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Unfallzahlen 2014: Traurige Trendumkehr bei Motorradunfällen
DPA

Das schöne Wetter zeigt seine Schattenseite: Im vergangenen Jahr sind erstmals seit zehn Jahren wieder mehr Motorradfahrer verunglückt als im Vorjahr. Vor allem ein Wochenende stach besonders negativ hervor.

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John M 16.04.2015, 17:08
70. Motorrad fahren ist Spaß bis es zu einem Unfall kommt

Ich habe einige Freunde ganz verloren und andere hatten "Glück" und leben heute mit einer Amputation. Jedem muss klar sein, dass er bei einem Unfall selber die Knautschzone ist ... mit ALLEN Konsequenzen.

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nobby_l 16.04.2015, 17:08
71. Statistik der Unfallursachen

Ehrlich gesagt, glaube ich nicht an die Genauigkeit von Statistiken. Da wird ziemlich schnell mal was angekreuzt, was irgendwie passt.

Wenn zwei Drittel angeblich unter Beteiligung von Autofahrern passieren oder gar durch diese schuldhaft verursacht werden, sagt das noch nicht viel über das Verhalten des Bikers unmittelbar vorher aus.

Ich weiß für mich nur, dass ich als Autofahrer extrem aufmerksam werde, wenn ein Motorradfahrer in der Nähe ist. Sie fallen mir auf der Autobahn auf, wenn sie im Stau weitere Spuren eröffnen, auf der Landstraße, wenn sie mit überhöhter Geschwindigkeit überholen und Kurven extrem schneiden. Ich verstehe ja, dass das Spaß macht - aber es ist eben auch besonders gefährlich...

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kugelsicher 16.04.2015, 17:14
72.

Zitat von noalk
Genau da! Nicht angepasstes Fahrverhalten des Autofahrers. Aber eben nicht Schuld des Wetters.
Aber dass, wenn auf Grund des Wetters 10 mal mehr Biker unterwegs sind, mehr Unfälle passieren, werden sie doch wohl hoffentlich gelten lassen.

Ansonsten träumen sie vom völlig unfallfreien Straßenverkehr.

Diese Korrelation lässt sich nicht leugnen. Auch wenn mir das Wetter nicht direkt ins Bike gefahren ist.

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1zmir 16.04.2015, 17:17
73.

Zitat von BarracoBarner
seht der Realität ins Auge. Ein erheblicher Teil der Motorradfahrer fährt eben NICHT verantwortungsvoll, sondern zieht eben am Ortsausgang mal fix auf Tempo 200 hoch. Macht ja so einen Spaß. Jeder, der mal sein Ohr bei schönem Wetter in die Landschaft reckt, kann hören, dass das nicht der Einzel-, sondern eher der Regelfall ist. Rücksichtslos gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern, die man gefährdet. Rücksichtslos gegenüber den Tausenden, die durch den Lärm belästigt werden. Die vorangegangenen Einträge der Motorradfahrer triefen vor schlechtem Gewissen: die unaufmerksamen Autofahrer, die unerfahrenen Sonntagsfahrer, sind doch nur Ausnahmen, ein Rasenmäher ist auch laut, usw...Ausreden Ausreden Ausreden.
Naja, Ihnen fallen nur die schwarzen Schafe auf, die Sie dann auch, bewusst oder unterbewusst, zählen. Da Ihnen die guten Motorradfahrer durch die nicht vorhandene schlechte Fahrweise nicht auffallen (können), suggeriert Ihnen Ihr Gedächtnis, dass sogut wie jeder Motorradfahrer rücksichtslos und asozial ist.
Übrigens: Motorradfaher gefährden selten andere Personen, diese sind im Straßenverkehr meist nämlich relativ geschützt (im Auto, Bus, LKW usw.) vor aufprallenden Motorrädern oder Menschen.
Die meisten Motorräder sind auch nicht lauter als normale Autos. Wenn Sie sich dadurch belästigt fühlen-Pech gehabt. Ich muss Ihren Kommentar ja auch ertragen.
Dass die meisten Motorradunfälle durch Autofahrer VERURSACHT wurden, lässt sich durch Zahlen übrigens BELEGEN- im Gegensatz zu Ihrem subjektiven Empfinden.

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desas 16.04.2015, 17:18
74. Falsche Jahreszahlen

Achtung @ colinchapman:

für 2015 liegen noch gar keine brauchbaren statistischen Daten vor.

2014 war ein schlechtes Jahr, während vorher über Jahre hinweg die Unfallzahlen rückläufig waren.

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maros 16.04.2015, 17:19
75. Fahrer

Vorweg, ich fahre seit 1988. CB650, Z900, Z1000, Bol d´or usw. usf.

Heute, wenn ich die Fahrer so sehe mit ihren 150PS aufwärts, wie sie sich nicht weiter als 5-8 Grad in die Kurve "legen" und im wahrsten Sinne des Wortes die Kurve grad so kriegen, wundert es mich eher, dass nicht noch mehr verunglücken. Wenn ich ne Runde drehe, dann sehe ich regelmäßig mindestens einen, der zu schnell in die Kurve kommt und dann nicht in der Lage ist, nachzujustieren und seinen Bock runter zu drücken um einen Haken zu schlagen. Und schon gefühlte 5000 mal denke ich mir: "sei mal froh, dass da jetzt kein Gegenverkehr war, Kollege...". Andere haut´s einfach raus in den Graben - Nur Moped kaputt, Handy am Ohr. Gute Klamotten sei Dank.

Und was steigt am nächsten Bikerbiergarten ab? 70 Jährige, die es nochmal ganz genau wissen wollen. Alleine von der Reaktionszeit sehe ich da Probleme.
Aber tollkühn un lautstark heizen als wären sie 18.

Gerontophobie?

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max.fi 16.04.2015, 17:23
76. Gerast statt gefahren

Es ist schon unglaublich, wie auf der B500 zwischen Baden-Baden und Freudenstadt gekachelt wird. Kontrolle? Noch nie gesehen. Kreuze neben der B500? Viele. Zu viele.

Und im Odenwald, im Hunsrück oder in der Eifel geht's genauso zu. Die Räder dieser "Motoradfans" sind in Kurven meistens das einzige was noch auf ihrer Seite ist. Der Rest der Maschine, inklusive Fahrer, ragt weit in die Gegenfahrbahn hinein und gefährdet so alle entgegenkommenden Fahrzeuge. Zu viele Kreuze neben der Straße? Nee, zuwenig, viel zuwenig.

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AnmerkerXYZ 16.04.2015, 17:29
77. nur 40% Schuld von PKWs an GESAMTEN Unfällen

Auszug aus dem Jahresbericht des statistischen Bundesamtes "Verkehrsunfälle
Zweiradunfälle im Straßenverkehr 2013":
Zitatanfang:
29,8 % der verunglückten und 31,9 % der getöteten Motorradbenutzer kamen bei Alleinunfällen zu Schaden, das heißt, es waren keine anderen Fahrzeuge oder Fußgänger beteiligt. Unfallgegner von Motorradfahrern bei Zusammenstößen mit einem
weiteren Verkehrsteilnehmer war zu 79,8 % ein Pkw-Fahrer. Bei den 13.398 Zusammenstößen dieser Art verunglückten 1.432 Pkw-Insassen und 13.997 Motorrad benutzer. 90,7% der Unfallopfer waren also
Motorradfahrer oder -mitfahrer, aber 70,6 % dieser Unfälle wurden von Pkw-Fahrern verursacht.
Zitatende.
Gehen wir Satz für Satz durch:
"29,8 % der verunglückten und 31,9 % der getöteten Motorradbenutzer kamen bei Alleinunfällen zu Schaden, das heißt, es waren keine anderen Fahrzeuge oder Fußgänger beteiligt."
Grob gerechnet kann man also sagen, dass 30% der GESAMTEN Unfälle bei Motorradbenutzern selbst verschuldet UND OHNE Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer stattfand. Also bleiben 70% Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Nächster Satz: "Unfallgegner von Motorradfahrern bei Zusammenstößen mit einem weiteren Verkehrsteilnehmer war zu 79,8 % ein Pkw-Fahrer.
Wieder grob grerechnet, waren von den verbleibenen 70% also 80% Zusammenstöße mit einem PKW. Es bleiben also 56% Motorradunfälle GESAMT mit PKW.
Letzter Satz (ein Satz wurde ausgelassen, der sich nur auf die aboluten Zahlen bezog):
90,7% der Unfallopfer waren also
"Motorradfahrer oder -mitfahrer, aber 70,6 % dieser Unfälle wurden von Pkw-Fahrern verursacht."
Von den 56% Motorradunfällen GESAMT mit PKW sind 71% von den PKW-Fahrern verursacht worden. Es gehen also 40% der GESAMTEN Motorradunfälle zu lassten der PKW.
Man sollte nicht direkt Pauschalisieren und sagen, dass die Motorradunfälle durch PKW-Fahrer verschuldet sind, sondern die PKW-Fahrer nur in 40% der GESAMTEN Motorradunfälle die Schuld tragen. Und ja, bei Unfällen MIT PKW sind die PKW-Faher zu 71% Schuld. Jedoch wage ich zu bezweifeln, dass hier keine Mitschuld der Motorradfahrer (zu schnelles Fahren, riskantes Überhohlen, etc.) mit einfließt. Selbst wenn der PKW-Fahrer die Hauptschuld trägt, kann der Motorradfahrer noch eine Mitschuld tragen.

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helgeharder 16.04.2015, 17:30
78.

Zitat von nobby_l
Ehrlich gesagt, glaube ich nicht an die Genauigkeit von Statistiken. Da wird ziemlich schnell mal was angekreuzt, was irgendwie passt. Wenn zwei Drittel angeblich unter Beteiligung von Autofahrern passieren oder gar durch diese schuldhaft verursacht werden, sagt das noch nicht viel über das Verhalten des Bikers unmittelbar vorher aus.
Diese Statistiken basieren auf den Angaben der polizeilich aufgenommenen Unfällen. Wollen Sie der Polizei wirklich unterstellen, man würde einfach so irgendwas als Unfallursache ankreuzen? Wohl kaum.

Aber natürlich sagt die Unfallschuld etwas über das Verhalten der Motorradfahrer vor dem Unfall aus. Wenn diese, wie Sie anführen, Kurven schneiden oder viel zu schnell unterwegs sind, tragen Sie zumindest eine Teilschuld, fließt also in die Statistik ein.

Der "Klassiker" des Motorradunfalls ist übrigens das Linksabbiegen von Autofahrern auf der Landstraße mit Rammen entgegenkommende Motorräder in regelkonformer Geschwindigkeit.

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quidquidagis1 16.04.2015, 17:36
79. Ostern..

..zu Ostern war in der hiesigen Unfallklinik Bereitschaftsdienst für alle Ops angesagt.Der Chef sagte dann immer:"Heute kommen Organe"

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