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Unfälle mit Pedelecs: Wie gefährlich sind Elektrofahrräder?
DPA

59 Menschen sind 2014 mit einem Pedelec tödlich verunglückt, die Zahl der Unfälle ist sprunghaft gestiegen. Liegt das nur an den stark gewachsenen Verkaufszahlen der Elektroräder? Experten sind sich über das Risiko uneinig. Ein Überblick.

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pfzt 28.04.2015, 17:41
100.

Zitat von stahlhirn
Ergo baldigst Helmpflicht, Schutzkleidungspflicht, TÜV-Pflicht, Versicherungspflicht, Führerscheinpflicht, Steuerpflicht usw. usf.
Grausam. Wenn das alles kommt kann man wirklich nur noch zu Fuß gehen oder gleich ganz zuhause bleiben :(

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cyoulater 28.04.2015, 17:44
101. @dertorsten

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich habe einen täglichen Berufsweg von je ca. 10 km per Rad, und die Vielfahrer, die ich da regelmäßig treffe, gehören zu der Fraktion mit gut sichtbarer Kleidung, in der Regel Helm (auch wenn dessen tatsächlicher Nutzen ja ein weites Feld ist), ordentlicher Beleuchtung und Respekt vor den Verkehrsregeln (auch vor den sinnfreien, mit denen wir Radler uns leider herumschlagen müssen). Wer viel fährt, merkt irgend wann, dass er sich mit zivilisiertem Fahrverhalten selbst schützt.

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doppelpunkt 28.04.2015, 17:45
102. Stimmt nicht

Zitat von stelzenlaeufer
Man sollte den Radfahrern einfach mal über den Geldbeutel bei bringen dass auch sie sich an die StVO zu halten haben und die Abschaffung derselbigen für diese Verkehrsgruppe wieder rückgängig machen. Mittlerweile ist es so dass Radfahrer auf der Straße tun und lassen können was sie wollen. An 90% der Unfälle ist allein der Radfahrer schuld! Drastische Strafen für Verstöße dann sinken auch die Unfallzahlen.
An 90 Prozent der Unfälle sind die Radfahrer schuld? Das ist aber eine interessante Statistik, die Sie da zitieren. Stimmt aber nicht. Rund die Hälfte der polizeilich erfassten Unfälle mit Radfahrerbeteiligung wird seit Jahren von Autos verursacht. Und wenn ich als Radfahrer auf der Straße versuchen würde, zu tun, was ich will, folgte die "drakonische Strafe" auf den Fuß: Ich würde nämlich ganz schnell über den Haufen gefahren werden.
Vielleicht ist Ihnen ja auch nicht bekannt, dass eine Hauptursache aller Autounfälle die sogenannte "nicht angepasste Geschwindigkeit" ist. Aber wenn mal geblitzt wird und Knöllchen verteilt werden, ist das Geschrei "Abzocke! Abzocke!" gleich wieder groß.
Jaja, gehört nicht zu diesem Thema. Aber wenn jemand "drakonische Strafen" fordert, kriege ich die Pimpinellen.

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rumpelstilzchen1980 28.04.2015, 17:47
103.

Reden wir doch mal über die Unfallursache. Und die Verusacher. Dann dürfte klar werden das die meisten Toten durch Auto- oder LkWfahrer umgefahren wurden.

Wenn der Verusacher nur selten auf dem Rad zu finden ist, dann sollte ich die andere Seite schulen...

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rjb26 28.04.2015, 17:47
104. ich fahre mit helm

seit die irren mit den ebikes unterwegs sind. die sind die groesste gefahr. ca. 70 und gerade mit der entsprechrnden haltung von der s klasse auf das ebike und dann......"..hier komme ich"

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walter_e._kurtz 28.04.2015, 17:51
105.

Zitat von Boomerang
... Ich wüsste gerne, ob die Statistik stimmt. Was auf keinen Fall stimmen kann, ist die Erklärung. Der Unterschied zum Fahrrad liegt doch darin, dass ich mit pedelec bergauf mit 20-25 statt 5-10 km/h unterwegs sein kann. In der Ebene und bergab ist das Tempo dagegen gleich, bergab im Alltag bis ca. 60 km/h. Die höhere Geschwindigkeit kann bei normalen pedelecs und normalen Radfahrern also sicher kein Grund für ein 4x höheres Mortalitätsrisiko sein!
Klassischer Fall von Fehleischätzung;
Der klassische Radfahrer, der Sonntagsausflügler sowieso, schafft in der Ebene keine 20 km/h dauerhaft - eher 15 scheinen hier realistisch.
Im Vergleich zu den 25 dauerhaft fahrbaren km/h der Pedelecs bedeutet die eine beinahe halbierte Zeit, um Gefahrensituationen festzustellen, einzuordnen und evtl. geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. (BTW; dies gilt auf für potenzielle Unfallgegner ;-))
Für einen Ungeübten ein enormer Unterschied...

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GerhardFeder 28.04.2015, 17:52
106. Trick

Pedelecs sind einfach ein Gesetze umgehender Trick. Ohne die angebliche Unterstützung durch treten müssten sie wie ein MOFA andere (für derartige Fahrzeuge wichtige) Regeln einhalten.
Jeder würde dann auch merken, dass die Unterstützung i.d.R. fast 1000 Eur teurer ist als das MOFA, dafür wäre man damit versicherungstechnisch abgesichert und müsste auch einen Helm tragen.
Dass Tricksereien eben auch unfallträchtig sind, ist doch klar.

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dertorsten 28.04.2015, 17:52
107.

Zitat von Brillenschlumpf
In Anbetracht von über 1000 Schwerstverletzten (d.h. lebenslange Nachfolgen, für die ich mit meiner Versicherung zahlen muss) und über 100 Toten (inkl. der genannten Dunkelziffer) fordere ich ein Tempolimit für Pedelecs und Fahrräder von max. 12 km/h. Das ist ein ausreichendes Reisetempo innerhalb von städtischen Gebieten. Leider meinen ja einige Radler, sie müssten mit fast 20km/h rasen. Das kommt ja fast an die Autos ran.
Stimmt. Unsere Familienekutsche hat im Bordcomputer 29km/h stehen - die fährt aber jeden Tag so 3-4 km mit ca. 70km/h. Auf meinem Fahrrad stehen 19km/h im Durchschnitt - da sind aber auch die Fahrten mit meiner Tochter zum Kindergarten usw... bei.

Ihre Schlußfolgerung mit dem Tempolimit würde ich anders ziehen. Innerorts 30km/h für alle Fahrzeuge, ausgenommen Schnellstrassen. Dann sind die Radler mit 20km/h nicht so weit weg von den Autofahrern mit 30km/h und können locker im Verkehr mitschwimmen. Den ganzen Radwegunsinn brauchen wir dann auch nicht mehr - denn die Motivation dahinter war ja nie, dass es auf dem Radweg sicherer ist, sondern der Radler soll nicht den fließenden Verkehr behindern.


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http://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage

„Zeigen wir [zur kommenden Olympiade 1936] dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“

– Aus einer Presseerklärung des Reichsverkehrsministeriums zur Einführung der allgemeinen Radwegebenutzungspflicht in der RStVO vom 1. Okt. 1934)[4]
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heinrich-wilhelm 28.04.2015, 17:52
108. Suplesse

Ich frag mich schon als langjähriger, inzwischen imPedelec Alter befindlicher Rennradfahrer, woher sie ihre Beurteilungssicherheit finden, die älteren elektrifizierten Radler als derart reaktionsunfähig und ungeeignet zum unterstützten Radeln zu qualifizieren. Schonmal gehört, dass zum Älteren auch Begriffe wie Besonnenheit, Vorsicht und Rücksichtnahme gehören. Klar, dass Rennradfahrer wie sie offenbar Radwege links, Pardon, rechts liegen lassen und die Straße für Ihre sportlichen Ambitionen in Anspruch nehmen. Trotzdem glaube auch ich, dass einige Pedelecfahrer/ innen mit ihrem Gerät überfordert sind, egal wo sie fahren.

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dertorsten 28.04.2015, 17:55
109.

Zitat von sackhuepfen
Das einzig wirklich erschreckende an dieser Statistik ist, dass deutlich zunehmend viele Menschen offensichtlich zu faul zum Treten sind.
Deckt sich nicht dem was man auf der Strasse sieht. Das sind im wesentlichen Menschen, die durch die Pedelecs überhaupt wieder an Bewegung an der frischen Luft herangeführt werden. Von daher ein 100%iger Gewinn.

Problem ist halt, dass viele dieser Leute ungeübt sind und als Gehwegradler sozialisiert wurden.

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