie in Tokio oder New York?

Die einen arbeiten dort und leben draussen, die anderen leben dort und arbeiten draussen. Und JEDER von denen bezieht Nahrung, Energie, Wasser (und meist auch Erholung und Hobby) aus dem Umland.

Und wenn "die Stadt" so groß ist/wäre, daß alles Geschilderte INNERHALB stattfinden würde oder könnte, dann würden wir über ähnliche Entfernungen wie auf dem Lande reden.

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Zoroaster1981 02.03.2019, 11:04
124.

Ich wohne ca. 1,5km von der Einkaufsmeile meiner Stadt weg. Ich bevorzuge für fast alles eindeutig das Fahrrad zum Einkaufen und manchmal gehe ich auch zu Fuß. Ersteres hat bei mir jedenfalls dann den Vorrang, wenn ich bspw. Einkäufe transportieren muss und schnell unterwegs sein will.
So ein "E-Scooter" wäre für mich keine Anschaffung wert. Mit dem Rad bin ich schneller und sonst gewinne ich auch kaum an Flexibilität (Abstellen und Absperren muss man das Ding ja trotzdem immer vor jedem Laden). Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, dass das ein Lifestyle-Produkt wird. Aber jene, die bisher aufgrund von ÖPNV oder Fahrrad auf kein Auto verzichten konnten oder wollten, werden es wegen so einem Gerät auch nicht tun.

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Das Grauen 02.03.2019, 11:05
125. Wo ist eigentlicher der Disclaimer?

Der Typ ist Business-Analyst und lebt sicher nicht davon, Interviews zu geben. Gehören zu seinen Klienten auch Firmen, die von der Legalisierung der Micromobilität profitieren würden? Eine solche berufliche Abhängigkeit von Kunden könnte auch Auswirkungen auf die öffentlich vertretenen Ansichten des sogenannten Experten haben. Dem Leser sollte ermöglicht werden, sich selbst eine Meinung zu bilden, ob er es mit einem neutralen Gutachtef oder einem Lobbyisten zu tun hat! In den USA gehört eine solche Offenlegung beinahe zwingend zu jedem seriösen Interview und Meinungsartikel. Ich finde, der Spiegel sollte diesem guten Vorbild folgen und mit offenen Karten spielen.

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Pless1 02.03.2019, 11:05
126. @ Beat Adler #97

Nein, die Welt besteht nicht nur aus Deutschland, das habe ich auch nicht behauptet. Aber Deutschland ist ein bereits sehr weit urbanisiertes Land, in vielen anderen Ländern gilt meine Aussage noch stärker: in nahezu ganz Europa und erst recht in den USA. Also dort, wo zumindest heute noch die Kaufkraft ist. Auch in Indien, China etc., wo solche E-Scooter sicher einen sehr großen Markt finden, wird das eine Ergänzung der Mobilität sein, aber in den wenigsten Fällen andere Verkehrsträger ersetzen können. Am wenigsten das Auto.

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Madagon 02.03.2019, 11:09
127. Schwierig

In den Großstädten von Kalifornien geht vieles was sich anderswo als eher schwierig erweist. Von den großen sozialen Themen (South Park hat z.B. 2018 schon eine E-Scooter-Folge dazu gemacht) sind das für mich ganz simple Dinge wie das Wetter in anderen Gefilden. Wenn es in Berlin im Herbst/Winter mal acht Wochen am Stück schneit und regnet sehe ich schon die Haufen von rostendem Elektroschrott in jeder fünften Ecke von Friedrichshain.

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christianbecker498 02.03.2019, 11:09
128. es ist einfach

relativ einfach fuer alles was nicht von muskelkraft betrieben wird brauchts nen schein! dann hat sich da bald! kann mich noch gut dran erinnern im donautal da den berg hoch und der hoert ned auf- mir mird schon langsam weiss vor augen und neben mir trabt ne oma hoch! man darf sic auch mal schaemen duerfen......und meine fresse hab ich mich da geschaemt! aber selbst schuld an rollen (lol) und frauen-bild gemeinsam gescheitert! kann vorkommen aber man kann auch draus lernen! (trau keiner oma mehr) ;) )

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Airkraft 02.03.2019, 11:09
129. Besonders...

Besonders in diesem Outfit. Ohne Helm und mit dünnem Kleidchen - viel Spaß bei Kontakt mit harten Gegenständen ;-)

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