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Um Fahrverbote zu vermeiden: Regierungsberater wollen City-Maut und Ausbau des Nahver
Michael Kappeler / DPA

Namhafte Wissenschaftler erhöhen den Druck auf die Bundesregierung und fordern die Einführung einer City-Maut. Davon könnten auch von Fahrverboten bedrohte Dieselfahrer profitieren.

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katzenklopfer 18.05.2019, 09:14
20. Wir

brauchen nicht eine zu Lasten der Armen gerichtete Besteuerung des Individualverkehrs. Wir brauchen eine Reduzierung desjenigen, wir brauchen einen Wechsel der Antriebssysteme, wir brauchen einen Verkehrssystemwechsel. Und zwar schnell - das geht auch, denn die alternativen Konzepte gibt es schon solange wie Exxon vom Klimawandel wusste.

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Makrönchen 18.05.2019, 09:15
21. City-Maut?

Also ich weiß wirklich nicht wie man auf eine solche Idee kommen kann. Wenn man die Luft verbessern will, ist es anders als im Artikel behauptet, selbstverständlich sinnvoll, Fahrverbote für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß zu verhängen. Allerdings nicht für einzelne Straßen, sondern für ein ganzes Gebiet, in das dann nicht mehr eingefahren werden darf. Wird nur eine einzelne Straße gesperrt, wird diese eben mit einem Umweg umfahren. Das ist dann natürlich kontraproduktiv.
Fahrzeuge der neuesten Schadstoffklasse sollte man unangetastet lassen. Ein Fahrverbot oder eine Bepreisung sind hier komplett unnötig. Ältere Fahrzeuge können dann gestaffelt eine City-Maut zahlen, die so hoch sein muss dass sich der Neukauf eines Fahrzeuges oder eine Umrüstung (soweit technisch möglich) lohnt.
Kann man auch schrittweise einführen um es sozial abzufedern.

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MissMorgan 18.05.2019, 09:23
22. Aufgrund des Verkehrsflusses,

der schlechten Kaufangebote und der vollen Städte, fahre ich nur noch in die Stadt um ein kulturelles Angebot zu nutzen. Ich fahre direkt dorthin, nutze das Parkangebot, fahre meine Mitstreiter dann nach Hause (denn aus Sicherheitsgründen fahren die niemals Nachts mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln) und nehme die nächste Autobahnausfahrt nach Hause. Die Großstadt ist mir verleidet. Bei der City-Maut werden hoffentlich auch die Kulturschaffenden außerhalb der Städte eine Lösung finden, Ideen gibt es ja. Aufführungen der MET im Kino z.B. Kann man gerne auch mit der Frankfurter Oper machen und ansonsten gibt es DVDs. Fürs Einkaufen der Onlinehandel, der hat die Sachen auch tatsächlich und muss sie nicht erst noch bestellen.
Das Problem der Städte ist hausgemacht, wie auch schon ein Mitforist bemerkte, ist hausgemacht. Große Namen sollen hin. Wie freut man sich, wenn XYZ beschließt, die Großstadt zu beehren. Steuern werden zwar kaum bezahlt, aber angeblich steigt die Attraktivität. Bezahlbaren Wohnraum gibt es deshalb kaum noch, weil ja Lofts gebaut werden müssen. Vielleicht hilft die City-Maut da tatsächlich. Eher aber das Umdenken und dass sich Städte außerhalb etwas attraktiver machen, als alles zu schließen was sich angeblich nicht mehr rechnet.

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fahrgast07 18.05.2019, 09:28
23. Her mit der Maut!

Irgendwie müssen wir die Automassen in den Städten reduzieren. "Weiter so" geht nicht. Die Citymaut ist doch die fairste Lösung! Dann noch den Verkehrsraum umverteilen (mehr Radwege, Busspuren und Fußwege), und die Städte sind wieder lebenswert.

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foreigner99 18.05.2019, 09:31
24. zu gnädig

Da sind wohl einige Herrschaften nur mit dem Klammerbeutel gepudert. Wir bezahlen alle an dieses Land schon viel zu viel und halbgrüne Regulierung braucht keiner.

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rabbijakob 18.05.2019, 09:37
25. Wunderbar

Nachdem der Bürger enteignet wird, belohnt man ihn mit einer Maut. Aber eigentlich ist das ja besser als die Enteignung. Somit können Menschen mit Geld die Städte befahren, die Anderen bleiben draußen. Sehr gut...

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jasenoster 18.05.2019, 09:39
26. Vergangenheit

Die traurige Wahrheit ist, dass es ohne finanzielle Belastung nicht geht! Dass da die mit super Einkommen den Weg in und durch die Stadt finanziell locker wegstecken ist so. Trotzdem wird sich nichts ändern wenn nicht übers Portemonnaie. Als das Fliegen noch so teuer war, wie es eigentlich sein sollte, flog auch nur die gutbetuchte Gesellschaft übers Wochenende nach Malle. Wenn man damals in den Himmel schaute, war ein entdeckter Kondensstreifen schon eine kleine Sensation. Und heute? Der soziale Unterschied ist ärgerlich war aber schon immer und daran wird auch eine Maut nichts ändern. Dafür aber vielleicht der soziale Umgang im Gebrauch des Autos. Die Masse bewegt zuviel Benzin fressende Vehikel. Bei uns in der CH ist das nicht besser und hier finanziert sich auch manch "minder" Verdienende einen super SUV und fährt alleine mit seinem 4x4 durch die Stadt...

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smokyfields 18.05.2019, 09:40
27. Na immerhin...

scheint sich allmählich bis in "höhere Regierungskreise" die Erkenntnis durchzusetzen, dass die satte Bequemlichkeit einiger nicht weiter auf Kosten der Allgemeinheit zu finanzieren ist. Kosten im finanziellen Sinne, an Lebensqualität der Innenstadtbewohner, an Gesundheit... Natürlich wird es noch ein weiter Weg werden, dem gewohnheitsmäßig körperlich wie gedanklich trägen deutschen Automichel zum Umdenken zu bewegen, was aus manch Beiträgen hier bereits unschwer zu erkennen ist. Wer unbedingt mit 6m2 (neuerdings oft noch mehr) blechummandelter Grundfläche als "Sicherheit" sich in ohnehin enge Innenstadträume begeben "muß", sollte vielleicht mal an Phobien denken...? Tja, in Stockholm gibt`s zeitlich gestaffelte Mautsätze (Rushhour sehr teuer, mittels Kennzeichenerkennung automatisch erfasst) und trotzdem ist die Stadt hoffnungslos verstopft. Doch man höre: Mit den Einnahmen wird eine tunnelreiche Umgehung der Stadt gebaut. Natürlich werden sich bei der heutigen Juristenschwemme in D genügend Geister finden, die bei der satt- bequemen Status- Quo- Bewahrung spitzfindige "Hilfe" anbieten. Das alles wird aber nichts dran ändern, dass die Bedingungen sich zunehmend schnell ändern. "Wer zu spät kommt, den bestraft..."

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lathea 18.05.2019, 09:55
28. Ohne Preissenkungen im ÖPNV und....

.....seiner Verbesserung wird niemand ohne Weiteres umsteigen. Eine City-Maut wird lediglich den Online-Handel noch attraktiver machen. Ansonsten gibt es ja auch noch die Möglichkeiten der schönen Malls im Umkreis der Großstädte, die dann noch attraktiver werden, da sie kostenlose Parkplätze bieten. Wir fahren schon lange nicht mehr in die City, weil die Staus, die Parkplätze und der ÖPNV zu teuer und zu unbequem ist. Es gibt hier zum Glück noch Internet und Discounter, die außerhalb der Großstadt ohnehin bessere Preise und ein größeres Angebot haben. Shoppen und bummeln kann man in Wien. Dort stimmt der ÖPNV, da bleibt das Auto in der Garage und wird nur für größere Transporte oder abendliches Ausgehen am Wochenende bzw. für Fahrten außerhalb von Wien herausgeholt. Unsere Politiker sollten mal einfach eine Woche lang in Wien mit dem ÖPNV herumfahren und sich so Wien anschauen. Kostet nur 20 EUR. Und eine Touristenkarte für 3 Tage mit kompletten ÖPNV und anderen Vergünstigungen auch nur 20 EUR. Da macht ein Städtetrip echt Spass.

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christian77 18.05.2019, 09:56
29. Die Maut muss sehr hoch sein

Nur eine hohe Maut macht Sinn, 1000 Euro pro Monat, Minimum. Es muss auch die Reichen treffen, die Zulieferbetriebe werden das auf die Bewohner dieser Zentren umlegen, das ist gut so. Das Leben wird dort viel teurer. Auch das ist gut, verhindert es ja ein weiteres Wachstum dieser umweltschaedigenden Zentren. Staedte haben keine Zukunft, sie leben vom Umland .

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