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Tretroller vs. Auto: "Der E-Scooter ist das iPhone der Mobilität"
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Sie sind klein, leicht und flink: Elektrotretroller fluten Städte weltweit - bald wohl auch in Deutschland. US-Analyst Horace Dediu sieht in der Entwicklung eine große Gefahr für die Autokonzerne.

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zensurgegner2016 04.03.2019, 14:02
330.

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Das mit den Assistenzsystemen ist ein weiteres Kapitel - auch da gäbe es viel zu diskutieren... Aber bevor wir ein weiteres Fass aufmachen: Nach aktuellem Stand der Energieerzeugung ist ein E-Auto (durch den aktuellen Strommix und den Verlust beim Energie in Strom umzuwandeln, beim Transportieren und beim Speichern) weder in Sachen CO²-Ausstoß noch in Sachen Abgase im Betrieb viel sauberer als ein Verbrenner - der Auspuff steht nur woanders. (Und gut, das ist in China anders, da wird Kohlestrom sukzessive durch erneuerbare Energien und Atomstrom ersetzt). Und da ist die Produktion der Akkus noch gar nicht mitgerechnet, die setzt ca. so viel CO² frei wie ein Verbrenner auf 100.000 km - und nach 5 Jahren ist der Akkus auszutauschen und bisher ist das Recycling nur Theorie und nur anteilig und über komplettes einschmelzen des Akkus realisierbar. Insofern ist das E-Auto bisher ja nicht nur effizienzmäßig unattraktiv, sondern, wenn man den Lebenszyklus betrachtet und nicht den einzelnen gefahrenen Kilometer, auch für die Umwelt. Entweder gibt es da in den nächsten Jahren quantensprung-mäßige Verbesserungen oder die Politik wird (nicht nur in Deutschland) langsam verstehen, dass das E-Auto nicht wirklich eine "Vergrünung" des Verkehrs mit sich bringt; spätestens dann, wenn die ersten Kriege um die Ressourcen für Akkus ausgefochten werden. Es bleibt jedenfalls spannend und ist keineswegs so klar in eine Richtung, wie Sie hier Glauben machen möchten. :D
Multipel falsch

Das E Mobil Tesla S (der fetteste) ist im ökologischen Koplettfußabdruck besser als ein VW Lupo aktueller Bauart
So zumindest das MIT

Akkus: Rohstoffe kein Problem, höchstens deren Schürfzeit, aber das lässt sich regeln

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zensurgegner2016 04.03.2019, 14:06
331.

Zitat von rennflosse
Es ist an Dummheit nicht mehr zu überbieten, die letzte Meile nicht zu Fuß gehen zu können und dafür einen überteuerten E-Roller als Schlaglochsuchgerät über die gesamte Distanz mitzuschleppen oder überteuert anzumieten. So was als "iPhone der Mobilität" anzupreisen, beleidigt die Besitzer von iPhones gröblich, denn diese Leute haben so etwas wie Intelligenz; zumindest gute Gründe für ihre Wahl (auch wenn das nicht jeder nachvollziehen kann).
Sie kapieren es schlicht nicht

Statistisch werden sich Strecken, die BISHER mit dem Auto gemacht wurden, TEILWEISE auf die Roller verlagern
Das sind Strecken von 2, 3, 4 km
Strecken, die hin und zurück per Fuß mal schnell 2 h dauern können

Beipiel München Innenstadt:
Wenn Sie da vom einen Ende zum anderen zu Fuß gehen und zurück sind schnell 2 h weg
Warum nicht das Auto nehmen
oder die Ubahn
oder den Roller

Und was stört Sie am Roller?
Wenn Sie AUtofahrer oder U Bahnfahrer sind, dann seien Sie doch froh, ist schon weniger Verkehr auf der Straße

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Isfet 04.03.2019, 14:09
332.

Zitat von zensurgegner2016
Und deswegen sind Sie dagegen? ....... Die Frage nach Verfügbarkeit erledigt sich auch von alleine, denn wenn nicht verfügbar=nicht angenommen Die Frage nach Chaoshaufen vor dem Bahnhof lässt sich mit technischen Hilfsmitteln auch in Griff bekommen Und das Thema Umweltverschmutzung ist ein unglaublich scheinheiliges, denn dazu gehört: ....
Sie kennen nur entweder - oder? Ich bin nicht generell dagegen, ich habe nur Zweifel und die sind durchaus begründet, wenn Sie den Artikel, den ich verlinkt habe, lesen und sich mal mit den Problemen der Leihräder und ähnlichem befassen.

Die Verfügbarkeit ist aus meiner Sicht so ziemlich das größte Problem - bei den eScootern nicht nur hinsichtlich vorhanden, sondern auch (ausreichend) aufgeladen.

Witzig finde ich ihren Hinweis, dass man so ein Chaos mit technischen Mitteln in den Griff bekommen kann: steht der Scooter auf und fährt autonom in seine Station? Und vor allem: wieso bekommt man es dann in den Städten, in denen es die Teile schon gibt, nicht in den Griff? Und wieder - genau wie bei den Leihrädern. Entweder, man darf die Teile nur in einer Station zurückgeben, was die Flexibilität deutlich schmälert, oder sie fliegen früher oder später rum.

Umweltverschmutzung - ich sprach nicht von einem Auto als Alternative, sondern von muskelbetriebenen Rädern, Rollern oder schlicht dem Fußweg...das ist alles umweltfreundlicher als ein wie auch immer motorbetriebenes Vehikel. Und ein nach 3 Monaten(!) zu entsorgender Roller ist definitiv nicht umweltfreundlich, schon gar nicht im Vergleich mit einem Roller/Rad ohne Motor und (vor allem) Akku. Dass es in vielen Städten schon lange nicht mehr notwendig ist, mit einem eigenen Auto durch die Gegend zu fahren, entspricht durchaus meiner Einstellung. Ich halte es auber nur nicht für notwendig , jetzt jeden Meter elektrisch angetrieben zu überwinden und die bedingunglose Befürwortung der E-.... (Bike, Roller, Auto,....) finde ich auch nicht zielführend.

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zensurgegner2016 04.03.2019, 14:15
333.

Zitat von phekie
Dann wird es ja eh nichts dolles, denn das I-Phone hat ja nur einen geringen Marktanteil an Smartphones weltweit. Und wo kommen die 50 Cent/km Mobilitätskosten für einen Roller her? Hat da ein BWLer allzu verzehrte Verdienstvisionen? Sorry, aber mein Auto kostet 14Cent/km all in und ich kann noch 4 Leute und Gepäck mitnehmen. Soviel dazu.
Irgendwie scheinen da die meisten das Thema nicht zu verstehen

München Innenstadt: Sie wollen von A nach B, Entfernung 3 km
Lösungen:
1:Fußweg: 1,5h hin und zurück, kostet nur Schuhsolen und Zeit
2: Auto: 15 km, plus Parkplatzgebühr, 1 Stunde Zeit, wenn man einen Parkplatz findet: 10 Euro
3: S Bahn : hin und zurück 5 Euro
4: Tretroller: 3 Euro

Und genau für solche Kurzentfernungen sind Roller gedacht
Und ob die nun 50 Cent oder 30 Cent oder 10 Cent kosten ist egal
Sie sind damit schneller und billiger unterwegs als mit allen anderen konkurrierenden Systemen

Und wenn das ganze angenommen wird in Deutschland (da hats ja besonders viele Bedenkenträger), dann lohnt es sich eventuell auch für den Anbieter, die Schlaglöcher zu entfernen
Und für die Stadt vielleicht auch, denn die spart Geld, wenn weniger Autos fahren

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zensurgegner2016 04.03.2019, 14:29
334.

Zitat von Isfet
Umweltverschmutzung - ich sprach nicht von einem Auto als Alternative, sondern von muskelbetriebenen Rädern, Rollern oder schlicht dem Fußweg...das ist alles umweltfreundlicher als ein wie auch immer motorbetriebenes Vehikel. Und ein nach 3 Monaten(!) zu entsorgender Roller ist definitiv nicht umweltfreundlich, schon gar nicht im Vergleich mit einem Roller/Rad ohne Motor und (vor allem) Akku. Dass es in vielen Städten schon lange nicht mehr notwendig ist, mit einem eigenen Auto durch die Gegend zu fahren, entspricht durchaus meiner Einstellung. Ich halte es auber nur nicht für notwendig , jetzt jeden Meter elektrisch angetrieben zu überwinden und die bedingunglose Befürwortung der E-.... (Bike, Roller, Auto,....) finde ich auch nicht zielführend.
Sie stecken so tief im Heute und Gestern fest und merken es gar nicht

1: Sie sprechen von der Gutmenschpeitsche, man möge doch mit Muskeln ...und ...Rad und...ökologisch...gesund

Realität: macht niemand

Was machen die Menschen: Auto
Nun kommt der Tretroller, der einen TEIL der Autofahrten übernehmen soll

Was kommt: Die Tirade, wie unökologisch das wäre, dass Muskel...und Rad...viel ökologischer wäre

Ergebnis, wenn man drauf hören würde: es bleibt alles beim alten
Nichts ändert sich

Haben Sie mal darüber nachgedacht was es ökologisch bedeuten würde, wenn 3% der Innenstadt Autofahrten vom Roller übernommen werden und dadurch 97% der anderen Verkehrsteilnehmer nicht im Stau stecken würden?
Wie ist da die ökologische Bilanz?

Dann zu Ihren tausenden von Schlaglöchern:
Ein Blick ins Ausland gefällig?
Ui, da gibts tolle Radwege in Cities, ohne Schlaglöcher, mit eigenen Ampeln und Brücken, Fahrspuren... und und und

Vor 20 Jahren haben dort die Gestrigen auch gegen Räder gewettert, dass da kein Platz wäre, dass es nicht gehen würde, dass keiner es will....

Wenn wir nichts machen, dann gehen wir unter
Stuttgart darf man mit Diesel nicht rein
Berlin will Autos eventuell verbannen
London hat es tw schon gemacht
und und und
In Italien sind Sonderspuren fü Alternativantriebe Standard
Norwegen will alle Städte für Verbrenner irgendwann sperren

Nur in Analogistan soll alles beim alten bleiben

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slyberlin 04.03.2019, 15:19
335. Warum keine Bewegung zu Fuß?

Ich hatte im letzten Herbst das zweifelhafte Vergnügen die Realität in Wien in der Kärntener Str. (Fußgängerzone) zu erleben. Solange die Roller auf dem Gehweg benutzt werden dürfen, sollten die Fußgänger Helme tragen und flinke Füße haben. Und in der Nebenstraße hat mich ein überforderter Rollerfahrer fast über den Haufen gefahren. Ich freue mich schon, wenn die Dinger in DE zugelassen werden. Schön für die Journalisten, es gibt dann mehrmals täglich tolle Stories.

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Flari 04.03.2019, 18:51
336. @ neurobi, #326/327

Mein ganzes Leben schon war ich geneigt, Dingen auf den Grund zu gehen, als Kind/Jugendlicher oft zum Leidwesen meiner Eltern und anderen, aber hinterher weiss man, ob etwas stimmt.

Sonntags drehe ich regelmässig meine "Bewegungsrunde" mit dem Fahrrad, soweit meine rheumatische Erkrankung das zulässt.
Warum sollte ich da nicht das praktische mit dem nützlichen verbinden?
Die "Parkplatz-Gruppe" hatte ich schon öfters getroffen und ein paar Worte mit gewechselt, und deren unterschiedliche Gefährte wollte ich sowieso mal gerne "antesten", jetzt hatte ich die beste Möglichkeit/Thematik dazu.

Für die Schwerpunktbestimmung reichen Digital(Personen)Waage, Zollstock und gerade/schiefe Ebene, sowie Helferlein, die Fahrer + Gefährt im Stand am Umkippen hindern.
Statt der schiefen Ebene reicht auch ein Poller, Getränkekasten, etc.
SIE könnten die Versuche also jederzeit mit Ihren Gerätschaften selber nachvollziehen, statt sich auf ihr Gefühl zu verlassen.

Zu Ihrem "Cityroller" mit den kleinen Rädern, meist 5cm Radius:
Von denen habe ich auch noch zwei im Keller, nebst einem dreirädrigen Kickboard aus den Kindertagen meines Sohnes, den ich damit auch begleitet habe, alle bis ~100kg zugelassen.
Alle drei haben einen Achsstand 45-50cm, wodurch der Fahrerschwerpunkt sogar maximal nur ~30cm hinter der Vorderachse liegt.
Und SELBSTVERSTÄNDLICH haben alle ausschliesslich(!) eine Hinterradbremse, DAMIT man sich damit nicht lediglich durch gewollte Bremsung überschlagen kann!
Mit der Hinterradbremse ist das physikalisch nämlich UNMÖGLICH!
Und SIE wundern sich, dass SIE mit viel schlechteren Bremsen NICHT über den Lenker gehen?

Nebenbei ergab sich gestern noch ein besonders interessantes Gespräch.
Kürzlich wurden dort auf dem Parkplatz zwei abgerundete Metallschwellen montiert, die den Verkehr im Eingangsbereich eines SB abbremsen sollen.
Vorbereitet kommen die "mutigen" E-Rollerfahrer da mit ~20km/h drüber weg, diejenigen, die im letzten Augenblick hart abgebremst haben, sind an der Schwelle über den Lenker gegangen, obwohl sie schon langsamer waren.
Auch das ist schon wieder Physik..

Die "Kids" waren jedenfalls begeistert, etwas lernen zu dürfen.
Und ich auch..

Ich selber bin an so einem E-Roller auch interessiert und bin gespannt, welche Regelung sich Scheuer da endgültig einfallen lässt.
WENN die mit 12km/h auf dem Bürgersteig zugelassen werden, komme ich auf dem Bürgersteig bis zum Lidl, möchte ich ins kleine EKZ, kann ich den abendlichen Dauerstau auf einem der Bürgersteige umfahren.
Brauche ich etwas aus der City, kann ich dort mit einem der PKW/SUV/Geländewagen/LKW hinfahren und mit dem Scooter legal durch die riesige Fussgängerzone brettern.
Und per BT-Schlüsselanhänger ist der auf Knopfdruck entdrosselt und fährt dann 20, 30, 40 km/h oder mehr..
Das haben mir die Kids auf dem Parkplatz schon praktisch gezeigt, als ich meinte, dass das per Smartphone-App im Falle einer Kontrolle auffallen würde.
Die drosseln derzeit nämlich ausserhalb der privaten Pärkplätze auf 6km/h und sind damit "Spielzeug".

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