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Tuning auf bis zu 75 km/h: Frisierte E-Bikes alarmieren Fahrradbranche
Getty Images/iStockphoto

Elektrofahrräder boomen, doch vielen Fahrern sind sie zu langsam. Deshalb tunen sie ihre E-Bikes mit simplem Zubehör aus dem Internet. Das ist illegal - Hersteller fürchten Sanktionen, die alle Pedelec-Fahrer treffen.

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radnomade 04.04.2019, 04:57
1. Eigentlich ein alter Hut

Schon weit vor den Internet- und Elektrofrisierenzeitalter gab's das Gleiche schon einmal bereits. Vor rund 40 Jahren wurden die Mofas auch reihenweise 'frisiert'. Geschwindigkeiten, die da einige erzielt haben, lassen die 50 oder 75 km/h bei den Pedelecs ziemlich lahm aussehen.
Obwohl selbst nicht ganz unschuldig soll das nicht heissen, dass das was bei den Pedelecs gemacht wird, für gut gehalten wird. Es gab damals und so gib es diese natürlich heute auch, bereits Gesetze, die ein solches ungesetzliches Verhalten einschränken und richten. Die Polizei kann heute, genauso gut wie damals, ziemlich leicht feststellen, ob das entsprechende Fahrzeug die gesetzlich vorgeschrieben Höchstgeschwindigkeit überschreiten kann oder nicht. Weitere Regelungen bzw. neue Gesetze sind dafür nicht notwendig.
Der einzige Unterschied liegt in der Versicherungspflicht und dem daraus folgernden Verlust des Versicherungsschutzes bei unerlaubten Fahrzeugmanipulationen. Und wenn eine Versicherungspflicht wohl auch bei Pedelecs zu begrüssen wäre, an der gesetzlichen Haftbarkeit der Manipulateure ändert sich daran jedoch nichts.

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*Querdenker* 04.04.2019, 05:14
2. Tuning ist Humbug

Ich bin im Besitz eines Tuning-Satzes und habe diesen ausprobiert. Natürlich kann man damit 50 km/h fahren, wenn man die entsprechende Kondition hat, sprich, die entsprechende Trittfrequenz erbringen kann. Ich kann das nicht mehr. Die Unterstützung endet rechnerisch theoretisch bei 50 km/h und praktisch bei der Fitness des Fahrers.

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dimaco 04.04.2019, 05:28
3.

Ich finde es richtig, wenn dort mal mehr kontrolliert wird. Es macht auch keinen Sinn ein Pedelec zu tunen, bergauf hat man genügend Unterstützung und in der Ebene reichen die 25km/h. Wer mehr will, soll treten oder ein Kennzeichen ranschrauben.
Wenn ich mit dem Rennrad fahre auf gut ausgebauten Radtrassen(ehemalige Bahntrassen), dann kommen an mir öfters getunte Pedelec vorbei geflogen.

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mazzmazz 04.04.2019, 05:34
4. Affentheater

"75 Km/h sind möglich". Mit 0,3 PS. Natürlich...
Genau wie früher bei den Mofas wird hier viel zu viel Gewese um ein eigentliches Nicht-Thema gemacht. Jedes Qualitätsfahrrad der letzten 30 Jahre kann bedenkenlos mit 50 Km/h einen Berg hinab gefahren werden. Sofern der Fahrer das beherrscht. Ein Tuning auf mehr als S-Pedelec Niveau (45 Km/h) dürfte so gut wie nie stattfinden.
Somit ist die ganze Story eher als eine Verkaufsunterstützung für die überteuerten S-Pedelecs zu sehen.
Diese haben neben dem Preis den weiteren großen Nachteil, ein Kennzeichen besitzen zu müssen. Das kommt dem urbanen Kampfradler natürlich nicht zu Pass.
Dass das Tuning illegal ist, ist somit ein Problem des Gesetzgebers.
Ich denke, für S-Pedelecs und 50cc Roller sollte die Vmax von 45 auf 60 Km/h angehoben werden, so dass sie kein Hindernis mehr im Stadtverkehr sind.
Pedelecs und Mofas sollten 35 Km/h fahren dürfen.
Dies dann auch gerne verplombt, wobei das nicht gegen Tuning helfen wird. Auch die Autohersteller konnten das bislang nicht verhindern und deren Programmierer dürften noch mehr Erfahrung mit der Manipulation von Steuergeräten haben.
Fahrräder, Pedelecs und S-Pedelecs sollten allesamt Versicherungskennzeichen wie Mofas / 50er führen müssen.
Dies löst dann auch ein Stück weit das Problem mit rücksichtslosen Fahrradfahrern in den Innenstädten. Gerne auch ein personenbezogenes Wechselkennzeichen für Leute mit mehreren Fahrrädern.

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fredderfarmer 04.04.2019, 05:38
5. Zu langsam

25 kmh sind nun mal zu langsam. Jedenfalls auf dem Land. Bei erreichen der Höchstgeschwindigkeit hat man das Gefühl gegen eine Wand zu fahren. Da bin ich mit meinem normalen Fahrrad schneller unterwegs.

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panzerknacker 51 04.04.2019, 05:47
6. E-Bikes

Total unnötiger Blödsinn und Energieverschwendung; wie wär's denn mal mit Muskelkraft?

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112211 04.04.2019, 05:49
7. Ausnahmen

Das, was hier als großes Problem dargestellt wird, ist eher die Ausnahme unter den E-Bikern. Die allermeisten fahren mit rund 25 km/h durch die Lande. Wenige Ausreißer gibt es, aber die gibt es auch bei Autos usw., dagegen ist kein Kraut gewachsen.

Gleichzeitig stellt sich aber die Frage, warum die Begrenzung bei 25 km/h liegt, und nicht bei knapp über 30 km/h. Mit 25 km/h ist der E-Biker in der 30er Zone zu langsam, ständig versuchen Pkw-Fahrer*innen riskante Überholmanöver. In anderen Ländern wird die Geschwindigkeit erst jenseits von 30 km/h abgeregelt, in den USA beispielsweise bei 20 Meilen/h bzw. 32 km/h. Damit würden sich jene, denen es nur ums Mitschwimmen in 30er Zonen geht, gar nicht erst dem Thema Tuning zuwenden.

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*Querdenker* 04.04.2019, 06:11
8. Sorry, aber das ist Quark

Ich habe das Tuning mit einem Elektronikteil aus probiert. Man wird unterstützt bis 50 km/h, nur kann ich die notwendige Trittfrequenz nicht halten. Normale E-bikes unterstützen bis 25 km/h; mit Tuning komme ich auf 28 km/h. 50 km/h wären möglich, aber die Trittfrequenz schaffe ich nicht auf Dauer. Ich kann auch Ritzel und Kurbelgarnitur tauschen, es gibt Grenzen. Die 50 km/h sind ein theoretischer Wert.

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dipl.inge83 04.04.2019, 06:19
9. Seit doch froh

Die erhöhte Geschwindigkeit macht die Anschaffung und Benutzung attraktiver. Und mit jedem E-Radler der unterwegs ist, bleibt irgendwo ein PKW in der Garage. Vielleicht sogar ein SUV!

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