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Verkehr: EU-Parlament bringt strengere CO2-Ziele auf den Weg
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Schon von den bisherigen Vorgaben zur CO2-Reduzierung sind die Autohersteller weit entfernt. Das EU-Parlament hat zusätzliche Verschärfungen beschlossen, die über den Vorstellungen der Bundesregierung liegen.

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Paulsen 28.03.2019, 15:17
40. ..wünsch Dir was..

Kern des Problems ist doch, dass wir uns in den letzten Jahrzehnten an billige Energie und damit scheinbar grenzenlose Mobilität gewöhnt haben. Das Zeitalter geht jetzt langsam zu Ende - denn entweder schießen wir das Klima ab oder die kommenden Generationen drehen uns vorher den Hals um. Von daher: ein klares JA, es muss etwas passieren. Aber auch ein NEIN: das Elektroauto ist keine (alleinige) Lösung. Es hat seinen Nutzen, seien es Postautos im Stadtbetrieb mit geringer Tageslaufleistung und zentralem nächtlichen Ladepark, kleine lokal emissionsfreie Stadtautos oder auch mancher Kurzstreckenpendler.. aber zu glauben, dass ein Schwenk vom Verbrenner hin zum Elektrofahrzeug die Lösung sei, ist Wunschdenken. Zu abhängig sind wir von fossiler Energie geworden - woanders verbrannt ändert nichts. Ein Anliegen an die Verfechter der Elektroautos: "Well-to-Wheel" oder besser gleich "Cradle to Grave" Studien lesen, verstehen und dann nochmal das gesagte reflektieren.. der Rest ist spekulatives Wunschdenken.

By the way: welcher der Vorredner spielt denn nicht nur mit dem Gedanken ein reines Elektroauto zu kaufen, sondern hat denn bereits eines erworben? Und nutzt dieses nicht nur als Zweitwagen? ..und wer davon wohnt in einer Stadt und muss auf der Straße Parken und Laden? Ich schätze die Wenigsten..

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tempus fugit 28.03.2019, 15:39
41. Wobei Sie - zufällig? - ...

Zitat von bambata
Fortsetzung Vergleichen wir also einen durchschnittlichen Diesel-PKW der Mittelklasse (z.B BMW 330d) mit einem Tesla Model3 (75 kwh Akku), so hat der BMW in der Realität wohl so um die 200 g/km (130 g/km lt. NEFZ), was in etwa einem Durchschnittsverbrauch von großzügigen rund 8 L Diesel entspricht, der Tesla (hierzulande) einen (wohlwollenden) Ausstoß von 140 g/km. Unter Berücksichtigung der Akku-Produktion findet eine Egalisation des kummulierten Austosses also nach sage und schreibe 90.000 km statt. Erst nach dieser Laufleistung ist der Tesla im Vorteil. Für ein Mittelstreckenauto ne ganz hübsche Laufleistung, die im Durchschnitt nach etwa 7 Jahren nach Inbetriebnahme erreicht sein wird. Und von der problematischen Exploration der Rohstoffe und der Entsorgung der Akkus reden wir da noch gar nicht, von einem überzeugenden und tatsächlich funktionierendem Recycling-Modell hört und liest man nirgendwo. Fazit: Vor diesem Hintergrund macht ein BEV nur mit ausschließlicher (oder zumindest überwiegender) Betankung vom eigenen Dach Sinn oder sobald wir bei einem Anteil Erneuerbare von > 60% liegen. Ja, mittel- langfristig werden BEV einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten können. Insgesamt sehe ich das Konzept aber eher als Nischenprodukt für Leute mit einem entsprechenden Nutzungsprofil. Dafür aber unseren wichtigsten Industriezweig einmal komplett auf links zu drehen mit bisher nicht absehbaren Risiken und Konsequenzen halte ich für ein nicht besonders rationales Vorgehen. Hoffen wir mal, dass das gut geht. Quellen: https://www.umweltbundesamt.de/sites...mix-2018_0.pdf Wikipedia: Herstellungsaufwand und Entsorgung von Akkumulatoren
...den ganzen Verbrennervorlauf des Treibstoffes unterschlagen.

Zuerst muss man wissen, wo das Erdöl liegt und wie man dran kommt, ggfls. mit Demoratisierungsaktionen...
Dann vom Bohrloch zum Lagertank, von dort auf den Rieentanker, der schippert paar 1000 km bis z.B. nach Rotterdam, von dort in die Riesentanks der Raffinerien.
Nach der Raffination dann erneut in Sortentanks, von dort per
Binnenschiff oder Bahntankwagen oder Strassentanker zu den
Verteilerlagern, von dort mit kleineren Fahrzeugen zu den Tankstellen und endlich endlich in den Autotank.
Dort wird er zu 15-20% für den Vortrieb verbrannt, die 80-85%
gehen durch den Auspuff und Ende.
Raffinerie: das DoE in den USA hat festgesellt, dass pro Liter
Benzin/Diesel so 1,6 kWh Energie verb raucht wirtd.
Machen bei so 7 Ltr. Sprit rund 10 kWh aus - alleine in der Raffinerie und das reicht für ein E-Auto, um so 50 km (ergo die durchschnittl. Tagesstrecke) zurückzulegen.
Ich geh' mal davon aus, dass der oben angeführte vor-/Nachlauf exkl. Raffinerie nicht viel weniger ausmacht.
Also ist alleine der - dreckige - Herstellungsprozess für Sprit
so hoch wie der Strom, den ein E-Auto verbraucht.

Niemand behauptet, dass E-Autos Wunderautos sind, aber
in der CO2- und anderer Dreck- und Giftbilanz weiter sauberer
als ein Verbrenner. Besonders in Ballungsräumen.

Ihre Ausführungen basieren offenbar auf einer 'Studie' aus Schweden, die vorne und hinten nicht stimmt und das wurde x-mal nachgewiesen.

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claus.zhe 28.03.2019, 15:44
42. Unbestätigte Äußerung????

Zitat von Paulsen
" ..immer mehr Fahrzeuge ohne Ausstoß schädlicher Klimagase verkaufen, also zum Beispiel Elektroautos." Dieses Märchen liest man leider immer wieder - möge doch der Autor bitte ganz kurz erläutern, wie das funktionieren wird. Das Stichwort lautet hier tatsächlich: "lokal" emissionsfrei. Die CO2 Emissionen entstehen - nur eben woanders. Leider wird der CO2 Ausstoß eines Elektrofahrzeuges im Verbrauchszyklus aktuell noch zu "Null" bewertet, daher erscheint dieser dann gegenüber einem sparsamen Diesel als scheinbar vorteilhaft fürs Klima - hier macht sich schon mal das Elektro-Gate bereit, meine Freunde!
Es wäre für viele Leser sehr hilfreich, wenn sie die Berechnungen zum geschriebenen vorlegen würden. Dann könnte überprüft werden ob sie oder ihre zitierten Fachleute sich eventuell verrechnet haben. Wenn nicht haben wir alle etwas gelernt.

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Klimagas 28.03.2019, 15:49
43. In einem Fachblatt,

Zitat von karl-felix
sagen so, im Spiegel las man so : Print-Spiegel 7/2018 Elektroautos sind klimafreundlicher als Wagen mit Verbrennungsmotor. Sie sparen über einen Lebenszyklus von 150.000 km bis zu 72% an C02 ein. " Dieser Vorsprung wird größer, wenn Batterie und Stromerzeugung " grüner " werden" Peter Mock,Deutschland-Chef ICCT Woher haben Sie Ihre Informationen ? Schon mal geschnüffelt am Dieselauspuff ?
das sich an Nsturwissenschaftler richtet, konnte man nachlesen, dass der ökologusche Fußabdruck eibes E-Autos ab 150000 km besser wird als der eines Verbrenners.
Nein mit der Autoindustrie ist das Fachblatt nicht verbandelt.

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karl-felix 28.03.2019, 15:59
44. Offensichtlich

Zitat von bambata
1) Ein wenig Mathematik - simpler Dreisatz reicht - und vom Mythos vom vermeintlich supersauberen Elektroauto bleibt ein ziemlich ernüchterndes Ergebnis übrig. 2)Eines, das den jetzt mit aller Gewalt und Megahype vorangetriebenen Paradigmenwechsel in nicht allzu weit entfernter Zukunft rückblickend als das Resultat eines kollektiven Massenwahns entlarven wird.
1)reicht ein wenig Mathematik und simpler Dreisatz nicht. Dazu der Print Spiegel 7/2018, Seite 60:
Elektroautos sind klimafreundlicher als Wagen mit Verbrennungsmotor. Sie sparen über einen Lebenszyklus von 150.000 km bis zu 72% C02 ein." Dieser Vorsprung wird sich weiter vergrößern,wenn Batterie- und Stromproduktion `grüner `werden ." Peter Mock, Deutschland-Chef ICCT

2) Blabla gut ! Was soll denn individueller Massenwahn sein ?

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Zuversicht 28.03.2019, 16:10
45.

Zitat von bambata
Alles richtig, scheitert aber in der Realität daran, dass die Autos von Eigenheimbesitzern mit PV tagsüber i.d.R eben nicht im Carport stehen, um geladen werden zu können, sondern auf dem Parkplatz des Arbeitgebers herumdümpeln. Hoffen wir, dass am Wochenende immer die Sonne scheint und Muttern keinen Kuchen backen will.
Ihre Theorie würde ja bedeuten, dass der Eigenheimbesitzer meist kurz nach Sonnenaufgang bis kurz vor Sonnenuntergang arbeitet. Im Winter mag das sein, aber im Sommer??

Der tagsüber produzierte PV Strom verpufft ja nicht, sondern wird dann von den in unmittelbarer Nähe stehenden Gebäuden genutzt. Sprich an sonnigen Tagen wird in vielen Gemeinden im Süden der Republik kaum mehr „externer“ Strom aus den Überlandleitungen benötigt. Sie profitieren von den Leuten, die so intelligent waren, sich mit eigenem CO2 freiem Strom zu versorgen – gut die Herstellung der Anlagenteile hat CO2 verursacht, aber das hat sich nach ein paar Jahren bereits amortisiert.
Da akzeptiere ich dann aber schon, dass ich am Abend, wo eh ab 22:00 Uhr Strom im Überfluss da ist, meine 6 bis 10 kWh aus dem konventionellen Netz hole, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ökostrom sei Dank, auch wenn mir bewusst ist, dass aus der Steckdose der ortsübliche Strommix kommt. Aber ich entziehe Kohle- und Atomstrombetreiber ihre Einnahmen. Ähnlich funktioniert das an den Ladestationen mit Ökostrom, sofern der Anbieter auf echte Ökostromlieferanten setzt.

Wer heute eine PV Anlage plant, sollte die großzügig planen und mit einem Hausspeicher ausstatten. Auch die Zeit für Öl- und Gasheizungen neigt sich dem Ende. Die Zukunft hier lautet entweder CO2 neutrale Fernwärme oder Wärmepumpen.

Auch sollte man als Kritiker des Neuen nicht vergessen, dass ab 2050 Deutschland CO2 neutral sein wird. So steht es zumindest auf dem Papier. Vor allem bei dem Szenario kommen wir dann in Stromregionen, da gegen sind ein paar Millionen E-Fahrzeuge ein Klacks.

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bambata 28.03.2019, 16:16
46.

Ich schrieb ja ausdrücklich "bedauerlicherweise". Mir geht das auch auf den Senkel. Ich bin tatsächlich glühender Befürworter von Photovoltaik-Strom, WKA mit Einschränkungen. Atomkraft ist und war für mich ebenfalls immer ein No-Go, aus Gründen der ungelösten Entsorgung bzw. Lagerung der Abfälle auf Jahrtausende hinaus. Und in der Nähe von Fessenheim, Tihange oder Cattenom würde ich mich auch nicht besonders wohl fühlen.

Der Witz ist ja, dass wir bundesweit ausreichend geeigneteDachflächen zur Verfügung haben, die unseren Strombedarf zu einem großen Teil aus Photovoltaik decken könnten. Natürlich bleibt bei Erneuerbaren das Problem der Speicherung für ertragsschwache Perioden, aber auch das lässt sich mit Power-to-Gas mittelfristig clever lösen. Dann müssen wir an sonnenstarken Tagen den Strom auch nicht mehr ins Ausland verschieben.

Aber um den Schatz zu heben, muss man eben bereit sein, zumindest vorübergehend etwas tiefer in die Tasche zu greifen und das Gejammere über eine angeblich vergeigte Energiewende abstellen. Und man muss Modelle entwickeln, die alle mit ins Boot holen, also bspw. auch Bewohner von innerstädtischen Mehrparteienhäusern. Bürger-Solarparks (ähnlich Bürger-WKA-Parks) stärker fördern, so dass jeder am eigenen Beispiel erlebt, dass erneuerbare Energie auch profitabel sein kann. Mieter eines Photovoltaik-geeigneten Mehrparteienhauses am Ertrag durch reduzierte Strompreise direkt beteiligen und Sparsamkeit fördern und belohnen und den Profit nicht nur den Wohnungsgesellschaften überlassen. Den Leuten das Prinzip des persönlichen CO2-Fussabdrucks stärker ins Bewusstsein bringen. Und, und, und. Schlussendlich kommt man nicht darum herum, dass man CO2-Ausstoß extrem viel höher bepreisen muss.

Mein Vergleich zwischen dem BEV und dem Verbrenner zielte darauf ab, den Mythos des emissionsfreien (-armen) Elektroautos mal ein wenig gerade zu rücken, zumindest unter den gegenwärtigen Energieerzeugungs-Gegebenheiten. Der Umbruch, der da gerade stattfindet ist zwar langfristig richtig, löst aber keines unserer Probleme, solange man das Modell nicht in einem Gesamtkontext vorantreibt. Wenn das übers Knie gebrochene Experiment schief geht, ist das Gejammere am Ende gross, wenn aufgrund hoher Arbeitslosenzahlen radikale Parteien noch größeren Zulauf erleben werden.

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karl-felix 28.03.2019, 16:20
47. Schauen

Zitat von Klimagas
das sich an Nsturwissenschaftler richtet, konnte man nachlesen, dass der ökologusche Fußabdruck eibes E-Autos ab 150000 km besser wird als der eines Verbrenners. Nein mit der Autoindustrie ist das Fachblatt nicht verbandelt.
Sie einmal auf das Datum Ihrer Quelle. Vermutlich ist die aus dem Jahre 1976, als die ersten e-Golf produziert wurden .
Erbitte Quelle.
Lt. Focus ( 2.9.2015 ) " Berechnung :ökologischer Fußabdruck des Elektroautos" errechnete das IFEU bereits vor ca. 5 Jahren " Das Elektroauto muss gut 20.000 km fahren, damit eine schwarze Umwelt-Null erreicht wird.

Das deckt sich mit den Aussagen des Spiegels ( 7/2018,Seite 60) .der sich auf das ICCT beruft .
Überprüfen Sie Ihre Quelle.

Immer wieder gerne behilflich .

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ddcoe 28.03.2019, 16:59
48. Seien wir doch froh

das die EU die Arbeit leistet, bei der unsere Regierung seit Jahren versagt und bis auf heisse Luft zu pumpen nichts auf die Reihe bekommt. Ich bin sicher aus Asien werden pünktlich Autos verfügbar sein, die alle Vorschriften einhalten. Wenn unsere Autobauer das nicht schaffen - was soll's? Daimler hat doch schon bewiesen - die können auch Fahrräder.

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xenia1978 28.03.2019, 17:06
49. CO2 n die EU

Kann es sein, dass die EU unserer Autoindustrie und den Verbrennungsmotoren den Todesstoß versetzen will, inklusive vieler tausender Arbeitsplätzen.

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