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Unfallforscher: Todesrisiko für E-Biker offenbar deutlich höher als für Radfahrer
DPA

Bei einer Fahrt auf dem Elektrorad ist die Gefahr eines tödlichen Unfalls nach Berechnungen der Allianz-Versicherung dreimal höher als auf einem Fahrrad ohne Motor.

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FrankZimmermann 20.07.2019, 12:55
1. Wie wird das gerechnet?

Pedelec: 5,84 Milliarden Kilometer
"herkömmlich": 35,04 Milliarden Kilometer
Gesamt: 40,88 Milliarden Kilometer

Anteil Pedelec-Fahrten: 14,2%
Anteil getöteter Pedelec-Fahrer: "satte" 17,8%

Also mir scheint jetzt das Risiko nicht so drastisch höher zu sein, oder habe ich da einen Denkfehler?

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hypnoforce 20.07.2019, 12:56
2. ... seit der Erfindung des Rades durch den Menschen

sind auch bedeutend mehr Menschen durch radbetriebene Vehikel dadurch umgekommen. Das liegt in der Natur der Sache. Also bitte nicht immer solche Paniküberschriften ohne Bezug zur Verhältnismäßigkeit der Zahlen am Ende des Artikels.

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nachdenken01 20.07.2019, 12:58
3. Falsch gerechnet?

Der Anteil der Pedelec-Kilometer ist 14,3%, der Anteil der Pedelec-Tote ist 17,8%. Das Todesrisiko ist also "bloß" 24% höher. Wie kommt Herr Kubitzki dann auf ein mehr als dreimal höheres Todesrisiko?
Interessant wäre, ob bei Unfällen mit Beteiligung von Autofahrern, die Autofahrer häufiger schuld als der Fahrradfahrer war.
Weiterhin interessant wäre, wieviele Fußgänger von Pedelec Fahrrädern getötet wurden, weil ja immer von den "Fahrrad-Rambos" gesprochen wird.

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PMischnik 20.07.2019, 12:58
4. Falsche Zahlen?

Ich komme auf drei Prozent mehr. Aber die Aussage wird trotzdem stimmen. Die Geschwindigkeit eines Rades lässt sich nur schwer einschätzen. Ein entspannter Radfahrer wird da gerne unterschätzt.

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whatilike 20.07.2019, 13:00
5. Helmpflicht für alle Radfahrer incl. E-Biker?

Mir fällt nur auf, dass E-Biker meist ohne Helm fahren, gerade auch innerorts. Wahrscheinlich weil sie vom Auto direkt aufs E-Bike umgestiegen sind. Ich fände da eine Helmpflicht für alle Radfahrer nicht schlecht.

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riomaster181 20.07.2019, 13:02
6. Versteh ich nicht

Pedelec-Fahrer haben rd. 12% der gesamten Fahrleistung von Biobikern und E-Bikern (35,04 + 5,84 = 40,88 Mio. km) zurückgelegt, haben aber einen Anteil von 17,8% an allen getöteten Radlern. Da komme ich so ziemlich genau auf das 1,5fache Risiko, was ja schon schlimm genug ist. Woher soll denn das „mehr als dreimal so hohe Risiko“ stammen?

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riomaster181 20.07.2019, 13:07
7. Sorry, kleiner Tippfehler

14,3% Strecke vs. 17,8% Anteil an den Todesopfern, also bezogen auf die Fahrleistung ein 1,25faches Risiko. Fazit bleibt, das angeblich dreifache Risiko ist so nicht nachvollziehbar.

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observerlbg 20.07.2019, 13:07
8. Versicherungsstatistiken...

...die wahre Zustandbeschreibung. Ja, gerade die, die nicht mehr sicher normal Rad fahren können, fahren nun E-Bikes mit einer Geschwindigkeit von 25km/h. Ich, der seit Ewigkeit "normales" Rad fährt, komme auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15km/h in der Stadt. Und ich kann mich noch umdrehen, mein Rücken lässt noch Balanceakte zu, meine Reaktionszeit ist Egoshooter und Tischtennis geschult. Der durchschnittliche E-Biker ist oft über siebzig, eher unsportlich und unbeweglich, mit eingeschränkter Sicht und schlechtem Gehör.... Ich weiß, Klischee. Überprüft es bitte selbst.

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nafrayu 20.07.2019, 13:08
9. Staistik 1x1: Irgendwas stimmt nicht

wenn in einem Fall 9 Fahrradfahrer pro X Kilometer umkommen und im anderen 12 ist die Wahrscheinlichkeit nicht dreimal so hoch sondern "nur' 1/3 höher und wahrscheinlich dann statistisch gerade so an der Signifikanzgrenze.. Zusammenfassung: entweder bewusste Sensationsmache oder Nachhilfe-Bedarf in Mathe

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