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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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orca20095 26.04.2019, 10:04
170. Hirngespinste, das ist kein Konzept,

es nützt nichts, wenn hier immer nur die Extrempositionen zu Wort kommen, wie Herr Scheuer oder dieser Professor. Wir brauchen mal umsetzbare und strategische Konzepte, die auch die Realitäten aller Betroffenen und nicht nur die einer Klientel abbilden.
Wer immer nur von Fahrrad und ÖPNV redet, verkennt die Verkehrsströme der Pendler und die aktuelle Leistungsfähigkeit des ÖPNV. Dieser wäre heute nicht in der Lage 10% der Autopendler aufzunehmen, weil das für ihn 50% mehr Fahrgäste wären. Ein kostenloses Ticket oder 1€ pro Tag ist der größte Unsinn, weil man nämlich erklären muss, wer den Ausbau der Systeme dann finanziert. Man muss sich mal langsam an eine Gesamtstrategie machen, dass es so nicht ewig weitergehen kann, weiß ja nun (fast) jeder. Aber die Betonung liegt auf „Gesamt“ und Strategie heißt, langfristiger Plan, alles andere wird nichts.

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ironcock_mcsteele 26.04.2019, 10:05
171. Menschliches Verhalten > politisch gewünschtes Verhalten

Es wird Zeit, dass sich alle einmal eingestehen, dass der Mensch immer das Auto vorziehen wird, wenn er die Wahl hat. Das Handeln der Politik muss sich darauf beschränken, diesen Wunsch komfortabel zu ermöglichen, also mehr Parkplätze, noch mehr Parkplätze, Schnellstraßen, mehr Spuren und ein sicheres Nebeneinander von Fahrradfahrern, Autos und Fußgängern. Ich habe auch keine Lust, dass mir ein Radler immer in die Quere kommt und als Fußgänger möchte ich nicht von Amateur-Rennfahrern bedroht werden.

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jws1 26.04.2019, 10:06
172. Elitäre Meinung

Eine solche Meinung kann man haben, wenn die Steuerzahler dem Herrn Professor jeden Monat das Gehalt überweisen. Die Steuerzahler, die mit Hilfe des PKW ihr Auskommen verdienen, sehen das natürlich anders.

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andibaer 26.04.2019, 10:08
173. Verteuerung und Internet

In einigen Beiträgen habe ich gelesen, dass bei einer City-Maut viele im Internet bestellen. Da die Lieferanten dann ja auch höhere Transportkosten haben, ist dann der Laden um die Ecke vielleicht wieder günstiger und wenn man dann sein Gesäß auf's Fahrrad schwingt, kommt was dabei rum (Geld gespart und Sport getrieben). Es erschreckt mich immer wieder, wie sofort alles extrem gedacht wird und auch gute Ideen oder Ansätze direkt im Keim erstickt werden. Auch die geäußerten Ideen sind zu radikal (Kreuzungen überbauen, Einfallstraßen zurück bauen), enthalten in meinen Augen aber Komponenten, über die man zumindest nachdenken sollte.

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severus1985 26.04.2019, 10:10
174. @fataga #49

Zitat von fataga
Um in meinen Garten zukommen, müsste ich fast 2 Kilometer laufen.
Ok, sie benötigen unter anderem also ein Auto, um die 2km Distanz zu ihrem Kleingarten zurückzulegen? Sorry, aber das ist nun wirklich das schlechteste "pro-Auto" Argument, das ich je gehört habe. 2km Distanzen sind genau die, für die das Auto keinen Sinn macht. Kaufen Sie sich ein Fahrrad.

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hifimacianer 26.04.2019, 10:11
175.

Zitat von Nachzünder
Aber die Maut für die Innenstadt finde ich gut, seit mehren Jahren werden die Park Möglichkeiten eingeschränkt sind überteuert usw man soll ja mit Bus und Bahn einkaufen fahren und seine Einkäufe schleppen, auch den 55" TV. Jetzt wundern sich einige das die Innenstädte verkümmert sind und Industriegebiete mit mehren Geschäften "und" Parkmöglichkeiten explodiert sind. Centro usw auch.
Ach bitte, selbst mit dem Auto kauft heute kaum noch jemand seinen 55" TV, da er überhaupt nicht in den Kofferraum passt!

Und ich muss mich echt immer wieder wundern, wie die Holländer all die Probleme die wir Deutschen scheinbar haben, spielend erledigen.

Da wird neben dem Einkauf auch noch 2 Kinder auf dem Fahrrad transportiert. Da werden 2 große Bierkisten in riesigen Satteltaschen auf dem 3-Gang Hollandrad nach Hause gefahren, der restliche Einkauf landet im Korb auf dem vorderen Gepäckträger, bzw. im Rucksack.

Mütter fahren 3-4 Kinder im Lastenrad zur KiTa oder in die Schule, und das mit einem Lächeln im Gesicht. Und wenn es regnet kommt das Regendach drauf und die Mutter zieht den Fahrradponcho an, und lächelt immer noch.

Bei uns ist immer alles ein großes Problem, während es andernorts längst funktioniert...

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Rechtsrum 26.04.2019, 10:11
176. Stellen wir uns einmal vor...

...es gibt zu wenig zum Essen und die Menschen haben Hunger. Die heutige Politik würde das Essen verkanppen und teurer machen, weil damit die Menschen ja nicht mehr so viel Essen würden / könnten. Problem gelöst. Das ist linksgrüne Politik. Man denkt von 12 Uhr bis Mittag und danach, wenn es völlig in die Hose gegangen ist, fällt einem schon irgend etwas anderes Blödes ein. Die Staus, der Dreck und der Verkehr entstehen doch nur, weil Parkplätze und Strassen verknappt werden. Und wer jedes Jahr Millionen von Menschen ins Land holt, muss eben damit rechnen, dass die sich auch bewegen wollen. Natürlich sind immobile Massen leichter zu kontrollieren, das wird der Politik aber so nicht gelingen. Fahrrad ist keine Alternative, bestenfalls eine zusätzliche Möglichkeit (nicht jeder hat alleine die Konstitution, jeden Tag 30 und mehr Kilometer mit dem Rad zu fahren). Und der ÖPNV wird niemals diese Massen bewegen können (schon heute bricht der ÖPNV in jeder mittelgrossen Stadt zusammen, wenn es einmal schneit und viel auf ÖPNV umsteigen). Abgesehen davon ist (zumindest in süddeutschen Städten) der ÖPNV sehr gefährlich geworden, jeden Tag gibt es Übergriffe auf Fahrgäste. Schutz gibt es weder von Seiten der Bahn / des Betreibers, noch von der Polizei). In Deutschland wird, wenn linksgrün es angeht, eine Verkehrswende laufen, wie die Energiewende - das einzige, was sich gewendet hat, sind die teuersten Strompreise der Welt und knapp 600000 Haushalte ohne Strom in Deutschland.

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IngoLars 26.04.2019, 10:12
177. Es wird ja immer besser...Externe Effekte...Der Ökonom strahlt

Zitat von hifimacianer
Es ist wirklich lustig, wie viele hier reflexartig Schnappathmung bekommen, wenn man ihnen sagt sie fahren schwarz. Dabei hat der Mann recht! Weder KFZ- noch Mineralölsteuer reichen aus, um die Gesamtkosten des Autoverkehrs zu decken. Denn was viele vergessen sind die Externen Kosten des Autoverkehrs. In den Rechnungen wird meist nur angegeben was der Bund für den Straßenbau ausgibt. Also für Erhalt, Neubau, Ausbau. Völlig unter den Tisch fallen aber die Kommunalen Ausgaben. Was ist mit dem Platzverbrauch des ruhenden (parkenden) Verkehrs? Was ist mit Ampelanlagen in den Städten, die an großen Kreuzungen weit über 100k € kosten? Was ist mit der Kanalisation, die aufgrund der großen versiegelten Flächen deutlich größer dimensioniert werden muss? Winterdienst, Straßenreinigung, Umweltbelastung!? Der Straßenverkehr ist für die Kommunen ein größeres Zuschussgeschäft als der ÖPNV! Im Grund zahlen also alle Steuerzahler, auch diejenigen die kein Auto besitzen, für die Straßeninfrastruktur mit.
Jetzt werden die externen Kosten bemüht um gegen das Auto ins Felde zu ziehen. JA, Sie haben Recht. Das Auto verursacht externe Kosten, von Ökonomen - auch schon vor Coase - auch als Externe Effekte bezeichnet. Wie hoch die sind weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich weiß aber, dass das Auto auch externen Nutzen hat. Den kann man erst Recht nicht beziffern. Mobilität war sicherlich ein entscheidender Faktor für unseren heutigen Wohlstand und wird es in der Zukunft auch sein. Ohne Mobilität kein überregionaler Handel (und Arbeit) und damit kein Wohlstand in der heutigen Form. Selbst im Mittelalter gab es schon Handelsstraßen, die gerade oh Wunder wiederbelebt werden (siehe die neue Seidenstraße). Und zur Mobilität gehört nun mal auch das Auto, in welcher Form auch immer. Das zu diskutieren ist in etwa so intelligent wie zu Fragen ob wir Strom brauchen und was der für externe Kosten verursacht. Entweder man will in die Zukunft, oder aber zurück in die Vergangenheit. Diejenigen die letzteres Wollen können sich schon mal überlegen wie weit die Zeitreise nach hinten gehen soll. Das Neandertal soll ja auch ganz nett gewesen, im Sommer zumindest :-).

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Ranor 26.04.2019, 10:12
178. Alles und jedes aufrechenen

Wenn wie von einigen Foristen bei den Kosten die durch das Auto verursacht werden alles und jedes aufgerechnet wird. Dann sollte man bei den Einahmen genauso verfahren.

Mineralölsteuer / Kfz-Steuer / Mehrwertsteuer beim Kauf und Miete / Lohnsteuer bei Beschäftigten rund ums Thema Auto: nur Autobauer und Zulieferer (800 000 Arbeitsplätze) - Arbeitsplätze rund ums Auto ca 5 Mio. / Unternehmenssteuern von Autoproduzenten oder zulieferndem Gewerbe (7,7% der gesamten Wirtschaftleistung Deutschalnds - geschätze Einnahmen durch Autobranche ca. 200 Mrd Euro)

1) https://www.focus.de/auto/neuheiten/autoindustrie-made-in-irgendwo_aid_165926.html
2) https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/diesel-skandal-und-kartellverdacht-so-abhaengig-ist-deutschland-von-der-autoindustrie/20114646.html

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Bakturs 26.04.2019, 10:12
179. Selten so ein Quatsch gehört

Selten so ein Quatsch gehört. Wenn ich schon lese...

"Wir brauchen in Deutschland eine intelligente Maut, deren Höhe sich nach Tageszeit, Straßentyp und aktueller Verkehrssituation richtet. Je mehr Stau, desto teurer die Nutzung der betroffenen Straße. Das würde dann dazu führen, dass die Menschen andere Routen einschlagen oder ihr Auto stehen lassen. Außerdem müssten Fahrten in der Nacht teurer sein, als am Tag, damit man keine Probleme mit dem Lärmschutz bekommt."

- Wenn ich also pünktlich in die Arbeit kommen möchte, zähle ich mehr?
- Wenn ich über schlechte Feldwege dackle, zahle ich auch anders?
- Wenn mein Arbeitsplatz an einer vielbefahrenen Straße liegt, zahle ich auch mehr?
- Wenn es auf der Straße Stau gibt, weil die Ampelschaltung absolut daneben ist und jede 2. Straße gerade aufgerissen und damit Baustelle ist, zahle ich auch mehr?

Aus welcher Anstalt ist denn dieser Typ entsprungen?

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