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VCD-Autoliste: Umweltschützer empfehlen neue Dieselautos zum Kauf
Peugeot

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub VCD rät erstmals seit drei Jahren wieder zum Kauf von Dieselautos. Die Abgasreinigung funktioniere inzwischen deutlich besser. Die Empfehlungen im Überblick.

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bollocks1 18.10.2018, 13:38
60. Ihr Vorredner Beitrag 7 sagt genau das Gegenteil....

Zitat von dirkcoe
Mit zunehmendem Fahrzeuggewicht steigt automatisch wieder der Ausstoß an Schadstoffen. Den sauberen Diesel gibt es nur in kleinen und damit leichten Fahrzeugen - auf keinen Fall aber in einem Panzer von SUV. Das ist einfache Physik und daran kommt kein Autobauer vorbei.
...was denn nun?
Zwar ist es richtig, dass mit zunehmendem Gewicht der Verbrauch und dadurch Schadstoff steigt, jedoch hat ein Diesel nunmal wesentlich mehr Drehmoment im unteren Bereich - bei allen Fahrzeugumrissen. Anfahren ist immer ein Spritfresser, hier hülfe ein Batterieboost.
Setzt sich fort bei zunehmender Geschwindigkeit fort.
Ein Audi A6 Quattro 3.0L, oder 5er BMW 3.0L X drive drehen bei 110-120km/h zwischen 1500 und 1800 r/pm mit entsprechend niedrigem Verbrauch 5.8 bis 6.1. Schaffen sie mit einem Benziner nicht, und ein 'kleiner' dreht höher.
Die Tatsache, das VW beschissen hat, heißt nicht dass der Diesel nichts taugt.
Im Übrigen brächten eigentlich Diesel-Hybride am meisten. Trauen sich aber die meisten Hersteller nicht ran, wegen des bösen Rufes.

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jupp78 18.10.2018, 13:41
61.

Zitat von chiefseattle
Die Diesel (Euro6) kommen fast an Werte von Benzinautos heran, heißt: Benzinautos verpesten immer noch weniger die Umwelt als Euro6-Diesel. Hybrid-Fahrzeuge sind weitaus besser. Fazit: moderne Diesel kommen ganz am Ende der Liste.
Ihr Fazit passt nicht.
Die Aussage gilt nur bezogen auf die Stickoxide. Bei Feinstaub und CO2 hingegen ist es meist umgedreht. Nur kann man diese Dinge nicht per Formel gegeneinander aufrechnen.

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bollocks1 18.10.2018, 13:45
63. Gerade für meine Tochter...

Zitat von hardeenetwork
Seit Jahren sind die Dieselfahrzeuge in den Schlagzeilen und überwiegend negativ. Nun wo das E-Auto an Fahrt gewinnt und die mobile Zukunft massgeblich mitbestimmen wird, soll man Dieselfahrzeuge kaufen? Was für ein Nonsens.
...ein kleines, gebrauchtes Dieselchen gekauft. Gibts zur Zeit günstig wegen der Panikverkäufe. Da wo sie nicht hin darf, fährt sie eben nicht hin. Und zwischen Zuhause und Studienplatz (ca. 200km) fährt sichs denkbar günstig.
Was glauben sie, was mich der Ausstoss bei dem kleinen Motor juckt?

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jupp78 18.10.2018, 13:45
64.

Zitat von thomas_linz
Nachbesserung verlangt wird, empfehle ich mal, sich die Zahlen auf der Zunge zergehen zu lassen. Der CO2 Ausstoss von 110g pro km entspricht einem Verbrauch von 15l/100km fuer ein extra sparsames Auto.
Wie kommen Sie da drauf?
11kg CO2/100km entspricht 4,72l Benzin oder 4,17l Diesel/100km.

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Spon_Client 18.10.2018, 13:52
65. Energiebilanz, Schadstoff

Eigenartig, es wird immer nur der Schadstoffausstoss am Auspuff betrachtet. Was ist mit der Herstellung und der Infrastruktur (Parkflächen, Garagen). Wir bauen Häuser für Autos, die im Schnitt 23 Stunden am Tag stehen. Die Zukunft des Individualverkehrs mit dem eigenem Fahrzeug ist resourcenbedingter Wahnsinn. Mit dem autonomen Fahren kommt der öffentliche Rufwagen. Elektrisch betrieben und wahrscheinlich als Hybrid Wasserstoff oder Gas. Davor hat die deutsche Autoindustrie Angst. Da ist der Betrug beim Schadstoffausstoss nur nebensächlich, kann sich für die Zukunft aber noch als Beschleuniger herausstellen. Die Mär vom möglichst sauberen Auto liegt im Teilen und nicht im individuellen Besitz.

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pom_muc 18.10.2018, 13:55
66.

Zitat von MatthiasPetersbach
Also Punkt 1 finde ich einen ziemlichen Irrweg. Zum Fahren genügt Lowtech - und alles, was wir so an Elektronik in die Autos schrauben, kann man unter Umweltverschmutzung abhaken. Ob im Gebrauch - oder in Herstellung und Entsorgung. Aus der Anforderung "Transport/Reisekiste mit Motor" kann.....
Sie haben also das Thema Autonomes Fahren noch nicht begriffen!
Denn dieses soll nicht nur Ihnen ermöglichen während der Fahrzeit sinnvolleren Tätigkeiten nachzugehen sondern auch die Landflucht eindämmen.
Der 80-Jährige der 2x im Monat zum Arzt muss muss nicht zwangsweise die Stadtwohnung in Laufweite zum Krankenhaus anmieten sondern in seiner Landwohnung 30 km entfernt bleiben kann.
Das Taxi-Fahren wird nur noch ein Zehntel Kosten.
Man muss nicht mehr Kleinbusse beim Umzug anmieten und mit diesen dann 3x zur neuen Wohnung fahren weil sich keiner mehr an den 7.5 Tonner traut in den die ganze Wohnungseinrichtung passen würde.
Man muss nicht mehr selbst die Kinder zu Geigenunterricht fahren. Die setzen sich dann ins Auto und man kann per Video-Konferenz in Verbindung bleiben was den sicheren Transport selbst für Grundschüler möglich macht.
In meiner Zukunftsvorstellung kann Mama/Papa im Home Office bleiben statt dämlich Chauffeur zu spielen. In Verbindung mit den Außenkameras des Autos kann ich den kompletten Transport bis zum Betreten des Kindergarten- oder Schulgeländes überwachen.

Das Thema Datenmenge ist blanker Unsinn!
Daten sind in 99.99% aller Anwendungsfälle nützlich und der Stromverbrauch spielt mit mehr EE-Stromanteil beim Verbrauch immer weniger eine Rolle. Mit Daten lassen sich aber eine Menge anderer Ressourcen sparen.

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MatthiasPetersbach 18.10.2018, 13:57
67.

Zitat von bollocks1
...ein kleines, gebrauchtes Dieselchen gekauft. Gibts zur Zeit günstig wegen der Panikverkäufe. Da wo sie nicht hin darf, fährt sie eben nicht hin. Und zwischen Zuhause und Studienplatz (ca. 200km) fährt sichs denkbar günstig. Was glauben sie, was mich der Ausstoss bei dem kleinen Motor juckt?
Das geht eben nur solange, solange sich nicht die Fraktion "Autofahren ist böse, Diesel fahren ist böser" durchsetzt.
Oder die Gerechtigkeitsfanatiker: "Ich darf nicht in der Stadt fahren, also dürfen die anderen auch nicht auf dem Land fahren". Oder "ein Diesel bedeutet 1000 Tote" - Und was uns sonst noch so an angewandter Polemik und Populismus droht.

Dabei wäre es so einfach: Es gibt unterschiedliche Anwendungen - also kann es auch unterschiedliche Lösungen geben.
Ich brauch mit meinem alten Diesel auch nicht den Menschen in der Stadt zu leide leben - also fahr ich nicht rein. Auf dem Land ist ein Diesel umweltfreundlicher - also fahr ich den dort - weil ich da lebe.
Und wenn ich das Pech hätte, jeden Tag 20 km zum Arbeiten in die Innenstadt fahren zu müssen, hätte ich wahrscheinlich so nen Zoe oder was ähnliches. Falls das mit dem ÖPNV nicht klappt.

Aber diese ganze Diskussion ist dermaßen von Feindbild und Glaubensfragen durchdrungen, daß man da wohl keinen Vernunft-Blumentopf gewinnen kann.

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MatthiasPetersbach 18.10.2018, 14:05
68.

Zitat von jupp78
Die Aussage gilt nur bezogen auf die Stickoxide. Bei Feinstaub und CO2 hingegen ist es meist umgedreht. Nur kann man diese Dinge nicht per Formel gegeneinander aufrechnen.
Nun, man kann die Rechnung aufmachen "will man das Klima retten mit dem Diesel oder die Stadtluft mit dem Benziner".
Für manchen ist da die Entscheidung nicht schwer.

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MannAusmNorden 18.10.2018, 14:09
69. @Nr 1

Ja, irgendwie muss ich Ihnen da Recht geben. Normalerweise ist die Angabe CO²/km. Da ein Liter Diesel etwa zu 2,4kg CO² verbrennt müsste der Verbrauch auf 100km in dem Fall ja bei... 50ml liegen. 5l/100km ist aber auch mit einem gut eingefahrenen Kombi kein Problem.

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