Forum: Auto
US-Untersuchung: Jeder zweite Unfall auf dem E-Scooter endet mit Kopfverletzungen
Nicolas Armer/ DPA

Bei Unfällen mit E-Scootern sind Verletzungen am Kopf die häufigste Folge, zeigt eine US-Untersuchung. Sicherer fährt es sich demnach auf Bürgersteigen.

Seite 9 von 10
milchriegel 05.05.2019, 20:33
80. die paar mehr

In einem Land in dem jedes Jahr 1000 Fußgänger durch Kraftfahrzeugsführer sterben sollten ein paar mehr tote Füßgänger durch die mordsgefährlichen Rollerfahrer nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zoon.politicon 05.05.2019, 22:05
81.

"Jeder zweite Unfall mit Scooter endet mit Kopfverletzungen".
Als jemand, der eine Zeit in der Unfallchirurgie tätig war, stand mir sofort diese Kopfverletzungs-Gefahr vor Augen.
Es scheint wohl so zu sein, dass Herr und Frau Jedermann, die wenig mit Unfallmedizin zu tun haben, diese - ja schwer wiegende - Kopfverletzungs-Gefahr nicht wahrhaben bzw. verdrängen.
Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, sollten unsere Medien nur Bilder von Scooter-Fahrer(Innen), zeigen, auf denen diese ausreichend solide Helme tragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steuerzahler1972 05.05.2019, 23:00
82. Verrückte Welt

Erst haben wir unsere Autos mit Airbags und Sicherungsassistenten vollgepackt, damit möglichst niemand zu Schaden kommt und jetzt will keiner wahr haben, dass diese Geschosse ein Risiko für Fußgänger und die Fahrer selbst darstellt. Als bekennender Motorradfahrer, der auch zwei Räder (Stadtrad und E-bike) nutzt und ebenfalls auf den normalen Roller zurückgreift, wenn es danach in den Bus oder die Straba geht, kann ich nicht verstehen, wie naiv man sein kann die Gefahr im Verkehr, auch mit, durch einen Roller zu verneinen. Ich trage übrigens immer einen Helm, egal mit welchem Fahrzeug ich mich sportlich bewege. Da ich einen Bekannten habe, der aufgrund eines Unfalls mit Schädelverletzung im Alter von 55 Jahren ein Schwerstpflegefall ist, weiß ich wie schnell es gehen kann. Aber in Deutschland weiß jeder alles besser und wer Bedenken hat ist hat von Gestern. Viel Spass im Morgen, im Pflegeheim.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wirdschonwerden 05.05.2019, 23:41
83. Erst mal so ein Ding fahren, dann reden.

Ich bin begeistert vom eroller fahren. Sehe aber auch ein erhebliches Risiko durch die Geschwindigkeit und Beschleunigung. Das ist nix für ungeübte und nix für rücksichtslose. Auf dem Gehweg sehe ich unschöne Zeiten kommen. Mein testgerät fuhr 25 km/h...mit einfacher Hinterradbremse. Ungeplante Bewegung von Fußgängern...gute Nacht Marie! Übrigens ist mein Kopf beim Rollerfahren Körpergröße + 10cm über dem Boden. Ohne Helm nur was für schwachsinnige... Freue mich auf die Radwegzulassung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andreas-Schindler 06.05.2019, 00:32
84. Ich Wohne Stadtrand von Hamburg

Hier ist genug Platz auf den meisten Gehwegen und Fahrradwegen für solche E-Scootern. In den Innenstadt nur Teilweise. Hamburg hat viele Fußwege in der Vergangenheit Ausgebaut durch Wegnahme von Parkplätzen. Vor meiner Haustür will Hamburg auch den Fußweg irgendwann verbreitern. Als Grund werden die 10 Fußgänger mehr pro Stunde Angegeben durch geplante Wohnverdichtung. Für den Ausbau werden dann wir alten Anwohner wohl dann wieder zur Kasse gebeten. Hatten das vor 20 Jahren schon mal als der breite Sandweg durch Gehweg platten ersetzt wurde wegen Neubaugebiet 1500m weiter. Selber haben die alten Anwohner nichts davon, außer kosten für die Immobiliengesellschaften die jetzt hier überall Wohnungen bauen. Deren Häuser haben häufig ein bis zwei Stockwerke mehr als die Bauordnung erlaubt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freie.fahrt 06.05.2019, 01:20
85.

Zitat von intercooler61
zu 1.: Die Zahlen aus Austin besagen (so korrekt): - Kopfverletzungen in 48%, - _schwere_ Kopfverletzungen in 15% _aller_ erfassten Scooter-Unfälle. zu 2.: "Zitat" - woraus? (Quelle?) "Ungefähr die Hälfte der Kopfverletzungen gehen auf Verkehrsunfälle zurück" - woraus sich _nichts_ über die Gegenrichtung KV/Unfälle ableiten lässt (Logikfehler). "und Kopfverletzungen treten in mehr als 70 Prozent der schweren Autounfälle auf" - hoppla, da ist Ihnen aber das "schwer" von den Kopfverletzungen zu den Unfällen verrutscht und damit ein Filterfaktor vom Zähler in den Nenner. Honi soit ... Bei den Scootern in Austin kam auf ca. 50.000 gefahrene km eine schwere Kopfverletzung (traumatische Gehirnverletzung). Vergleichen Sie doch mal entsprechende Zahlen für Pkw (in der Größenordnung m.W. um den Faktor 100 seltener). Und wenn es im Pkw dann doch einmal zu schweren Kopfverletzungen kommt - trotz Gurt, Kopfstützen und (inzwischen) rundum Airbags - bleibt noch offen, ob und wieviel ein Schutzhelm in solchen Fällen noch helfen könnte. Zusammenfassend bleibt der Eindruck, dass es Ihnen gar nicht um die Minderung unfallbedingter Verletzungen geht, sondern um Ablenkung vom Thema und das Schikanieren von Pkw-Nutzern.
Es ist nun einmal Faktum, dass die Anzahl der Kopfverletzungen, die Autoinsassen infolge von Verkehrsunfällen erleiden, die anderer Verkehrsarten um ein Vielfaches übersteigt. Bezugnahme auf Streckenlänge ist dabei gänzlich fehlgeleitet und offenkundig irreführend, werden doch mit motorisierten Verkehrsmitteln wesentlich weitere Strecken zurückgelegt als nichtmotorisiert. Honi soit ... Sehr vielsagend ist allerdings, dass Sie eine Helmpflicht als Schikanieren der Nutzer eines Verkehrsmittels sehen. Es geht Ihnen ganz offenkundig nicht um die Minderung unfallinduzierter Verletzungen, wie sie nun einmal bei Autoinsassen in weitaus größerem Umfang als bei allen anderen Verkehrsteilnehmern auftreten - und hier ist von absoluten Zahlen die Rede. Es sei noch hinzugefügt, dass die Lebenszeitbilanz bei der Nutzung von Fahrrädern positiv ist; der Gewinn an Lebenszeit durch die gesundheitlichen Auswirkungen überwiegt die Verluste an Lebenszeit durch Unfälle um das Zwölffache. Die Lebenszeitbilanz bei der Nutzung motorisierter Verkehrsmittel ist wohingegen zwangsläufig negativ.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bakturs 06.05.2019, 08:11
86. Fahrrad, das unbekannte Wesen

Zitat von zensurgegner2016
Da argumentieren Sie ohne Wissen Gerade die Kurzstrecken werden oft in der STadt mit dem Auto zurückgelegt 1/3 des Innenstadtverkehrs besteht daraus Und ohne Roller , ohne Alternativen bleibt alles so wie es heute ist:
Wer legt denn bitte eine Kurzstrecke in der Stadt mit dem Auto zurück? Und keine Alternative? Schon mal vom Fahrrad gehört?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intercooler61 06.05.2019, 15:49
87. @freie.fahrt: nicht nur falsch, sondern irreführend

Zitat von freie.fahrt
Es ist nun einmal Faktum, dass die Anzahl der Kopfverletzungen, die Autoinsassen infolge von Verkehrsunfällen erleiden, die anderer Verkehrsarten um ein Vielfaches übersteigt. Bezugnahme auf Streckenlänge ist dabei gänzlich fehlgeleitet und offenkundig irreführend, werden doch mit motorisierten Verkehrsmitteln wesentlich weitere Strecken zurückgelegt als nichtmotorisiert. Honi soit ... Sehr vielsagend ist allerdings, dass Sie eine Helmpflicht als Schikanieren der Nutzer eines Verkehrsmittels sehen. Es geht Ihnen ganz offenkundig nicht um die Minderung unfallinduzierter Verletzungen, wie sie nun einmal bei Autoinsassen in weitaus größerem Umfang als bei allen anderen Verkehrsteilnehmern auftreten - und hier ist von absoluten Zahlen die Rede. Es sei noch hinzugefügt, dass die Lebenszeitbilanz bei der Nutzung von Fahrrädern positiv ist; der Gewinn an Lebenszeit durch die gesundheitlichen Auswirkungen überwiegt die Verluste an Lebenszeit durch Unfälle um das Zwölffache. Die Lebenszeitbilanz bei der Nutzung motorisierter Verkehrsmittel ist wohingegen zwangsläufig negativ.
Ihr "Faktum" ist frei erfunden - es sei denn, Sie vergleichen absolute Zahlen und unterschlagen dabei die jeweilige Grundgesamtheit = Zahl der Nutzer des jeweiligen Verkehrsmittels):
Wenn pro Tag 5 Leute vom Hochhaus springen und einer davon überlebt, ist das nach Ihrer Logik sicherer als Autofahren, weil dort mehr als 4 Getötete pro Tag zu beklagen sind.

1. Zweck jedes Verkehrsmittels ist es, von A nach B zu gelangen. An der Entfernung zwischen A und B ändert die Wahl des Verkehrsmittels nichts. Deshalb sind "Verletzte pro Personen-km" der seriöse Vergleichsmaßstab - auch wenn Ihnen die Ergebnisse nicht passen.

2. Selbst wenn Sie (unsinnigerweise) auf die zeitliche Reisedauer abstellen, ist das Risiko schwerer Kopfverletzungen auf E-Tretrollern um Größenordnungen höher als in Pkw: In Austin 1 Fall pro 6.400 Stunden Fahrt (15% von 190 auf 182.333 Stunden).

Bei einem Pkw mit durchschnittlich(!) 50 km/h über alle Betriebsstunden (das ist hoch gegriffen) entspräche das dann einer traumatischen Gehirnverletzung auf 320.000 km - schon offensichtlich weit jenseits der Realität.

Wenn Sie hier behaupten, es besser zu wissen, nennen Sie gefälligst die Zahlen (pro km oder pro Stunde, das sei Ihnen geschenkt) und die Quelle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freie.fahrt 06.05.2019, 21:29
88. @intercooler61: Die Schummelei bitte unterlassen

1. Gegenstand ist Einführung einer Helmpflicht. Deren Ziel ist die Minderung unfallinduzierter Verletzungen. Die Anzahl von unfallinduzierten Kopfverletzungen bei Autoinsassen übersteigt die bei anderen Verkehrsmitteln um ein Vielfaches. Da geht es um absolute Zahlen. Die einschlägigen Zahlen fanden sich u.a. in Veröffentlichungen der Hannelore-Kohl-Stiftung, diesen zufolge gibt es ca. 30mal so viele verkehrsunfallinduzierte Kopfverletzungen bei Autoinsassen wie bei Fuß- und Fahrradverkehr zusammen. Wenn Sie einmal in der Unfallmedizin gearbeitet hätten, würden Sie diesen Sachverhalt aber auch empirisch festgestellt haben können. Eine Helmpflicht wäre mithin ganz zuvörderst für Autoinsassen einzuführen. Angesichts einer hoch drei-, wenn nicht vierstelligen Anzahl von Toten und einer noch einmal wesentlich höheren Anzahl von Schwer- und Schwerstverletzten, die mit einer Helmpflicht beim Auto gerettet werden könnten, wären Ihre fünf Personen, die von einem Hochhaus springen, aus Sicht der Helmpflicht tatsächlich vernachlässigbar. Für die Wirksamkeit des Schutzes durch einen Helm im Auto fragen Sie am besten einfach mal einen Renn- oder Rallye-Fahrer, der zusätzlich zum Vierpunkt-Gurt und Überrollbügeln einen Helm aufsetzt.

2. Sie versuchen klammheimlich, die Frage, für wen eine Helmpflicht geboten wäre, auf ein individuelles Risiko bei verschiedenen Verkehrsmitteln herumzubiegen. Dazu suggerieren Sie zunächst einmal fälschlich, dass die Strecken von A nach B verkehrsmittelunabhängig seien. Das trifft allenfalls zeitlich lokal und schon gar nicht in der Allgemeinheit zu, weil die Wahl der Quell- und Zielorte von den genutzten Verkehrsmitteln abhängen. Autonutzung korreliert mit weiteren Wegen: Man wählt einen Wohnort in weiterer Entfernung vom Arbeitsplatz, man fährt weitere Strecken zum Einkaufen und für Freizeitaktivitäten und dergleichen mehr. In der Verkehrswissenschaft ist das sehr wohl bekannt. Die Strecke von A nach B ändert sich nicht, mit dem Auto wird aber viel eher von A nach B' oder sogar von A' nach B' gefahren. Vielleicht nicht sofort, aber längerfristig sehr wohl. Mit Anlegung des Maßstabs "Verletzte pro zurückgelegtem Kilometer" erhält man übrigens, dass die mit Abstand sichersten Verkehrsmittel Raumschiffe sind, woran sich die Absurdität dieses Maßstabs erweist.

3. Es trifft zwar zu, dass das Risiko unfallinduzierter Verletzungen zu Fuß bzw. ohne Karosserie höher ist als mit Karosserie, sofern die Strecke von A nach B bei beiden mit der gleichen, nicht zu hohen Geschwindigkeit zurückgelegt wird. (Mit zunehmender Geschwindigkeit nimmt der Risiko-Unterschied ab, bei sehr hohen Geschwindigkeiten - so ab 80 km/h etwa - wird es in der Karosserie wieder gefährlicher.) Sie haben aber bei dieser Ihrer Feststellung geflissentlich die Tatsache unberücksichtigt gelassen, dass die Lebenszeitbilanz sowohl zu Fuß als auch bei Nutzung eines Fahrrads positiv ist, während sie mit einem motorisierten Verkehrsmittel stets negativ ist. Selbst hinsichtlich des individuellen Risikos steht man sich mit einem Helm im Auto mithin stets besser,
auch wenn man an die Lebenszeitbilanz bei nichtmotorisierter Fortbewegung nie herankommen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intercooler61 11.05.2019, 18:50
89. @freie.fahrt: Wer "schummelt" hier?

Zitat von freie.fahrt
1. Gegenstand ist Einführung einer Helmpflicht. Deren Ziel ist die Minderung unfallinduzierter Verletzungen. Die Anzahl von unfallinduzierten Kopfverletzungen bei Autoinsassen übersteigt die bei anderen Verkehrsmitteln um ein Vielfaches. Da geht es um absolute Zahlen. [...] 2. Sie versuchen klammheimlich, die Frage, für wen eine Helmpflicht geboten wäre, auf ein individuelles Risiko bei verschiedenen Verkehrsmitteln herumzubiegen. Dazu suggerieren Sie zunächst einmal fälschlich, dass die Strecken von A nach B verkehrsmittelunabhängig seien. Das trifft allenfalls zeitlich lokal und schon gar nicht in der Allgemeinheit zu, weil die Wahl der Quell- und Zielorte von den genutzten Verkehrsmitteln abhängen. [...] 3. [...] Sie haben aber bei dieser Ihrer Feststellung geflissentlich die Tatsache unberücksichtigt gelassen, dass die Lebenszeitbilanz sowohl zu Fuß als auch bei Nutzung eines Fahrrads positiv ist, während sie mit einem motorisierten Verkehrsmittel stets negativ ist. Selbst hinsichtlich des individuellen Risikos steht man sich mit einem Helm im Auto mithin stets besser, auch wenn man an die Lebenszeitbilanz bei nichtmotorisierter Fortbewegung nie herankommen wird.
Ihre Nebelkerzen ändern nichts am Wahrheitsgehalt:
1. Die absoluten Zahlen sind höher, da die Verkehrsleistung höher ist. Es gibt auch weniger tote Basejumper als tote Fußgänger; dennoch ist Schutzkleidung für erstere dringlicher und für jeden Einzelnen von größerem Nutzen.

2. Da brauche ich im Gegensatz zu Ihnen gar nichts zu biegen, weil eine Helmpflicht genau dieses Risiko (und das der Haftung etwaiger Unfallgegner) adressiert. Die von Ihnen erhofften Effekte sind allenfalls langfristig erwartbar und sehr ungewiss.
Ein Arbeitgeber wir nicht seinen Firmensitz verlegen, weil ein Teil der Mitarbeiter vom Auto auf Tretroller umsattelt - und deren Wohnort muss nach wie vor zu ihren finanziellen und familiären Gegebenheiten passen.

3. Die behauptete "Lebenszeitbilanz" ist für die Frage einer Helmpflicht irrelevant. Referieren Sie dazu gern weiter in einem Thread, der sich mit der von Ihnen ersehnten Volkserziehung befass

Zu guter Letzt: Auch E-Tretroller sind "motorisierte Fortbewegung".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 10