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Umfrage: Beim Tempolimit für Autobahnen ist Deutschland gespalten
DPA

Gut die Hälfte der deutschen Autofahrer spricht sich in einer ARD-Umfrage für ein Tempolimit aus, der andere Teil ist dagegen. Interessant auch: Gegner wie Befürworter sind meist klar unterschiedlichen Parteien zuzuordnen.

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Bjoern @ Fracebook 25.01.2019, 07:46
60. CO2-Ausstoß unabhängig von Geschwindigkeit?

"Das zweite Argument ist der geringere CO2-Ausstoß. Doch auch dieses Argument ist nicht haltbar, da sich die Fahrzeugtechnik und damit der Kraftstoffverbrauch verbessert haben."

Wenn ich mit meiner Schüssel 90 auf der Autobahn fahre habe ich einen Durchschnittsverbrauch von 4,5 Liter Diesel auf 100km. Bei Tempo 120 sind es 6 Liter, bei Tempo 160 (Fußpedal ist auf die Straße gedrückt) sind es 19 Liter! Das Fahrzeug ist jetzt 5 Jahre alt.

Bei meinem Ex-Chef in seinem BMW auch: Durchschnittsverbrauch in Deutschland 8 Liter, in der Schweiz 3,7 Liter.

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schaeuferla22 25.01.2019, 07:47
61. Wo ist da die Ernsthaftigkeit

30 -> 80 -> 100,
nur der ÖNV kann schneller.

Wobei mir der kausale Zusammenhang mit Parteizugehörig unklar erscheint.
Die wenigsten sind in einer Partei.
Man könnte Parteilosen den Führerschein wegnehmen, was dann den Kreis zum Zahlenmaterial schliessen würde.

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ich2010 25.01.2019, 07:47
62.

ist das jetzt nicht bald totdiskutiert...dem Thema kann man nicht wirklich mit sachlichen Argumenten begegnen. Die einen sind Vielfahrer und zügig unterwegs, die anderen fahren eher selten auf der Autobahn und wenn dann lieber langsam. Für den einen fallen Geschwindigkeiten ab 140 kmh bereits in die Kategorie Rasen, für die anderen beginnt da gerade mal die Reisegeschwindigkeit. Das ist halt nun mal subjektiv. Möglich, dass es ein paar weniger tödliche Unfälle gibt.

Meiner Erfahrung nach ist das Fahren bei max. 130 kmh oder weniger auf Autobahnen nicht wirklich entspannter. Alles hockt auf einem Haufen, links fährt der Oberlehrer mit 129 (man darf ja nicht schneller, also blockiert man die Überholspur), in der Mitte einer mit 123 und rechts einer mit 115. Von der Mitte wird sich nach links gequetscht ohne Rücksicht auf den Nebenmann, von hinten wird gedrängelt weil man möchte ja mit 132 kmh fahren. Null Sicherheitsabstand und jeder hockt beim anderen faktisch im Kofferraum. So und so ähnlich spielen sich bereits jetzt die Szenen in Ballungsgebieten ab wo es bereits Begrenzungen gibt. Außerdem habe ich das bereits zig Mal auf ausländischen Autobahnen erlebt wo es pauschale Begrenzungen gibt. Das ganze wird dann halt auch bei uns auf die gesamten Autobahnkilometer ausgeweitet. Im Moment schauen die Leute wenigstens noch in den Rück- und Seitenspiegel beim Spurwechsel. Je langsamer der Verkehrsfluss umso unachtsamer die Fahrer. Vllt. gibt es weniger tödliche Unfälle aber dafür weit mehr mit Verletzten und Blechschäden weil kein Mensch mehr aufpasst.

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sok1950 25.01.2019, 07:48
63. mal gefragt was die "Autofahrer" für Autos fahren und wie oft

diese tatsächlich die Autobahn benutzen?

Klar, wer zu Hause einen Kleinwagen für die 10 km bis zur Arbeit stehen hat und nur 1 oder 2mal im Jahr in den Urlaub fährt kommt mit dem Verkehr auf der Autobahn nicht zurande.

Wer aber regelmäßig die Autobahn nutzt, hat auch einen entsprechenden Wagen. Im Übrigen: Die begrenzte Geschwindigkeit in Frankreich ist nur dann schön, wenn die Autobahn leer ist. Sobald aber ein paar Autos/LKWs zusammentreffen bilden sich sofort kilometerlange Schlangen bei denen es nur mit 80km/h weiter geht.

Auch werden mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung die Autobahnen voller. Wer mit 200km/h 200km fährt ist eine Stunde auf der Autobahn, wer nur 100km/h fährt ist jedoch zwei Stunden auf der Autobahn und blockiert diese unsinnig.

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pragmatiker2017 25.01.2019, 07:48
64. Ohne nennenswerten Effekt

Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen wird nichts bringen. Von den ca. 3200 Verkehrstoten pro Jahr, waren 2016 ca. 180 Personen durch überhöhte Geschwindigkeit auf Autobahnen zu beklagen. Diese Zahl inkludiert unangepasste Geschwindigkeit bezogen auf die herrschenden Witterungsbefingungen als auch Unfälle durch "Raserei". Somit sind weniger als 6% der Verkehrstoten pro Jahr in Deutschland überhaupt durch zu schnelles Fahren auf Autobahnen zurückzuführen. Hier wird also ein Thema beackert, das statistisch betrachtet eine Randerscheinung ist. Man sieht also wieder das der Fokus von relevanten Fragen abgelenkt wird: Handynutzung, Einhaltung/Regelung von Fahrzeiten für Berufskraftfahrern, Prüfung der Fahrtauglichkeit im Alter, erhöhter Anteil Fahrradfahrer ohne passende Infrastruktur und regelmäßig katastrophalen Zustand der Drahtesel (kein Licht!) usw.

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Korken 25.01.2019, 07:50
65. Ja, aber

Grundsätzlich wäre ein Tempolimit sicher hilfreich, um die ganz großen Raser etwas dem Verkehrsfluss anzupassen, aber das bedeutet auch, ein Tempolimit deutlch über den diskutierten Geschwindigkeiten. 120 km/h ist für bundesdeutsche Autobahnen lächerlich langsam. Bei den Entfernungen, die man tw. zurücklegt ein echtes Hindernis. 130 km/h kommt da schon näher. Aber wer einmal nachts auf einer menschenleeren Autobahn unterwegs war wird sich fragen, weshalb man hier mit 120 km/h kriechen soll.UNsere Autobahnen sind sowas von sicher gebaut, dass sich deswegen kein generelles Tempolimit in diesem Bereich rechtfertigen lässt. Ein eventuell mehr akzeptierter Bereich dürfte so ab 140 km/h beginnen, wobei ich durchaus auch 160 km/h als akzeptable Limitierung der Geschwindigkeit auf Autobahnen sehen würde. Der großteil der Schnellfahrer würde ohnehin die Toleranz nutzen und nach Tacho dann 180 fahren, wobei man in echt dann wahrscheinlich sowieso nur knapp über 160 fahren würde. Also wenn es unbedingt ein Tempolimit geben soll, dann bitte kein lächerliches 120 sondern unseren Autobahnen angepasstes mit vielleicht 160. Aber ehrlicherweise, weshalb ändern, bisher läuft es doch.

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spon_3175452 25.01.2019, 07:51
66. Hat er das wirklich so gesagt?

"Wenn wir uns nicht damit abfinden wollen, dass jedes Jahr rund 3200 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommen, müssen wir uns etwas einfallen lassen", sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Michael Mertens.

ca. 88% der Verkehrstoten kommen auf Tempolimitierten Strecken ums Leben.
Die 12 % werden sich kaum verringern, ein Unfall mit 130 endet wahrscheinlich genauso tödlich wie mit 150.

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sumfuiesse 25.01.2019, 07:53
67. Der letzte Absatz

Das größte Problem bei dieser Diskussion ist meiner Meinung nach die Relevanz des Themas. Laut statistischem Bundesamt (für jeden auf deren Homepage nachvollziehbar) entstehen lediglich 5% aller Unfälle auf der Autobahn durch überhöhte Geschwindigkeit. Und dabei wird nicht zwischen Geschwindigkeitsbegrenzung und keiner Geschwindigkeitsbegrenzung differenziert. Das heißt, dass nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz der Unfälle durch zu hohe Geschwindigkeit auf BABen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung entstehen. Handy, Ablenkung, Müdigkeit und Co. sind für wesentlich mehr Unfälle verantwortlich. Hier könnte man mit empfindlichen Strafen reagieren. Das wäre wesentlich effizienter und sinnvoller.

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stefan_r1993 25.01.2019, 07:54
68. Zwangsbeschränkung

Ich kann nur hoffen das sowas niemals eingeführt wird in DE, was soll das?
Wer große Strecken zurücklegen will wird verzweifeln. Ich bin schon mal etwa 2000km nach südspanien gefahren, 3 Fahrer Abwechselnd ohne Pause. bis zur Deutsch-Französischen Grenze kommt man noch richtig voran mit 200 -250 km/h je nach Verkehrslage und natürlich wird in Baustellen oder beschränkten Abschnitten langsam gefahren... dann verdoppelt sich die Fahrdauer pro KM aber, sobald man DE verlässt. Ich habe defintiv kein Problem damit wenn jemand nur 100 fahren will auf der AB, aber warum soll dann jeder mit 130 dahinkriechen? der Umweltaspekt ist lächerlich. Ein moderner EU6 Diesel Kombi von einem der Deutschen Premiumhersteller mit über 200PS verbraucht auch mit Tempo 200 nur um die 6,5 - 7 L/100 km und stößt auch dementsprechend wenig Abgase aus, verbietet lieber die Spritschlucker SUV's, die sind nämlich wirklich unnötig. Diese andauernden Bevormundungen aus Linksgrünen Kreisen sind unsäglich. Die Argumente, dass man ohnehin nicht schneller fahren könnte als 100 -120 wegen dichtem Verkehr ist auch ein Märchen, das ist vllt. beim AB-Kreuz Frankfurt, München oder Berlin so .. aber nicht auf den Ganzen Verbindungsstrecken. BSPW. von Regensburg bis Deggendorf oder Passau sind die meisten Abschnitte freigegeben und man schafft über 100 km in 30-40 minuten ohne Gefahren, da gut ausgebaut. Mir ist klar das es viele unsichere Fahrer gibt, aber warum sollten dann alle anderen bestraft werden? Sollten denn nicht lieber solche Personen ein Fahrsicherheitstraining absolvieren?

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posthysterisch 25.01.2019, 07:55
69. Von Bäumen auf Autobahnen...

halte ich grundsätzlich nicht so viel. Ich denke das geht vielen so, weshalb es dort wohl auch keine gibt. Und was den Stand der Technik angeht, hat sich in der Tat viel getan, Motoren sind sparsamer und Autos viel sicherer geworden. Dafür sind sie bisweilen so groß Einfamilienhäuser- wohlgemerkt außen, innen sitzt es sich wie in einer Babyschale - dazu wiegen sie bisweilen über zwei Tonnen und verbrauchen Strom wie amerikanischer Jumbokühlschrank aus den 80ern. Um solche Gefährte auf 200 km/h zu bringen und zu halten braucht es nun mal Energie, weshalb sich der gesamt co2- Ausstoß in den letzten Jahrzehnten auch nicht verbessert hat. Zudem sollte es schon einen Unterschied machen, ob 2 Tonnen aus 130 oder 200 oder gar 250 km/h - Assistenzsysteme hin oder - abgebremst werden müssen, allein der kinetischen Energie wegen. Aber was weiß ich schon, dafür gibt es ja Stauforscher...

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