Forum: Auto
US-Automarkt: Sparboom im Spritschlucker-Land

Small is sexy: Ausgerechnet in der amerikanischen Provinz fahren Pkw-Kunden neuerdings auf Sparmobile wie Smart und Mini ab. Für die krisengebeutelten US-Autohändler eine große Chance - wer sich konsequent genug umstellt, kann trotz Spritpreiskrise ordentlich Kasse machen.

Seite 2 von 23
Charles Atane 04.07.2008, 14:46
10. Wenn man den Kopf in den Sand steckt, ist der Kopf immer noch da!

Zitat von Pragmatist
Die Situation heute ist genau die gleiche wie zur Oelkrise in den fruehen 70er Jahren. ... Nach weniger als einem Jahre war alles vergessen und die grossen Autos waren wider in Mode und nahmen sogar noch an Groesse zu. Wird es diesmal anders sein? Wohl kaum!
Doch.
Weil das Erdöl nämlich langsam tatsächlich zur Neige geht, ob in 5 oder in 50 Jahren.
Und weil die Kapitalmärkte gerade wieder auf dem besten Weg sind, das Klo runter zu rauschen, was letztendlich wieder einmal hauptsächlich der Normalbürger auszubaden hat.

Beitrag melden
matrix99 04.07.2008, 15:13
11. Übermäßige Besteuerung ist die moderne Wegelagerei !

Zitat von Rainer Girbig
Es liegt natürlich nahe, die Senkung der Mineralölsteuern zu fordern. Aber dafür müßten dann andere Steuern erhöht werden. Das nennt man Gegenfinanzierung. Oder man macht Vorschläge, wie der Ausfall durch Ausgabensenkung aufzufangen wäre. Aber das ist nicht realistisch. Der deutsche Staat hängt an der Mineralölsteuer wie der Junkie an der Nadel.
Jedem ist es klar, dass man die Abschaffung von Mineralsteuer nicht verlangen kann. Ich sage nur, dass, im Hinblick auf die gesamte Volkswirtschaft, für die Besteuerung vom Benzin (pro Liter) eine Obergrenze gesetzt werden soll. Damit erhält der Staat (der Junkie) nach wie vor seine tägliche Ration (im Jahr 2006 waren es Steuern auf 171 Millionen Liter, täglich), und die Bevölkerung wird happy sein.

Beitrag melden
trunkenpolz 04.07.2008, 15:15
12. Hummer...?

Zitat von
Arnold Schwarzeneggers Hummer fährt immerhin abgasfrei mit Wasserstoff.
Unfug wird durch beharrliche Wiederholung nicht wahr...

Es dürfte heißen "...fährt immerhin lokal abgasfrei..." um nicht total falsch zu sein.

Richtiger wäre "Arnold Schwarzeneggers Hummer fährt mit einem grausam schlechten Gesamtwirkungsgrad und produziert somit an anderen Orten ein mehrfaches an Abgasemissionen da Wasserstoff nun einmal kein Primärenergieträger ist."

Aber das will keiner lesen, ist uncool...

Beitrag melden
Claudia_D 04.07.2008, 15:49
13. Automobile Wende?

Zitat von Charles Atane
Bei uns, wo man sich moralisch gerne den Amerikanern überlegen fühlt, kostet das Benzin das Zweieinhalbfache wie dort, und trotzdem schaffen die Amis die automobile Wende aus dem Stand, während bei uns noch immer auf üppig motorisierte Blechpanzer setzen, sogenannte Premium-Stinker und -Säufer, die sich in wenigen Jahren nur noch die wirklich Reichen leisten können.
Mal davon abgesehen, daß die sich m.M. bereits heute schon nur "wirklich Reiche leisten können": wo bitte "schaffen die Amis die automobile Wende aus dem Stand"?

Woher kommen denn die Fahrzeuge mit vergleichsweise geringem Verbrauch und/oder wo wurden sie entwickelt? Also, bestimmt nicht in den USA...

Beitrag melden
Claudia_D 04.07.2008, 15:50
14. Trösten...

Zitat von Rainer Girbig
Der deutsche Staat hängt an der Mineralölsteuer wie der Junkie an der Nadel.
Sie sich, nicht nur der deutsche... ;-)

Beitrag melden
coloradosp 04.07.2008, 16:20
15. Ignoranz zur Schau gestellt

Zitat von Claudia_D
Woher kommen denn die Fahrzeuge mit vergleichsweise geringem Verbrauch und/oder wo wurden sie entwickelt? Also, bestimmt nicht in den USA...
Auch nicht in Europa.
Der Markt von deutschen Autos ist ein Nischenmarkt fuer die Luxusklase und Kultautos.
Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass deutsche Autohersteller in den amerikanischen Massen-Automarkt eindringen koennten. Dazu fehlt ihnen die Infrastruktur, die Brand-name recognition im Massenmarkt.

Volkswagen, in Deutschland ein Massenmarkt Auto, wird hier ausschliesslich als Kultauto in einem Nischenmarkt verkauft: Jetta( bald in Mexiko hergestellt) fuer College Kids, New Beetle (in Mexiko hergestellt) fuer Beetle freaks wie meine Frau (hat inen Turbo S) Touareg (in Bratislava hergestellt) fuer solche, die sich keinen Cayenne leisten koennen, aber einen wollen, und ganz gelegentlich einen Passat. That's it.

In einer 500,000 Metropole (Colorado Springs, CO) , in der ich wohne, kann sich ein Volkswagen dealer nur part-time halten, indem er vorwiegend Subarus verkauft, und Volkswagen in einem Viertel des Show Rooms.

Die selbstgerechte Ignoranz ueber die USA allgemein , die hier mit One-linern zur Schau gestellt wird, ist nicht mehr bemerkenswert. Sie ist sowas wie eine flaechendeckende Krankheit inzwischen in Deutschland.

Gruss, Gerd

Beitrag melden
holzfäller 04.07.2008, 16:38
16. einmal mehr

Zitat von coloradosp
Auch nicht in Europa. Der Markt von deutschen Autos ist ein Nischenmarkt fuer die Luxusklase und Kultautos. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass deutsche Autohersteller in den amerikanischen Massen-Automarkt eindringen koennten. Dazu...
bemerkenswert hingegen ist, wie zielsicher sie bei jedem thema eine USA-feindlichkeit zu sehen glauben. zum glück ist diese fähigkeit keine flächendeckende krankheit in den USA.

Beitrag melden
Claudia_D 04.07.2008, 16:50
17. Habe ich...

Zitat von coloradosp
Auch nicht in Europa. Der Markt von deutschen Autos ist ein Nischenmarkt fuer die Luxusklase und Kultautos. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass deutsche Autohersteller in den amerikanischen Massen-Automarkt eindringen koennten. Dazu fehlt ihnen die Infrastruktur, die Brand-name recognition im Massenmarkt. Volkswagen, in Deutschland ein Massenmarkt Auto, wird hier ausschliesslich als Kultauto in einem Nischenmarkt verkauft: Jetta( bald in Mexiko hergestellt) fuer College Kids, New Beetle (in Mexiko hergestellt) fuer Beetle freaks wie meine Frau (hat inen Turbo S) Touareg (in Bratislava hergestellt) fuer solche, die sich keinen Cayenne leisten koennen, aber einen wollen, und ganz gelegentlich einen Passat. That's it. In einer 500,000 Metropole (Colorado Springs, CO) , in der ich wohne, kann sich ein Volkswagen dealer nur part-time halten, indem er vorwiegend Subarus verkauft, und Volkswagen in einem Viertel des Show Rooms. Die selbstgerechte Ignoranz ueber die USA allgemein , die hier mit One-linern zur Schau gestellt wird, ist nicht mehr bemerkenswert. Sie ist sowas wie eine flaechendeckende Krankheit inzwischen in Deutschland. Gruss, Gerd
Hallo!

Habe ich ja auch gar nicht behauptet. Wie Sie selbst ja geschrieben haben, kommt der Großteil dieser Fahrzeuge aus Japan.
Und die Japaner entwickeln und vertreiben ihre Fahrzeuge nun auch einmal mit nicht unwesentlichem Marktanteil für das und im traditionell "sprithochpreisigen" Europa.
Sie können daher ganz anders reagieren, als die amerikanischen Hersteller. Denn sie haben ggf. bereits die technischen Plattformen und auch die Kapazitäten (siehe schrieben ja selbst, sehr viele "Japaner" würden in den USA gebaut), müssen sie also nicht erst entwickeln bzw. haben einen großen Vorsprung (gut, Ford und GM könnten auf Köln bzw. Rüsselsheim zurückgreifen).

Die deutschen oder allgemein die europäischen Hersteller (ansonsten m.W. nicht - oder nicht mehr - in den USA vertreten) bauen ja außerdem auch nicht nur spritfressende SUVs und Oberklasselimousinen, sondern eben auch relativ kraftstoffsparende Klein- und Mittelklassewagen (wobei mich am Rande mal der Kraftstoffverbrauch von einem Tourag gegenüber einem klassischen Pick-up beispielsweise interessieren würde, so rein informativ). Auch mit Klimaanlage :-) (gehört in Südeuropa bspw. zur "Standardausrüstung").
Auch hier ist also die Technik bereits vorhanden, möglicherweise ein Vorteil, mit dem man langfristig die Verkaufszahlen erhöhen kann, wenn die Kraftstoffpreisentwicklung in den USA so weitergeht. Wovon bei der anhaltenden Dollarschwäche wohl auszugehen ist.

Beitrag melden
coloradosp 04.07.2008, 17:31
18. Was wollen Sie sagen?

Zitat von Claudia_D
Hallo! Habe ich ja auch gar nicht behauptet. Wie Sie selbst ja geschrieben haben, kommt der Großteil dieser Fahrzeuge aus Japan.
Mir ist voellig unklar, was Sie sagen wollen.
Ich habe den amerikanischen Mark beschrieben, wie er ist, nicht wie er patriotisch sein soll.

Mir ist schnuppe, ob GM, Chryler, Ford einerseits oder Toyota, Honda in der USA herstellen. Fuer mich sind das alles " in Amerika hergestellte " Autos, im Gegensatz zu deutschen Luxusmodellen, die importiert werden, und die ein Nischenmarkt sind.
Das Wichtige sind JOBS, egal in welchem Lande das Headquarter der Firma ist.
Das, irgendwie, kommt hier nicht durch.
Die Welt ist globalisiert, und es interessiert , welche JOBS im Lande sind, NICHT wo das Firmenheadquarter ist.


Und da, um es nochmals zu sagen, ist die deutsche Autoindustrie eben nicht im amerikansichen Massenmarkt. Sie wird es auch kaum schaffen, denn dazu haette sie jahrelang die Infrastruktur aufbauen muessen, Fabriken, dealerships usw usf.

Habe ich meinen Punkt klar gemacht?

Und zum Holzfaeller Beitrag:
Fast alle Foren in deutschen Zeitungen strotzen vor Amerikafeindlichkeit, mit der die zunehmend prekaere wirtschaftliche und politische Situation in Deutschland unter dem Tisch gehalten wird.

Gerd

Beitrag melden
Claudia_D 04.07.2008, 18:12
19. ....

Zitat von coloradosp
Mir ist voellig unklar, was Sie sagen wollen. Ich habe den amerikanischen Mark beschrieben, wie er ist, nicht wie er patriotisch sein soll.
Zitat von SPON
Insbesondere der Automarkt ist seit Monaten im freien Fall, und die gerade veröffentlichten Absatzzahlen für den Juni - ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat - sind eine weitere Hiobsbotschaft aus Detroit. Die Chrysler-Group büßte im Vorjahresvergleich 28 Prozent ein, Ford verlor 19 und General Motors 8 Prozent. Und keine andere Zahl belegt den Niedergang des "American Way of Drive" eindrucksvoller als die für den Hummer: Mit einem Minus von 54 Prozent ist der Gelände-Dinosaurier Verlierer des Monats. Zudem wurde der Ford F-150, eine Art Blech gewordenes Mastschwein, erstmals seit zehn Jahren vom Spitzenplatz der Zulassungsstatistik verdrängt – und zwar vom . ... Angesichts dieser Zahlen wächst der Verdacht, Autohändler in den USA steckten tief im Schlamassel. Doch Stichproben in Neuengland zeigen: Ganz so schlimm ist die Stimmung gar nicht. Im Gegenteil! Wer die richtigen Marken und Modelle verkauft, hat sogar gut lachen. So wie Maria Dunning von Keeler Motors in Albany. Die Managerin wacht über Showrooms von Honda, BMW, Mercedes, Jaguar, Land Rover, Mini und Smart und hat "bislang sogar mehr verkauft als im vergangenen Jahr". Das bedeutet Monat für Monat zwischen 600 und 700 Autos. "Wahrscheinlich liegt es an unseren Marken und an der Zielgruppe", sagt Dunning. Jeder starre inzwischen auf die Piktogramme an den Neuwagen, auf denen der Verbrauch "Miles per Gallon" angegeben ist, hat die Händlerin beobachtet.
Zitat von
Mir ist schnuppe, ob GM, Chryler, Ford einerseits oder Toyota, Honda in der USA herstellen. Fuer mich sind das alles " in Amerika hergestellte " Autos, im Gegensatz zu deutschen Luxusmodellen, die importiert werden, und die ein Nischenmarkt sind. Das Wichtige sind JOBS, egal in welchem Lande das Headquarter der Firma ist. Das, irgendwie, kommt hier nicht durch. Die Welt ist globalisiert, und es interessiert , welche JOBS im Lande sind, NICHT wo das Firmenheadquarter ist.
Und was glauben Sie, was mit diesen JOBS passiert wenn die Spritpreise bei Ihnen im Land noch weiter steigen und keiner mehr die traditionellen Spritfresser kauft, sondern bei den japanischen, deutschen oder was weiß ich was für Herstellern? Haben die amerikanischen Hersteller ein 3-Liter-Auto im Programm bzw. in der Schublade? Oder nur sowas wie einen pieseligen Fiat Punto Diesel mit 70 PS und einem Verbrauch von 4,8 Litern auf 100 km/h?

Die europäischen und japanischen Hersteller haben sie bereits. Das in den USA so erfolgreiche Hybridfahrzeug baut Toyota.

Zitat von
Und da, um es nochmals zu sagen, ist die deutsche Autoindustrie eben nicht im amerikansichen Massenmarkt. Sie wird es auch kaum schaffen, denn dazu haette sie jahrelang die Infrastruktur aufbauen muessen, Fabriken, dealerships usw usf.
Und das kann sich eben ändern, wenn die amerikanischen Hersteller nicht schnell genug reagieren können, SOLLTE es denn zu einem massiven Nachfrageumschwung kommen.

Im übrigen produzieren die meisten deutschen Hersteller - wie die Japaner auch - bereits in den USA (BMW Spartanburg, Mercedes Tuscaloosa, VW plant ein Werk), schon allein, um sich auch gegen Wechselkursrisiken abzusichern.

Habe ICH meinen Punkt klar gemacht?

Beitrag melden
Seite 2 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!