Forum: Auto
Unfallstatistik 2014: Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer gestiegen
DPA

In Deutschland sind im vergangenen Jahr fast 400 Radfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen. Die Opferzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, ebenso die Verletztenzahlen. Ein Forscher geht sogar von schlimmeren Werten aus.

Seite 1 von 33
zephyroz 18.08.2015, 14:46
1. Es wundert einen nicht, ...

... wenn man täglich miterlebt, daß immer mehr Fahrradfahrer keinerlei Verkehrregeln mehr kennen und definitiv ihr Leben aufs Spiel setzen. Rote Fußgängerampeln werden als Einladung begriffen, gegen die Fahrtrichtung ist kein Problem und Kreisverkehre sind eh Rodeoarenen.

Beitrag melden
felisconcolor 18.08.2015, 14:47
2. Ja

die bösen Autofahrer sind Schuld, ja die bösen Radfahrer sind Schuld. Fakt ist wohl, das immer weniger Verkehrsteilnehmern der §1 StVO geläufig ist. Umwegsensibel finde ich toll. Kam mir doch neulich erst ein werter Herr mit seinem e-bike oder pedelec oder so einem elektrischen Geschnickse verkehrt herum im Kreisel entgegen. Jetzt weiss ich das mein ABS funktioniert. Glück für den werten Herren. Also fasst Euch so wie ihr seid mal an die eigene Nase und reflektiert mal euer Verkehrsverständnis. und ich ich ich funktioniert schon gar nicht. Die Fläche der Verkehrswege ist nun mal beschränkt und gehört ALLEN. Und wo es angezeigt ist dem Fussgänger der Fussweg, dem Radfahrer der Radweg und dem Autofahrer die Strasse. Da gibt es keinen Raum für Diskussionen. Und wer das nicht glaubt dem sei die Lektüre der StVO mal angeraten. Oder einfach mal ein paar Theoriestunden in der Fahrschule. den Wissen macht weniger Aua

Beitrag melden
hd-ali 18.08.2015, 14:52
3. Die Radler sollens wieder richten

Wenn ich denke wie oft mir von ignoranten Rechtsabbiegern die Jahre in denen ich täglich bis zu 32 km am Tag in die Arbeit fahre die Vorfahrt genommen wurde, dann wird mir übel. Einzige Reaktion hier in Ingolstadt auf tödliche Radunfälle sind verstärkte Fahrradkontrollen der Polizei, obwohl in der Regel die Opfer erwiesenermaßen unschuldig waren. Was soll das. Wenn ich dann schon wieder lese, dass mehr Radwege gebaut werden sollen, die erwiesenermaßen eher Fallen sind, fällt mir nichts mehr ein außer, hoch lebe das Auto in Deutschland.

Beitrag melden
JeeperXK 18.08.2015, 14:58
4.

Würde ich mich mit dem Auto im Straßenverkehr so verhalten wie die meisten Fahrradfahrer, wäre ich den Lappen nicht nur los, ich bekäme ihn NIE WIEDER!
Radfahren ist keine Möglichkeit, von A nach B zu kommen, es ist eine Weltanschauung. Und wie bei allen Weltanschauungen geht es auch beim Radfahren vor allem darum, sich durchzusetzen. Koste es, was es wolle.
Denn Radfahrer haben immer und überall Vorfahrt. Sie sind zwar die Schwächeren, legen aber eine erstaunliche Stärke an den Tag, um sich im Straßenverkehr zu behaupten.

Inzwischen denke ich, dass es ein Fehler war, die Städte mit einem Netz von Fahrradwegen zu überziehen. Erstens wegen der Kosten und zweitens wegen der Wirkung. Seit die Radfahrer eine Spur für sich haben, fühlen sie sich nicht verpflichtet, die allgemeinen Regeln im Straßenverkehr zu beachten.

Ich beobachte aber, dass Radfahrer immer jähzorniger, rücksichtsloser und rechthaberischer werden, je mehr für sie getan wird, je mehr Radwege gebaut werden, je mehr sich das Rad als alternatives weil umweltfreundliches Verkehrsmittel durchsetzt.
Von wegen: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

Beitrag melden
acyonyx 18.08.2015, 15:07
5. Licht am Tag

Und je mehr Autos mit Tagfahrlicht fahren, desto eher wird man nur noch auf Lichter achten.
So werden immer mehr Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer Opfer der Gewohnheit.
In Österreich hat man das schon länger erkannt und tut was dagegen.
Aber da sei in Deutschland die Lampenlobby vor!

Beitrag melden
billhall 18.08.2015, 15:07
6.

Zitat von hd-ali
Wenn ich denke wie oft mir von ignoranten Rechtsabbiegern die Jahre in denen ich täglich bis zu 32 km am Tag in die Arbeit fahre die Vorfahrt genommen wurde, dann wird mir übel. Einzige Reaktion hier in ...
Ich fahre selbst oft mit dem Rad UND mit dem Auto. Daher weiss ich dass man als Autofahrer Radfahrer trotz Schulterblick sehr oft übersieht. Das ist keine böse Absicht sondern der oft merkwürdigen Radwegführung bei Kreuzungen geschuldet, die Radfahrer nähern sich der Kreutzung praktisch im toten Winkel. Aber auch sehr schnelle Radler übersieht man leicht, man rechnet eben nicht damit dass einmal alles frei ist und 2 Sek später ein Radfahrer über die Kreuzung flitzt.
Will man als Radfahrer Unfälle vermeiden hilft eigentlich nur der Blickkontakt mit dem Fahrer, nur so kann man sicher sein dass man bemerkt wurde.

Beitrag melden
taglöhner 18.08.2015, 15:19
7.

Leider fehlt in dem Artikel eine Angabe, wie viele der Unfälle durch eine unangemessene oder verbotene Fahrweise der Radler (mit)verursacht wurden.
Unter den Hauptopfern, den Alten, werden solche ohnehin stark unterrepräsentiert sein.

Ich wage als erfahrener Fahrradfahrer zu behaupten, dass nach wie vor Vorfahrtsverletzungen seitens der Autofahrer den überragenden Anteil der Opfer verursacht.
Die Trennung der Fahrwege auf niederländisches bzw. belgisches Niveau zu bringen, ist uns,wie es aussieht, zu teuer.

Beitrag melden
charlybird 18.08.2015, 15:19
8. Wenn wir uns ein wenig

von den Niederländern abgucken würden, wie städtegerechter Verkehr mit klarer Defensivpflicht für Autofahrer funktioniert, wären wir schon mal weiter.
Aber solange tiefergelegte fahrbare Albernheiten hier in 30er Zonen ungestraft ( ein paar Euro, bei inflagranti) Gummi geben dürfen, und sich die Blödsinnigkeit für so ein Verhalten nicht aus den Köpfen aberziehen lässt, wird sich hier nichts ändern.
Und nicht wenige Autofahrer scheinen eine gewisse Aggressivität hinter der Anonymität ihres Lenkrades zu entwickeln, die dann auch mal zu Ungunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer ausfällt.
Natürlich sind es für diese Klientel immer und nur die bösen Hochgeschwindigkeitspedaler, die rücksichtslos durch die Städte preschen, alte Damen und kleine Kinder jagen und Angst und Schrecken unter der Bevölkerung verbreiten. :-)
Komisch, ich fahre jeden Tag Rad, aber offenbar fahren die immer gerade woanders.

Beitrag melden
Bundesinnenminister 18.08.2015, 15:24
9. Fußgängerampeln gelten nicht für Radfahrer

Zitat von zephyroz
... Rote Fußgängerampeln werden als Einladung begriffen ...
Abgesehen von einer Übergangsregelung haben sich zukünftig Radfahrer an die Ampeln des Autoverkehrs zu halten und NICHT an die Fußgängerampeln (§37 StVO), wenn es keine gesonderten Radfahrerampeln gibt.

Nichtsdestotrotz stören mich (als Radfahrer) falsch fahrende Radfahrer mehr als Autofahrer. Entgegenkommende sowieso (besonders wenn ich mit Kindern unterwegs bin ist das auf den schon schmalen Radwegen sehr gefährlich). Radfahrer die bei Rot über die Ampel fahren sind nervraubend. Denn es sind meiner Erfahrung nach eher die langsamen Radler die bei Rot nicht halten können, mich quasi an der roten Ampel "überholen" und dann verhindern, dass ich zügig in der nächsten grünen Welle mitfahren kann (auf Radwegen ist ja generell kein Platz zum überholen).

Beitrag melden
Seite 1 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!