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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
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Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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der_anonyme_schreiber 26.04.2019, 09:33
140.

Zitat von Bibs1980
Weniger Verkehr, damit bin ich einverstanden. Und zwar zu aller...aller....allererst beim Güterverkehr. Von der Forderung "Güterverkehr auf die Schiene" ist seit langem nichts zu hören, insbesondere die Union ist einseitig auf Straßenmobilität ausgerichtet. Die unwilligen Deutschen verhindern seit Jahren die Güterverkehrsline Rotterdam-Genua, dabei bräuchten wir nicht nur die, sondern weitere Linien für den gesamten Güterverkehr von Malaga bis Tallinn und von Oslo bis Athen.
Man hat sich eine heilige Kuh ausgesucht, das Auto, die man unbedingt schlachten will. Und zwar aus ideologischen Gründen.
Da spielen Anteile am Schadstoffausstoss oder so was gar keine Rolle. Das ist reine Symbolpolitik.

Mit dem Bau von neuen Verkehrswegen für die Bahn tut man sich da schon schwerer, denn da müsste man Geld ausgeben statt einzukassieren,
und die eigene ökoorientierte Wählerschaft würde natürlich im Dreieck hüpfen, wenn eine neue Bahntrasse durch die Landschaft gezogen wird.
Die andere Hälfte der Politiker, die nicht öko-orientierten, wollen das auch nicht, weil es den Unternehmen nicht gefallen wird ihre Lagerflächen auf den Autobahnen zu verlieren. Da würde die Interessenspolitik ordentlich Schaden nehmen.

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Nachzünder 26.04.2019, 09:34
141. Wieder so ein Schwachsinn

Ergo : Nur die reichen sollen sich eine Kutsche leisten, der gemeine Pöbel soll zu Fuß laufen!
Außerdem wenn ich schon Maut und Gebühren höre, weiß ich das es nur darum geht den Autofahrer noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
Aber die Maut für die Innenstadt finde ich gut, seit mehren Jahren werden die Park Möglichkeiten eingeschränkt sind überteuert usw man soll ja mit Bus und Bahn einkaufen fahren und seine Einkäufe schleppen, auch den 55" TV. Jetzt wundern sich einige das die Innenstädte verkümmert sind und Industriegebiete mit mehren Geschäften "und" Parkmöglichkeiten explodiert sind. Centro usw auch.
Deshalb finde ich die Maut sehr gut, sollen die Innenstädte vollkommen veröden! Früher sind wir immer in die Innenstadt, aber ist jetzt einfach bequemer bestelle alles Online fertig.
Das sind die Konsequenzen dieser Politik und dann jammert man rum das die Innenstädte verfallen und die Leute online kaufen. Tja die Früchte eurer Politik macht weiter so!
Der Unsinn mit ÖPNV kommt immer nur von Leuten die wahrscheinlich nie mit Bus und Bahn fahren, sonst würden die so einen Schwachsinn nicht von sich geben. Die Politik und auch solche Experten sollten da mit Beispiel vorangehen und PKWs im Dienst abschaffen. aber Wein saufen und wein predigen können diese Heuchler gut
Wieso wird seit Jahrzehnten der Güterverkehr von Bahn auf die Straßen verlagert , Güterbahnhöfe dicht gemacht usw. das würde die Straßen und die Belastung mildern.

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iffelsine 26.04.2019, 09:34
142. Autofahrer = Schwarzfahrer ?

An Mehrwertsteuer für meine PKWs habe ich in den letzten vier Jahren knapp 30.000€ bezahlt, an Mineralöl-/MW-Steuer sind noch einmal rd. 5.000€ dazugekommen, KFZ-Steuer sind rd. 4.000€ - ich habe also in 4 Jahren 39.000€ Steuern für meine Fortbewegung bezahlt, MWSt auf Wartung/Reparatur/Zubehör nicht mit eingerechnet. Ein ÖPNV-Nutzer zahlt hier in Berlin in vier Jahren 4.800€ für das volle Programm - wer also ist hier "Schwarzfahrer" ?

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l.augenstein 26.04.2019, 09:34
143. Grotesk ist eigentlich die Argumentation

für die City-Maut in dieser Form.
Poltiik und Wirtschaft will einerseits, dass die dämlichen Verbraucher auch in Zukunft viele Autos kaufen, damit es unserem Wirtschaftszugpferd Autoindustrie auch weiterhin an nichts fehlt.
Andererseits sollen die Autokäufer dann am besten die neu gekauften Autos gleich in einer Tiefgarage einmotten, damit sie ja nicht die Umwelt und die Städte belasten!!!
Wenn so die Konzepte für die Zukunft ausschauen ....! Und dieser Mann ist Verkehrsexperte???

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bluebill 26.04.2019, 09:35
144. Ein verschrobener Professor

... schwärmt von Utopia. Wobei seine Welt natürlich nur bis zur eigenen Garage reicht. Dass es da draußen auch andere Menschen gibt, die ohne Auto weder zur Arbeit noch zum Einkaufen kommen, tangiert ihn nicht. Dass Autofahrer einen saftigen Batzen ihres Einkommens an den Staat abführen, im Gegensatz zu Radfahrern, ist ihm nicht bekannt. - Man muss sich schon wundern, wie es manche Leute schaffen, in einer abgeschotteten Pseudo-Realität zu leben. - Wenn man das Problem der verstopften Städte angehen will, muss man die gesamte Siedlungsstruktur ändern. Die Einteilung in Wohngebiet und Arbeit zum Beispiel. Die örtliche Versorgung mit Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten überall sicherstellen, ebenso wie den öffentlichen Personenverkehr. Beides so ausgebaut, dass wirklich kein Auto mehr nötig ist. Da reicht es nicht, wenn alle zwei Stunden ein Bus fährt und am Wochenende gar keiner. Es reicht auch nicht, eine riesiges Gewerbe- und Einkaufszentrum auf der Grünen Wiese hinzustellen, meilenweit entfernt von den Bewohnern und nur per Auto erreichbar. - Aber dazu kann man nicht mehr alles einfach dem freien Markt überlassen. Ein privates Befördeungsunternehmen, ein Arzt, eine Supermarktkette werden nur da investieren, wo es sich für sie lohnt. Ohne öffentliche Zuschüsse bleiben sie den Dörfern fern. Und weil das nun mal als gottgegeben gilt und nicht geändertwerden darf, müssen Millionen Menschen jeden Tag mit dem Auto fahren, ob sie wollen oder nicht.

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cindy2009 26.04.2019, 09:35
145. Immer wieder Homeoffice

Zitat von Bibs1980
Eine weitere Möglichkeit, den Verkehr zu verringern, wäre die Abschaffung der Pendlerpauschale - allerdings bei gleichzeitigem Recht auf Homeoffice. Wenn nur jeder fünfte Arbeitnehmer, der heute pendelt, zwei Tage in der Woche von zuhause aus arbeiten würde, würde sich der Berufsverkehr spürbar verringern. Das, was der Pendler heute über die Steuer "zurück" bekommt, würde er bei so einem Modell von vornherein an Spritgeld sparen. Für die meisten Verwaltungsberufe ist das technisch heute ohne Probleme machbar. Jaja ich höre schon die Mahner, die da behaupten, dass sich die Leute dann 'nen lauen Lenz machen. Das stimmt aber nicht: Die Stanford Universität hat sogar eine erhöhte Produktivität beim Arbeiten von daheim festgestellt. Was nicht heissen soll, dass Heimarbeit ausschließlich toll für alle Seiten ist. Für die Verringerung des Verkehrs allerdings schon.
Von den 400 Mitarbeitern hier im Unternehmen könnten keine 30 Homeoffice machen. Was glauben Sie denn, was die Leute den ganzen Tag machen? Da sitzt so gut wie niemand nur vor dem Bildschirm, nicht mal ich, obwohl ich in der IT arbeite.

Und die ganzen Branchen, wie Ärzte, Handel, KFZ, etc. sollen den Kunden vom Telefon aus bedienen?

Homeoffice ist nur einem kleinen Anteil der AN überhaupt prinzipiell möglich. Vergessen Sie die Idee, wenn es darum geht, den Verkehr zu reduzieren.

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odapiel 26.04.2019, 09:36
146.

Zitat von rainerwäscher
Warum nicht eine gemeinschaftliche Nutzung von allen Fahrzeugen, die rumstehen? So könnte man die Anzahl auch erheblich reduzieren. Alle investieren in einen Carpool, auf die jeder jederzeit Zugriff hat. Natürlich kontrolliert, damit das Fahrzeug nicht beschädigt wird.
Das geht aber nur, wenn alle Fahrzeuge für alle auch fahrbar sind. Leute, die nur Automatik fahren dürfen oder können, sind bei solchen - wie auch diesen unsäglichen "fahrt Fahrrad"-Lösungen - immer außen vor.

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muenchen84 26.04.2019, 09:39
147. Bedarfsnachweise für Autofahrer

da viel zu viele Autos nur aus Faulheit oder Bequemlichkeit unterwegs sind, am Land sowie in der Stadt, brauchen wir einen Bedarfsnachweis, damit sichergestellt ist, dass nur absolute notwendige Fahrten durchgeführt werden

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jaegerepiceriefine 26.04.2019, 09:40
148. Das ist die Theorie

oder nennen wir es Hypothese ... Die Praxis sieht anders aus und das ist augenblicklich die Realität: Eine Verkehrsplanung in Städten, die ihren Namen nicht verdient. Ampelschaltungen nach dem Motto "Start, Stop - Schade!" und das mitunter 8 mal auf einen Kilometer. Busspuren, die die Radwege eliminieren, Straßenbahnen, die im Stau stehen und dazu noch Baustellen, die die Stadt in Teilen unpassierbar machen. Ich bin augenblicklich in Stuttgart, der Stadt der Nobelkarossen und der Grünenbürgermeisterei, hier gibt es einen X-Bus, der eine Spur auf einer Bundesstraße reserviert bekam, die Spur endet allerdings dort, wo sich der Verkehr knüppelt, so dass der Bus staubedingt länger braucht als die Bahn, was dazu führt, dass er regelmäßig leer ist. Man staunt nur so. Meine Frage: Kann man das nicht besser planen? Und ist mit einer guten Planung nicht auch eine Verringerung des Autoaufkommens möglich? Ich habe so den Verdacht, dass da eine ordentliche Bringschuld auf seiten der Städte ist. Modelle gäbe es genug, es hakt aber an der Kompatibilität mit den örtlichen Gegebenheiten. Nur dazu aufrufen, auf das Auto zugunsten nicht motorisierter Fahrzeuge zu verzichten, ist schierer Populismus und führt zu nichts.

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hifimacianer 26.04.2019, 09:41
149. An alle "Autofahrer fahren nicht schwarz" Kommentatoren...

Es ist wirklich lustig, wie viele hier reflexartig Schnappathmung bekommen, wenn man ihnen sagt sie fahren schwarz. Dabei hat der Mann recht!

Weder KFZ- noch Mineralölsteuer reichen aus, um die Gesamtkosten des Autoverkehrs zu decken.
Denn was viele vergessen sind die Externen Kosten des Autoverkehrs.

In den Rechnungen wird meist nur angegeben was der Bund für den Straßenbau ausgibt. Also für Erhalt, Neubau, Ausbau. Völlig unter den Tisch fallen aber die Kommunalen Ausgaben. Was ist mit dem Platzverbrauch des ruhenden (parkenden) Verkehrs? Was ist mit Ampelanlagen in den Städten, die an großen Kreuzungen weit über 100k € kosten? Was ist mit der Kanalisation, die aufgrund der großen versiegelten Flächen deutlich größer dimensioniert werden muss? Winterdienst, Straßenreinigung, Umweltbelastung!?

Der Straßenverkehr ist für die Kommunen ein größeres Zuschussgeschäft als der ÖPNV!

Im Grund zahlen also alle Steuerzahler, auch diejenigen die kein Auto besitzen, für die Straßeninfrastruktur mit.

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