Forum: Auto
Vello Bike+ im Test: Falten und walten
Stefan Weißenborn

Der österreichische Klappradspezialist Vello will ein E-Bike mit unbegrenzter Reichweite erfunden haben - dank einer besonderen Technik im Hinterrad. Unser Autor hat das Versprechen überprüft.

Seite 2 von 6
Theophanus 30.05.2019, 10:28
10. Elektrofahrzeuge...

...sind ein echter Fortschritt. Der Fahrer sorgt und kümmert sich praktisch nur noch darum, wieviel Energie er noch hat wo er neue herbekommt und wie er sieht, wieviel er noch hat. Was für eine schöne, neue Welt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steve B 30.05.2019, 10:31
11. Wozu?

Ich halte diese All-in-One-Naben immer noch für eine Lösung auf der Suche nach ihrem Problem. 2103 war's das SmartWheel aus New York (am MIT entwickelt, das muss ja dann was Tolles sein!), 2017 das 5,5kg schwere Copenhagen Wheel, und nun ist es die Zehus-Nabe. Die ist immerhin so klein, dass man auch ein 20"-Faltrad drumherum bauen kann. Aber aufladen kann man auch die nicht vernünftig.
Die Frage nach dem Sinn einer solchen Nabe als Nachrüst- oder Zwitterlösung wurde ja schon früher bei den anderen Varianten diskutiert. Hier haben wir nun ein Rad, das vom sonstigen Aufbau her als Lückenfüller für die letzte Meile im Verbund mit dem ÖPNV taugt, jedenfalls bei trockenem Wetter und bei Tag. Da frage ich mich, welchen Sinn das gesamte Fahrrad hat. Wer nur drei Kilometer fahren muss, nimmt bei Vello doch wohl eher das Airborne 1, das ist leichter. Wer weiter fahren will, ist mit einer Schaltung und ohne "E" besser bedient als mit diesem "E" und ohne Schaltung, und der wird vielleicht auch eine andere Geometrie und einen steiferen Rahmen haben wollen.

@Lupy2: Rekuperation ist bei Fahrrädern aus mehreren Gründen nur bedingt sinnvoll. Kann man machen, aber wenn das eine spürbare Reichweitenverlängerung bringen soll, muss man einen etwas ungewohnten Fahrstil pflegen. Außerdem bremsen rekuperationsfähige Systemen prinzipbedingt immer etwas, wenn man mehr als 25 km/h fährt, auch wenn nicht rekuperiert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anark 30.05.2019, 10:39
12.

Ist das jetzt endlich das erste Perpetuum mobile?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steve B 30.05.2019, 10:44
13.

Zitat von emil7685
Wieso in Allerherrgottsnamen sollte in einem Online-Magazin, dessen Rubrik "Mobilität" nur einen winzigen Teilbereich ausmacht, über irgendwelche Wald- und Wiesen-Fahrräder für 300 Euro aus dem Baumarkt berichtet werden?
Das könnte helfen, die Preise mal wieder in vernünftige Relationen zu setzen - aber das sollte man bei der Zielgruppe des Spiegel vielleicht besser unterlassen.
Allerdings könnte dieses Online-Magazin mal die Lieferketten solcher crowdgefundeten Kleinhersteller etwas beleuchten. Dass eine "Unternehmensentwicklerin" und ein "Designer" selber Stahl und Titan schweißen, glaube ich jetzt eher nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
enoughnow 30.05.2019, 10:55
14. der Helm ...

des Testers passt zu dieser gefährlichen Fahrt und lässt sich ebenfalls falten;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stelzerdd 30.05.2019, 11:04
15. unbegrenzte Reichweite

Aha. Wieder mal ein Perpetuum Mobile.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fvaderno 30.05.2019, 12:12
16. Ein Tipp für den Hersteller ...

Sollte er noch sein Physikbuch der Mittelstufe haben, dann möchte er einmal nachlesen, was unter 'Energieerhaltungssatz' steht. Sollte er es schon so wie sein Wissen darüber entsorgt haben, kann er ersatzweise ja mal im Internet recherchieren! Danach hoffe ich, dass er solch dummen Aussagen wie die von der unbegrenzten Reichweite nicht mehr für seine Werbung verwenden wird. Denn dies lädt doch geradezu zu dummen Sprüchen über noch dümmere Vorurteile ein. Die vom Land 'A' haben keine Bildung - oder ein Ingenieur vom nächsten Land hat weniger Ahnung als ein Mittelschüler bei uns!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bran_winterfell 30.05.2019, 12:17
17. #9

Zitat von emil7685
Wieso in Allerherrgottsnamen sollte in einem Online-Magazin, dessen Rubrik "Mobilität" nur einen winzigen Teilbereich ausmacht, über irgendwelche Wald- und Wiesen-Fahrräder für 300 Euro aus dem Baumarkt berichtet werden? Wenn sich jemand ein Alltagsfahrrad für kleines Geld kaufen will dann informiert derjenige sich doch nicht im SPIEGEL.
Aha, ich dachte ja eher, das jene Menschen, die mehr als 3000€ für ein Fahrrad hinlegen, sich dann doch nicht im SPIEGEL über das für sie passende Teil informieren... und von den 300€-Fahrrädern reden Sie, ich dachte eher an die Mittelklasse so zwischen 1000€ bis max. 2000€ - gibt es da Ihrer Meinung nach nichts vorstellenswertes? Ich lese ganz gerne was über eBikes, aber bei den Preisen bin ich raus... (witzigerweise haben diese superteuren Räder in den seltensten Fällen irgendeine Möglichkeit, eine Tasche festzumachen. Fährt man etwas länger und muss zu seiner Arbeit etwas mehr mitnehmen als nur sein Frühstück, ist so etwas aber essentiell).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MarcoMütz 30.05.2019, 12:18
18. Für Otto N. kaum attraktiv

Ich bin regelmäßiger Radfahrer in Hamburg, insofern einiges gewohnt. Trotzdem würde ich mich nicht als Enthusiast bezeichnen - ich fahre Rad, weil ich es kann und mich in der Stadt in den meisten Fällen schneller als Ziel bringt, und das ohne Parkplatzsuche. Das vorgestellte Rad mag etwas Besonderes sein, zumindest für die Profis, die den Artikel lesen und entsprechend kommentieren. Für Otto N. ist das Ding nichts. Es sieht gelinde gesagt miserabel aus und hat mit dem fehlenden Licht noch nicht mal die Minimalanforderungen für den Straßenverkehr. Mehr als eine interessante Fußnote für die intellektuelle Nische ist das nicht. Es würde den Herstellern gut tun, mit ihren Innovationen den Massenmarkt nicht aus den Augen zu verlieren. Den Standard-Radler wie mich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mr.pixel 30.05.2019, 12:19
19. @9 Emil

3000Euro, ein Gang, Handyhalterung gegen Aufpreis (kleinlicher gehts nicht mehr!). Das ist einfach frech. Und dann zu behaupten "unendliche Reichweite des E-Motors" grenzt schon an Betrug, es ist schlicht gelogen. Es gibt gute Bikes und es gibt Bikes die ihr Geld nicht wert sind. Baumarkt-Bikes sind z.B. ein NoGo. Darüber sollte höchstens berichtet werden um davor zu warnen. SPON könnte aber dazu beitragen den Eindruck zu verhindern, das man für ein ordentliches Bike 3000 Euro ausgeben muss um elektrisch mobil zu sein. SPON könnte ein wenig Aufwand betreiben und schauen wo man welche Bikes mit ordentlichen und langlebigen Komponenten zu einem anständigen Preis bekommt. Das kann doch nicht so schwer sein! Damit würde man vielleicht tatsächlich dazu beitragen ein Kaufinteresse beim "Durchschnittsradler" zu wecken, denn auch preiswertere Bikes können Eisdielen oder Pendlerpotenzial bieten. Die kommen dann eben nicht von profitorientierten Hipster-Kleinstherstellern mit knausrigem Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern von Bikeherstellern wie z.B. Cube. Ab und zu über die überteuerten Hipster-Bikes berichten ist ja ok, aber ausschließlich ist es dann eben nicht dazu geeignet um das Volk zum umsatteln zu bewegen. Also noch mal: zwischen Baumarkt-Neuschrott und Hipster-Dekadenz befindet sich ein gigantischer Markt an guten Fahrrädern. Über die sollte hier mal berichtet werden. Wo ist das Problem?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6