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Um Fahrverbote zu vermeiden: Regierungsberater wollen City-Maut und Ausbau des Nahver
Michael Kappeler / DPA

Namhafte Wissenschaftler erhöhen den Druck auf die Bundesregierung und fordern die Einführung einer City-Maut. Davon könnten auch von Fahrverboten bedrohte Dieselfahrer profitieren.

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karlo1952 18.05.2019, 08:17
1. Ich finde die Vorschläge gut.

damit wird auch erreicht, dass wieder mehr Menschen auf dem Land bleiben und dort einkaufen und so den ländlichen Einzelhandel stärken, statt in die Stadt zum Einkaufen zu fahren. Ob das aber dem städtischen Handel guttut wird sich zeigen. Lidl, Takko, Deichmamn und Co. an der Peripherie wird's freuen.

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napoleonwilson 18.05.2019, 08:21
2. Sozial gerecht...

Eine City Maut ist absolut unsozial. In meinem Fall würde die unsere Firma (Dienstwagen) bezahlen. Dito alle vermögenden Menschen interessiert die Maut wenig. Aber wie London ??
Rd. 215 EUR pro Monat ? In welchen monetären Sphären schwebt der Verfasser diese Artikels ? Die Strassen sind dann für uns Luxus SUV Fahrer endlich wieder frei. Das ist dann schon ein Vorteil. Nur die breite Masse wird in ÖPNV und auf Rad und die tollen E Roller gezwungen. Das trägt sehr zur sozialen Gerechtigkeit bei. Das ist die Realität. Leider. In London selbst erlebt. Und Stau ist dort trotzdem.

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skylarkin 18.05.2019, 08:22
3.

Leider wurden in Oslo und London, soweit ich weiß, nur die sinkenden Verkehrsbelastungen in den Mautgebieten erfasst, was nicht überraschend war, aber nicht der zusätzliche verlagerte Verkehr in den Randbereichen des Mautgebietes. Eine Gesamtübersicht über alle daraus resultierenden Verkehre und Verlagerungen wäre da hilfreich, um zu schauen ob es in der Summe wirklich eine deutliche Verbesserung ist.

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ddcoe 18.05.2019, 08:23
4. Warum nicht?

Wir brauchen deutlich weniger Autoverkehr in den Städten - das ist jedem klar. Ebenso ist uns klar, das Verkehrskasper Scheuer keinen Beitrag leisten wird.

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damei 18.05.2019, 08:24
5. soziale Komponente

Schön, das der Mindestlohnempfänger dann weiter mit seinem alten Auto bei Bedarf in die Stadt fahren kann. Bei den zu erwartenden City-Gebühren wird es für ihn relativ teuer.
Der Gutverdiener im großen SUV, der Dank viel Hubraum auch die Umwelt stärker belastet, zahlt die Gebühr lächelnd aus der Portokasse....

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thenovice 18.05.2019, 08:29
6. Tolle Idee

Die City-Maut müsste ja dann Nutzungsbedingt abgerechnet werden.. Wie verhält es sich da mit dem Datenschutz? Alternativ und wahrscheinlicher wäre die Vignette... und dann wäre der Effekt gleich null... Und wenn ich dieses weltfremde Gefasel lese:,, Nur ein paar Euro mehr pro Tag!" - Das macht bei 5? am Tag (angenommen!) und einer 5-Tage-Woche auch 100? p.M.... Da freut sich die Krankenschwester, Altenpflegerin, Feuerwehrmann oder Polizist... alles Berufsgruppen des Niedriglohnberiches und im Schichtdienst tätig - zu deren Arbeitszeiten und an deren Wohnorten (Stadt ist zu teuer, also wird gependelt) fährt kein ÖPNV.. egal wie der gefördert wird

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MyMoon 18.05.2019, 08:30
7. Gute Idee

Für mich als Dieselfahrer mit Euro 5 in Stuttgart wäre das eine gute Idee.
Dann würde das Euro 5 Verbot hoffentlich doch nicht kommen und die Luft in der Innenstadt würde trotzdem besser werden.
Ich warte ja immer noch auf die versprochene und groß angekündigte Möglich meinen Diesel 5 umrüsten zu können zu Euro 6. Das scheint irgendwie auch tot zu sein.
Aber Fahrverbote in der Innenstadt für Leute von Außerhalb finde ich gut. Die VVS in Stuttgart muss dann halt die Taktzeiten aber auch erhöhen in denen Straßenbahnen,S-Bahnen (Bahn) und Busse verkehren.

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burlei 18.05.2019, 08:33
8. Der Gedanke ist gut, nur ...

... befürchte ich, dass grade die "sozial ungerechte und ökologisch wenig zielführende" Komponente auf der anderen Seite zuschlägt. Die Maut wird dafür sorgen, dass nur Besserverdienende sich die Fahrten in die Innenstadt mit dem eigenen Auto noch leisten können. Damit bleiben die kleinen, sparsamen Autos mit dem geringeren Schadstoffausstoß draußen, die Protzkarren werden aber weiterhin ihren Dreck in der Innenstadt raus blasen. Helfen würde es möglicherweise, die Straßen kurz hinter den Mautstellen/Absperrungen in Parkhäusern enden zu lassen. Vorteil: Keine Parkplatzsuchfahrten, keine "Show-Fahrten", einfach nur über eine Stichstraße in ein Parkhaus und fertig.Der Rest der Strecke kann dann zu Fuß zurück gelegt werden, während der ÖPNV bis in die Innenstadt fahren kann.

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wolle0601 18.05.2019, 08:33
9. Nicht gerade nachhaltig

Das System soll also aus Einnahmen finanziert werden, die der PKW-Verkehr generiert. Mit anderen Worten, es hängt davon ab, daß immer noch genug PKW-Verkehr existiert. Naja. Die wirklichen Probleme vollgestopfter Städte löst das nicht - oder sollen auch Mietsubventionen aus der Citymaut finanziert werden? Nachhaltig wären Maßnahmen, die das Vollstopfen verhindern. Schkluß mit Ansiedlung von "Leutemagneten" wie großen Firmen, Behörden, Hochschulen, und vor allem besserer ÖPNV in Randlagen. Aber die gute Nachricht ist: Das autonome Fahren wird schon bald dazu führen, daß die Fläche wieder neu erschlossen wird.

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