Forum: Auto
Unfall von Bad Säckingen: Kontrolliert die Rentner!
DPA

In Bad Säckingen raste ein 84-jähriger Mann in ein Café - zwei Menschen sterben. Obwohl bekannt ist, dass die Fahrtüchtigkeit im Alter abnimmt, tut sich die Politik mit Fahrtests für Senioren schwer.

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bommerlunder 08.05.2016, 12:23
530. Wenn schon, dann alle prüfen.

Die schlimmsten Raser sind selten Senioren. Ich bin für diese Tests. z.B. alle 5 Jahre. Aber bitte für alle! Es reicht ja eine Fahrt von 20 Minuten und ein kurzes Gespräch z.B. über neue Regeln.
Viele Fahrer (auch junge) fahren wie sie wollen, blinken nicht usw., also das würde schon Sinn machen. Bin dabei.

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1smiler1 08.05.2016, 12:27
531.

Zitat von KRD
Solche Fragen können sachlich und fundiert nur statistisch belegt diskutiert werden. KRD
Darum geht es doch aber gerade nicht, der simpelste Beweis die Hochrisikogruppe 18-24 dagegen 75+ fällt jemand der Unterschied auf?
Der 75 Jährige ist also gleich 84 oder 90 zu behandeln.
Unseriöse Artikel arbeiten mit unseriösen Zahlen, Statistiken und Vergleichen s. Gesundheitseignung Beruftkraftfahrer etc.
Als ob dann nicht stetig weiter nach unten geregelt würde. Statistisch wären dann irgendwann es eben die 50-75 Jährigen.
Als ob irgendwelche Pillepalle Fahrtraining ernsthaft
etwas an Sekundenversagen und ähnlichen ändern würde.

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missylamotte 08.05.2016, 12:28
532. Beim Auto setzt die Ratio aus

"Beim Auto setzt die Ratio aus"

Mit diesem Satz ist eigentlich so ziemlich alles zusammengefasst, was in unserem Land (und in den meisten Industrienationen) in der Verkehrspolitik schief läuft. Durch Verkehrsunfälle (und die werden in der allergrößten Zahl durch PKW verursacht) sterben jedes Jahr immer noch weit mehr Menschen als beispielsweise durch Terrorattacken oder andere Gewaltverbrechen. Trotzdem ist der deutsche Wutbürger schnell mit dem Ruf nach der starken Hand des Staates dabei und wünscht härtere Strafen und mehr Überwachung. Geht es aber um Geschwindigkeitsbegrenzungen, Fahrverbote oder Verkehrsberuhigung in Innenstädten, fühlt er sich in seiner persönlichen Freiheit verletzt.

Wir brauchen eine Verkehrspolitik, die alternativen zum motorisierten Individualverkehr stärkt und aktiv bewirbt. Dann gibt vielleicht auch so mancher Senior seinen Führerschein freiwillig ab, wenn er oder sie stattdessen mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß sicher und bequem das Ziel erreicht.

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niroclean 08.05.2016, 12:28
533. ...verdammte Regulierungswut

Noch mehr Prüfungen, Gesetze, Termine?? Habe ich keine Lust drauf.

Alle 2 Jahre TÜV, AU, alle 6 Monate Zahnarzt, jedes Jahr Steuererklärung usw. - es gibt immer mehr was uns auferlegt wird - Erwachsene Menschen sollten so viel Freiheit und Eigenverantwortung behalten das sie selbst entscheiden dürfen ob sie einen Helm auf dem Fahrrad, oder beim Skifahren tragen und auch ob sie Autofahren wollen oder nicht.

Das Leben beinhaltet nun mal gewisse Risiken und ohne diese Risiken ist ein selbstbestimmtes Leben nicht möglich - über wie viele Tote aufgrund von Unfällen älterer Autofahrer wird hier diskutiert? 50? 100? 200? Offensichtlich gibt es eine große Anzahl von Deutschen die immer mehr zu Jammerlappen werden und die absolute Sicherheit wollen und gleich nach Gesetzen schreien sobald irgend etwas passiert.

In den Deutschen Krankenhäusern sterben jährlich 10.000 Menschen aufgrund hygienischer Mängel! Das wäre vermeidbar ohne große Einschränkungen der Freiheit (siehe Holland) - und es passiert nichts.

Vielleicht sollte man den Hebel da ansetzen wo die Wirkung am Größten ist und nicht die notwendige Mobilität älterer Mitbürger einschränken wegen einiger weniger, wenn auch bedauerlicher, tödlicher Unfälle.

Freiheit ist ein hohes Gut - auch mobile Freiheit.

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silverhair 08.05.2016, 12:30
534. Amtsärztliche Untersuchungen

Zitat von forumgehts?
es auch eine Statistik, wieviele Führerscheine dort aufgrund ärztlicher Atteste entzogen wurden? Auch ein Arzt verliert nicht gerne seine Kunden!
Tauglichkeitsprüfungen werden in allen Ländern von den Amtsärzten durchgeführt .. die haben keine Bezahlkundschaft!

https://www.justlanded.com/deutsch/Niederlande/Landesfuehrer/Reisen-Freizeit/Der-Fuehrerschein

Niederlande:
"Eine gewöhnliche Fahrerlaubnis ist 10 Jahre gültig. Wenn Sie zwischen 60 und 65 Jahre alt sind, ist die Fahrerlaubnis gültig bis Sie 70 Jahre alt sind. Wenn Sie älter als 65 sind, muss sie alle fünf Jahre erneuert werden."

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uhrentoaster 08.05.2016, 12:31
535. Mehr Geschwindigkeitsbeschränkungen

Es könnte helfen, mehr Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuführen. Das hätte den Vorteil, dass den Alten mehr Zeit zur Verfügung steht, weil das Reaktionsvermögen nachlässt. Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer der Schaden.

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walter kuckertz 08.05.2016, 12:33
536. Durchfall

Wer im Alter gegen Fahrtauglichkeitstest ist, weiß wohl schon, dass er diese nicht mehr bestehen wird. Warum sonst sollte man dagegen sein?

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silverhair 08.05.2016, 12:36
537. Na da muss man sich schon mit mehr befassen

Zitat von herbert nau
Das ist natürlich ein emotional belastetes Thema und gut für Foren, von der Politik würde ich allerdings ein rationales Vorgehen erwarten. Das vorhandene statistische Material gibt sicher über viele Jahre darüber Auskunft, wieviele Verletzte und Tote von welcher Altersgruppe in absoluten Zahlen verursacht wird. Dann kann man das zur Anzahl der jeweils gefahrenen Kilometer relativieren. Dann kann man zu den gewählten Altersgruppen die Ursachen analysieren und die Maßnahmen diskutieren, die zur Reduzierung von Verletzten und Toten führen können und dann einführen. Eine Altersgruppe einfach herauszugreifen, führt zu unsinnigen Diskussionen. Und dann sollte man betrachten, dass Aufwand und möglicher Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen müssen.
Na so einfach herausgegriffen ist das nicht.

Es deckt sich mit modernen messbaren Methoden der Medizin, und den untersuchungen welche Reaktionszeiten und Wahrnehmungen man in welchen Alterstufen aus rein biologischen Gründen zu erwarten hat!

http://www.welt.de/wissenschaft/article2673864/Im-mittleren-Alter-ist-das-Gehirn-am-schnellsten.html

Ganz allg wissen wir, das das "Denken=Bewußtsein" kein so unverselles unfehlbares System ist wie die Religionen und Philosophen das dargestellt haben .. es ist massiv fehleranfällig , unzuverlässig , für Geschwindigkeiten über 10 km/h einfach schon überlastet und vieles mehr!

https://www.youtube.com/watch?v=M1iDwL59CqA

Man wird sich nicht nur bei Autofahren mit diesen Möglichkeiten und ergebnissen der Medizin und des Denkens massiv beschäftigen müssen .. in allen Lebensbereichen .. also keine Sorge , das kommt von allen Seiten jetzt auf die menschen zu .. egal ob jung oder alt!

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Ja gut äh... 08.05.2016, 12:37
538. Was anscheinend nie thematisiert wird...

Zwar habe ich nicht alle Kommentare gelesen, aber folgende Anmerkungen möchte ich trotzdem machen:
- Wie in Kommentar Nr. 7 bereits geschrieben: Wo war Frau Huckos Artikel, als ein Betrunkener, junger Fahrer vor wenigen Tagen drei Mitfahrer in seinem Auto tötete bzw. als jugendliche Raser eine junge Radfahrerin töteten und dafür lächerliche Strafen bekamen?
- Wieso befragt Frau Hucko weder Juristen noch Statistiker, wenn Sie einen solchen Artikel lanciert? Beispiele: Wenn theoretisch 90% aller Autofahrer > 65 Jahre alt sind, wird der Anteil dieser Altersgruppe überproportional am Unfallgeschehen sein, selbst wenn jeder dieser Senioren sicherer fährt als die 10% der unter 65-Jährigen. Statistik ist zu komplex, als dass man als Journalist das mal eben so überschauen könnte.
Ein Jurist wäre z. B. dahingehend zu befragen gewesen, wie eine Forderung nach Gesundheitstest für Senioren mit dem Rückwirkungsverbot vereinbar wäre: Führerscheine für PKW und Motorräder werden meines Wissens in Deutschland ohne solche Auflagen erteilt, und ich wüsste nicht, mit welcher Handhabe rechtlich gesehen eine solche Auflage rückwirkend erteilt werden kann? Wenn Kommentator Nr. 52, der Verkehrsjurist ist, meinen Beitrag lesen sollte, würde ich mich über eine kurze Erläuterung freuen.
Was meiner Meinung nach alle Probleme lösen würde, wäre eine massive Erhöhung des Überwachungsdrucks: Damit sollten alle Probleme gleichermaßen lösbar sein: Identifizierung fahruntüchtiger Personen, Raser, Smartphone-Anwender während der Fahrt, alkoholisierter Fahrer usw.. Daß Frau Hucko das nicht fordert, legt den Verdacht nahe, daß es sich bei Ihrem Artikel um den Versuch einer politischen Kampagne handelt, bei der Fakten, die womöglich zu Einschränkungen bei der eigenen Person führen könnten (sofern sich Frau H. vielleicht auch nicht immer ganz regelkonform verhalten sollte), nur lästig wäre.

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53er 08.05.2016, 12:37
539. Automatik ist kein Problem,

Zitat von bitoco
Die meisten gravierenden Unfälle durch Alte passieren innerorts wg. Verwechslung Gas-/Bremspedal. Ich behaupte, dass es mit Schaltgetriebe deutlich weniger Unfälle gäbe. Schaltgetriebe ist für einen Senioren schwieriger zu bedienen, wäre aber ein guter Gradmesser für die Fahrtüchtigkeit. Es ist mir klar, dass man dies nicht gesetzlich regeln kann, aber durch Selbsterkenntnis und Ratschläge durch Familie könnte man einiges erreichen.
solange der/die Senior/in bereits das Fahren mit automatischem Getriebe gewöhnt war. Heikel wird´s erst, wenn er/sie die Gänge eines Schaltgetriebes verwechselt und das Kuppeln und Schalten immer schwieriger wird .Wenn er/sie dann auf Automatik umsteigt kommen solche Fahrfehler zustande wie bremsen mit dem linken (Kupplung-)Fuß oder verwechseln von Gas und Bremse

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