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Unfälle durch Seitenwind: Achtung, Zwölf-Tonner fällt
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Auf der A45 hat starker Seitenwind einen LkW umgeworfen. Das ist kein Einzelfall. Vor allem leichtere Fahrzeuge sind anfällig für Wind. Aber es gibt Möglichkeiten, sie zu schützen.

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k70-ingo 03.03.2017, 19:55
30.

Zitat von roby111
bringt gar nix, da durch den die Fahrbahn auch nicht breiter wird und eine komplette Umfeldbeobachtung technisch noch unmöglich ist. (Es soll ja nicht nur Autobahnen geben, sondern auch Landstrassen mit Geh- oder Radweg nebendran etc). Helfen würde nur eine strengere Gesetzgebung verbunden mit einer wirksamen Kontrolle! Für ausländische LKWs plädiere ich (seit Langem) für eine Lotsenpflicht auf bundesdeutschem Gebiet: Am Grenzübergang steigt ein bundesdeutscher Lotse mit ins Fahrzeug und begleitet dieses auf der Fahrt quer durch die Republik oder zum Zielort innerhalb (eher selten..). Dieser sorgt dafür, das Tempolimits, Überholverbote und eben situationsangepasste Fahrweise wirklich eingehalten werden und auch dafür, das die Maut korrekt entrichtet wird und nicht hintergangen. Eine elektronische Kontrolle in Form eines GPS-Loggers sorgt dafür, das diese Lotsen sich nicht selbst noch ein "Taschengeld" durch wegschauen dazuverdienen. Neben extremen Einsparungen beim Mautsystem (keine technische Infrastruktur mehr notwendig ausser den GPS-loggern) wären auch hunderttausende deutscher Hartz4-Bezieher und sonstiger Langzeitarbeitsloser wieder untergebracht und da vier Augen mehr sehen als zwei würde sich die Unfallzahl mit LKW-Beteiligung insgesamt sicherlich verringern! Auch Attentate wie in Berlin würden erschwert...
Leider liegen Sie völlig falsch. Von jemandem, der als Polizist auf LKW-Verkehr spezialisiert ist, weiß ich, daß die stets so übel beleumundeten osteuropäischen Trucker nicht das Problem sind - sondern die deutschen.
Weil hier höhere Löhne zu zahlen sind, sparen die deutschen Speditionen an den Fahrern -über Mindestlohn zahlt kaum einer, deswegen kommt kein gut ausgebildetes Personal- und auch an der Technik.
80 bis 90% der von ihm wegen technischer Mängel zwangsstillgelegten LKW haben eine deutsche Zulassung.

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hbblum 03.03.2017, 23:09
31. Es geht wie immer....

...ums liebe Geld, 12 to Gliederzüge werden vor allem für den Transport leichter Güter (z.B. Dämm-Material) eingesetzt. Bei einem annähernd gleichen Ladevolumen wiegen diese LKW's etwa die Hälfte großer LKW's, haben etwa halb so viel PS und sind somit entsprechend kostengünstiger.

Wenn man also einfach die baulichen Möglichkeiten von 12 to LKW's ändert und somit das Ladevolumens begrenzt, würden Volumentransporte wieder mit "richtigen" LKW's durchgeführt werden und die sind dann eben nicht so Seitenwindempfindlich. Aber das kostet dann eben wieder mehr.

Ja, einen Tod muss man halt sterben....

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Blindleistungsträger 04.03.2017, 11:43
32. Interessanter Artikel

Ziemlich interessanter Artikel. Besonders interessant ist das, was fehlt. Ich bin Donnerstag Morgen auf der A45 in Richtung Frankfurt gefahren und bin in den von dem besagten LKW verursachten Stau geraten. Zuvor bin ich an etlichen Renn-LKW vorbeigefahren, die die üblichen ca. 95 km/h drauf hatten. Auch mein Wagen wurde durch die starken Böen unvorhersehbar hin- und hergeworfen. Ich habe das getan, was in dem Artikel überhaupt nicht erwähnt wird: Ich bin langsamer gefahren um mehr Kontrolle über den Kurs des Wagens zu behalten. Hier soll wohl mit aller Gewalt noch mehr, den Fahrer entmündigende Technik den Leuten aufgeschwatzt werden. Ein weiterer Schritt in Richtung totale Entmündigung, sprich: selbstfahrende Autos.

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Flari 04.03.2017, 13:16
33.

Zitat von Blindleistungsträger
Auch mein Wagen wurde durch die starken Böen unvorhersehbar hin- und hergeworfen. Ich habe das getan, was in dem Artikel überhaupt nicht erwähnt wird: Ich bin langsamer gefahren um mehr Kontrolle über den Kurs des Wagens zu behalten.
Der Artikel enthält falsche Darstellungen, die den Originaluntersuchungen 100%/180° entgegen stehen.
Nur ausgerechnet Ihr Vorwurf ist nun absolut unberechtigt:

Zitat aus dem Artikel:
"Am wichtigsten sei es, die eigene Geschwindigkeit bei starkem Wind massiv zu verringern - und den Lkw gegebenenfalls auch abzustellen."

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randhesse 06.03.2017, 00:03
34. Abplanen!

Die *absolut simpelste* Vorbeugemaßnahme wird natürlich wieder völlig Übersehen:
"Abplanen"!
Was man z. B. auf der Sauerlandlinie am häufigsten auf der Seite liegen sieht, sind die extrem leichten, aber "raumgreifenden" Transporter für Bau-Styropor, sonstige Isoliermaterialien, und dergleichen.
Die haben eine Windangriffsfläche wie zwei Einfamilienhäuser, und wiegen leer wenig mehr als zwei SUVs.
Würden die vor einer Leerfahrt *schlicht ihre Planen einrollen*, wäre deren Seitenwindempfindlichkeit schon um 95% reduziert!
Bedeutet aber Mehrarbeit, und vor allem auch Zeitaufwand für den Fahrer, und ist damit in Zeiten ohnehin schon "utopischer" Zeitvorgaben durch die Speditions-Disponenten "Illusorisch".
Das wird sich auch nicht ändern, es sei denn, die Versicherungen verweigern künftig die Zahlung bei Leerfahrtunfällen "mit Plane", oder der Gesetzgeber wird seiner Aufgabe gerecht, sich auch mit solchen "Kleinigkeiten" zu befassen, wo durchaus schon viele Menschen starben, weil ja "Zeit=Geld" ist.
"Selbstverantwortung" der Speditionen braucht man da, im Rattenrennen um den niedrigsten Frachtpreis, *ganz Sicher* nicht erwarten!

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