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Unfall auf Bergstraße: Tesla bestätigt weiteren Crash mit "Autopilot"-System
Tesla

Erneut ist in den USA ein Fahrer eines Tesla verunglückt, während bei dem Wagen die Selbstlenk-Funktion aktiviert war. Nach Angaben des Autoherstellers ignorierte der Mann dabei mehrere Warnhinweise.

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sickandinsane 13.07.2016, 19:03
1. Äußerst fragwürdig

Rein instinktiv würde ich doch immer die Hände am Lenkrad lassen. Abgesehen davon dass ich so einen stark agierenden Autopiloten nur auf der Autobahn für nützlich halte. Weil Hand aufs Herz, jeder fährt lieber selber als von einem Computer gesteuert zu werden. Auf der Autobahn von mir aus, überall anders meinerseits ein klares Nein.

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brotherandrew 13.07.2016, 19:29
2. Das ...

... Problem ist, daß diese Fahrer nicht einsehen wollen, daß der "Autopilot" nicht wirklich ein solcher ist bzw. an seine Grenzen stößt und weiterhin der ständigen Kontrolle durch den Menschen bedarf.

Würde Musk das Produkt aber nicht "Autopilot" nennen, sondern z.B. "drive assistance", dann wäre auch sprachlich klar, daß es sich nicht um ein vollautonomes System handelt.

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kerckhofs 13.07.2016, 19:36
3.

Schön und gut, aber warum steuert der Autopilot denn nicht auf den Standstreifen o.ä. wenn der Fahrer diesen Aufforderungen nicht nachkommt? und auf dem Riesenbildschirm sollten sich diese Aufforderungen nun auch non-verbal eindeutig darstellen lassen, egal ob der Fahrer Englisch, Mandarin oder Sächsisch spricht...

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patrick6 13.07.2016, 19:37
4. Anwenderfehler

Das ganze erinnert stark an Computerbenutzer, die immer davon reden, dass 'ER' irgendwas gemacht hat. Die auch nicht begreifen, dass eine Maschine immer noch nur das macht, wofür sie programmiert wurde.
In solchen Fällen hilft evtl. eine Schulung, die Grenzen des Erwartbaren aufzeigen.
Dass man in einem Tesla auf geraden Strecken mal kurz die Hand vom Lenkrad nehmen kann, um sich irgendwo zu kratzen, scheint mir sinnvoll zu sein. Aber ganz offenbar begreifen die 'Anwender' nicht, dass so ein System seine Grenzen hat. Was mag der mensch in dem mit dem LW verunfallten Auto gerade getan haben?

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PaulMeister 13.07.2016, 19:39
5. verführerische Gefahr?

Nicht nur, dass es mir persönlich keinen Spass machen würde von meinem Auto langweilig rumgekutscht zu werden, so sehe ich die größte Gefahr vor allem darin, dass dieser vermeintliche Autopilot gerade zu dazu verführt, dass die Aufmerksamkeit zwangsläufig nachlassen muss, wenn das Auto in den meisten Fällen autonom und korrekt fährt.

Dann noch konzentriert für die kritischen Momente zu bleiben und diese korrekt zu beurteilen ist wesentlich schwerer, als wenn man aktiv fährt und aktiv das "Zustandekommen einer Gefahrensituation" mit voller Aufmerksamkeit miterlebt.

Insofern trägt das System, was meines Erachtens in diesem Entwicklungsstadium niemals "Autopilot" heißen dürfte und doch so bewußt genannt wurde, sogar noch zur Unfallgefahr bei.

Schlimmer noch. Es ist nur eine Frage der Zeit (ich wünsche es natürlich nicht), dass die ersten Fussgänger oder Fahrradfahrer über den Haufen gefahren werden, weil dass System sie für zu hoch hängendes Schild (oder was dann eben für eine Börsenorientierte Ausrede von Herrn Musk präsentiert wird) gehalten und der begeisterte Tesla Fahrer sich zu sehr auf die Technik verlassen hat. Dann bekommen die Unfälle noch einmal eine ganz andere Qualität, wenn plötzlich völlig unbeteiligte Menschen im schlimmsten Fall von außer Kontrolle geradenen Maschinen getötet werden.

Solange die autonome Technik in einem so frühen Entwicklungsstadium ist (Zitat: "Sogar ein Zulieferer von Tesla kritisierte das "Autopilot"-System als nicht ausgereift... Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tesla-chef-elon-musk-verteidigt-den-autopilot-a-1102503.html", hat Sie in freier Wildbahn nichts zu suchen.

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LurchiD 13.07.2016, 19:55
6.

Zitat von PaulMeister
Schlimmer noch. Es ist nur eine Frage der Zeit (ich wünsche es natürlich nicht), daß die ersten Fußgänger oder Fahrradfahrer über den Haufen gefahren werden, [..]
Die Autohersteller hierzulande gehen schon auf Nummer sicher.

Bei Straßen, die in der Navigations-Datenbank als Straßen mit schwächeren Verkehrsteilnehmern (Fachausdruck: VRU, "Vulnerable Road Users") oder mit Gegenverkehr (Fachausdruck: OT, "Opposing Traffic") eingetragen sind, wird es auch in Zukunft so etwas wie "autonomes Fahren" nicht einmal in Ansätzen geben.

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PaulMeister 13.07.2016, 20:13
7. Weiß das aber auch der Tesla?

Zitat von LurchiD
Die Autohersteller hierzulande gehen schon auf Nummer sicher. Bei Straßen, die in der Navigations-Datenbank als Straßen mit schwächeren Verkehrsteilnehmern (Fachausdruck: VRU, "Vulnerable Road Users") oder mit Gegenverkehr (Fachausdruck: OT, "Opposing Traffic") eingetragen sind, wird es auch in Zukunft so etwas wie "autonomes Fahren" nicht einmal in Ansätzen geben.
Der ja auch weiterhin auf deutschen Straßen fahren darf.

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Robeuten_II 13.07.2016, 20:22
8.

Zitat von patrick6
Das ganze erinnert stark an Computerbenutzer, die immer davon reden, dass 'ER' irgendwas gemacht hat. Die auch nicht begreifen, dass eine Maschine immer noch nur das macht, wofür sie programmiert wurde. In solchen Fällen hilft evtl. eine Schulung, die Grenzen des Erwartbaren aufzeigen. Dass man in einem Tesla auf geraden Strecken mal kurz die Hand vom Lenkrad nehmen kann, um sich irgendwo zu kratzen, scheint mir sinnvoll zu sein. Aber ganz offenbar begreifen die 'Anwender' nicht, dass so ein System seine Grenzen hat. Was mag der mensch in dem mit dem LW verunfallten Auto gerade getan haben?
NEIN, eben weil - insbesondere eingedenk des dreisten marketing als "autopilot" Anwenderfehler vorprogrammiert sind, sollte doch so ein System so "schlau" sein, daß es eine Überforderungssituation erkennt (z.B. fehlende Erkennung von Fahrbahngrenzen), und schlicht den Wagen sanft in den Stand runterbremsen. Nix "Anwenderfehler", sondern dreist-dummes Marketing, welches hoffentlich für ein Gerichtsverfahren gegen TESLA sorgt!

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Referendumm 13.07.2016, 20:28
9.

Zitat von LurchiD
Die Autohersteller hierzulande gehen schon auf Nummer sicher. Bei Straßen, die in der Navigations-Datenbank als Straßen mit schwächeren Verkehrsteilnehmern (Fachausdruck: VRU, "Vulnerable Road Users") oder mit Gegenverkehr (Fachausdruck: OT, "Opposing Traffic") eingetragen sind, wird es auch in Zukunft so etwas wie "autonomes Fahren" nicht einmal in Ansätzen geben.
Nur interessiert das diesen marketinggeilen Tesla-Gründer Elon Musk nicht im Geringsten.

Dieses "Autopilot"-System von Tesla ist doch nur der reinste Murks. Billigst zusammengeschustert, um die Tesla-Jünger zu beeindrucken.

Das KBA sollte zum. in Deutschland diesen "Spaß" konplett verbieten. Mit dem Leben von anderen Menschen sollen die in den USA gerne weiterhin spielen.

Und wenn wir schon mal bei Assistenzsystemen sind: Wieso wird in Deutschland / in der EU nicht endlich mal die Notbremsassistenten für ALLE Lkw verbindlich vorgeschrieben?

Da täte man wirklich zig Leben mit retten, wie z.B. das Leben der Familie, die heute auf der BAB A7 in Hessen starb (Lkw raste mal wieder auf ein Stauende); dito die Familien auf der BAB A6 südlich von Nürnberg, bei der dortigen Dauerbaustelle (Lkw raste mal wieder auf ein Stauende); erst ein paar Wochen her.

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