Forum: Auto
Urteil zu Euro-6-Norm: Europäische Großstädte dürfen auch neueste Diesel aussperren
picture alliance/Franziska Kraufmann/dpa

Eine Verordnung der EU-Kommission zu milderen Abgaswerten der Euro-6-Norm ist laut EU-Gericht gesetzeswidrig. Geklagt hatten die Städte Paris, Brüssel und Madrid. Hersteller müssen nun ihre Dieselmotoren-Strategie überdenken.

Seite 15 von 34
jupp78 13.12.2018, 14:58
140.

Zitat von Referendumm
Auch für Sie in aller Deutlichkeit: Konventionelle Benziner mit Saugrohreinspritzung, wie sie bis heute überwiegend in Gebrauch sind, haben KEIN Feinstaubproblem und KEIN Stickoxidproblem. Punkt, Ende und aus!
Nach einmal für Sie:
230.000x so viele Feinstaubpartikel hat der Smart (ist ein Saugrohreinspritzer) im ersten EcoTest des ADAC im Vergleich zu einer Mercedes E-Klasse Diesel rausgepustet! Weit mehr als jeder Diesel oder Benziner mit Direkteinspritzer überhaupt darf, ist aber kein Problem, denn für diesen existiert ja kein Grenzwert als Saugrohreinspritzer.
Pauschal zu sagen, dass benzin-Saugrohreinspritzer kein Partikelproblem haben, ist einfach nicht richtig.

P.S.: Und die haben gemessen, anders als Sie, der nur falsch behauptet.

Beitrag melden
ardbeg17 13.12.2018, 15:04
141.

messt doch die Belastung dort, wo sie die Menschen betrifft, und entscheidet dann anhand der realen Emissionen, wie sie dort zurückgefahren werden kann. Sofern die Grenzwerte überhaupt überschritten sind.
Und schon ist die Diskussion zu Ende, denn am Straßenrand wohnt niemand und den Gasherd wird sich niemand verbieten lassen wollen.

Beitrag melden
grossmutter 13.12.2018, 15:04
142.

Zitat von alt-nassauer
1) Aber etwas zu ihrem Foto als Link. Finde ich etwas "daneben" mir oder anderen Foristen vorzugaukeln Kalifornien bzw. das Foto von besagter Messstelle Los Angeles läge weitab von dem was man in Deutschland messen würde bzw. deren Standorte. Somit wäre es in Kalifornien "weit" weg.[...] 2) Die Messstelle "Long Beach Route 710" befindet sich unmittelbar neben dieser Strasse und zeigt gegenwärtig auf Stufe Gelb Ortszeit ca. 6.00 Uhr mit Index 86 (gilt als Moderat) an.
1) Missverständnis: Das "weitab" bezieht sich auf die deutsche Praxis der Auswahl "verkehrsnaher" Standorte unmittelbar auf dem Bürgersteig. Wenn man am Neckartor nach US-Methode auf dem gut belüfteten Dach der anliegenden Hinterhäuser messen würde, dann wäre der Standort augenblicklich "sauber".

Hier noch ein Beispiel für "verkehrsnahe" (hüstel) Messung a la USA:
https://goo.gl/maps/bERedCjUmnR2

2) Das "Moderate" ist das Prädikat für den AIQ-Gesamtindex, das dem jeweils schlechtesten Grad der vielen überwachten Einzelwerte (momentan: Feinstaub PM2,5) entspricht.

Beitrag melden
Referendumm 13.12.2018, 15:06
143.

Zitat von kayakclc
Mediziner haben schon mehrfach darauf hingewiessen, dass die 40 oder 60mug Grenzwerte politische Vorgaben sind, und nicht durch naturwissenschaftliche Studien gestützt werden.
Das ist absoluter Blödsinn!
Ja, es gibt einige Mediziner, die dieser Ansicht sind, es gibt allerdings auch eine Vielzahl anderer Mediziner, die der Ansicht sind, die aktuellen Grenzwerte sind noch viel zu hoch:

Prof. Barbara Hoffmann MPH, Universitätsklinikum Düsseldorf,
Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Umweltmedizin
AG Umweltepidemiologie
"Der Zusammenhang zwischen kurzfristiger Exposition mit Stickstoffdioxid und erhöhter Sterblichkeit, Krankenhauseinweisungen sowie einem erhöhten Risiko für die Atemwegsgesundheit ist wissenschaftlich belegt. Neuere epidemiologische Studien liefern darüber hinaus immer mehr Belege für den Zusammenhang von Langzeitexposition gegenüber NO2 mit Lungenerkrankungen und vorzeitiger Mortalität. "

"Epidemiologische Befunde belegen negative gesundheitliche Wirkungen von Stickstoffdioxid bereits bei Konzentrationen von 20 μg/m3 im Jahresmittel oder darunter"

>>Wir liegen z.B. in Frankfurt aktuell bei über 50 μg/m3

Beitrag melden
alt-nassauer 13.12.2018, 15:08
144. Nicht die DUH...

Zitat von Elementar
Heizöl ist sehr ähnlich zum Diesel, d.h. es ist hier mit ähnlichen Schadstoffen aus dem Kamin zu rechnen und ich wüsste nicht, dass die Öl-Heizungen, die ich aus dem Bekanntenumfeld kenne, überhaupt irgendeine Art der Abgasreinigung besitzen. Es ist damit zu rechnen, dass der DUH in naher Zukunft sein Augenmerk auf die Öl-Heizungen in Intensivstädten legt. Welche Möglichkeiten der Nachrüstung einer Abgasreinigung (NOx, Feinstaub, ?) gibt es auf dem Markt?
Nicht die DUH, auch nicht das Umweltbundesamt wird klagen.

Aber die Besitzer einer Zentralheizung mit Heizöl verzichten immer öfters Freiwillig auf diese Art zu Heizen. Laut Angaben Bundesministerium für Wirtschaft, gibt es mit Stand 2016 noch 24 % die mit Heizöl heizen. Tendenz fallend.

Die Problematik Abgaswerte Heizung Generell, liegt darin das es zu viele Altanlagen gibt. Diese müsste man Modernisieren und je nach Einstellung und dem Geldbeutel des Eigentümers bzw. Vermieters gibt der Staat auch da Zuschüsse bzw. billige Kredite für Moderne Anlagen.

Eigentum verpflichtet eben auch mal zu solchen Ausgaben... Vor drei Jahren 10.000 Euro ohne Zuschüsse in die Hand genommen um eine 30 Jahre Alte Gastherme auszutauschen. Man merkt den Unterschied....

Heizöl wird seit einigen Jahren Schwefelarm hergestellt und verkauf!

Da funktioniert das auch bei einigen mit Köpfchen. Denn einer weiter so, wie bisher muss nicht sein.

Auch die Schifffahrt weiß um die Problematik... Alles zu seiner Zeit!

Beitrag melden
Schroekel 13.12.2018, 15:08
145. Ein ende des groben Unfugs ...

.. von ungezügeltem Privatverkehr mit Verbrennungsmotoren kommt langsam in Sicht. Als erstes ist der Diesel dran, Benziner folgen. Gut und weiter so. Nun sind Staat und Politik gefordert, entsprechende Grenzwerte und Gesetze zu erlassen und durchzusetzen, dazu gibt es Parlamente und Polizei. Ich erwarte praxiskonformes und auf Gesundheit und Zukunft ausgerichtetes Handeln und Sicherung von Mobilität mit anderen Mitteln und ein klares Signal an die deutsche und europäische Automobilindustrie.

Beitrag melden
Findus_1 13.12.2018, 15:09
146.

Zitat von kayakclc
Mediziner haben schon mehrfach darauf hingewiessen, dass die 40 oder 60mug Grenzwerte politische Vorgaben sind, und nicht durch naturwissenschaftliche Studien gestützt werden. Jetzt wird 30% der Bevölkerung durch eine Irsinn in Geiselhaft genommen, nur weil Leute wie der damalige Umweltminister Gabriel (Lehramt Germanistik und Soziologie!) und andere Leute, denen der naturwissenschaftliche, medizinische Sachverstand fehlt, vor 10 Jahren sich durch Lobbygruppe über den Tisch haben ziehen lassen. Es wäre Zeit, endlich die Grenzwerte zu ändern. Die sind nämliche menschengemacht und kein Naturgesetz.
"Mediziner" wurden hier sehr pauschal angeführt. "Mediziner" ist auch mein Hausarzt.

Die WHO zitiert zahlreiche epidemiologische Studien, welche bereits bei jährlichen Konzentrationen unterhalb von 40 oder sogar 20 µg/m3 Zusammenhänge mit negativen gesundheitlichen Effekten in der Bevölkerung belegen. Sie beschreibt die Konzentrations-Wirkungs-Beziehung für Kurzzeiteffekte als linear. Sichere Hinweise
auf eine Wirkschwelle, unter der keine gesundheitlichen Effekte auftreten, gibt es nicht. In einer zweiten Übersichtsarbeit von 2013 empfiehlt die WHO eine Quantifizierung der Kurzzeit- bzw. Langzeit-Effekte von NO2 Kurz-Stellungnahme Hoffmann, Schneider, Hornberg auf Sterblichkeit und bestimmte Atemwegserkrankungen nach linearen Konzentrations-Wirkungsbeziehungen. Als untere Schwelle für die Anwendung einer linearen Dosis-Wirkungsbeziehung für Langzeiteffekte auf die Sterblichkeit gibt die WHO 20 µg/m3 im Jahresmittel an, für alle anderen Effekte wird keine untere Schwelle angegeben.

Kann man auch googeln: "Uni Düsseldorf Gesundheitliche Bewertung von NOx-Emissionen aus Dieselfahrzeugen"

Beitrag melden
hup 13.12.2018, 15:10
147. Das Lustige bei den "Luft-Hippies" ist

dass entgegen der ihnen medial eingetrichterten Hysterie die Luft in den Städten seit Jahrzehnten nachweisslich immer besser wird - u.a. trotz und wegen der neueren Diesel- und Otto-KFZ. Hier also zum Untergangsfanal in den Städten zu blasen weil ein Auto halt nicht zum eigenen Lebensstil gehört, ein Phantasiegrenzwert um wenige Mikrogramm pro m³ überschritten wird und die Scheuklappen keinen Blick über die Fußspitze hinaus zulassen, ist bar jeder Realitätsrückbindung.
Die Städter haben so gute Luft in Stuttgart und anderen Großstädten wie noch nie (!), seit dem Beginn der Industrialisierung.
Und da eine Gesellschaft nicht nur aus fahradfahrenden Telefondesinfizieren, Youtubeinfluenzern und Baristas bestehen kann, deren Lebenstraum es ist in einer multiethnischen Mehrgenerationen-WG in einer autobefreiten Kinderspielstraße in Berlin-Kreuzberg zu leben, sind die Öko-Fahrrad- und ÖPNV-Fantasien bei letztlich Abschaffung aller privaten KFZ nur Wunschträume von Helikopter-Einzelkinderzogenen Millenials, die schon arg nach Problemen suchen müssen in ihrer ansonsten leider unbeschwerten gepamperten Existenz, die meist von anderen alimentiert wird.
Hingegen ist richtig: Die Grenzwerte sind politisch gesetzt und bisher viel zu wenig wissenschaftlich hinterfragt worden. Wenn hier keine glasklaren Ursache-Wirkungsbeziehungen festgemacht werden können, und das ist schlicht unmöglich unter Realbedingungen, dann ist es eben absolut nicht verhältnismäßig für ein paar medial überräpresentierte Hippies mit dem Anspruch Landluft in der Stadt zu genießen ganze Volkswirtschaften zu ruinieren und ganze Gesellschaften in die Rezession und damit ins reale Elend zu stürzen. Ein solche Rezession würde übrigends real jede Menge Leben kosten, ganz im Gegensatz zu den hypothetischen Hochrechnungen zu angeblich NOx- und Feinstaubtoten.
Ja, die Politik ist gefragt - und zwar die aller nationalen Volkswirtschaften den übersteigerten Grenzwert-Irssinn in Brüssel zu beenden und die Grenzwerte nicht immer sinnbefreiter in einem Automatismus weiter hochzuschrauben.

Davon *völlig unbenommen* sollte man natürlich schauen, die KFZ wirklich so schadstoffarm wie technisch möglich zu produzieren, und sowas wie der Beschiss von VW mit den defeat-devices geht gar nicht und muss weit schwerer bestraft werden als das in Deutschland aktuell der Fall ist.

Das Zauberwort für jedes Vorgehen - auch der Richter - hier heisst *angemessen*, *verhältnismäßig*, *graduell* und ganz sicher nicht hysterisch. Denn Recht existiert nicht in Pusemukl, sondern in der Relaität. Richter, die diesen Bezug vergessen sprechen nicht recht, sondern dienen einer sinnbefreiten Justiz-Ideiologie a la "ich befolge do nur Befehle" - "ich setze nut gegebenes Recht um". Nope. Zum Richteramt gehört auch die Hinterfragung der Verhältnismäßigkeit der Gesetze und ihr Bezug zu einer Lebenswirklichkeit der Menschen. Sonst ist Justiz nichts weiter als eine hohle Ideologie. Blind muss Justizia nur gegenüber dem individuellen Kläger und Angeklagten sein, nicht gegenüber der Realität.

Beitrag melden
misterknowitall2 13.12.2018, 15:11
148. Es gibt...

Zitat von Elementar
Heizöl ist sehr ähnlich zum Diesel, d.h. es ist hier mit ähnlichen Schadstoffen aus dem Kamin zu rechnen und ich wüsste nicht, dass die Öl-Heizungen, die ich aus dem Bekanntenumfeld kenne, überhaupt irgendeine Art der Abgasreinigung besitzen. Es ist damit zu rechnen, dass der DUH in naher Zukunft sein Augenmerk auf die Öl-Heizungen in Intensivstädten legt. Welche Möglichkeiten der Nachrüstung einer Abgasreinigung (NOx, Feinstaub, ?) gibt es auf dem Markt?
Filter für Feinstaub, die wegen der Belastung bei Pelletheizungen notwendig wurden. Ansonsten gilt es die Verbrennung günstig einzustellen, mehr Möglichkeiten haben sie kaum. Oder es wird aufwendig. Sie könnten auf Gas wechseln, dass verbrennt sauberer. Mit einer guten Dämmung sparen sie bis zu 40% des Energiebedarfs. Abgasvermeidung ist die effektivste Art Schadgase zu vermindern.

Beitrag melden
jupp78 13.12.2018, 15:11
149.

Zitat von Referendumm
Allerdings: Mazda z.B. hat zahlreiche Benziner mit Direkteinspritzung im Programm (s.u.), die für die heutigen und auch für die neuen Abgasgrenzwerte KEINEN Ottopartikelfilter benötigen. Die Japaner haben das Problem durch innermotorische Maßnahmen gelöst. Das ist keine Zauberei, man muss nur wollen und eben auch ein wenig können.
So haben es die deutschen Hersteller seinerzeit mit Euro 4 beim Diesel auch gemacht und haben auf den DPF verzichtet. Und dafür sind sie so richtig kritisiert worden. Sparen zu Lasten der Umwelt.
Denn so wie es damals beim Diesel war, so ist es heute beim Benziner.
Ja, Mazda hält die Grenzwerte ein, aber ist recht dicht am Limit ... so wie die Deutschen damals beim Diesel.
Ein typisches Fahrzeug mit OPF hingegen stößt nur rund ein Hundertstel der Partikel aus, die solch ein Mazda raus lässt.

Beitrag melden
Seite 15 von 34
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!