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Unfälle mit neuen Tretrollern: Polizei-Gewerkschaft wirbt für Helm beim E-Scooter-Fah
Bernd von Jutrczenka/dpa

Sie sind schnell, es gibt erste schwere Unfälle: Die Gewerkschaft der Polizei drängt deshalb darauf, dass die Fahrer von E-Scootern Helm tragen sollen. Wenn es freiwillig nicht klappt, eben per Helmpflicht.

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HansFröhlich 10.07.2019, 14:05
40.

Zitat von elizar
Ich hatte auch noch nie einen Unfall auf der Autobahn, bei dem ich den Gurt benötigt habe. Soll man die Gurtpflicht daher nun auch abschaffen?
Aus rein subjektiven und wissenschaftlichen Gründen: Ja.
Die Gurtpflicht schützt wie eine Helmpflicht in erster Linie die Versicherer.

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heissSPOrN 10.07.2019, 14:10
41.

Das schützt vielleicht die Fahrer, die sich dann noch sicherer fühlen und (zum Teil jedenfalls) dann auch dementsprechend riskanter fahren werden - aber wer schützt die Fussgänger?

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Flari 10.07.2019, 14:17
42. @Zensor: Warum werden alle meine Kommentare in dieser Rubrik zensiert?

Zitat von intercooler61
Da sprechen Sie 2 zusammenhängende, aber doch verschiedene Themen an: 1. Bei der Helmpflicht kommt es nicht nur aufs Tempo an, sondern auch auf typische Unfallmuster (bei Stehrollern: Sturz vornüber). Handlungsbedarf entsteht, falls sich das zu einer ernsten Belastung der Sozialversicherung auswächst. Das könnte bei den populären E-Rollern eher der Fall sein als beim bergab fahrenden Radsportler. 2. Hohes Tempo ist für andere Verkehrsteilnehmer dort ein Problem, wo sie nicht damit rechnen (v.a. innerorts). Hier wäre m.W. die Lücke in der StVO zu schließen, dass Limits wie z.B. Tempo 30 bislang nur für Kraftfahrzeuge gelten. Das würde die Regel sogar vereinfachen - sie gilt dann einheitlich für alle - und die Adressaten nicht über Gebühr einschränken.
Beschilderte Tempolimits (Streckenverbote) wie z.B. 30 km/h oder Schrittgeschwindigkeit, gelten für ALLE Fahrzeuge, also auch Fahrräder, soweit nicht ausdrücklich für bestimmte Fahrzeuge gekennzeichnet.

Innerstädtisch dürfte ein Radler (ohne Zusatzschilder) also auch über 50 km/h fahren, kommt es dabei aber zu einem Unfall, wird ihm in enschlägigen Urteilen regelmässig die Schuld oder zumindest Teilschuld zugesprochen.

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Flari 10.07.2019, 14:25
43.

Zitat von HansFröhlich
Aus rein subjektiven und wissenschaftlichen Gründen: Ja. Die Gurtpflicht schützt wie eine Helmpflicht in erster Linie die Versicherer.
Versicherungen passen ihre Beitragssätze i.d.R. jährlich den Schadenbilanzen an.
Wenn also Schäden durch Gurt, Helm, etc. vermieden oder gemindert werden, ändert das nichts an der langfristigen Gewinnentwicklung der Versicherer.
Das Wort "wissenschaftlich" dürfte bei Ihnen etwas sein, dessen Bedeutung Sie noch nicht verstanden haben.

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s.p.igel 10.07.2019, 14:33
44. Ob man einen Helm tragen will ...

...um sich selbst zuschützen, kann man selbst entscheiden. Ob man rücksichtslos von Autofahrern gefährdet wird oder deren Abgase einatmen muss, darüber kann man nicht selbst entscheiden - und davor möchte ich geschützt werden. Sache des Staates ist es nicht, Menschen vor sich selbst zu schützen, sondern vor einer Gefährdung durch andere.Und wer mit den gesundheitlichen Folgekosten argumentiert, der möge auch daffür plädieren, dass Autofahrer für die gesundheitlichen Folgekosten aufkommen, die sie durch Abgase an anderen verursachen - durch Autoabgase sterben mehr Menschen als durch Autounfälle.

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mikko11 10.07.2019, 14:41
45.

Zitat von gluonball
Über dreitausend Tote durch Autos und LKWs aber man macht sich einen Kopf....über die e-Scooter.
Es lohnt sich immer, etwas genauer hinschauen.

Verkehrstote 2018 (ca. 3300): 48 % Auto plus LKW, 21 % Kraftrad, 14 % Fußgänger, 13 % Fahrrad, 4 % andere (Bus, landwirtschaftliche Zugmaschinen, Diverse).

Die Gruppe der verletzlicheren Verkehrsteilnehmer (Kraftrad, Fahrrad, Fußgänger = 1600) macht also fast die Hälfte der Opferzahlen aus.

Der eine oder andere konventionelle Scooter findet sich heute schon unter "andere". Ich erwarte allerdings nicht, dass das mal eine eigene Rubrik wird, denn der hergeschriebene Hype könnte auch ganz schnell wieder Geschichte sein.

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reiwolf 10.07.2019, 15:00
46. im....

dritte weltland argentinien gibt es für e-scooter eine helmpflicht, in deutschland wo alles auf tausendprozentiger sicherheit alles getrimmt ist, nicht. ein riesen geschiss um das ganze und bei der sicherheit der nutzer wird geschlammt. viva alemania...

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DanielBerlin 10.07.2019, 15:41
47. Zitat:

"Wie schon beim Pedelec zu beobachten, sind die Benutzer völlig ungeübt mit dem neuen Gefährt und seinen fahrdynamischen Eigenschaften"
Aha und die haben auch eine Helmpflicht, so so, wusste ich gar nicht...

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cyborgpiratelaserninja 10.07.2019, 15:56
48.

Zitat von HansFröhlich
Aus rein subjektiven und wissenschaftlichen Gründen: Ja. Die Gurtpflicht schützt wie eine Helmpflicht in erster Linie die Versicherer.
Zur Gurtpflicht:
Also die subjektiven Gründe kann ich mir ja noch vorstellen. Bei den wissenschaftlichen brauche ich aber Nachhilfe. Wo gibt es da Informationen? Sie scheinen mehr zu wissen. Nur um sicher zu gehen: Mir "wissenschaftlich" meine ich Erkenntnisse die nach wissenschaftlichen Verfahren ermitteln wurden. Also mit Hypothese und Verifizierung. Bitte nix aus der Richtung: "Das weiß doch jeder."
Meine Verständnisprobleme kommen eventuell auch daher, dass ich in meinen Leben schon das ein oder andere Unfallopfer, bzw. das was davon übrig blieb, in der Umgebung von VUs gesucht bzw. anschließend geborgen habe. Die wurden nämlich aus ihren Fahrzeugen geschleudert. Teilweise bei Geschwindigkeiten, bei denen ein Unfall mit Sicherheitsgurt in einem modernen Fahrzeug gut zu überstehen gewesen wäre. Schnitte, Brüche und Prellungen würde ich jedenfalls sofort dem Flug über den Asphalt mit anschließendem Einschlag vorziehen.Wie verhält es sich bei Ihrern wissenschaftlichen Gründen eigentlich mit dem Gefahrenpotential von im Fahrzeug umherfliegenden Körpern (auch schon beim 30 kg Hund lebensgefährlich)?
Ich danke im Voraus für die Aufklärung.

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mikko11 10.07.2019, 16:41
49.

Zitat von s.p.igel
durch Autoabgase sterben mehr Menschen als durch Autounfälle.
Vermutlich können Sie diese These auch belegen.

Wieviele direkt nachgewiesene Todesfälle (Selbstmorde durch Abgase mal ausgenommen) haben wir in Deutschland verglichen mit den etwa 3300 Verkehrstoten?

Eine Quellenangabe wäre hilfreich.

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