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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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msck 26.04.2019, 08:48
90. Super Idee

Jawohl, Gleichbehandlung für alle Fahrzeuge! Fahrzeugsteuer, Haftpflichtversicherung und Maut (auch) für alle Fahrräder - selbst für das kleinste Kinderrad. Schließlich wird für die Räder ja dann auch Parkfläche gestellt und der Erhalt der Verkehrs-Infrastruktur kann von den Steuereinnahmen besser unterstützt werden.

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burgundy 26.04.2019, 08:49
91.

Zitat von HaraldE.
... wenn er wie am Ende behauptet, 4-spurige Straßen wird es nicht mehr geben. In jeder Großstadt wird es weiterhin solche Achsen und Ringe geben, die eine wichtige Funktion zur Durchleitung und Verteilung haben. Und Kreuzungen werden nicht bebaut, da fehlt dem Autor wohl ein wenig das städtebauliche Verständnis.
Ein wenig verwundert hat es mich schon, dass der religiös eifernde, so ganz und gar unwissenschaftlich im Interview auftretende Verkehrs"wissenschaftler" Mohnheim, der hier den grossen Naturschützer gibt, sich für die Bebauung innerstädtischer Räume einsetzt, anstatt sie durch Grünflächen zu entlasten und lebenswerter zu machen. In Deutschland darf man schon erstaunt sein über alle möglichen Arten von Hysterien: Klimahysterie, Impfhysterie, Genderhysterie, Verkehrshysterie, Bauhysterie. Gerade die Letztere verwundert in einem hochbesiedelten Land, das sich noch vor20- 30 Jahren eigentlich eine Einschränkung des Landverbrauchs auf die Fahnen geschrieben hatte. Städteplanung? Fehlanzeige. Die Städte, auf engem Raum gewachsen (ein Horrorbeispiel ist Stuttgart, und nicht umsonst gibt es hier die grössten Umweltprobleme), kaum ausbaufähig, werden mit Gebäuden zugestopft, wohlgemerkt nicht mit Wohngebäuden, sondern mit Industrie- und Geschäftsgebäuden (auch hier ist Stuttgart wieder ein erschreckendes Beispiel). Das Wohnen wird in die sogenannten Speckgürtel oder noch weiter draussen aufs Land verlagert. Lange Arbeits- und Einkaufswege werden städtebaulich in Kauf genommen, auf den Mobilitätskosten und der alltäglichen Belastung bleibt der Arbeitnehmer sitzen, der ÖPPV kann die von einer immer flexibleren Arbeitswelt und der Politik eingeforderte Mobilität eines Grossteils der arbeitenden Bevölkerung nicht leisten. Das scheint aber auch den emeritierten Professor keineswegs zu stören, der, eine sichere Beamtenpension in der Tasche, ganz beruhigt von genereller Maut schwadronieren kann. Vielleicht sollte man bei diesem alten weissen Mann (weise scheint er nicht zu sein) als erstes damit beginnen, ihm den Führerschein abzunehmen, den er allein schon auf Grund seines Alters offensichtlich nicht mehr braucht.

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hoeffertobias 26.04.2019, 08:50
92. Leider realitätsfern.....

... denn 1. gibt es die Abgabe schon (Umsatzsteuer auf Autos, Ersatzteile, Sprit, Mineralölsteuer, Versicherungssteuer) und nicht zu vergessen die LKW-Maut (die der Verbraucher zahlt und nicht die Spedition) und 2. hapert es nicht an dem Willen, aufs Auto zu verzichten, sondern schlicht und einfach an adäquaten Alternativen. Ich bin jahrelang mit dem ÖPNV nach HH gependelt, mittlerweile bräuchte ich für 60km mit ÖPNV 2,5 h von Tür zu Tür - mit dem Auto 35min!!! Und jetzt möchte Herr Monheim mich dafür zur Kasse bitten, dass die Politik komplett versagt? Der Hauptgrund für diese Misere kommt übrigens aus genau dieser Richtung: Was passiert, wenn massiv in den ÖPNV investiert wird, haben wir vor gar nicht allzu langer Zeit in Stuttgart gesehen: Baumschützer, Käferschützer, Weltenretter vereint gegen den Ausbau des ÖPNV. Quasi überall wo Bahnhöfe, Gleise, Tunnel oder Brücken gebaut werden sollen, stehen die rotgrünen Protestler bereit und schreien laut "Stop!" Dann kauft sich der Einzelne eben ein neues Auto und die Spedition einen neuen LKW. Fällt dann nur in der Masse auf und die Straßen werden voller und voller. Und als Kompensation schreien Menschen wie Monheim nach einer Strafzahlung dafür, dass die Menschen genau das machen, was dieses Land am Leben erhält. Es ist ein Trauerspiel!

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bruno_67 26.04.2019, 08:52
93.

Zitat von mikaiser
.... In der Summe geht es allen besser, wenn es keine privaten Autos gäbe. .....
Wie kommen Sie darauf ?

Wirtschaftlich wäre das der Totalzusammenbruch. Mobilität ist ein Grundpfeiler unserer verhältnismäßig erfolgreichen Wirtschaft. Das dt. Wirtschaftswunder begann nicht zufällig zeitgleich damit, dass sich Normalsterbliche private PKW leisten konnten.

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hohnspiegel 26.04.2019, 08:53
94. Kontraproduktiv

und bestrafend für diejenigen die in Regionen leben in denen man nur einen rudimentären ÖPNV findet und seit Jahrzehnten aufs Auto angewiesen ist.
City Maut würde mich endgültig aus der Innenstadt vertreiben , in die ich immer weniger fahre weil alleine die Parksituation nervig ist, da weiche ich jetzt schon auf die grüne Wiese aus oder ins nahe Ausland wo man in den grossen EInkaufszentren entsprechenden Parkraum bereitgestellt hat. Eine allgemeine Maut ist besonders in Grenzgebieten nervig, sollte es sich durchsetzen müsste man sich die Windschutzscheibe mit Vignetten zukleistern dürfen oder fährt einfach nicht mehr ins Nachbarland , so konterkariert man Freizügigkeit.

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Land_Ei 26.04.2019, 08:53
95. arbeitende, pendelnde Bevölkerung jetzt der Feind?

... so empfinde ich das inzwischen! In den 80ern hielt uns die Polizik vor, man könne nicht erwarten vor der Haustür zu arbeiten, wir müssten gefälligt flexibel sein und pendeln. Nun pendel ich täglich 36km für eine Strecke zur Arbeit. Ich wohne auf dem Dorf. Ich habe mal den Öffentlichen Nahverkehr ausgelotet...ich müsste morgens um halb 5 das Haus verlassen, 3 (!!!) Busse benutzen, einmal die Deutsche Bahn und dann innerstädtisch 2 Straßenbahnen. Dann bin ich so gegen 7 Uhr da. Großes Kino!
Aber schön, dass die, die schaffen gehen die Luft verpesten, die Städte zuparken ect.
Werden wir doch einfach alle Hartz IV Bezieher...da sind wir dann alle ohne Auto, fliegen nicht in den Urlaub, fahren nicht mit dem Kreuzfahrtschiff...ganz umweltfreundlicher Lebensstil.
Aber es sind ja jetzt Wahlen, da weiß man wen man wählt.

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howard_phillips 26.04.2019, 08:55
96.

"Denn das Groteske ist doch, dass wir mit den Autofahrern derzeit ja gewissermaßen Millionen Schwarzfahrer auf deutschen Straßen haben, die zwar die Infrastruktur nutzen, aber nicht dafür bezahlen - auch zulasten anderer Verkehrsteilnehmer." nun ich habe erst diesen Monat wieder ein saftige KFZ-Steuer bezahlt und Mineralölsteuer zahle ich min. 1x pro Woche...Professor Milchmädchen!

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bruno_67 26.04.2019, 08:56
97.

Zitat von rainerwäscher
Warum nicht eine gemeinschaftliche Nutzung von allen Fahrzeugen, die rumstehen? So könnte man die Anzahl auch erheblich reduzieren. Alle investieren in einen Carpool, auf die jeder jederzeit Zugriff hat. Natürlich kontrolliert, damit das Fahrzeug nicht beschädigt wird.
Was soll das bringen ?

Die meisten Fahrten sind berufsbedingt, also früh morgens und am Abend. Das bedeutet, die meisten Carpool-Nutzer würden das Fahrzeug zu selben Zeit benötigen. Was hätte die Stadt davon, wenn alle Fahrzeug im morgendlichen Stau einem Carpool angehören würden und nicht privat wären ? Die Zahl der benötigten Parkplätze wäre im Übrigen auch die selbe

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ford_mustang 26.04.2019, 08:56
98. Hr. Mohnheim hat das Prinzip Staat nicht verstanden.

Die Bürger nutzen also eine Infrastruktur, die der Staat bezahlt hat. Man mag es manchmal nicht glauben, aber die Bürger sind der Staat. Eng betrachtet könnte man Fahrradfahrer als die Schwarzfahrer bezeichnen, da diese keine KFZ-Steuer bezahlen. 150 PKW auf 1000 Bürger fordert der Mann. Selbst wenn jedes Fahrzeug mit 5 Sitzplätzen ausgestattet ist, sind nur noch 750 Bürger mobil. Wer von den restlichen 25% auf der Strecke bleibt, dürfte ja klar sein. Leute die fernab Jobs haben und sich die Maut nicht leisten können. Dem gegenüber stehen wohlhabenere Schichten, wo Papi 5 Kilometer zum Büro fährt und Mutti die Kids 800 Meter zur Schule fährt, damit auch ja nichts passiert. Interessant wäre auch mal zu erfahren, wie Hr. Mohnheim, nebst Familie, denn so unterwegs ist?

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jjcamera 26.04.2019, 08:57
99. clever

Sehr clever: Verkehr nur noch zwischen 11 und 2 Uhr Nachmittags.
Da stört er am wenigsten und die meisten Menschen sind gerade in der Arbeit oder beim Mittagessen.
Umweltnobelpreis verdächtig.

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