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Verkehr: EU-Parlament bringt strengere CO2-Ziele auf den Weg
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Schon von den bisherigen Vorgaben zur CO2-Reduzierung sind die Autohersteller weit entfernt. Das EU-Parlament hat zusätzliche Verschärfungen beschlossen, die über den Vorstellungen der Bundesregierung liegen.

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karl-felix 28.03.2019, 17:50
50. Im

Zitat von xenia1978
Kann es sein, dass die EU unserer Autoindustrie und den Verbrennungsmotoren den Todesstoß versetzen will, inklusive vieler tausender Arbeitsplätzen.
Gegenteil. Die EU will bezahlbare Mobilität und eine prosperierende Autoindustrie auch dann , wenn unsere erdölbasierten Kraftstoffe nicht mehr bezahlbar/verfügbar sind.
Jeder von uns weiß, dass für absehbar 10 Milliarden Menschen das Erdöl nicht reicht und Europa hat keine Armee, die es gleichzeitig mit der Volksbefreiungsarmee, der US-Armee und der russischen Armee aufnehmen kann . Wir müssen uns auf friedlichem Weg mit Energie versorgen und wir wissen dass es geht und wie es geht : kostenlose, saubere,unendliche und friedliche Sonnenenergie.
Keiner von uns ist so dumm, dass er nicht wüsste das Erdöl endlich ist .

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karl-felix 28.03.2019, 17:58
51. Das

Zitat von harald441
1) Der Strom muß ja irgendwo und weitaus überwiegend in Wärmekraftwerken erzeugt werden, 2) einen sehr viel schlechteren Wirkungsgrad hat als der Verbrennermotor,
1) ist Unsinn. In 3 Stunden schickt die Sonne soviel Energie, wie die gesamte Menschheit im ganzen Jahr benötigt .
1 Zehntausendstel der Sonnenenergie müssen wir ernten und nutzen und wir wissen dass es geht und wie es geht. Nur eine Frage der Intelligenz und des Wollens.

2) Das hilft Ihnen nichts, wenn Sie keine erdölbasierten Kraftstoffe mehr haben / nicht mehr bezahlen können . Dann schieben Sie Ihr Auto.

Schon jetzt zahlen wir für Energieimporte über 1 Milliarde - täglich .
Der grösste Wahnsinn aller Zeiten bei kostenloser Primärenergie der Sonne frei Haus.

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von_oz 28.03.2019, 18:10
52.

Zitat von xenia1978
Kann es sein, dass die EU unserer Autoindustrie und den Verbrennungsmotoren den Todesstoß versetzen will, inklusive vieler tausender Arbeitsplätzen.
Nein, ich glaube eher, die EU tut das, was Scheurer nicht schafft: Der Autoindustrie Beine machen, damit sie aus ihrer selbstgefälligen Bräsigkeit erwacht und es schafft, noch einige ihrer Arbeitsplätze zu erhalten, anstatt eines Tages von der Bildfläche zu verschwinden. Die Uhren ticken inzwischen nämlich anders als noch im letzten Jahrhundert.

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Nörgelkopf1 28.03.2019, 18:28
53. Ist das ein Problem?

1. macht die Schubladen in den Konstruktionsbüros auf, dort liegen schon die Lösungen.
2. müssen wir um von A nach B zu kommen mehr wie 120 - 130 PS haben?
Leider ist auch das Potenzproblem bei vielen Autofahrern mit dem Gaspedal verbunden.
Immer höher, schneller und weiter ist unvernünftig. Wer rasen will soll für gesperrte Rennstrecken bezahlen, aber bitte den Potenzersatz auf Nachläufer zur Rennstrecke bringen.

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tempus fugit 28.03.2019, 18:37
54. Und nicht nur Sonnenenergie.....

Zitat von karl-felix
1) ist Unsinn. In 3 Stunden schickt die Sonne soviel Energie, wie die gesamte Menschheit im ganzen Jahr benötigt . 1 Zehntausendstel der Sonnenenergie müssen wir ernten und nutzen und wir wissen dass es geht und wie es geht. Nur eine Frage der Intelligenz und des Wollens. 2) Das hilft Ihnen nichts, wenn Sie keine erdölbasierten Kraftstoffe mehr haben / nicht mehr bezahlen können . Dann schieben Sie Ihr Auto. Schon jetzt zahlen wir für Energieimporte über 1 Milliarde - täglich . Der grösste Wahnsinn aller Zeiten bei kostenloser Primärenergie der Sonne frei Haus.
...aus der SPON-Mottenkiste, von einer EE-Basherin Petra mit
Anspruch auf vordere Plätze - was alles nicht geht:

• Solarthermieanlagen in der Wüste
• Salzspeicher in der Wüste
• HGÜ-Leitungen von Afrika nach Europa
• zusätzlich notwendige 3.500 km Stromtrassen kreuz und quer durch Deutschland
• Druckluftspeicherkraftwerke
• Geothermie-Kraftwerke
• Osmosekraftwerke
• Gezeitenkraftwerke
• zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland
• Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen
• Wasserstoffspeicherung
• HGÜ-Netze kreuz und quer durch die Nordsee
• Häuserdämmung zur Eins
• Millionen von Elektrofahrzeugbatterien zur Netzstabilisierung
parung von 40% Wärmeenergie

Die Dame hat wohl den Wettkampf aufgegeben....

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tempus fugit 28.03.2019, 18:55
55. Toller Dreher,...

Zitat von bambata
Ich schrieb ja ausdrücklich "bedauerlicherweise". Mir geht das auch auf den Senkel. Ich bin tatsächlich glühender Befürworter von Photovoltaik-Strom, WKA mit Einschränkungen. Atomkraft ist und war für mich ebenfalls immer ein No-Go, aus Gründen der ungelösten Entsorgung bzw. Lagerung der Abfälle auf Jahrtausende hinaus. Und in der Nähe von Fessenheim, Tihange oder Cattenom würde ich mich auch nicht besonders wohl fühlen. Der Witz ist ja, dass wir bundesweit ausreichend geeigneteDachflächen zur Verfügung haben, die unseren Strombedarf zu einem großen Teil aus Photovoltaik decken könnten. Natürlich bleibt bei Erneuerbaren das Problem der Speicherung für ertragsschwache Perioden, aber auch das lässt sich mit Power-to-Gas mittelfristig clever lösen. Dann müssen wir an sonnenstarken Tagen den Strom auch nicht mehr ins Ausland verschieben. Aber um den Schatz zu heben, muss man eben bereit sein, zumindest vorübergehend etwas tiefer in die Tasche zu greifen und das Gejammere über eine angeblich vergeigte Energiewende abstellen. Und man muss Modelle entwickeln, die alle mit ins Boot holen, also bspw. auch Bewohner von innerstädtischen Mehrparteienhäusern. Bürger-Solarparks (ähnlich Bürger-WKA-Parks) stärker fördern, so dass jeder am eigenen Beispiel erlebt, dass erneuerbare Energie auch profitabel sein kann. Mieter eines Photovoltaik-geeigneten Mehrparteienhauses am Ertrag durch reduzierte Strompreise direkt beteiligen und Sparsamkeit fördern und belohnen und den Profit nicht nur den Wohnungsgesellschaften überlassen. Den Leuten das Prinzip des persönlichen CO2-Fussabdrucks stärker ins Bewusstsein bringen. Und, und, und. Schlussendlich kommt man nicht darum herum, dass man CO2-Ausstoß extrem viel höher bepreisen muss. Mein Vergleich zwischen dem BEV und dem Verbrenner zielte darauf ab, den Mythos des emissionsfreien (-armen) Elektroautos mal ein wenig gerade zu rücken, zumindest unter den gegenwärtigen Energieerzeugungs-Gegebenheiten. Der Umbruch, der da gerade stattfindet ist zwar langfristig richtig, löst aber keines unserer Probleme, solange man das Modell nicht in einem Gesamtkontext vorantreibt. Wenn das übers Knie gebrochene Experiment schief geht, ist das Gejammere am Ende gross, wenn aufgrund hoher Arbeitslosenzahlen radikale Parteien noch größeren Zulauf erleben werden.
...da wird ja sogar der Drehhofer - alias Seehofer - neidisch!

Da steht ein Altmaier grinsend auf der Bühne und bekennt sich zu EE (besonders nach dem 11.3.11 - Fukushima...) und steht gleichzteitig mit vollem Gewicht auf der Bremse, dass alle - 4! -
Backen glühen...

Da werden obsolete, uralte Braunkohlestinker als Notreserve
ausgewiesen und mit Milliarden subventioniert.

Im NOTFALL brauchen die Dinger bis zu 12 Tagen, bis mal eine mickrige kWh rauskommt.

Das ist keine Investition in die Zukunft sondern dummes
Bedienen von EVU- und Netzbetreibern.

Wie es geht, das machen z.B. die Chinesen vor - kann ja sein, dass die uns mal die dort investierten Entwicklungshilfe-milliarden zurückgeben, um unsere Entwicklung wieder zu
fördern. Sarkasmus aus...

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bambata 28.03.2019, 19:13
56.

Ich unterschlage gar nichts. Nicht zufällig. Und schon gar nicht beabsichtigt. Aber bitte, wenn Sie die komplexere Betrachtung bevorzugen, dann müssen Sie für einen vorurteilsfreien Vergleich neben dem WTT-Wirkungsgrad von Verbrenner-Kraftstoffen auch den "Total expended energy balance for fossil electricity pathways" mit einbeziehen.

Benzin hat im Schnitt einen Brennwert von 34,9 MJ / Liter, Diesel einen Brennwert von 37,4 MJ / Liter. Für die Well-to-Tank (WTT-) Bereitstellung fallen pro 1 MJ Brennwert bei Benzin 0,18 MJ an, bei Diesel sind es 0,2 MJ (Energy expended MJ / MJ final fuel). Siehe Quelle unten Seite 84.

Also summa summarum 18% respektive 20%. Oder 1 MJ Aufwand = 0,847 / 0,833 MJ Bereitstellung im Tank.

Für die Bereitstellung einer MJ fossilen Kohle-Stroms benötigen Sie 1,5 - 1,8 MJ (Energy expended MJ / MJe). Das heißt, bis das Kraftwerk den Strom bereitstellt, fallen pro 1 MJ für Förderung, Transport und Bereitstellung der Kohle zur Verbrennung 1,5 - 1,8 MJ für die Strombereitstellung an.

Oder 1 MJ Aufwand = 0,606 MJ Bereitstellung. Efficiencyoverall = 1 / ( 1 + MJ expended ) oder 0,377. Siehe Quelle unten Seite 115-116.

Für jedes Kohlestrom-MJ können Sie nochmal ca. 250g CO2 aufschlagen. Siehe Quelle unten Seite 116.

Übrigens, die Well-toWheel-Bereitstellung bzw. der Wirkungsgrad des Verbrenner-Motors ist bei dem Vergleich nicht erforderlich, da es im Ergebnis um den Ausstoß von CO2 der Antriebskonzepte ging. Also das, was aus den Schornsteinen bzw. Auspuffen herauskommt in khw bzw. Liter umgerechnet in g/km CO2. Also, m.a.W. darum, wie viel CO2-Austoß unabhängig von der Quelle anfällt, um ein Fahrzeug 1 km weit zu bewegen.

Quelle:
JEC Well-To-Wheels Analysis - European Commission Joint Research Centre

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tatsache2011 28.03.2019, 19:22
57. Viel besser

Zitat von Klimagas
das sich an Nsturwissenschaftler richtet, konnte man nachlesen, dass der ökologusche Fußabdruck eibes E-Autos ab 150000 km besser wird als der eines Verbrenners. Nein mit der Autoindustrie ist das Fachblatt nicht verbandelt.
Mit PV-Anlage auf dem Hausdach unschlagbar besser.
Schon der heutige Strommix sorgt für weniger CO², denn E-Autos stoßen bei
[Zitat] "(vereinfachte Well-to-Wheel-Betrachtung oder vollständige Produktlebenszyklusanalyse)
44 bis 56 % bzw. 31 bis 46 % weniger CO2
aus als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass
a) der Anteil an regenerative Quellen im Strommix in den letzten Jahren zunimmt, wodurch sich diese CO2-Emissionen mittlerweile weiter vermindert haben und
b) Besitzer von Elektroautos in der Regel Ökostrom laden und auch Ladeverträge in der Regel Ökostromeinsatz vorsehen."

Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroauto#Umweltbilanz

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tempus fugit 28.03.2019, 19:40
58. Soviele Köche wie in diesem JEC-kenbericht....

Zitat von bambata
Ich unterschlage gar nichts. Nicht zufällig. Und schon gar nicht beabsichtigt. Aber bitte, wenn Sie die komplexere Betrachtung bevorzugen, dann müssen Sie für einen vorurteilsfreien Vergleich neben dem WTT-Wirkungsgrad von Verbrenner-Kraftstoffen auch den "Total expended energy balance for fossil electricity pathways" mit einbeziehen. Benzin hat im Schnitt einen Brennwert von 34,9 MJ / Liter, Diesel einen Brennwert von 37,4 MJ / Liter. Für die Well-to-Tank (WTT-) Bereitstellung fallen pro 1 MJ Brennwert bei Benzin 0,18 MJ an, bei Diesel sind es 0,2 MJ (Energy expended MJ / MJ final fuel). Siehe Quelle unten Seite 84. Also summa summarum 18% respektive 20%. Oder 1 MJ Aufwand = 0,847 / 0,833 MJ Bereitstellung im Tank. Für die Bereitstellung einer MJ fossilen Kohle-Stroms benötigen Sie 1,5 - 1,8 MJ (Energy expended MJ / MJe). Das heißt, bis das Kraftwerk den Strom bereitstellt, fallen pro 1 MJ für Förderung, Transport und Bereitstellung der Kohle zur Verbrennung 1,5 - 1,8 MJ für die Strombereitstellung an. Oder 1 MJ Aufwand = 0,606 MJ Bereitstellung. Efficiencyoverall = 1 / ( 1 + MJ expended ) oder 0,377. Siehe Quelle unten Seite 115-116. Für jedes Kohlestrom-MJ können Sie nochmal ca. 250g CO2 aufschlagen. Siehe Quelle unten Seite 116. Übrigens, die Well-toWheel-Bereitstellung bzw. der Wirkungsgrad des Verbrenner-Motors ist bei dem Vergleich nicht erforderlich, da es im Ergebnis um den Ausstoß von CO2 der Antriebskonzepte ging. Also das, was aus den Schornsteinen bzw. Auspuffen herauskommt in khw bzw. Liter umgerechnet in g/km CO2. Also, m.a.W. darum, wie viel CO2-Austoß unabhängig von der Quelle anfällt, um ein Fahrzeug 1 km weit zu bewegen. Quelle: JEC Well-To-Wheels Analysis - European Commission Joint Research Centre
... -übrigens aus 2014... - am Brei rühren, u.a. fast die ganze Verbrennerautoindustrie, da kommt möglicherweise raus,
dass er jedem Interessenvetreter schmeckt.

Auf meine Hinweise gehen Sie - verständlicherweise - nicht ein,
weil das eben nicht in JECkendenken passt.

Ergo: viel Nebel um die Realität und die Zukunftsmobilität
zu vernebeln.

Und nebenbei:
Kraftwerk ist nicht gleich Kraftwerk - genauso wie Auto nicht gleich Auto ist.
Auch die zuvor aufgezählten EE-Stromproduktionstechniken sind Kraftwerke - auch WKA, auch WasserKW, auch Biogas und vieles mehr!

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jim.panse 28.03.2019, 19:47
59.

Sehr zu begrüßen! Das BEV fährt dem Verpenner ja bereits nach 20-40k km ökologisch davon. Die sog. Schweden Studie ist eine Lüge! Sie legt einen 100kWh Akku zugrunde (ich habe netto 28!), der komplett mit Kohlestrom gebaut und geladen wird. Ersteres stimmt nicht mal ansatzweise und ich beziehe Ökostrom. Macht unterm Strich nur einen Bruchteil des CO2 von Verpennern. Ätsch! :)

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