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Umstrittene Autobahngebühren: Merkel befeuert Maut-Debatte

Die Kanzlerin setzt die Pkw-Maut auf die Tagesordnung. Die Koalition werde nach der Sommerpause über die mögliche milliardenschwere Abgabe beraten, kündigt Angela Merkel in einem Zeitungsinterview an. Sie sei aber dagegen, Autofahrer noch stärker zu belasten.

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weltbetrachter 27.08.2011, 20:01
30. PKW-Maut - aber ohne Kfz-Steuer

Grundsätzlich bin ich für die PKW-Maut auf Autobahnen. Ich hoffe, dann weniger "Sonntagsfahrer" zu treffen.

Gleichzeitig muß aber die Kfz-Steuer abgeschafft werden. Die ist sowieso ein zweifelhaftes Instrument. Wenn man die Kosten für die Verwaltung, Eintreibung usw. einmal wirklich ehrlich gegenrechnet, sieht die Einnahmenseite dafür ganz anders aus.

Für die Maut reicht ein Aufkleber, wie in Österreich. Hochintelligente elektronische Systeme sind überflüssig.

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ogs 27.08.2011, 20:13
31. haha

Zitat von Bernd_1961
Maut 50€ / Jahr und die auf die KFZ-Steuer anrechnen. Das belastet die deutschen Autofahrer nicht und die ausländischen Nutzer bteiligen sich am Strassenbau-Marathon.
Sie haben hinten eine Null vergessen.

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BeitragszahlerwiderWillen 27.08.2011, 20:21
32. .

ich frage mich, warum Deutschland seit über 20 Jahren auf eine Vignette (und die damit verbundenen Einnahmen) wie in allen anderen europäischen Ländern verzichtet. z.B. 50 Euro pauschal wären eine günstige Lösung, wenn im Gegenzug die Kfz-Steuer um den gleichen Betrag gesenkt wird. Dann zahlen alle, die das deutsche Straßennetz nutzen, genauso wie wir im Ausland überall zahlen müssen.
Ich bin mir aber ganz sicher, daß die deutsche Regierung diese einfach Lösung nicht bevorzugen wird sondern statt dessen die umständlichste und teuerste Variante bevorzugen wird, wie z.B. eine aufwendig zu erfassende km-bezogene Maut. Dann gehen vermutlich 90% der Maut in die Kasse der Hersteller dieser Systeme und 10% bleiben beim Staat. Und für den deutschen Autofahrer wirds dann wieder richtig teuer...

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eine_oma 27.08.2011, 20:46
33. 90% Maut in die Kasse der Hersteller und 10% an den Staat

Zitat von BeitragszahlerwiderWillen
... die umständlichste und teuerste Variante bevorzugen wird, wie z.B. eine aufwendig zu erfassende km-bezogene Maut. Dann gehen vermutlich 90% der Maut in die Kasse der Hersteller dieser Systeme und 10% bleiben beim Staat.
Endlich hat mal einer das System verstanden. Dafür schaffen uns die Hersteller doch die ganzen schönen Arbeitsplätze, oder?
(Wer das für Ironie hält, bei dem ist das Licht in der Birne noch nicht ganz aus.)

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doitwithsed 27.08.2011, 21:05
34. Nullsummenspiel

Aus Österreich ist bekannt, dass bei selbst bei einer Vignettenlösung etwa 12% der Mauteinnahmen für Infrastruktur, Verwaltung und Kontrolle verwendet werden. In Deutschland würde dieser Anteil auch nicht geringer sein.

12%, das entspricht auch dem Anteil ausländischer PKW auf unseren Autobahnen. Wer hier von "... endlich mal die Ausländer zur Finanzierung unserer Autobahnen heranziehen ..." schwadroniert, sollte sich bewusst sein, dass das diesbzgl. ein reines Nullsummenspiel sein würde.

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ortas 27.08.2011, 21:05
35. Mehr Unfälle

Wenn die PKW-Maut eingeführt wird glauben einige Verkehrsteilnehmer Sie würden sich dadurch die Freiheit erkaufen auf alle Verkehrsbeschrenkungen - richtig, wichtig oder auch nicht - zu verzichten. Die Willkür einige Verkehrsteilnehmer wird weiter zunehmen. Abstand halten, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbot usw. werden noch weniger beachtet.

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quintilius 27.08.2011, 21:10
36. Bitte, bitte keine Maut! ;-)

Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, dass es, zumindest in Teilen, eine ziemlich unsinige Diskussion ist, die hier geführt wird?

Eine Maut auf den Autobahnen wird (mit Sicherheit!) nicht pauschal erhoben werden. Warum auch? Ob ich nun 250 EUR KFZ-Steuer zahle oder mit Maut 200 EUR Steuer und dazu dann pauschal 50 EUR Maut ist, abgesehen von den zusätzlich zu schafenden Arbeitsplätzen für die Mauterhebung, wohl ziemlich juck.

Und ohnehin stehen die Mautbrücken für die LKW's sowieso schon. Ebenso, wie auch bereits JETZT jeder PKW erfasst, nur dann eben nicht zur Bezahlung herangezogen wird.

Als jemand, der leider relativ viel Erfahrung mit den Staus auf den Autobahnen hat, möchte ich hier nur ein Beispiel anführen:
Wenn ich bespw. von Esslingen (bei Stuttgart) zu einem morgendlichen Termin nach Freiburg muss, fahre ich mitnichten die A8 bis Karlsruhe und dann die A5 bis Freiburg, sondern über Land (Tübingen / Rottenburg) quer bis zur A81, dann ab Oberndorf "über die Dörfer" (Hornberg) nach Freiburg. (Die Nichtschwaben mögen mir verzeihen oder die Karte bemühen ;-) ). Ersparnis: 30 km Strecke, 30-45 min FAhrzeit und jede Menge Nerven.

Also meine Bitte an die Politik: Keine Maut, denn sonst sind Autobahnen UND die Landstraßen voll.

Anders wäre es, wenn die Maut richtig teuer wird: Dann steigen die Berufspendler, die parallel zur Bahnstrecke im Stau stehen, vielleicht endlich mal auf den ÖPNV um und machen die Strecke frei für die Leute, die die Autobahn als das nutzen müssen, was sie eigentlich sein sollte: Eine Fernverkehrsstrecke, auf der ich entfernte Ziele relativ schnell erreichen kann.

Denn (um denen, die mich auf den ÖPNV verweisen): Solange ich für die gleiche Strecke mit dem Bus / Zug / Bus insgesamt 3 Std. und 52 min. brauche und die Kosten höher sind als beim Auto, solange ist die Maut wirklich eine Alternative, die Autobahnen wieder frei zu bekommen.

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clint east wood 27.08.2011, 21:19
37. Aufstand gegen EU - Regeln ?? Gab's schon mal ...

Zitat von menschmeier
Jup. Das hatte uns so ein EU-Gericht zwar schonmal verboten, aber ich finde auch: Wir machen das jetzt mal. Und für jedes EU-Urteil, was uns das verbieten will, senken wir die Überweisungen nach Brüssel um 10% und fordern eine stärkere Beteiligung anderer Länder am Euro-"Rettungsschirm". Dann ist ganz schnell Ruhe im Karton.
Ich kann mich noch an eine andere Alpha-Frau in der EU erinnern - ebenfalls die Top-Lady ihres (Insel)staates. Die ist in Brüssel aufgelaufen und hat nur immer wieder (wie behauptet wird: lautstark) wiederholt: I want my money back.
Und sie hat's gekriegt, viele Milliarden blieben auf der Insel und andere mussten mehr zahlen....
Das wär doch mal ein Beispiel, dem Frau nach eifern könnte... aber mal ehrlich: Glaubt jemand, das Angela DAS schafft....

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aldr 27.08.2011, 21:27
38. So

Zitat von Bernd_1961
Maut 50€ / Jahr und die auf die KFZ-Steuer anrechnen. Das belastet die deutschen Autofahrer nicht und die ausländischen Nutzer bteiligen sich am Strassenbau-Marathon.
blöd darf man doch nicht sein? Oder doch? Alle Steuern werden bleiben. Und ZUSÄTZLICH kommt noch Maut dazu. Hoffentlich, überlegen die CDU/CSU es noch mal, bevor die bei der nächsten Wahl an der 5%-Hürde scheitern.

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ash26e 27.08.2011, 21:30
39. Stimmt teilweise

Zitat von Rockaxe
und falsches Lamentieren nutzt nichts. Steuern sind nun mal nicht zweckgebunden in Deutschland. Ergo "müssen" die Einnahmen aus KFZ-Steuer, Mineralölsteuer auch nicht zwangsläufig in den Straßenbau fließen.
Der Grundsatz, daß die Mineralölsteuer zweckgebunden ist ist dermaßen aufgeweicht, daß er nichht mehr erkennbar ist, steht aber immer noch als Grund für die einführung dieser Steuer im Gesetz.Also raus mit der Wut!
Prinzipiell haben Sie Recht. A B E R nicht in diesem Fall.
Gesetzestext nachlesen

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