Forum: Auto
Unfälle mit Pedelecs: Wie gefährlich sind Elektrofahrräder?
DPA

59 Menschen sind 2014 mit einem Pedelec tödlich verunglückt, die Zahl der Unfälle ist sprunghaft gestiegen. Liegt das nur an den stark gewachsenen Verkaufszahlen der Elektroräder? Experten sind sich über das Risiko uneinig. Ein Überblick.

Seite 10 von 23
quidquidagis1 28.04.2015, 17:19
90. Ja..

Zitat von benmartin70
D.h. man lässt das Pedelec beim Händler stehen und fährt besser Auto......?
..,wenn man die Füherscheinprüfung bestanden hat.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wombie 28.04.2015, 17:20
91.

Zitat von Brillenschlumpf
In Anbetracht von über 1000 Schwerstverletzten (d.h. lebenslange Nachfolgen, für die ich mit meiner Versicherung zahlen muss) und über 100 Toten (inkl. der genannten Dunkelziffer) fordere ich ein Tempolimit für Pedelecs und Fahrräder von max. 12 km/h. Das ist ein ausreichendes Reisetempo innerhalb von städtischen Gebieten. Leider meinen ja einige Radler, sie müssten mit fast 20km/h rasen. Das kommt ja fast an die Autos ran.
Wirklich empörend, in der Stadt ist die Durchschnittsgeschwindigkeit von Autos häufig sogar weniger als 20 km/h, da sie sich aufgrund der schieren Anzahl selbst behindern. Die KFZ Versicherung des Kraftfahrers zahlt nur für die lebenslange Behandlung von Unfallfolgen, wenn der KFZ Versicherungsnehmer den Unfall verschuldet hat. Also sollte Tempo 30 in Städten eingeführt werden und lediglich auf Ausfallstrassen das Limit auf 50 km/h angehoben werden. Um es vorweg zu nehmen, ich fahre sowohl viel Auto als auch Fahrrad.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hilfskraft 28.04.2015, 17:21
92. Fahrräder?

das sind für mich Kleinkrafträder, wie Mofa oder Solex.
Ob mit Strom oder Benzin betrieben, ist doch egal.
Sie sollten also auch so verkehrstechnisch eingestuft werden.
Dürfen die auf Radwege?

Alles, was man nicht kann, sollte man lernen.
Wenn die Leute sich überschätzen und Schaden nehmen, tut er mir leid, ist aber nicht zu ändern.

Anscheinend brauchen wir auch wieder dafür schärfere Gesetze.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doppelpunkt 28.04.2015, 17:24
93. Sehr richtig!

Zitat von Brillenschlumpf
In Anbetracht von über 1000 Schwerstverletzten (d.h. lebenslange Nachfolgen, für die ich mit meiner Versicherung zahlen muss) und über 100 Toten (inkl. der genannten Dunkelziffer) fordere ich ein Tempolimit für Pedelecs und Fahrräder von max. 12 km/h. Das ist ein ausreichendes Reisetempo innerhalb von städtischen Gebieten. Leider meinen ja einige Radler, sie müssten mit fast 20km/h rasen. Das kommt ja fast an die Autos ran.
Hallo Brillenschlumpf!
Ein wirklich guter Vorschlag - der allerdings nicht bei weitem ausreicht. Denn er verschenkt viel Sicherheitspotenzial. Sinnvoller ist vielmehr ein Tempolimit von 5 km/h. Das entspricht einem gesunden Fußgängertempo. Und damit die Leute nicht massenweise umkippen, werden Stützräder bindend vorgeschrieben, okay? 12 km/h wäre dagegen tatsächlich ein ausreichendes Reisetempo in städtischen Gebieten - für Autos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rs-quant 28.04.2015, 17:29
94. Fahrtraining

Zitat von groovie
Meine Beobachtung ist, dass diese Pedelecs häufig von älteren Menschen genutzt werden. Diese haben nicht selten eine geringe Fahrpraxis und so würde es mich nicht wundern, wenn dieser Nutzerkreis zu den Problemfällen gehört.
Dem stimme ich also Normal Auto/Radfahrer zu. Dazu kommt, dass speziell dieser Personenkreis auch bei 25 km/h eine Körperhaltung wie auf einem Hollandrad kurz vor dem Umfallen hat. Schlaglöcher und sicheres Bremsen wird da zur echten Herausforderung.

Anders ausgedrückt: Ich sehe viel zu oft Pedelec-Fahrer, die ihrer Geschwindigkeit offensichtlich nicht gewachsen sind. Hier könnte die Industrie (oder auch einzelne Fahrradläden) über Kundenschulungen nachdenken. Die Kunden haben das Geld und freuen sich sicher über eine fundierte Einführung. (Warum nicht 2h Fahrtraining gleich mitverkaufen? Das ist Service, den Aldi nicht bieten kann) In meinen Augen ist das aber eher eine Marktlücke als ein Handlungsfeld für die Politik.

Die Überschrift "Ältere Menschen auf Pedelecs sind ein Problem" ist jedoch etwas gewagt ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dertorsten 28.04.2015, 17:29
95.

Zitat von mimamausebär
Vielleicht kaufen sich ein relativ teures E-Rad auch gerade die Vielradler, für die es das einzige Verkehrsmittel ist. Die sind im Gegensatz zu hauptsächlichen Auto- und gelegentlichen Radfahrern nicht gewohnt, Verkehrsregeln zu beachten. Ich kann praktisch jeden Morgen Studenten (die oft ausschließlich Rad fahren) an einer Rechts-vor-Links-Kreuzung als Vorfahrtsberechtigter zum Anhalten zwingen (sofern es nicht zu gefährlich ist) und sehe, dass gut die Hälfte gar nicht spontan anhalten kann sondern eher kontrolliert vom Rad fällt. Was erstaunlich ist, wenn ich daran denke, wie oft ich als Autofahrer im Stadtverkehr regelbedingt halten muss.
Ich kann Ihnen versichern, dass Vielradler sich in der Regel besser an die Verkehrsregeln halten, als viele andere Verkehrsteilnehmer.

Das fängt bei Autofahrern an, die erstmal eine Vollbremsung machen müssen, weil der Radfahrer vor Ihnen sein Fahrrad an der Haltelinie der Stoppschildes zum stehen bringt. Das macht er deshalb, damit er etwaige querende Radfahrer die per Blauschild auf den in beide Fahrtrichtungen benutzungspflichtigen "Radweg" gezwungen sind, nicht ummäht.

Vielradler parken keine Radwege zu, wie viele Autofahrer das mit ihrem Stehzeug machen.

Ich sehe fast jeden Tag Autofahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Rotlichtverstösse sind an der Tagesordnung, Parkverstösse s.o.

Regelmässig werde ich mit viel zu geringem Sicherheitsabstand überholt. Das lohnt sich für die Täter oft exakt bis zur nächsten Ampel. Dort kann man das Fahrverhalten dann nett besprechen.

Es gibt mit Sicherheit viele Fehler die von Radlern begangen werden - in Sonderfällen wie Fahrradkurier etc.. auch verstärkt. Aber der meiste Unsinn wird auf Radfahrerseite von Gelegenheitsradlern gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter_e._kurtz 28.04.2015, 17:36
96. alles relativ

Zitat von ditor
Wobei die Sonntagsfahrer nicht rasen Die Pedelecs ermöglichen zwar lockeres Fahren bis 25km/h, die Freizeitradler gesetzteren Alters fahren allerdings trotzdem meist deutlich langsamer. Man hat eher den Eindruck dass diese vor sich hin träumen, weniger dass sie rasen.
Ich würde generell dem Kollegen brehn, #9 beipflichten wollen. Dessen Kommentar schließt letztendlich auch die von Ihnen beschriebene Klientel ein.
Es geht tatsächlich nicht um das Alter, sondern um Routine im Umgang mit dem Rad und dem Verhaltem im Straßenverkehr.
Auch meine Eindrücke aus Sommer & Schönwettertouren ist jener, daß sich Pedelec-Fahrer nicht immer empathisch vorraussehbar verhalten, eher den Eindruck totaler Fahranfänger vermitteln.
Und für einen blutigen Anfänger - oder auch nur jemanden in jungen Jahren, der/die sich nur einmal im Jahr aufs Rad setzt und auch sonst nicht viel Spocht treibt, sind 25 km/h schon ganz schön schnell, selbst 20 km/h schaffen die wenigsten dauerhaft. Da werden dann Gefahren, die vorher gar nicht als solche wahrgenommen wurden, tatsächlich gefährlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grossmutter 28.04.2015, 17:36
97. Ursachenforschung, Teil 2

Zitat von torben40
Ich denke, dass es auch an den höheren Kurvengeschwindigkeiten liegen könnte und die ungeübten Fahrer schlicht und einfach die Kontrolle über das Rad verlieren? Ohne genaue Unfallursachenangaben ist das aber reine Spekulation.
Wie geschrieben, steigt (ganz egal mit welchem Verkehrsmittel...) die Quote der Senioren unter den betroffenen Unfallopfern von leichtverletzt -> schwerverletzt -> tot steil an. Ich glaube, dass insbesondere wegen des Umstandes, dass sich dies auch und gerade beim Fußverkehr so verhält, die Hypothese mit der (Kurven-)Geschwindigkeit endgültig vom Tisch ist. ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
archback 28.04.2015, 17:39
98. Bald vorbei

Ob Pedelec, Rennrad, Hollandrad oder Mount-Bike, alle Probleme mit diesen Fahrrädern gehören in baldiger Zukunft der Vergangenheit an. In der Machokultur unserer künftigen Bevölkerungsmehrheit ist deren Nutzung absolut uncool. Und die Frauen müssen sowieso zuhause bleiben.
Dann werden wir hier die Probleme mit dem Dreier-BMW diskutieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rs-quant 28.04.2015, 17:41
99. Mountainbiker

Zitat von dertorsten
Es gibt mit Sicherheit viele Fehler die von Radlern begangen werden - in Sonderfällen wie Fahrradkurier etc.. auch verstärkt. Aber der meiste Unsinn wird auf Radfahrerseite von Gelegenheitsradlern gemacht.
Da stehen bei mir die Hardcore-Mountainbiker ganz oben auf der Liste. Da werden zigtausend km im Gelände heruntergespult aber Null Gespür für den Straßenverkehr. Da ist mir (egal ob ich mit dem Auto oder dem Rad unterwegs bin) jede Oma auf ihrem Cityrad und jeder Rennradlerpulk lieber als diese "Gelegenheitsstraßennutzer mit antrainierter hoher Risikobreitschaft"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 23