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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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dkdc 26.04.2019, 09:17
120. Schöne, theoretische Welt

Das mag von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus ja alles seine Berechtigung haben und Computer-Modelle werden das alles auch so ausgerechnet haben, aber anscheinen wurde der Faktor Mensch und seine Befindlichkeiten komplett außen vor gelassen. Seit in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts auf der grünen Wiese vor der Stadt Eigenheime angeboten wurden und die Menschen eben nicht mehr in der Firmensiedlung in Fußentfernung zum Arbeitsplatz wohnen, ist die Entwicklung zur Individual-Mobilität in Gang gesetzt worden. Dass dann in den Gartenstädten außerhalb auch nicht alle in das selbe Werk, die selbe Firma fahren, sondern in unterschiedlichste Richtungen macht es dann wieder nicht attraktiv, ÖPNV Angebote zu machen. Und jetzt fäng man an zu sagen: Das geht so nicht, da stehen zu viele Fahrzeuge ungenutzt rum! und als einzige Alternative: Die müssen alle weg! zu sagen nimmt die Bedürfnisse der Menschen komplett raus. Das verwundert mich schlicht. Und wenn ich sage: keine 4spurigen Strassen mehr, Kreuzungen zubauen, dann hab ich doch eine weitere Verstädterung vor Augen, ist das Sinn und Zweck, dass die Städte weiter zum Moloch ausgebaut werden und nicht vernünftige Alternativen zum entweder Transport oder zu Arbeitsmöglichkeiten? Müssen alle um 8 Uhr früh anfangen? Und der Handwerker auch um 8 Uhr bei mir vor der Tür stehen, dass alle um 7.30 Uhr gezwungen sind, auf der Straße zu sein? Hier wird aus meiner Sicht viel zu kurz gedacht und andere Lösungen, außerhalb des eigenen Fachgebietes, vollkommen außer acht gelassen. .....in Expertenkreisen nennt man sowas dann wohl: Fachidiot

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Ypsilanti 26.04.2019, 09:17
121. Willkommen im Mittelalter

Diese Vorschläge sind das Ende der Freizügigkeit. Sie bedeuten, dass künftig nur noch begüterte überall unterwegs sein können. Wer weniger hat, kann sich dann bestimmte Strecken nicht mehr leisten und bleibt zuhause. Das ist ein Rückschritt ins tiefste Mittelalter.

Und ebenso ein Offenbarungseid wie die derzeitige Verkehrs- und Raumordnungspolitik, die durch die Trennung von Funktionsräumen immer mehr Verkehr verursacht.

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lilac 26.04.2019, 09:18
122. Blödsinn!

kostenloser ÖPNV: super! Aber alles andere, was der Herr hier vorschlägt, ist einfach Quatsch und würde das Sterben der Innenstädte bedeuten. Amazon und co können sich freuen....

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krustentier120 26.04.2019, 09:20
123. Autoverkehr kostet uns Geld und Gesundheit

Weil es hier immer noch Kommentatoren gibt die nicht wissen, dass Autoverkehr sehr viel mehr kostet als mit KFZ- und Benzinsteuern eingenommen wird:
https://m.heise.de/autos/artikel/Studie-Autofahren-wird-mit-88-Milliarden-Euro-subventioniert-1810338.html

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pegdb 26.04.2019, 09:20
124. Schreck lass nach!

Zwei Drittel der Autos müssen aus dem Verkehr verschwinden? -
Gott sei Dank gehöre ich mit meinem Euro 4 Diesel zum
dritten Drittel!

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countzero1 26.04.2019, 09:21
125. Verursacherprinzip

Hier sind ja schon sehr viele Dinge gesagt worden, die die Behauptungen und Prämissen dieses "Experten" in der Luft in ganz viele, bunte, kleine Teilchen zerreißen, aber was bislang noch etwas zu kurz gekommen ist, ist das sogenannte "Verursacherprinzip". Wer die Kosten verursacht, der soll sie auch begleichen? Fein. Dann fangen wir doch, noch vor dem Straßenverkehr, mal mit allen solidarisch finanzierten Systemen in Deutschland an. Krankenversicherung? Nix da. Ich zahle nur noch meine eigenen Arztrechnungen, denn schließlich hat der übergewichtige Nachbar selbst Schuld, wenn er am Herzen erkrankt. Umlagefinanzierte Rente? Bezugsdauer bitte auf 20 Jahre (maximal!) begrenzen, denn schließlich darf niemand mehr entnehmen, als er vorher eingezahlt hat. Pensionen? Ach, da war ja was mit einer heiligen Kuh...

Wenn dann in Zukunft die Autofahrer Straßen selbst finanzieren, sollen sie dann aber auch die einzigen sein, die sie benutzen dürfen, direkt und indirekt. Oder zahlt dann jeder Nicht-Autobesitzer eine Gebühr, wenn ein LKW seinen Supermarkt beliefert, wenn die Polizei Streife fährt oder der Klempner ins Haus kommt, um die biologisch abbaubaren Rohrleitungen zu flicken? Muss man dann in Zukunft (so man denn kein Auto besitzt und die Straßen finanziert hat) dem Notarzt nicht nur die Gesundheits- sondern auch die Kreditkarte präsentieren, um die Anfahrt zu bezahlen?

Das ist doch alles Unfug. Von den Steuern, die speziell und ausschließlich Autofahrer berappen, einmal abgesehen, sind Straßen eben öffentliches Gut, weil Teil der öffentlichen und von jedem in irgendeiner Form genutzten Infrastruktur. Nur, weil jemand kein Auto fährt, heißt das noch lange nicht, dass er aus ihnen keinen Nutzen zieht (siehe oben!). Sich jetzt selektiv den Straßen(Auto-)verkehr für eine Entsolidarisierung herauszugreifen, kann nur ein ideologisches Argument sein. Mit Gerechtigkeit hat diese nicht einmal halb zu Ende gedachte Rosinenpickerei nichts zu tun.

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stelzerdd 26.04.2019, 09:22
126. Leidet der Herr an Wahrnehmungsstörung?

Der Herr Monheim meint:" Vielmehr brauchen wir eine generelle Maut auf deutschen Straßen, eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer."
Wo lebt der denn?
Das haben wir seit Bestehen der Bundesrepublik. Man nennt es "Mineralölsteuer".

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carlitom 26.04.2019, 09:23
127.

Zitat von Francesca F.
wenn die Leute nicht mehr mit ihren Kraftfahrzeugen in die Städte kommen und auch der Personennahverkehr zu wünschen übrig lässt geht der Einzelhandelsumsatz rapide zurück, dann bestelle ich meinen Kram eben bei Amazon Prime und fertig. Die Folgen hiervon kann auch ein Theoretiker von der Verkehrsforschung sicherlich noch erfassen.
Nein, wird er nicht (abgesehen davon, dass er offensichtlich kein Verkehrsexperte ist), weil ihn dieser Aspekt - also die Schließung der Innenstadtläden - rein gar nicht interessiert. Er will nur den Verkehr reduzieren und betrachtet dabei gar nicht, warum die Menschen fahren und was passiert, wenn sie das lassen. Ist halt nicht sein Thema. So ist das, wenn man einspurig denkt. Da kommt dann nichts dabei heraus.

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FidelCastorp 26.04.2019, 09:23
128. Deutschland

ist und bleibt ein Autofahrerland. Selbst wenn in Kleinkleckersdorf alle 3 Minuten Busse führen, fahren wir lieber in unserem Komfortkäfig, kommen noch schneller von Haustür zu Haustür, und können viele Dinge transportieren.

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keksguru 26.04.2019, 09:23
129. mal eben die KFZ Steuer ausgeblendet....

"Millionen von Schwarzfahrern sind auf den Straßen unterwegs, ohne dafür zu bezahlen". Ich hab selten so einen Blödsinn gehört, nur daß die KFZ Steuer a) mittlerweile zu einem Bonus/Malus System für die Umweltverträglichkeit von Autos geworden ist und b) die Einnahmen aus der KFZ Steuer nicht komplett der Erhaltung der Straßen gewidmet wird. Und beim ÖPNV muß man auch sehen, daß Familien kostenmäßig massiv benachteiligt werden... das Auto kostet pro km soundsoviel Cent (und auf den Benzinverbrauch bezahle ich Mineralölsteuer) und soundsoviel Euro an Steuern und Haftpflicht pro Jahr, egal ob eine oder 9 Personen drin sitzen - es ist immer derselbe Betrag. Beim ÖPNV zahl ich mindestens mal für meine Frau mit, tlw gibts Familientickets die so teuer wie 2 Erwachsene sind, tlw muß ich pro Person bezahlen......

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