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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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InesH 26.04.2019, 08:57
100. Total bescheuert.

Es mag ja ganz nett sein, die Flaniermeilen am Wochenende autofrei zu gestalten, macht sogar Sinn.
Doch der Otto-Normal-Arbeitnehmer muss vom Wohnort zum Arbeitsort, vorher vielleicht noch so ein bis zwei Kinder in der Kita oder Grundschule abliefern und danach zur Arbeit. Auf dem Rückweg selbiges. Und das mit den Öffies? Oder mit dem Rad?
Keine Ahnung, ob der Herr schon mal im Morgengrauen zwei kleine Kinder in seiner Stadt verteilt hat und hinterher noch weitere mindestens 10 km zur Arbeit gefahren ist, egal ob mit den Öffies oder mit dem Fahrrad. Viel Spaß!
Ich rede nicht von den Öko-Mammies aus dem Prenzlberg, welche mit dem SUV erst ihre Kinder wegbringen, danach den Bioladen frequentieren und dann zu Hause im Home-Office so ein wenig vor sich hinkünstlern, sondern von dem ganz normalen Arbeitnehmer, der 5 Tage die Woche schuftet und von dem dann auch noch zusätzlich verlangt wird, er solle den Wochenendeinkauf mit Fahrrad oder den Offies stemmen.
Wir lachen dann alle später, denn die Einkaufszentren sind inzwischen außerhalb der Wohngebiete.
Bevor irgendso ein Pseudo-Öko, der vermutlich seine eigenen Nannys und seine Haushälterin beschäftigt, sich über Sinn und Unsinn eines Autos echauffiert - soll er das mal selbst probieren. Vorzugsweise in den Monaten November bis April.
Die Einwohner und Arbeitnehmer Deutschlands bestehen nicht nur aus 30jährigen durchtrainierten Singles.

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lathea 26.04.2019, 08:58
101. Bitte erwas mehr auf dem Boden der....

......Realität des menschlichen Wesens und der menschlichen Natur bleiben: ein Autofahrer wird erst weniger Auto fahren, wenn man ihm eine bessere oder billigere Alternative bietet. Wenn er in Geldschwierigkeiten gerät, tauscht er ein teures Auto gegen eine Rostkiste, bevor er sich ein teures ÖPNV-Ticket kauft. Da der Komfort eines Autos sich nur durch einen besseren Komfort eines anderen Autos überbieten lässt, muss der ÖPNV nicht nur besser, sondern auch viel billiger werden. Ansonsten werden die Autofahrer nicht weniger mit dem Auto fahren, sondern rebellieren und diejenigen Parteien wählen, die sich um dieses Thema vernünftig kümmern. Ausserdem wohnen viele Menschen in Vororten und kleineren Gemeinden sowie im ländlichen Raum. Diese dürfen bei Autos finanziell weder besser noch schlechter gestellt werden. Was dem US-Amerikaner seine Waffenfreiheit ist, ist dem Europäer und vor allem dem Deutschen sein Auto. Ich persönlich hätte mich schon längst von unserem alten und billigen Pkw verabschiedet, wenn es bei uns und in der Umgebung eine vor allem billigere Alternative mit dem ÖPNV geben würde und wenn wir mit unserem Wohnmobil in alle Umweltzonen fahren könnten, da wir dieses auch für größere Transporte nutzen könnten. In Wien benutzen wir fast ausschließlich den ÖPNV und lassen das Auto in der Garage für wenige Transporte oder ausserstädtische Fahrten stehen, obwohl wir dort nur Wochen- oder Monatskarten nutzen. Von Öko und Bio absolut überzeugte Verwandte im Rentenalter haben 4 Jahre lang versucht, im Stuttgarter Raum ohne Pkw auszukommen. Sie haben es mit verschiedenen Carsharings, Rentner-Abos, Fahrrädern, Wiesel und Taxi probiert. Seit ein paar Monaten haben sie wieder ein fast nagelneues Auto, das nicht gerade billig war. Weil alles Andere in erster Linie zu teuer und für den erforderlichen Preis zu unbequem war. Ein überzeugter Fleischesser wird nicht weniger Fleisch essen, wenn das Fleisch verteuert wird, sondern stattdessen weniger Obst und Gemüse kaufen und noch weniger alternative vegetarische Rezepte kennenlernen, sondern unzufrieden auf das "System" herumschimpfen - und nicht einmal erkennen, dass sein Gemütszustand auch noch etwas mit seinem Essverhalten zu tun hat ;-))).

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der_anonyme_schreiber 26.04.2019, 08:58
102.

Zitat von mikaiser
Ob die besprochene Maut nun richtig oder falsch ist, sei dahingestellt. Klar ist: Wir alle sind, wann immer wir uns im Freien aufhalten, Opfer des Autowahnsinns. Wenn wir selbst ein Auto nutzen, sind wir kurzzeitig auch mal Gewinner. Daher lebt es sich mit Auto ein wenig besser als ohne, und das stabilisiert das falsche Mobilitätskonzept. In der Summe geht es allen besser, wenn es keine privaten Autos gäbe. Wir sind gerne bereit, unsere beiden Autos abzuschaffen, wenn das von allen gefordert wird. Wir fangen aber nicht damit an, wenn alle anderen ihre Fahrzeuge behalten dürfen.
Ist das dann Neid?
Überzeugung ist es jedenfalls nicht.
Ich bin nicht bereit freiwillig meine Autos abzuschaffen, auch nicht wenn der ÖPNV funktioniert ( ich benutze sie dann nur anders).
Die Autos geben mir nahezu unbegrenzte Mobilität.

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bruno_67 26.04.2019, 08:59
103.

Zitat von cogite et dice
Als Auto- und begeiserter Radfahrer frage ich mich, wie ein angeblicher Experte zu der Aussage Zitat: "Denn das Groteske ist doch, dass wir mit den Autofahrern derzeit ja gewissermaßen Millionen Schwarzfahrer auf deutschen Straßen haben, die zwar die Infrastruktur nutzen, aber nicht dafür bezahlen - auch zulasten anderer Verkehrsteilnehmer" kommen kann. Angesichts Dutzender Millarden Einnahmen aus Benzin-, Karaftfahrzeug- und anderen autoassoziierten Steuern, die unter anderem auch in den Sozialetats zweckentfremdet werden, ist dies eine dreiste Verdrehung der Fakten. Mir graut bereits jetzt vor der Radikalisierung, die Verkehrsextremisten von der Art dieses angeblichen Experten heraufbeschwören.
Eben.

Die einzigen , die derzeit "schwarzfahren" sind Radfahrer und Fußgänger, weil diese als einzige für ihre Mobilität keine über die normalen Steuern hinausgehende Abgabe/Steuer/Preis zu bezahlen haben.

Dieser "Experte" kommt wirklich aus Lummerland.

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ronald1952 26.04.2019, 09:01
104. Diese ganzen Maut

Geschichten sind für mich nichts weiter als ein weiterer Versuch den Bundesbürger das Geld aus den Taschen zu ziehen. Was passiert denn mit der Autobahn maut? Wohin fliest das ganze Geld wenn nicht in den Rechen der Industrie. Eigentlich sollten von der Maut genauso wie von der Kfz-Steuer und Mineralölsteuer Strassen Saniert und neu gebaut werden. Und werden Sie? Das geht jetzt solange ich Denken kann diese Dummen Sprüche der Politiker/innen in unserem Land, nur das viele Geld ist weg und siehe sich einer unsere Strassen,Brücken usw an in welchem gerade zu erbärmlichen Zustand sich diese Bundesweit befinden. Und Promt fällt einem Politiker/in schon wieder so ein Schwachsinn ein. Nur eine wirkliche Begründung finden diese Herrschaften nie und würde eine Maut kommen verschwindet das Geld in irgendwelche Kanäle.Es sollte längstens an der Zeit sein das sich der Bürger zur Wehr setzt gegen den Unsinn den unsere Politiker so verzapfen.
schönen Tag noch,

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Hans-Dampf 26.04.2019, 09:03
105.

Zitat von Leser161
1) Selbst ein Kleinwagen bietet 4 Sitzplätze und einen Kofferraum. Das ist fürs Pendeln zum Beispiel massiv überdimensioniert. 2) Wenn man nun einfach Autos anschafft die 2/3 kleiner sind. Im Gegensatz zur Elektrifizierung ist das eine Maßnahme die ohne technische Innovationen und Reichweiteneinschränkungen machbar ist.
1) Es kommt drauf an. Wenn nun der Fall eintritt, dass man als Familie unterwegs ist, müsste man für solche Fälle ein extra Fahrzeug vorhalten oder zumindest mieten. Außerdem bietet ein Auto mit 5 Sitzplätzen und Kofferraum eine Knautschzone, die man nicht unterschätzen sollte.
2) Was soll das bringen? Angenommen, Autos seien 4m lang und würden auf 3m gekürzt. Auf 1km Straße, wo 50km/h erlaubt seien und der Abstand zwischen den Fahrzeugen 15m sei, bekäme man knapp 56 Fahrzeuge statt 53 Fahrzeuge. 3 Fahrzeuge pro km Straße für die Einbußung von Komfort und Sicherheit und Flexibilität ist nicht hinnehmbar.

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bruno_67 26.04.2019, 09:04
106.

Zitat von fjr
"Andere Städte wie Holland, Dänemark, .." - äh hab ich da was verpasst? Aber zum Thema: Ich kenne deutsche Städte, da ist Radfahren kein wirklicher Spaß, und das nicht nur wegen des Kraftfahrzeugverkehrs. Bergig, bucklig, 20%-Steigungen an Nebenstraßen, im Winter bei -20°C am frühen morgen. Da ist es wirklich ganz angenehm nach 5 Kilometern durchgeschwitzt am kalten Bahnhof zu stehen und auf den wiedermal verspäteten Regionalzug zu warten, dann in diesem 40 Minuten zu stehen, um dann, immer noch durchgeschwitzt 10 Minuten ... und so weiter und so fort. Eh klar, aber in "Holland" ist die höchste Erhebung ja der Maulwurfshügel links von Amsterdam mit seinen 17 cm. Da kann man bequem mit dem E-Bike ... . Aber wartet nur liebe Niederländer bis es mal auch bei euch wieder 3 Wochen lang im Januar -15°C hat (deshalb habt ihr doch das Schlittschuhlaufen erfunden), dann wird das mit dem E-Bike ein ganz kalter ... .
Danke, Sie sind mir zuvor gekommen.

Ich hasse diesen "Amsterdam und Kopenhagen"-Vergleich. Das ist auf DE einfach nicht übertragbar. Ich fahre auch mit dem Rad in die Arbeit - etwa von März bis November (München). Danach ist das klimatisch für Otto-Normalverbaucher nicht mehr tragbar. D.h., der ganze Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur in den Städten ist zwar "Nice to have", löst aber die Probleme nicht, weil 95% der Radler im Winter trotzdem irgendwie in die Arbeit kommen müssen.

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Ranor 26.04.2019, 09:05
107. Ein weiterer Misantrop als "Verkehrs-Experte"

Die so genannten Verkehrsexperten die hier im Spiegel regelmäßig zu Wort kommen propagieren doch im Endeffekt alle die gleichen misantropen Lösungsansätze. Verteuerung des Individualverkehrs, ins besondere des Autos ohne Alternativen aufzuführen. Was erreichen wir damit. Das sich nur noch die Reichen Individualverkehr leisten können und der Rest darf zusehen wo er bleibt, wie er zur Arbeit kommt oder seine persönlichen Erledigungen geregelt kriegt. Vom spontanen Verreisen einach weil man Lust drauf hat z.B. über Wochenende an die Ostsee oder der gleichen mal ganz ab.

Die Ausweitung des Individualverkehrs auf die gesamte Gesellschaft und nicht nur für die Priveligierten ist eine der größten Errungenschaften des letzten Jahrhunderts!

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IngoLars 26.04.2019, 09:07
108. so so, ich bin jetzt also auch noch Kriminell...es wird jammer schöner

..."Denn das Groteske ist doch, dass wir mit den Autofahrern derzeit ja gewissermaßen Millionen Schwarzfahrer auf deutschen Straßen haben, die zwar die Infrastruktur nutzen, aber nicht dafür bezahlen - auch zulasten anderer Verkehrsteilnehmer."

Lieber Herr Monheim, ich fühle mich verunglimpft. Dieser Satz zeigt doch ganz eindeutig, dass es Ihnen hier nicht um die Sache geht sondern um Ideologie...um eine Ideologie gegen das Auto.
Sie wissen schon, dass man für das Auto zunächst mal die Umsatzsteuer beim Kauf bezahlen muss. Danach kommt die Kfz-Steuer und dann natürlich die laufenden Spritkosten. Hier gibt es die Mineralölsteuer und die Umsatzsteuer. Zusammen mehr als die Hälfte des Spritpreises. Sie können doch nicht ernsthaft behaupten, dass man bei diesen Abgaben als Schwarzfahrer und quasi als Krimineller durch die Lande fährt. Einfach unglaublich!

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odapiel 26.04.2019, 09:07
109. Aaalso

Also, dann werd ich mal den Kutsche putzen und das Kummet wienern. Und für den kleinen Einkauf auch den Sattel fetten. Wird meinem Roß gefallen. Hätte ich nichts dagegen - zurück ins 18. Jahrhundert.

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