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Tuning auf bis zu 75 km/h: Frisierte E-Bikes alarmieren Fahrradbranche
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Elektrofahrräder boomen, doch vielen Fahrern sind sie zu langsam. Deshalb tunen sie ihre E-Bikes mit simplem Zubehör aus dem Internet. Das ist illegal - Hersteller fürchten Sanktionen, die alle Pedelec-Fahrer treffen.

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Flari 05.04.2019, 16:05
250. Sie wollen den Unterschied nicht verstehen?

Zitat von emil7685
Stimmt schon lange nicht mehr. Man verliert nicht mehr pauschal den Versicherungsschutz wenn man mit einem "illegal" getunedten Auto einen Unfall verursacht. Die Versicherung zahlt grundsätzlich immer, auch wenn man stockbetrunken mit mutwillig deaktivierten Bremsen einen Unfall baut. Man wird selbstredend in Regress genommen, aber der Schaden wird erst einmal reguliert.
Ein Kfz ÜBER 6 km/h unterliegt in Deutschland dem Pflichtversicherungsgesetz!
Damit ist die Versicherung in der Pflicht, quasi JEDEN Haftpflichtschaden des Kfz-Halters zu regulieren, solange die Kennzeichen nicht eingezogen sind, völlig egal, was der Fahrer Verbotenes, Illegales, etc. anstellt, selbst wenn er Straftaten verübt oder die Prämie nicht bezahlt ist.
Wie sie sich Kosten von dem Fahrer/Halter HINTERHER zurück holt, ist Sache der Versicherung.

Ein Pedelec ist maximal FREIWILLIG haftpflichtversichert und damit zählen ganz andere Regeln/Versicherungsgesetze.
Baut ein Radler mit seinem privathaftlichtversicherten Pedelec einen Unfall, während das Pedelec getunt ist, ist die Versicherung von vorne rein von der Leistung befreit!
Hier bleibt der Geschädigte also ggf. im Regen stehen, wenn der Fahrer den Schaden nicht ersetzen kann.

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bayerns_bester 05.04.2019, 16:31
251.

Zitat von fredderfarmer
25 kmh sind nun mal zu langsam. Jedenfalls auf dem Land. Bei erreichen der Höchstgeschwindigkeit hat man das Gefühl gegen eine Wand zu fahren. Da bin ich mit meinem normalen Fahrrad schneller unterwegs.
Nun ja. Wenn sie mit Ihrem normalen, rein muskelbetriebenen Fahrrad einen Schnitt von über 25 km/h fahren, gehören Sie sowieso nicht zur Zielgruppe der "normalen" Pedelecs.

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Flari 05.04.2019, 16:36
252.

Zitat von emil7685
Sind die Länder ohne Führerscheine, Versicherungen und Helme fúr Mofas/Mopeds etwa alle untergegangen? Bis zur Jahrtausendwende hat man so gut wie nirgends in Europa einen Führerschein für ein Moped gebraucht. Und es hat sich auch absolut niemand dafür interessiert ob so ein Mofa jetzt 25 oder 45 km/h läuft. Das war schon immer ein rein deutsches Ding.
Wo haben Sie Ihren Unsinn aufgegabelt?
Welche exotischen Länder sollen das gewesen sein, in denen Mofas und Mopeds bis zur Jahrtausendwende führerscheinfrei waren?

Und was soll überhaupt das Argument mit "früher"?
Selbst die "freie" Schweiz unterscheidet bei Pedelec, S-Pedelec und E-Bike zwischen Altersgrenze, Führerscheinpflicht, Versicherungspflicht und Helmpflicht.

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P-Schrauber 05.04.2019, 17:24
253.

Zitat von emil7685
Gilt nur in Deutschland. Ausserhalb von D. interessiert sich (weltweit) absolut niemand dafür wenn jemand in sein Fahrrad einen Elektromotor einbaut und damit durch die Gegend braust. Aus sowas eine Staatsaffäre zu machen und nach Führerscheinen, Versicherungen, TÜV und Helmen zu schreien gibt es wirklich nur in good old Germany.
Schlicht und Ergreifend:
Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.

Ich erinnere an die Zeit als es noch viele Mofas und Mopeds gab diese waren Anfangs noch Helmfrei und auch Führerscheinfrei zu fahren.

Das änderte sich erst als die Unfälle und die Schwere der Unfälle zunahm.

Nennen Sie mir einen Grund weshalb das jetzt anders sein sollte?
Vor allem ist seit dem der Verkehr dichter geworden und das Verhältnis zum Fahren nach der StVO hat sich nicht gebessert eher zum Gegenteil verschlechtert wie an Ihrem Posting zu erkennen ist.

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openminded 05.04.2019, 18:57
254.

Zitat von KlausMeucht
Dann kaufen Sie sich eben ein S-Pedelec. Wer schneller als 30 km/h fährt hat auf dem Radweg nichts zu suchen und sollte auf die Straße.
Das sehe ich auch so, aber erzählen Sie das mal den Autofahrern dort. Klar, auf einem schmalen Radweg mit Fußgängern in der Nähe sollte man nicht rasen, aber auf einem breiten gut gekennzeichneten Radweg dürfte ich als Radfahrer doch wohl erwarten, dass nicht nur ich rücksichtsvoll bin, sondern zur Abwechslung auch mal die anderen. Einfach mal kurz gucken, bevor man einen Radweg quert, egal, ob als Fußgänger, Auto order anderer Radfahrer.

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hugahuga 05.04.2019, 21:49
255.

Zitat von fredderfarmer
25 kmh sind nun mal zu langsam. Jedenfalls auf dem Land. Bei erreichen der Höchstgeschwindigkeit hat man das Gefühl gegen eine Wand zu fahren. Da bin ich mit meinem normalen Fahrrad schneller unterwegs.
Dann benutzen Sie es - ist sicher auch gesünder.

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hugahuga 05.04.2019, 21:51
256.

Zitat von dipl.inge83
Die erhöhte Geschwindigkeit macht die Anschaffung und Benutzung attraktiver. Und mit jedem E-Radler der unterwegs ist, bleibt irgendwo ein PKW in der Garage. Vielleicht sogar ein SUV!
Bitte dabei zu bedenken, dass PKW - im Gegensatz zu E-Radlern - eine Knautschzone aufweisen können. Da werden sehr schnell die Unfallzahlen mit Pedelecs etc in die Höhe schiessen. Und dann....?

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danielc. 06.04.2019, 14:47
257.

Gegen Kennzeichen und regelmäßige Kontrollen habe ich nichts. Die damit verbunden Kosten sind das Problem. Eine andere Baustelle sind die Rahmenbedingungen. In Italien muss ein Pedelec-Fahrer einen Mofa-Helm tragen, was unter körperlicher Anstrengung schon unangenehm ist. In der Schweiz dürfen alle Pedelecs, auch die mit 45 km/h die Radwege nutzen, was in den Innenstädten problematisch werden kann. In Schland müssen 45er auf der Straße fahren und bilden dort ein hochgradig gefährdetes Hindernis. Eine Mindestvoraussetzungen für den Pedelec-Helm sehe ich ein, da haben Hersteller bereits gute Vorlagen geliefert. Überland sollten Radwege auch bei 45 km/h kein Problem sein. Dort wo es dichter wird, könnte eine Geschwindigkeitsbeschränkung von z.B. 30 km/h auf Radwegen Abhilfe schaffen. Außerdem kann man Pedelecs problemlos anders klassifizieren als Fahrzeuge, die ohne zutun des Fahrers fahren. Ein Roller mit 45 km/h darf bsw. auch in der Schweiz nicht auf Feld- und Waldwegen oder Radwegen fahren, ein S-Pedelec jedoch zur Zeit schon. Gerade dort erweisen sie sich ja als sinnvoll, um Pendler zu befördern, ohne die Umwelt stark zu belasten. Nebeneffekt: Die unterstütze Bewegung ist gesünder als keine Bewegung. Eine Erhöhung der Beschränkung um 5-10 km/h mehr, würde auch postive Effekte auf der Straße bringen. Ich wäre jedenfalls dabei.

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Pragmatiker 307 07.04.2019, 13:48
258.

Zitat von fredderfarmer
25 kmh sind nun mal zu langsam. Jedenfalls auf dem Land. Bei erreichen der Höchstgeschwindigkeit hat man das Gefühl gegen eine Wand zu fahren. Da bin ich mit meinem normalen Fahrrad schneller unterwegs.
Aber so ist nun mal die Regel, und die finde ich sinnvoll, vor allem in der Stadt. Sie gehen versicherungstechnisch ein ziemlich hohes Risiko ein.
Dann eben ein S-Pedelec oder ein E-Roller.

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TK12345 07.04.2019, 13:52
259. E-Bikes/Pedelec = Seniorenrad

Ich lebe auf dem Land und fahre mit meinem Rad deutlich über 30 Km/h. Eine Probefahrt mit einem E-Bike und Pedelec habe ich nach 10 Minuten beendet, da es mir viel zu langsam war. Dazu kam das Gewicht, wenn der Akku mal leer war. S-Pedelecs mit Versicherungspflicht interessieren mich auch nicht, da ich keine Lust habe in der Nacht auf der Landstraße fahren zu MÜSSEN weil ich den Radweg daneben nicht nutzen darf. Ebenfalls trage ich beim Radfahren keinen Helm.
Deswegen bleibe ich bei meinem normalen Fahrrad, Auto und Motorrad.
Im übrigen verweigere ich inzwischen auch jede Radwanderung mit Freunden, wenn da irgendwelche E-Bikes in der Überzahl dabei sind. Sie sind zwar langsamer, haben dafür aber mehr Ausdauer. Wenn ich nach einer Hügelstrecke nach einer Pause frage, kommt nur ein "Ach nö, jetzt noch nicht" von den Stromern.
Von mir aus kann der ganze Schrott gerne wieder von den Straßen verschwinden.

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