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Umfrage des Radfahrerclubs: Karlsruhe ist die fahrradfreundlichste Stadt
DPA

Laut Umfrage des Radfahrerclubs ADFC löst Karlsruhe jetzt Münster als Fahrradhauptstadt ab - und das aus guten Gründen. Bundesweit ist der Frust der Radler gewachsen, obwohl Millionen in Radwege fließen.

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n-rules 09.04.2019, 14:43
10. bin ich so jung?

Zitat von foje1
Zumindestens in Hamburg ist der ADFC sehr intensiv in die Verkehrsplanung eingebunden gewesen. Nach meinem Eindruck ist hier immer der Focus auf schnelles vorankommen gelegt worden. Die Sicherheit und Rücksicht auf langsamere Verkehrsteilnehmer ist hintenan gestellt gewesen. Gerade Kinder und ältere Menschen auf die Autofahrstreifen zu schicken ist aber unverantwortlich, dass sich nun viele Radfahrer unsicher fühlen ist nachvollziehbar. Die Standardantwort des ADFC ist immer dieselbe: schränkt den Autoverkehr ein... Ich sehe im ADFC, der im wesentlichen sportliche junge (männliche) Radfahrer vertritt den Hauptschuldigen der Situation.
Hallo, also ich bin im ADFC in Nürnberg und mit 50 einer der Jüngsten?

Bin zwar sportlich, müssen die Kollegen in HH ja irgendwie ganz anders aufgestellt sein???

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pulverkurt 09.04.2019, 14:44
11. Oh Mann...

Zitat von thkrempel
Weil hier bei Vielen komplette Ignoranz der Verkehrsregeln besteht! Einbahnstraßen, nicht die, in denen das gegenläufige Befahren für Fahrradfahrer erlaubt ist, werden vielfach ignoriert! Und als Autofahrer hat man immer "Teilschuld". Man muss ja mit allem rechnen als "stärkerer" Verkehrsteilnehmer...(...)
... ich kann das Mimimi ("Wääääh! Alle Radfahrer sind Rowdies!") der Autobetonköpfe, die auf den Plan kommen sobald irgendein Artikel über Fahrradverkehr ersheint, echt nicht mehr hören.

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user124816 09.04.2019, 14:49
12. Radwege werden stiefmütterlich behandelt.

So als ob ein Radweg ein nice-to-have wäre, und keine wichtige Einrichtung.
Ich fahre täglich nur 5km zur Arbeit und zurück, aber alleine auf diesem Weg habe ich auch täglich mit Falschparkern zu tun, Smartphone Zombies, und der beste Part sind die seit 2 Jahren gesperrten 200m Rad+Fußweg, die für eine Baufirma zum Müll ablegen reserviert wurden.
Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen wie diese leichthin aufgestellten "Fahrrad Ende" Schilder mir auf den Geist gehen - ich hab noch nie ein "Auto Ende" Schild gesehen… warum wohl nicht?

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three-horses 09.04.2019, 14:50
13. Immer was zu meckern.

Zitat von franz01
... war schon vor 30 Jahren gut: Die Stadt liegt eben, ist warm und hat die Verkehrsadern mit Platz am Rand angelegt. Mitten in der Stadt ist ein riesiger Schlosspark mit guten Fahrradwegen. Freut mich für Karlsruhe.
Um den Kern ja...auch die Straßenbahn wäre Klasse. War und vielleicht wieder wird. In der Gegenwart echt zu teuer und wegen der "Tunnelieung" eher chaotisch. Einmal im Jahr um die Schulden in der Stadt Bibliothek zu begleichen, ist die letzte Meile nicht gerade lustig. Von Süden her.

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sola bona 09.04.2019, 14:53
14. Die Radfahrer sind

Zitat von foje1
... dass sich nun viele Radfahrer unsicher fühlen ist nachvollziehbar.
Ach, die armen, verunsicherten Radfahrer, schluchz! Gerade heute Vormittag habe ich exakt dieselbe Situation, die in Bild 8 (Hamburg) gezeigt wird, gesehen. Es zeigt den Fußweg in Oevelgönne an der Elbe. Dort wird extra deutlich darauf hingewiesen, dass auf diesem Fußweg, Radfahren nicht gestattet ist. KEIN Radfahrer - KEINER - hat sich daran gehalten.
https://cdn1.spiegel.de/images/image-1414951-galleryV9-bjoj-1414951.jpg

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Sensør 09.04.2019, 14:55
15. @3 - ADFC und Hamburg

Zitat von foje1
Zumindestens in Hamburg ist der ADFC sehr intensiv in die Verkehrsplanung eingebunden gewesen. Nach meinem Eindruck ist hier immer der Focus auf schnelles vorankommen gelegt worden. Die Sicherheit und Rücksicht auf langsamere Verkehrsteilnehmer ist hintenan gestellt gewesen. Gerade Kinder und ältere Menschen auf die Autofahrstreifen zu schicken ist aber unverantwortlich, dass sich nun viele Radfahrer unsicher fühlen ist nachvollziehbar. Die Standardantwort des ADFC ist immer dieselbe: schränkt den Autoverkehr ein... Ich sehe im ADFC, der im wesentlichen sportliche junge (männliche) Radfahrer vertritt den Hauptschuldigen der Situation.
Das ist offenbar wirklich ein Armutszeugnis für den ADFC. In z.B. Hamburg Eimsbüttel ist die Streckenfürhrung für Radfahrer fürchterlich kompliziert geworden (z.B. rechts einordnen, wenn man nach links abbiegen muss), und im täglichen Verkehr ist es immer noch viel zu eng für die vielen Radfahrer. Jetzt knallen da noch die Elektroraser mit ihren 25 km/h durch das Radfahrergewühl - dies hat mich zur Aufgabe gezwungen. Fahrrad und Knochen sollen bitteschön heil bleiben.

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loncaros 09.04.2019, 14:55
16.

Zitat von thkrempel
Weil hier bei Vielen komplette Ignoranz der Verkehrsregeln besteht! Einbahnstraßen, nicht die, in denen das gegenläufige Befahren für Fahrradfahrer erlaubt ist, werden vielfach ignoriert! Und als Autofahrer hat man immer "Teilschuld". Man muss ja mit allem rechnen als "stärkerer" Verkehrsteilnehmer... Vor vielen Jahren sagte mir ein Polizist resigniert: "Es macht keinen Sinn, diese Vergehen zu verfolgen. Wie, glauben Sie, kommen denn die Richter zum Gericht gefahren?" Lasst uns weiter eine fahrradfreundliche Stadt sein! Hoffentlich passiert nichts -
Beziehen Sie sich hier auf die Autofahrer, die ihre Autos auf Radwegen parken? Ich habe selber auch schon mehrfach Autofahrer gegen Fahrtrichtung in Einbahnstraßen getroffen, selbst bei entgegenkommendem Verkehr!

Dass man immer Teilschuld als Autofahrer bekommt ist auch so ein Märchen. Da gibt es kein Gesetz, keinen Beleg aus der Rechtsprechung, nichts. Das wird einfach behauptet, stimmt aber nicht.

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atziii 09.04.2019, 14:55
17. Karlsruhe - alles andere als wirklich Fahrradfreun

Ich wohne seit Jahren in Karlsruhe und kenne auch Münster oder Osanbrück in Norden.
Die Stadt hat teilweise rechte viele Grünanlagen, wo es sich gut radeln lässt. Aber da wo es drauf ankommt, wenn Autos, Fahrräder und Fußgänger sich die Straße teilen müssen ist es oft sehr schlecht. Ein Schwerz sind die Fahrradstraße. Hier hat man nur ein Schild aufgestellt und alles andere so gelassen (parkende Autos, normaler Autoverkehr.
Die Bewertung als fahrradfreundlichste Stadt ist auch deswegen fraglich, weil die Bürger selbst gefragt werden und selten einen Vergleich ziehen können. Wer ist denn schon mal von den Karlsruhern in Münster, Osnabrück oder Holland geradelt und kann einen Vergleich ziehen. Dann würde die Beurteilung der eigenen Stadt viel anders ausfallen.
Das nun Karlsruhe angeblich die fahrradfreundlichste Stadt ist daher kaum zu glauben. Die Note hat sich sogar zum Vorjahr verschlechtert. Nur weil die anderen noch schlechter geworden sind ist es jetzt Platz 1 geworden. Peinlich.

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Thorongil 09.04.2019, 15:02
18.

Zitat von rilepho
nachdem keine einzige größere Steigung vorhanden ist. Überhaupt nicht vergleichbar mit z. B. Stuttgart!
Da "der gute Stern" keine Fahrräder baut, ist in Stuttgart halt Feinstaub angesagt. Wir haben halt beides erfunden, Auto _und_ Fahrrad. Ihr Schwaben habts nur bis zum Auto geschafft.

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triptychon5zehn 09.04.2019, 15:02
19. Es wird schlimmer

Hallo, ich komme aus Bremen, heimliche Fahrradhauptstadt (über 500.000 Einwohner), fahre seit 2 Jahren täglich 20km durch die Innenstadt. Es ist schrecklich und wird zunehmend schrecklicher Fahrrad zu fahren. Autofahrer aber auch Fahrradfahrer werden zunehmend aggressiver, Autos größer, S-Pedelecs schneller, Falschparken wird auf Fahrradwegen nie oder selten geahndet (wie auch, die Polizei macht es vor, vorm Döner wartend), Smartphonenutzung auch nicht. Ich hänge trotz umsichtigen Fahrens (eigene Einschätzung, eventuell falsch) täglich 50cm neben SUVs, habe Beinahunfälle (meist Muttis mit Kind an Bord und Handy in der Hand und/oder die immer-gleichen weißen deutschen Wagen die auf Pump von Halbstarken Jogginghosenträgern gefahren werden). Ich kann leider verstehen wenn sich zart beseitete Menschen so nicht auf Rad wagen. Die Neuerungen in der Stadt sind "rote Fahrradstraßen", die zur Vorsicht aufrufen sollen. Da PKW-Fahrer aber scheinbar eher wie Bullen auf Rot reagieren (ich weiß, Bullen reagieren auf die Bewegung, aber tja) geben sie hier extra Gas und hupen als kämen sie dadurch schneller über die rote Ampel. Auch schön "Fahrradquartiere"- in diesen wird das Kopfsteinpflaster ersetzt durch glatten Asphalt - was tun Autofahrer nun? Genau noch schneller fahren als vorher...und trotz alle dem komme ich in der Hälfte der Zeit an mein Ziel. Also fahre ich weiter Fahrrad, hoffe auf Umsicht, Umdenken und auf die Verkehrswende, die gerade in einer so kompakten Großstadt allen Verkehrsteilnehmern (und nicht nur CDU-Wählern) zu Gute käme.

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