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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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Die Elixiere des Teufels 26.04.2019, 06:18
1. Utopia laesst Gruessen...

Tolle Ideen hier... ohne Zweifel. Allerdings wird die Loesung nur die Leute bevorzugen, die sich das Alles Leisten koennen. Großzügige Altbau- Wohnung mit Fahrradparkplatz und Kita in der Naehe. Ok, das kann klappen. Oder schwerreicher Unternehmer, faehrt einmal die Woche ins Stadtbuero und arbeitet ansonsten vom Landgut aus. Ja, machbar. Was macht aber der Rest der Bevölkerung? 50 km Radfahren jeden Morgen, oder 40 qm Innenstadtwohnung mit 3 Kindern?

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peter.brand.3950 26.04.2019, 06:22
2. Grober Unfug

Eine Citymaut kann ja nur den Zweck haben, potentielle Kunden des Umlandes von der City fernzuhalten! Ergebnis: Einkaufsverkehr auf der grünen Wiese, mehr Paketdienstverkehr und verödete Innenstädte....,
die höchstens noch eine Fressmeile zu bieten haben...

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edu86 26.04.2019, 06:27
3. Millionen schwarzfahrer?

Also ich bezahle jedes Jahr meine KFZ Steuer ich Tanke nur Benzin an Tankstellen das Versteuert wird. Ich bin sicher kein Schwarzfahrer. Die ÖPNV ist bei mir in der Gegend sehr schlecht zur Arbeit ohne Auto unmöglich z.B. 6 Uhr Arbeitsbeginn und 6.15 Uhr fährt der erste Bus. Ich wohne im Landkreis wo Kretschmann ist und Bus Verbindungen werden immer schlimmer.

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jsavdf 26.04.2019, 06:30
4. Ein radikales Konzept

Zumindest denkt er an Gleichberechtigung. Also Maut auf allen Straßen? Jeder Dorfstraße auch? Ich bin sicher das sollte überdacht werden. Auch gibt es kleine Städte, die erfolgreich Parkflächen für die zu erwartende Anzahl an Besuchern und Pendlern eingerichtet haben. Warum sollen die eine Stadtmaut nehmen. Was mich an der ganzen Diskussion stört:
1. die Straßen wurden und werden bezahlt von allen, und ich mag es nach wie vor nicht, dass man in Deutschland ohne Ausgleich für die gleiche Sache immer öfters zur Kasse gebeten wird. Von mir aus Steuern und Abgaben runter und flexible Kosten hochsetzen, aber nicht beides.
2. das Konzept hatten wir schon einmal, hieß Stadtmauer und jeder der diese passierte musste seinen Beitrag zahlen. Die Abkehr von diesem Prinzip hat deutlich mehr Wohlstand generiert.

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dasfred 26.04.2019, 06:34
5. Evolution?

In meiner Kindheit in einer Kleinstadt am Stadtrand hatte jede zweite Familie ein Auto vor dem Haus. Das meiste wurde zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt. Schon eine Generation weiter stehen vor jedem Haus zwei bis drei Autos und das, obwohl der öffentliche Nahverkehr deutlich ausgebaut wurde und die Arbeitswege sich nicht ausgedehnt haben. Sogar mehr Supermärkte gibts es fast fußläufig. Fahräder werden nur noch zum Sonntagsausflug rausgeholt oder verstauben, sobald der jüngste mit siebzehn seinen Führerschein hat. In Hamburg haben wird verstopfte Stadtteile aus der vor Auto Zeit. Selbst in den Siebzigern brauchte man für neue Siedlungsgebiete bedeutend weniger Parkraum. Der Trend zu immer mehr, immer größere Fahrzeuge muss endlich umgekehrt werden.

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NAL 26.04.2019, 06:35
6. Ohne vernünftige nah- und Fernverkehrs-Lösungen...

Ist das alles Unsinn. Der Abbau von schienen und Bahnstrecken, die schlechte Verbindung von Dörfern und Gemeinden stehen diesem ganzen entgegen. Einziger Erfolg wäre, das die reichen Räder mehr Platz zum rasen haben. Der Normalbürger wird Schwierigkeiten haben zur Arbeit zukommen und alsmmelkkuhnherhalten, damit die „Elite“ ihre Arroganz weiter ausleben kann.

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HaraldE. 26.04.2019, 06:39
7. Der Autor irrt gewaltig, ...

... wenn er wie am Ende behauptet, 4-spurige Straßen wird es nicht mehr geben. In jeder Großstadt wird es weiterhin solche Achsen und Ringe geben, die eine wichtige Funktion zur Durchleitung und Verteilung haben. Und Kreuzungen werden nicht bebaut, da fehlt dem Autor wohl ein wenig das städtebauliche Verständnis.

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hrboedefeld 26.04.2019, 06:48
8. unwahrscheinlich

der Individualverkehr wird sich wohl kaum derart reduzieren lassen. Schon gar nicht mit den Öffis in Deutschland!
Aktuell würde meine Frau die vierfache Zeit für ihren Arbeitsweg benötigen und für mich gibt es gleich überhaupt keine Verbindung. Da gibt's viel zu tun, statt über eine Maut zu schwadronieren...

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bestrosi 26.04.2019, 06:52
9. der Mann hat recht

Gesamtgesellschaftlich geht es um Effizienzgewinne im Verkehr, und da ist das Auto mit 1,2 Personen pro PKW und 23 Stunden Standzeit pro Tag unterirdisch schlecht, vom Klimaschaden mal ganz abgesehen. Nutzungsabhängige Kosten sind doch sonst kein Problem, warum nicht auch beim Autoverkehr?

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