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Unfall auf Bergstraße: Tesla bestätigt weiteren Crash mit "Autopilot"-System
Tesla

Erneut ist in den USA ein Fahrer eines Tesla verunglückt, während bei dem Wagen die Selbstlenk-Funktion aktiviert war. Nach Angaben des Autoherstellers ignorierte der Mann dabei mehrere Warnhinweise.

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Landkaertchen 13.07.2016, 20:39
10.

Einerseits sind Musks Unternehmungen hochinnovativ. Aber natürlich auch immer Risikokapitalsenken. Musk sein Geld reicht bei den Investitionen über längere Zeiträume auch nur begrenzt. Er ist, wie jeder Andere auch, gezwungen, "auf den Markt zu kommen". Da Musk kein klassischer Autohersteller im Markt ist, kann er nur durch Innovation hinein kommen. Oder er muss aufgeben. - Vermutlich ist es die amerikanische Mentalität, die hier zu Unfällen führt. Schlechte Bildung in der Masse ist vermutlich ein Grund: Dem Kunden muss beim Autokauf erklärt werden, wie das Auto funktioniert. Nur: Wer verkauft dort Autos? Die Leute haben gewiss keine Basics in dieser Richtung drauf. Die wären nähmlich viel zu teuer. Und der Autofahrer? Ich hab nach meinen Autokäufen auch nur dann ins Handbuch gesehen, wenn etwas klemmt. Wer will das amerikanischen Fahrern vorwerfen?

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kojak2010 13.07.2016, 20:42
11.

Zitat von Referendumm
Da täte man wirklich zig Leben mit retten, wie z.B. das Leben der Familie, die heute auf der BAB A7 in Hessen starb (Lkw raste mal wieder auf ein Stauende); dito die Familien auf der BAB A6 südlich von Nürnberg, bei der dortigen Dauerbaustelle (Lkw raste mal wieder auf ein Stauende); erst ein paar Wochen her.
Auffahrunfälle sind wirklich das allerletzte, was Ihnen mit einem Autopilot passieren könnte.

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Dino822 13.07.2016, 21:04
12.

Also ich finde es immer wieder "interessant" mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen sicherheitskritische Aufgaben an Maschinen abgeben, ohne überhaupt zu klären, ob diese Maschinen dafür geeignet sind.
Und ähnlich "interessant" finde ich es, dass ein solches Verhalten von der Mehrheit der Kommentatoren scheinbar auch noch akzeptiert wird.
Sch***egal wie das Ding heißt, bevor ich meine Gesundheit in die Hände einer Maschine lege, prüfe ich doch fünfmal, was das Ding kann und was nicht.
Und jeder der das nicht tut, ist für mich vielleicht ein Kandidat für den Darwin-Award, aber sicherlich kein Opfer der Marketingabteilung von Tesla.

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charliep2 13.07.2016, 21:05
13. Wie lautet

Zitat von kojak2010
Auffahrunfälle sind wirklich das allerletzte, was Ihnen mit einem Autopilot passieren könnte.
denn dann die korrekte von Teslasprech-Bezeichnung für das da?

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alex2k 13.07.2016, 21:16
14. Ich verstehe einfach nicht,

wieso das System den Fahrer einfach warnt. Das System sollte einfach, falls es sich nicht zu 100% sicher ist über die Verkehrslage und nach 5 sek. einfach auf die Bremse tritt? Es ist besser zu bremsen, als dem Fahrer minutenlang irgendwelche Alarmzeichen zu geben und ihn bitten das Steuer zu übernehmen.

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mikaiser 13.07.2016, 21:24
15. Autopilot

Zitat von PaulMeister
Nicht nur, dass es mir persönlich keinen Spass machen würde von meinem Auto langweilig rumgekutscht zu werden, so sehe ich die größte Gefahr vor allem darin, dass dieser vermeintliche Autopilot gerade zu dazu verführt, dass die Aufmerksamkeit zwangsläufig nachlassen muss, wenn das Auto in den meisten Fällen autonom und korrekt fährt. Dann noch konzentriert für die kritischen Momente zu bleiben und diese korrekt zu beurteilen ist wesentlich schwerer, als wenn man aktiv fährt und aktiv das "Zustandekommen einer Gefahrensituation" mit voller Aufmerksamkeit miterlebt. Insofern trägt das System, was meines Erachtens in diesem Entwicklungsstadium niemals "Autopilot" heißen dürfte und doch so bewußt genannt wurde, sogar noch zur Unfallgefahr bei. ...
Ich sehe das genauso. diese sogenennten Autopiloten verführen dazu, die Aufmerksamkeit vom Geschehen zu wenden. Wer kann schon stundenlang voll konzentriert und einsatzbereit zuschauen?
Das Bewusstsein, jeden gefahrenen Meter persönlich steuern zu müssen, hält gute Autofahrer auch auf langen Strecken einigermaßen fit.

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Califorum 13.07.2016, 21:27
16. Seltsam, ...

.. die meisten hier schimpfen über den Autopiloten, weil er in einigen Fällen Unfälle verursacht hat.

Für ein faires Urteil müsste man aber wissen, wie viele Unfälle durch menschliche Fehler er im Gegenzug verhindert hat. Darüber wird natürlich nicht berichtet.

Mein Verdacht lautet, das die zweite Zahl viel höher ist. Wir hätten es dann mit einer typischen, durch die Medien erzeugten Wahrnehmungsverzerrung zu tun.

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LurchiD 13.07.2016, 21:48
17.

Zitat von alex2k
wieso das System den Fahrer einfach warnt. Das System sollte einfach, falls es sich nicht zu 100% sicher ist über die Verkehrslage und nach 5 sek. einfach auf die Bremse tritt? Es ist besser zu bremsen, als dem Fahrer minutenlang irgendwelche Alarmzeichen zu geben und ihn bitten das Steuer zu übernehmen.
Es gibt kein System - der Hype um das "autonome Fahren" ist ein reiner Marketinggag.

So schaut zum Beispiel ein Spurhalteassistent für den VW Touareg aus:

http://www.happyparts.de/Autoelektri...et::21516.html

Und die anderen "Assistenten" sind auch nicht besser. Kleine Steuergeräte, untereinander durch den CAN-Bus verbunden, über den sie Nachrichten mit 8-Byte-Payload verschicken können.

Da ist das menschliche Gehirn mit seinen Synapsen doch noch ein wenig leistungsfähiger.

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Stefan_G 13.07.2016, 22:26
18. zu #6

Zitat von LurchiD
Die Autohersteller hierzulande gehen schon auf Nummer sicher. Bei Straßen, die in der Navigations-Datenbank als Straßen mit schwächeren Verkehrsteilnehmern (Fachausdruck: VRU, "Vulnerable Road Users") oder mit Gegenverkehr (Fachausdruck: OT, "Opposing Traffic") eingetragen sind, wird es auch in Zukunft so etwas wie "autonomes Fahren" nicht einmal in Ansätzen geben.
Das wäre somit ein reiner Autobahnassistent.
Das wäre weit weniger als sich die Hersteller und 90% der möglichen Kunden für die Zukunft des autonomen Fahrens vorstellen.

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brotherandrew 13.07.2016, 22:27
19. Das ist ...

Zitat von LurchiD
Es gibt kein System - der Hype um das "autonome Fahren" ist ein reiner Marketinggag.
... sicher so nicht richtig. Schon gar nicht aufgrund einer privaten Produktbeschreibung in einem Verkaufsportal.

Hier werden z.B. etwa ab Minute 2:28 die Komponenten des Systems bei Mercedes Benz erwähnt wie z.B. 8 Radarsysteme usw. usf.:

https://www.youtube.com/watch?v=SUOC8tE4bdM

Auch hier sehen Sie, daß es sich nicht nur um simple elektronische Helferlein handelt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Autonomes_Fahren#Technische_Entwicklung

Das Problem beim autonomen Fahren besteht einfach darin, daß eine Unmenge von Informationen in Echtzeit erfasst und so zusammengeführt werden müpssen, daß sich das Fahrzeug sozusagen selbst auf der Strasse zurecht findet. Und das ist eben heutzutage maximal auf Level 2 vollständig möglich, wobei die Systeme schon Level 3 Komponenten haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Autonomes_Fahren#Level_0.E2.80.935_Klassifizierung

Das Problem ist nun, daß manche Fahrer meinen, aufgrund einiger Level 3 Eigenschaften ihres PKW dieser bereits praktisch vollautonom fahren könne. Und das ist eben falsch. Daher kommen dann Fotos von Teslafahrern, die auf dem Rücksitz sitzen und Zeitung lesen. Das funktioniert bei relativ geraden highways mit geringen Kurvenradien und geringer Verkehrsdichte einigermassen, aber eben nicht zu 100 %.

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