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Unfallstatistik 2014: Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer gestiegen
DPA

In Deutschland sind im vergangenen Jahr fast 400 Radfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen. Die Opferzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, ebenso die Verletztenzahlen. Ein Forscher geht sogar von schlimmeren Werten aus.

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fischblase 18.08.2015, 16:49
50.

Zitat von Dino822
So HABEN alle Radfahrer das Recht einen Radweg ohne Schild zu benutzen oder eben auch nicht. Da muss man sich nichtmal für rechtfertigen. Und zum zweiten Punkt finde ich es ja immer interessant, dass Autofahrer meinen die (objektive) Qualität eines Radwegs beurteilen zu können. Ist es denn wirklich so schwer zu verstehen, dass die meisten Radfahrer schon nen Grund haben werden, wenn sie auf der Fahrbahn fahren?
Vor allem entgegen der Autofahrtrichtung ist es lebensgefährlich an Mündungen (von der Tatsache, dass mir auch in anderer Richtung da täglich die Vorfahrt genommen wird, mal abgesehen): Rechtsabbieger werfen nur einen Blick nach links, ob kein Auto kommt, ob von der anderen Seite noch ein Radler kommt, interessiert nicht, es wird in einem Zug abgebogen, und wenn ich nicht oft abgebremst hätte, wäre ich schon längst unter einem Auto verschwunden.
Sicher gibt es auch Amok-Radler, aber wenn es zu einem Unfall kommt, ist der Radler immer der Verlierer, ganz gleich wer Schuld hat.
Letztlich passiert das Meiste eben nicht willentlich, sondern aus Unkonzentriertheit, weshalb ich froh bin, sollte es irgendwann selbstfahrende Autos geben.

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benmartin70 18.08.2015, 16:50
51.

Zitat von Schnixus
Genau hier liegt das Problem: Der Radfahrer denkt sich: " Ach, was soll schon groß passieren, wenn ich die Verkehrsregeln missachte, mein Rad bringt ja niemanden im, wenn ich bei Rot über die Ampel fahre!" Ich fahre täglich durch Tübingen und kann die ganzen Fahhrad Fahrer kaum noch ertragen, die sich auf ihrem Drahtesel allen anderen moralisch überlegen fühlen und sich im Straßenverkehr benehmen, wie die sprichwörtliche Axt im Walde...
Wer so denkt, der lebt nicht lange. Bei der Denke wäre ich schon zigmal überfahren worden.

Und moralisch überlegen? In Deutschland? Sorry wer oder was ist denn das Autofahrerland schlechthin? Mir fallen eigentlich mehrheitlich arrogante Autofahrer ein. Aber das ist immer die Brille die man gerade aufhat.

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cor 18.08.2015, 16:51
52. Wundert mich nicht.

Mindestens die Hälfte aller Radfahrer hält sich nicht an die StVZO und verhält sich völlig unangebracht im Strassenverkehr.

PS Ich bin selbst Radfahrer.

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Dino822 18.08.2015, 16:55
53.

Zitat von fjr
Naja, an dieser Statistik sind leider oft völlig bekiffte Richter schuld. Einer meiner Kollegen hatte vor einigen Jahren als Pkw-Fahrer einen Unfall mit einem Radfahrer: Er fuhr aus der Hofausfahrt vor unserer Firma. Der Radfahrer kam mit hoher Geschwindigkeit (lt. Gutachten mit mehr als 30 km/h) auf dem Gehweg von rechts. Mein Kollege tastete sich vorsichtig aus der unübersichtlichen Ausfahrt, so wie sonst auch, und es krachte. Der Richter erkannte aber auf 70 % Schuld meines Kollegen mit dem Pkw, obwohl der alles richtig gemacht hatte. Also gilt auch das als "vom Pkw verursacht", obwohl es schlicht anders rum war. Es gab und gibt an der Stelle übrigens auf beiden Seiten der Nebenstraße einen benutzungspflichtigen Radweg, der noch dazu in einwandfreiem Zustand war und ist.
Wenn der Richter doch angeblich so bekifft war, wäre es nett, wenn Sie noch die Begründung des Gerichts zu diesem 70% Verschulden posten könnten.

Sonst könnte man noch davon ausgehen, dass sie da einige Details weggelassen haben, um das Urteil als besonders sinnfrei darzustellen...

Davon abgesehen wüsste ich jetzt aber auch nicht, warum dies nur in die eine Richtung gehen sollte. So gibt es wohl auch Fälle in denen Richter bei zumindest zweifelhafter Beweislage gegen Radfahrer entscheiden haben.

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rotfink 18.08.2015, 16:58
54. Radwege

Zitat:
Es müssten mehr Radwege und Radstreifen gebaut und Kreuzungen übersichtlicher werden. "Es ist wichtig, dass sich Radfahrer und Autofahrer sehen."

Genau das widerspricht sich. Dank Radwege geraten Radfahrer aus den Gesichtsfeld.

Und: Radwege - auch neue - sind häufig so angelegt, dass sie Eigenunfälle fördern. Gerade erlebt: neuer Radweg führt rechtwinklig in der Talsenke von der Straße ab. Meine Frau bekam die Kurve nicht mehr. Bruch.
Vorher: in den Vogesen gefahren, ohne Radwege - da passiert nichts.

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yoshimi 18.08.2015, 16:58
55. je älter desto doller...

und weil man nicht mehr kann, dafür gibt es jetzt das e-bike. Und dann ist man auf einmal doppelt so schnell unterwegs aber hat ein Reaktionsvermögen auf max. 15kmh drauf... Und dann kommt vielleicht ein Hund auf einen zu und schwups, Panik, liegt der Senior/in auf dem Weg... Nur noch schlimmer sind die Senioren! die mit bunten Leiberln mitten - gerne auf engen, kurvigen - Straßen fahren und niemanden vorbeilassen. Wohl immer auf dem Weg nach Paris zur Tour der France. Und da könnte ich mich schon aufregen, denn wenn diese älteren Herren Sport treiben wollen, dann sollen sie dies irgendwo auf dafür vorgesehenen Anlage machen - ich mache auch nicht Speerwerfen oder Bogenschiessen auf der Straße.

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ksk_91 18.08.2015, 16:59
56. Fahrradfahrer vs. Autofahrer

Schön dass es für alle Seiten ein schönes Totschlagsargument gibt.
So muss keiner der beiden Seiten zu geben, das wie schon vorher gesagt für jeden Verkehrsteilnehmer der §1 gilt Fahrradfahrer genau wie Autofahrer.
Leider führt diese Diskussion dann am Ende nicht zum gewünschten Erfolg. Schade!!!!

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Turambar 18.08.2015, 17:06
57. Das Problem sind die Autofahrer

Jede Unfallstatistik der vergangenen Jahre zeigt, dass bei Unfällen zwischen Radfahrern und Kraftwagen in weit mehr als 70% der Fälle der KRAFTFAHRER die Hauptschuld trägt. Daher sind nicht die unverantworlichen Radfahrer das Problem (auch wenn der kriminelle "Kampfradler" als wohfeiles Feindbild in einer solchen Diskusion nie fehlen darf), sondern die unverantwortlichen

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A.Hello 18.08.2015, 17:08
58. Hinweis zum Verständnis

An alle, die sich hier über das Verhalten so mancher Radfahrer wunder:

Die StVO hat sich in den letzten vielleicht 70 Jahren dahingehend weiterentwickelt, dass man mit tonnenschweren Maschinen, die 200 PS habe und mühelos 200 km/h fahren möglichst wenig größere Schäden anrichtet. Gerade auch, wenn sie massenhaft eingesetzt werden.

Dafür sind Regeln und bauliche Maßnahmen geschaffen worden, die das auch ganz gut hinbekommen.

Nur, wenn man jetzt auf dem Fahrrad daher kommt muss man sich schon manchmal echt zusammenreißen, wenn man sich so benehmen soll, als wäre man 2 Tonnen schwer und 200 km/h schnell.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit die StVO aus einem anderen Blockwinkel heraus weiterzuentwickeln.

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Dretio Gersut 18.08.2015, 17:14
59. Es fehlt an rücksicht

Ich bin beides Rad und Autofahrer. Beide mache ich viel und gerne.
Was ich immer wieder dabei beobachte ist eine Tendenz von beiden Seiten sich Vorfahrt zu erzwingen. Das funktioniert leider in den meisten Fällen zum Nachteil der Radfahrer. Was die Unfallzahlen belegen.
Ich lege mich gerne (als Radler) mit Auto und Radfahrern an die gegen die einfachsten Regeln verstoßen. Die Autofahrer sind meistens bereit sich zu entschuldigen, die Radler werden aggressiv und drohen mir.....
Ein Punkt der noch angesprochen werden sollte sind die e-bikes, welche in meinen Augen eine entsicherte Waffe auf den Straßen darstellen. Die wenigsten Benutzer wissen richtig damit um zu gehen. Und die Autofahrer können die ankommenden Nimes nicht einschätzen. Da sollte eine bessere Kennzeichnung ( zB Licht) Pflicht werden, sowie Führerscheine!

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