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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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jim_beam 26.04.2019, 10:12
180.

Als Fahrradfahrer zahlen Sie die Verkehrsinfrastruktur genauso wie alle anderen auch. Die Mittel kommen nunmal aus dem allgemeinen Steueraufkommen. Im Übrigen ist es ja mit dem Strassenbau alleine nicht getan, diese wollen auch unterhalten, repariert und entwässert werden. Sie brauchen Beleuchtung, Verkehrsschilder, Ampeln, Strassenmeistereien, Polizei, Abstellflächen, Infrastruktur für die Treibstoffversorgung etc.pp. Von der externen Kosten (Umweltschäden usw.) redet da noch niemand. Fahrradverkehr kostet fast nichts - Infrastrukturbedarf, Unfallrisiko, Umweltschäden sind beim Fahrrad erheblich kleiner. Wer Steuern zahlt (alsi jeder) und nur Fahrrad fährt bzw zu Fuß geht, zahlt gemessen am Bedarf drauf.

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l.augenstein 26.04.2019, 10:12
181.

Zitat von hifimacianer
Es ist wirklich lustig, wie viele hier reflexartig Schnappathmung bekommen, wenn man ihnen sagt sie fahren schwarz. Dabei hat der Mann recht! Weder KFZ- noch Mineralölsteuer reichen aus, um die Gesamtkosten des Autoverkehrs zu decken. Denn was viele vergessen sind die Externen Kosten des Autoverkehrs. In den Rechnungen wird meist nur angegeben was der Bund für den Straßenbau ausgibt. Also für Erhalt, Neubau, Ausbau. Völlig unter den Tisch fallen aber die Kommunalen Ausgaben. Was ist mit dem Platzverbrauch des ruhenden (parkenden) Verkehrs? Was ist mit Ampelanlagen in den Städten, die an großen Kreuzungen weit über 100k € kosten? Was ist mit der Kanalisation, die aufgrund der großen versiegelten Flächen deutlich größer dimensioniert werden muss? Winterdienst, Straßenreinigung, Umweltbelastung!? Der Straßenverkehr ist für die Kommunen ein größeres Zuschussgeschäft als der ÖPNV! Im Grund zahlen also alle Steuerzahler, auch diejenigen die kein Auto besitzen, für die Straßeninfrastruktur mit.
Natürlich, weil ja auch die Nichtfahrer Nutznießer der Infrastruktur sind. Oder wie kommen die Lebensmittel, die der brave Radfahrer oder Fußgänger im Supermarkt einkauft, dort hin? Oder wie kommen Rettungsfahrzeuge zu dem führerscheinlosen Herzinfarktkandidaten? Wie die Schüder zu den Schulen? Usw. usf.
Was ich mich allerdings immer wieder frage: Warum besteuern die Kommunen die Produzenten dieser Autos so niedrig? Die fahren jeden Jahr mehr Gewinne ein und bezahlen immer weniger Steuern, obwohl sie die Hauptnutznießer dieser Infrastruktur sind.

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misterknowitall2 26.04.2019, 10:13
182. Naja,...

Zitat von bruno_67
Eben. Die einzigen , die derzeit "schwarzfahren" sind Radfahrer und Fußgänger, weil diese als einzige für ihre Mobilität keine über die normalen Steuern hinausgehende Abgabe/Steuer/Preis zu bezahlen haben. Dieser "Experte" kommt wirklich aus Lummerland.
sie zahlen letztendlich ja auch nur für den Schaden, den sie mit ihrem Auto anrichten. Da sind Fußgänger und Radfahrer erheblich und unbestreitbar besser aufgestellt als die Autofahrer.

Straßen und deren Unterhalt wird aus dem Steueraufkommen bezahlt, in das so gut wie JEDER einzahlt. Es ist mitnichten so, dass die KFZ-Steuer dazu genutzt wird neue tolle Radwege zu bauen, wenn Sie darauf anspielen.

Der Experte hat schon recht. Es fehlt nur noch die Akzeptanz, besonders bei älteren Mitmenschen, für die ein Leben ohne Auto unvorstellbar erscheint.

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stefan2865 26.04.2019, 10:13
183. Glaube schon

Zitat von hifimacianer
Weder KFZ- noch Mineralölsteuer reichen aus, um die Gesamtkosten des Autoverkehrs zu decken. Denn was viele vergessen sind die Externen Kosten des Autoverkehrs.
das die Steuereinnahmen durch das Auto ( Fahrzeuge ) sprudeln. Es kommen zur Mineralölsteuer hinzu 19% MwSt. Bei jedem Bei Kauf eines Fahrzeugs, egal ob alt oder neu, wieder MwSt.
Die Millionen Beschäftigten in der gesamten Autoindustrie zahlen sicher auch nicht wenig Einkommenssteuer usw.

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ich2010 26.04.2019, 10:15
184.

So ein Schwachsinn. Wieder so ein Radikaler. Ohne vernünftige bezahlbare Alternativen einfach mal so zur Kasse bitten... Dann kann ich mir demnächst nicht mal mehr den Weg auf die Arbeit leisten. Es soll ja durchaus Arbeitnehmer geben, die eine etwas weitere Strecke pendeln MÜSSEN und keine vernünftige ÖPNV Anbindung in der Nähe haben. Ein Steuerzahler weniger im Land.

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Oberleerer 26.04.2019, 10:15
185.

Zitat von bestrosi
Nutzungsabhängige Kosten sind doch sonst kein Problem, warum nicht auch beim Autoverkehr?
Was dieser Prof so von sich gibt, kann wohl auch jeder 10jährige zusammenreimen. Wir habe zuviele Autos, also erhöhen wir die Gebühren.

In keiner Stadt kann man mehr kostenlos sein Auto abstellen. Man bezahlt zwar nichts wenn man fährt, aber schließlich beklagt er sich ja über den Platzverbrauch im ruhenden Verkehr und der ist nicht billig oder gar kostenlos.

Wir haben auch zu viele Fahrräder, an sonnigen Tagen sind Rad- und Fußwege übervoll, obwohl berufstätige, junge, gesunde Menschen auch nicht die Gesamtbevölkerung stellen. Und die Mietentwicklung zeigt auf, daß wir generell zu viele Menschen auf einem Haufen haben.

Aber wenn man sagt, laßt uns ein paar Menschen abschaffen, ist es auch wieder nicht Recht. Toller Professor, toller Lehrstuhl.

Die Menschen sind nicht freiwillig da, wo sie sind. Die Gemeinden wollen Steuereinnahmen und holen sich die Arbeitsplätze in die Stadt. Die Firmen zwingen die Mitarbeiter jeden Tag ins Büro und sorgen damit für das Verkehrsaufkommen.
Will man das ändern, muß die Verteilung der Arbeitsplätze geändert werden. Die Städte müssen auf Wachstum verzichten. Das ist dann der Widerspruch zwischen Betriebswirtschaft und Volkswirkschaft.

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ernst b. 26.04.2019, 10:15
186. Klar, bei - 20 Grad und 15 Kilometer ins Off

Klar mit dem Fahrrad und den Öffentlichen und in der Nacht teuerer. Hier im zersiedelten Allgäu im Winter, wenn es friert und schneit, ist die Aussicht wirklich erwärmend. Und wir sind nicht die einzigen in Deutschland, die viel Strecke und Abgeschiedenheit als Alltag haben.

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severus1985 26.04.2019, 10:16
187. Privat-PKW sind ineffektiv, zu geringe Nutzzeit

Natürlich trifft der Autor hier den Nerv derjenigen, die sich ein Leben ohne Auto nicht vorstellen können (hauptsächlich, weil sie damit aufgewachsen sind und 50 Jahre deutsche Autolobby Politik gewohnt sind). Fakt ist nunmal, dass deutsche Autos im Schnitt 23 Stunden am Tag rumstehen und in Bewegung im Schnitt 1,2 Menschen transportieren. Rein objektiv betrachtet ist das Auto also so wirtschaftlich sinnvoll wie eine Leerfahrt der Bahn. Da muss man ansetzen. Autos zu verbieten würde ich mir zwar für meine Kinder wünschen, halte ich aber für utopisch. Intelligent vernetzte Carsharing-Systeme sind allerdings eine große Hoffnung. Nur so könnte man es schaffen, dass ein PKW z.B eine 50% Nutzauslastung bekommt und somit halbwegs vernünftig genutzt wird (und ja, ich habe selber so einen selten bewegten Blecheimer vor der Tür, auf dessen Stellplatz ich liebend gerne stattdessen Tomaten ziehen würde...)

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Testtubebaby 26.04.2019, 10:19
188. Die Lösung

Zitat von ironcock_mcsteele
Es wird Zeit, dass sich alle einmal eingestehen, dass der Mensch immer das Auto vorziehen wird, wenn er die Wahl hat. Das Handeln der Politik muss sich darauf beschränken, diesen Wunsch komfortabel zu ermöglichen, also mehr Parkplätze, noch mehr Parkplätze, Schnellstraßen, mehr Spuren und ein sicheres Nebeneinander von Fahrradfahrern, Autos und Fußgängern. Ich habe auch keine Lust, dass mir ein Radler immer in die Quere kommt und als Fußgänger möchte ich nicht von Amateur-Rennfahrern bedroht werden.
Genau, alle Häuser abreißen, Wohnkeller bauen, Parkplätze und achtspurige Straßen bauen, nur so geht es, jetzt habe ich es begriffen, danke.

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De facto 26.04.2019, 10:20
189. Parkplätze reduzieren

Anzahl Autos über Anzahl Parkplätze regulieren. Parken in Innenstadt muss viel teurer werden und die Bußgelder für Falschparker sehr viel höher. Ein Bußgeld von 20 Euro gekoppelt mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent erwischt zu werden gibt ein Erwartungswert von 2 Euro - falschparken ist implizit subventioniert!

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