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Urteil zu Euro-6-Norm: Europäische Großstädte dürfen auch neueste Diesel aussperren
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Eine Verordnung der EU-Kommission zu milderen Abgaswerten der Euro-6-Norm ist laut EU-Gericht gesetzeswidrig. Geklagt hatten die Städte Paris, Brüssel und Madrid. Hersteller müssen nun ihre Dieselmotoren-Strategie überdenken.

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jjcamera 13.12.2018, 16:52
200. Justizreform

Eine Vorschrift, die es einem VW Lupo 3L verbietet, in die Innenstadt zu fahren, es aber gleichzeitig einem Mercedes Brabus G V12 mit 700 PS erlaubt, ist ein derartiger Unfug, dass man berechtigterweise an dem Verstand der Richter, die so ein Urteil sprechen, zweifeln darf.
Erwiesen ist auch, dass durch eine Umlenkung der Diesel auf andere Straßen mit größeren Staus die Luft in Städten eher schlechter als besser wird.
Nach so vielen kuriosen und nicht nachvollziehbaren Urteilen der letzten Zeit, wäre wohl eher eine Reform der EU-Justiz fällig.

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jonny_dow 13.12.2018, 16:53
201.

Zitat von Dr. Kilad
Dass immer wieder die Autoindustrie ihre Deckschleudern für viel Geld weiter verkaufen will. Opfer sind auch die Käufer dieser Wagen und die Beschäftigten der Automobilindustrie. Aber das Urteil ist richtig.
Ihr Adventskranz ist eine größerer "Dreckschleuder", denn der Ausstoß allein einer Kerze führt zu einer 30%igen Überschreitung der Grenzwerte.

Psst, aber nicht weitersagen. Sonst ist Weihnachten als nächstes dran.

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DerBlicker 13.12.2018, 17:05
202. und schon falsch

Zitat von Referendumm
Auch für Sie in aller Deutlichkeit: Konventionelle Benziner mit Saugrohreinspritzung, wie sie bis heute überwiegend in Gebrauch sind, haben KEIN Feinstaubproblem und KEIN Stickoxidproblem. Punkt, Ende und aus!
Saugrohreinspritzung gibt es außer beim Prius bei keinem aktuellen Benziner mehr, denn Saugrohreinspritzung bedeutet hoher Verbrauch, wenig Drehmoment. Auch die aktuellen Hybridmodelle von Toyota sind daher bis auf den Prius, die lahme Ente, Direkteinspritzer mit Partikelfilter.

Direkteinspritzer gibt es übrigens als Sauger und als Turbo.

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grossmutter 13.12.2018, 17:05
203.

Zitat von Ingo.Wegner
Sollen wir alles so machen wie die USA? Wir sind in Europa und haben unsere eigenen GW und Regeln. Wenn Ihnen die in den USA eher zusagen steht es Ihnen frei dorthin auszuwandern.
Nachdem in den USA der VW-Skandal losgetreten wurde, bekam man in Deutschland den Eindruck vermittelt, die USA hätten Sorgen durch ein NO2-Problem, das durch den Betrieb von ein paar tausend deutschen Schummel-Dieseln entstanden wäre. Beides falsch: die USA haben gar kein NO2-Problem, und die gleichwohl relativ hohen Werte dort haben offensichtlich nichts mit VW-Abgasen zu tun.

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yabba-dabba-doo 13.12.2018, 17:05
204.

@184 genau das was du schreibst ist der falsche Weg.

Enteignet den Bürger. Sperrt ihn aus. Gut so, wenn er sich kein neues Fahrzeug mehr kaufen kann. Wieder eines weniger.

Konsens und Kompromisse gibt es keine mehr.
Die Gesellschaft wird gespalten.
Ja schon klar, so einige hier freut das tierisch.Ist das eine deutsche Eigenschaft?

Das halte ich für falsch.

Auch wenn mich die Politik zu tiefst verärgert. Ich kann mir zur Not ein E-Auto leisten. Viele die auf ein Auto angewiesen sind aber nicht. Deutschland, seine Bürger sind nicht so reich wie Spon oft berichtet

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Christoph 13.12.2018, 17:05
205.

Zitat von spon_12
Meine Güte, das wird ja immer schlimmer. Es sei Ihnen versichert, das eine Kerze oder ein ganzer Kranz weit harmloser ist, als eine unter dem Fenster langfahrende Autokolonne. Wo kommen eigentlich immer diese völlig absurden Vergleiche her? Gibt's da irgendwo eine Webseite?
https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2018/03/unstatistik-des-monats-diesel-stickstoff-und-6000-tote#

Hat das Max-Planck-Institut vielleicht auch einfach nur keine Ahnung?

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alt-nassauer 13.12.2018, 17:05
206. Denken nützt nichts...

Zitat von MatthiasPetersbach
Dann sind Sie vorher zuviel unnötig gefahren :) Im Ernst - die meisten Leute fahren dahin mit dem Auto, wohin sie müssen. Und das hat nicht nur etwas mit dem Job zu tun, sondern auch mit Transportfunktion der Karre und der zur Verfügung stehenden Zeit. ich denke es fahren nicht viele täglich aus Jux und Dollerei und daß man, WENN man fährt, das auch bzgl Wegen optimieren kann oder muß, das sagt dem einem das Preisschild am Zapfhahn. Die Leute sind ja nicht doof und viele müssen den Cent auch durchaus zweimal rumdrehen. Nur - selbst wenn da jetzt noch 10 % weniger drin wäre - am PROBLEM ändert das nichts.
Ich gebe ihnen Recht, eben mein Verhalten umstrukturiert... Man sollte eben nicht mit dem Lernen aufhören.

Aber was sie Denken es wären unnötige Fahrten. Ich sehe es immer wieder Sonntags! Bei unseren Bäcker-Filialen die Sonntags auf machen. Ich komme entweder von der Arbeit oder ich mache meinen Sonntäglichen Sport. Die dort aussteigen in leichter, lockerer Kleidung aus dem PKW haben sich gerade so aus dem Haus gequält. Um schnell Brötchen und Backwaren mit dem PKW zu holen. Wobei keiner im Ort einen Anfahrtsweg von 1 Kilometer hat. Rund um die Bäckerei jeden Sonntag ziemliches Chaos beim Parken.

Da sind keine Ortsfremde unterwegs. Denn so sieht es Rings rum in allen Ortschaften mit solchen Bäckereien aus.

Schnell mal Brötchen holen mit PKW ist doch in Ordnung und gleichzeitig sind diese Leute in Bürgerinitiative die weniger Verkehr in der Ortsmitte fordern.

Ich weiß wie das endet... geforderte Umgehungsstraße kommt, Bäcker schließt, eröffnet an neuer Straße neu und der der Brötchen will setzt sich wieder in das Auto und die sonst zu Fuß unterwegs waren. Die haben nun auch einen längeren Weg. Da Faulheit siegt und wieder ein paar PKW mehr unterwegs. Bis der nächste Anwohner dort wieder eine Umgehung für die Umgehung fordert - Anlieferung usw.

Auch da hilft Denken nicht.. Bei uns schließen zu festen Zeiten die Bahnschranken. DENKEN Sie das dort die PKW oder andere Fahrzeuge den Motor abschalten. Da läuft der Motor auch schon mal 15 Minuten ! Leider aber wahr Kraftstoff ist für dieses Klientel viel zu billig! Ich schalte sofern mir Ampelschaltung bekannt ist, des öfteren den Motor aus.

Benötige ich für das Verhalten eine Vorschrift, den Gesetzgeber oder sogar die EU?

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der_sinnlose 13.12.2018, 17:06
207. was soll man machen?

keine Ahnung! Wir werden den Irrsinn nicht stoppen. Auch wenn ich keinen Diesel habe aber den Benzinern wird es auf absehbare Zeit ja auch an den Kragen gehen. Aktuell stehe ich auch vor der Neuanschaffung eines PKW. Aktuell quäle ich mich mit den Öffis zur Arbeit. Das geht aber ist mehr als gruselig. Volgekotzte Wagen, kanallvolle Strapatzenbahnen selbst um 6:00, Wartezeiten und schlechte Verbindung und Taktung. Statt 18-20 Minuten mit dem PKW im Innenstadtbereich benötige ich mit den Öffis fast 1 Stunde - pro Fahrt! Ich denke die können mich mal. Wenn der gebrauchte Benziner in 3 oder 4 Jahren nicht mehr rein darf ziehe ich einfach raus aus der Stadt. Die Mieten sind günstiger und zur Arbeit muss ich nicht rein fahren. Selbst wenn ich dann doppelt so lange unterwegs bin spare ich pro Strecke immer von 20 Minuten. Dabei höre ich meine Musik und nicht die des Sitznachbarn, habe keine Stinker neben mir, immer einen Sitzplatz und friere mir im Winter nicht den Hintern ab. Ansonsten kann man nur passend wählen - zB jetzt bei der Europawahl. Ach ja - und nicht die gelbe Weste für das Auto vergessen. Die Dinger sind ja sogar Vorschrift!

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DerBlicker 13.12.2018, 17:09
208. wie kommen Sie darauf?

Zitat von EiligeIntuition
Das EU-Urteil entspricht nahezu in allen Punkten inhaltlich den zahllosen in den vergangenen Monaten von deutschen Gerichten ausgesprochenen Fahrverboten für deutsche Großstädte aufgrund bestehenden deutschen Rechts.
Es gibt kein Urteil eines deutschen Gerichts, das eine Abgasnorm wie 6dtemp als gesetzeswidrig angesehen hat. Die Abgasnormen wurden von der EU Kommission und den Mitgliedsstaaten in einer Verordnung (=Gesetz) festgelegt, so etwas darf der EUG gar nicht überprüfen. Der EUG ist kein Verfassungsgericht, das ist nur der EUGH. Nur der EUGH darf EU Verordnungen kassieren. Das Urteil des EUG ist daher klar rechtswidrig und wird keinen Bestand haben, da hilft auch kein Verweis auf Menschenrechte.

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Emil Peisker 13.12.2018, 17:11
209. Abgasfilter...

Zitat von MatthiasPetersbach
FALLS er einen hat. Mein eines Auto hat keinen. Den "Fein"staub kann man aushusten und der ist größtenteils NICHT lungengängig. Klar, die Zeiten, in denen die Wäsche auf der leine schwarz wurde, sind Gottseidank vorbnei - aber bei mancher Entwicklung der Motoren kann man sich schon fragen, ob es da in die richtige Richtung geht oder ging. Am Ende eines Pfades aus in sich schlüssigen und sinnvollen Teilschritten kann trotzdem das Gegenteil stehen von dem, was man erreichen wollte.
Ich bin 1999 auf Diesel von Citroen mit Partikelfilter umgestiegen.
Der Partikelfilter enthält ein Gel, das nachgefüllt werden muss.
Der Bordcomputer zeigt an, wenn der Partikelfilter nachgefüllt werden muss. 2006 bin ich auf einen neuen Citroen C5 umgestiegen.
Und 2012 auf den nächsten.
Ich bin noch nicht auf einen neuen umgestiegen, weil die NOX-Diskussion keine klare Entscheidung für oder gegen den nächsten Diesel zulässt.

Citroen hat in den neuen Modellen die neuesten Partikel- und NOX-Filter, sagen sie jedenfalls. Ebenfalls schon den neuen Standard 6d temp.

Ich warte noch bis zum Frühjahr 2019. Diese Unklarheit hat bei vielen Käufen wie mir, den Neukauf aufgeschoben. Daher auch der Knick im Umsatz bei vielen Herstellern.

Vielleicht kaufe ich diesmal einen BMW, gerne einen Diesel, aber nur wenn es ausreichend Sicherheit gibt, dass ich den dann auch 6 Jahre fahren kann.

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