Forum: Auto
Verdacht der Abgasmanipulation: Daimler droht Rückruf Hunderttausender Diesel
Tom Grünweg

Das Kraftfahrt-Bundesamt prüft nach SPIEGEL-Informationen weitere Modelle von Daimler. Nicht nur beim Transporter Vito soll der Konzern manipuliert haben, sondern auch bei populären Massenmodellen.

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richey_edwards 25.05.2018, 12:15
1. Wann hört die

Industriesabotage unter dem Deckmantel Umweltschutz endlich auf? Unrealistische Grenzwerte sind das Problem nicht die Autos. Entsprechend liegt das Versagen bei Frau Merkel und nicht der Autobauer.

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t0schef 25.05.2018, 12:17
2. Betrogen haben doch alle...

Und geben es erst zu, wenn es gar nicht anders mehr geht. Warum soll MB oder auch Renault nicht beschissen haben, um so Geld zu sparen? Auch Mitsubishi hat Dreck am Stecken, der ASX meines Vaters hat einen 3-Liter-Harnstoffbehälter, welcher angeblich das Autoleben lang reichen soll, ein Austausch durch den Hersteller ist nicht vorgesehen. Selbst wenn der Inhalt dieses Behälters 100% rein ist, kann das rein rechnerisch gar nicht aufgehen.

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ocelot 25.05.2018, 12:20
3. Politische Untätigkeit zerstört die Glaubwürdigkeit

Ohne einen nicht wieder gut zu machenden Glaubwürdigkeitsverlust kann die Politik nicht weiter stillhalten. Nun sind ggfs. auch erhebliche Teile der Fahrzeugflotte des Bundes betroffen. Allein das sollte genügen, um endlich die Fronten zu klären. In der Automobilbranche wurde mit einer vermeintlich unschuldigen Selbstverständlichkeit mit Absicht ein Netzwerk aus Täuschung und Irreführung geschaffen, das in der Tat seinesgleichen sucht. Wenn die Politik hier nicht tätig wird und maximalen Aufklärungsdruck erzeugt, ist das nichts anderes Duldung von Rechtsbruch, wenn nicht gar schon Begünstigung.

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hajueberlin 25.05.2018, 12:22
4. Wie sicher...

... müssen die Autotypen sich fühlen, wenn das in so einem großen Umfang geschieht. Erst, bei den ersten Meldungen, dachte ich, es wäre nur eine Ausnahme. Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es wohl der Standard ist.
Also nochmal und deutlich: Betrug ist Standard. Das hat nichts mehr mit tricksen zu tun. Was müssen diese Typen auch noch alles machen, wenn dieses Verhalten der Standard ist?
Die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht nur in der Autobranche so ist, ist m. M. n. sehr hoch. In den anderen Branchen sitzen die gleichen Typen.
Und die Politik spielt mit. Ist also auch mitschuldig!
Was ist das für ein Land? Pfusch, Oberflächlichkeit, Lug und Betrug allerorten. Und dann wird sich über das Eine oder Andere in den Südländern aufgeregt. "Wir" sind keinen Deut besser.

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shaboo 25.05.2018, 12:23
5. Für mich als Laien ...

... ist es nur schwer vorstellbar, dass einige Hersteller/Modelle überhaupt erst mit einer ganzen Phalanx illegaler Abschalteinrichtung (waren es nicht jüngst volle 5 beim Audi A6?) verkaufs- und (scheinbar) zulassungsfähig werden, während anderenorts darauf komplett verzichtet werden kann. Das legt doch den Verdacht nahe, dass sich bei hinreichend sorgfältiger Prüfung bei nahezu jedem Hersteller und jedem Modell etwas finden lassen müsste.

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Referendumm 25.05.2018, 12:35
6. Noch ne Anmerkung zu "Abschalteinrichtung"

Was leider nie differenziert wird, ist die Tatsache, dass es solche und andere "Abschalteinrichtung" gibt. Handelt es sich um eine "Abschalteinrichtung", die erkennt, dass das Auto aufm Prüfstand ist und dann eben einen anderen Modus fährt, um möglichst niedrige Abgaswerte zu erzeugen (wie es VW tat), oder handelt es sich um eine "Abschalteinrichtung", die die Abgassysteme nur in einem engen Temperaturfenster arbeiten lässt.

Oder um eine "Abschalteinrichtung" wie bei Audi (u.a. die aktuellen A6), die das SCR-System abschaltet, wenn der Betriebsstoff AdBlue zur Neige geht.

Denn, soweit ich es mitbekommen habe, sind "Abschalteinrichtungen" die die Abgassysteme nur in einem engen Temperaturfenster arbeiten lassen, gemäß EU-Regeln voll zulässig. Und genau das hat dann auch das KBA mit zu verantworten, denn die Deutschen hätten bei der EU darauf dringen müssen, eben keine Temperaturfenster zuzulassen.

Allerdings will das KBA und schlussendlich das Bundesverkehrsministerium rund um Andreas Scheuer (CSU) gar keine Differenzierung haben, denn die wollen, dass der Bürger denkt, dasss ALLE betrügen, um die anderen Autohersteller runter auf die Betrugsebene von VW zu ziehen. Man sollte nämlich immer dran denken, dass der Staat seinen eigenen Laden, nämlich VW, stets maximal schützt; zur Not damit, dass andere diffamiert werden.

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charlybird 25.05.2018, 12:39
7. Gibt es allgemein im Verband der Autoindustrie

oder auch bei den Verantwortlichen selbst, schließlich sind das ja vielfach auch technisch ähnliche ''devices'', nicht eine Person, die sich nach Jahren der Mauschelei, Wegduckerrei, Hinausschmeißerrei, Verurteilerrei, Verdummungsmacherrei und dabei auch noch fetter Verdienerrei, mal hinstellt und sagt: jetzt reicht's mal.
Von der Politik traut sich keiner so richtig, aber die Kanzlerin appelliert nachdrücklich.
Andersrum, wie blöd muss der Konsument eigentlich noch sein, um sich einen Neuwagen von diesen Hampeltüten zu bestellen ?
Hier bemerkt von der Politik auch keiner was, aber die Kanzlerin setzt stark auf Vertrauen.
Wären diese ''Autoproduktionsstätten'' Frittenbuden, wären sie vermutlich längst bis zur letzten Auferstehung geschlossen worden.

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lab61 25.05.2018, 12:42
8.

Zitat von richey_edwards
Wann hört die Industriesabotage unter dem Deckmantel Umweltschutz endlich auf? Unrealistische Grenzwerte sind das Problem nicht die Autos. Entsprechend liegt das Versagen bei Frau Merkel und nicht der Autobauer.
So ein Unsinn, was Sie da schreiben.
Warum gibt es Wagen, die diese Abgasvorschriften OHNE Manipulationen einhalten können; und das nicht nur auf dem Prüfstand?
Die Automobilhersteller haben hier lediglich Produktionskosten einsparen wollen, in dem sie wichtige Komponenten einer wirksamen Abgasreinigung nicht mit verbaut haben, oder die Behälter für das AdBlue, das für eine wirkungsvolle Dieselreinigung benötigt wird, so klein gehalten haben, dass der Käufer nicht selbst nachfüllen muss; und dies auch nicht einmal kann, selbst wenn er es wollte.

VW z.B. hat durch diese "Optimierung der Produktionskosten" etwa 300-500€ je Wagen weniger an Produktionskosten. Aber nun soll es angeblich zehnmal mehr kosten, die Komponenten für einen Hardwarenachrüstung zu beschaffen und zu verbauen?

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lab61 25.05.2018, 12:47
9.

Zitat von shaboo
... ist es nur schwer vorstellbar, dass einige Hersteller/Modelle überhaupt erst mit einer ganzen Phalanx illegaler Abschalteinrichtung (waren es nicht jüngst volle 5 beim Audi A6?) verkaufs- und (scheinbar) zulassungsfähig werden, während anderenorts darauf komplett verzichtet werden kann. Das legt doch den Verdacht nahe, dass sich bei hinreichend sorgfältiger Prüfung bei nahezu jedem Hersteller und jedem Modell etwas finden lassen müsste.
Nicht ganz richtig.
Bei denen, bei denen keine Manipulation notwendig ist, um die Grenzwerte - AUCH IM REALBETRIEB - einhalten zu können, werden weitere Komponenten zur Abgasreinigung verbaut... und eben wohl auch das AdBlue in Tanks zum Selbstnachfüllen vorgehalten.

BEi den Wagen, bei denen betrogen wurde, hat man sich dies zum Zwecke der Senkung der Produktionskosten sparen wollen. Wobei mir immer wieder unverständlich ist, warum na bei Auto, die mehrere zehntausend Euro kosten, die der Kunde ja auch zu bezahlen bereit ist, nicht 300-500€ höhere Produktionskosten mit einkalkulieren kann. Die meisten Käufer zahlen mehr als das gern oben drauf, wenn es um schickere Alufelgen geht.

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