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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
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Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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Hans-Dampf 26.04.2019, 06:54
10.

Vielmehr brauchen wir eine generelle Maut auf deutschen Straßen, eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer. Die "Gebühr" haben wir doch. Die Abgaben (Mineralölsteuer, Kraftstoffsteuer, Mehrwertsteuer) dafür finden sich im getankten Kraftstoff, den man für gewöhnlich für Geld an der Tankstelle erwerben muss. Ich frage mich, wie realitätsfern manche Menschen sind. Man könnte sogar behaupten, man schröpfe den Autofahrer noch mehr, denn Alternativen gibt es nicht - oder wird irgendwo in D der ÖPNV nennenswert ausgebaut? Ich kann mich nicht dran erinnern. Mobilität wird wohl in den kommenden Jahren bzw. Jahrzehnten immer teurer und darauf müssen wir uns einstellen oder endlich mal an der Wahlurne ein Zeichen setzen.

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schmuella 26.04.2019, 06:56
11. Falsches Ende

Die Maßnahmen setzen bei den Verbrauchern an. Die sind jedoch nicht die "Hauptverantwortlichen". Die Politik hätte schon vor Jahrzehnten entscheidende Weichenstellungen vornehmen und die Industrie (bzw. die Anbieter) in die richtige Richtung lenken können.

Eine dieser Ansätze ist der aktuelle Vorschlag der Grünen, Verbrennungsmotoren von 2030 an nicht mehr zuzulassen. Neben Verboten sind alltagstaugliche Alternativen zu Verbrennungsmotoren erforderlich. Forschung und Entwicklung müssen gefördert werden.

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fredotorpedo 26.04.2019, 06:57
12. Weshalb nur Autos reduzieren/verteuern?

Herr Monheim ist da inkonsequent, auch mit der Aussage " ... und der öffentliche Raum allen gehören. Vierspurige Straßen wird es nicht mehr geben. Sie werden stattdessen zu Bauland umgewandelt und auf den viel zu großen Straßenkreuzungen werden Wohnungen gebaut."
Wir haben nicht nur Zuviel Autos sondern auch Zuviel Wohnungen. Wozu braucht jeder eine eigene Wohnung? Wohnungssharing gehört die Zukunft. Und vergleichbar dem ÖPNV sollten wir Gemeinschaftswohnung schaffen, wo mindestens ein Dutzend Personen sich gemeinsam Schlafraum, Essraum und Wohnzimmer teilen. Da wird endlich die Wohnraumknappheit beseitigt. In Städten wie Berlin und München können in großem Umfang Wohnhäuser abgerissen und stattdessen Parks zum flanieren angelegt werden.
Der ganze individuelle Besitz ist doch sowieso Quatsch. Weshalb muss jeder einen eigene Fernseher, Laptops, Smartphones, Geschirrspüler, Waschmaschinen, ... besitzen. Ist doch eine ungeheure Ressourcenverschwendung. Sharing ist das Motto der Zukunft???
Herr Monheim, hier können Sie noch in ungeahnten Ausmaß Ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

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usa911 26.04.2019, 07:00
13. Was verquert...

Warum soll der einfache Arbeiter, die Krankenschwester, der Polizist, die um 22 Uhr Schichtbeginn haben, mehr zahlen, das Sie zur Arbeit kommen, als der Vorstandvorsitzende, der von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr arbeitet?
Ebenso gibt es niemanden der Schwarz fährt, denn entweder ist man besitzer des Wagens mit dem man fährt und zahlt Steuern oder man wird mitgenommen privat oder zahlt die Steuern über Taxi gebüheren. Und die schwarz Fahrer können ja dann nur die ausländischen KFZ sein, da diese in D keine Steuern zahlen. Da hat aber erfolgreich die EU einen riegel vorgeschoben, sonst hätten wir schon die geforderte Maut!

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ostseekuestenbewohner 26.04.2019, 07:01
14.

Ich sehe die teils wirren Ideen des Herren eher als Denkanstöße und somit zum Anregen einer Diskussion geeignet.
Aber beim Vergleich Fahrrad - Kraftfahrzeug sollten nicht beide 1:1 als gleichberechtigt angesetzt werden. Beide dienen dem Transport von Gütern und Personen und es sollte die Transportleistung gleichgesetzt werden und nicht ein Stück Kfz ist gleichwertig einem Stück Fahrrad.
Besonders interessant wird die Zukunftsvision dann, wenn es um die Versorgung der Ballungszentren geht. Wenn Kreuzungen mit Wohnbebauung zugepflastert sind und Lkw die Supermärkte nicht mehr versorgen können, dann versuche ich mir gerade vorzustellen, wieviele Lastenfahrräder benötigt werden, um die Ladung eines Sattelschleppers oder auch nur eines 5-Tonners zu transportieren. Ich denke, da benötigt der Lkw neben deutlich weniger Personal auch deutlich weniger Verkehrsfläche.

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superchristiandd 26.04.2019, 07:03
15. Sehr viel Unsinn

Autofahrer dund Schwarzfahrer??? Sue zahken sber KfZ Steuer, Mehrwertsteuer auf Auros, Benzin/ Diesel und Durchsichten und Mineralölsteuer. Wenn diese auch zweckgebunden genutzt würde (inkl der schin bestehenden Maut), sähe die Infrastruktur und deren Finanzierung um einiges besser aus...

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msc75 26.04.2019, 07:08
16. Unrealistisch

Ich könnte mich kaputtlachen. Der Herr Experte glaubt doch nicht wirklich, dass sich 2/3 der Leute ihre Auto's wegnehmen lassen. Und wenn er es über Geld und Maut erzwingen will, ist Autofahren zukünftig was für Reiche und die Armen fahren Bus und Rad. Das würde die Gesellschaft komplett zerreißen. Die Autofahrer nutzen Infrastruktur, die sie nicht zahlen? Gehts noch? Weit mehr als die Hälfte des Spritpreises zieht der Staat als Steuern ein, die KFZ-Steuer kommt noch obendrauf. Irgendwo reichts dann auch. Für mich ist dieser Artikel reines Lobbyisten-Gequatsche. Kein Wort bspw. über Fracht auf Schiene. Für mich gehört LKW-Fernverkehr komplett verboten. Schon wäre mindestens die Hälfte der Show im Sack. Individuelle motorisierte Mobilität (mit welchem Treibstoff auch immer) ist für mich ein Grundrecht. .... Frechheit, wie dieser "Experte" über mein Leben bestimmen will.

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faz-leser 26.04.2019, 07:12
17. Wer ist Heiner Monheim?

Wer ist dieser Experte? Antwort laut Wikipedia: "Seit 1995 lehrte Monheim als Professor für AngewandteGeographie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier. Anfang Oktober 2011 beendete er seine Lehrtätigkeit."
Monheim dürfte es also gewohnt gewesen sei, morgens mit einem Täschchen, in dem sein Pausenbrot lag, zur Arbeit zu fahren. Ich z. B. bin letztens mit vier Aktenkoffern gleichzeitig aufgebrochen, um an einem Tag vier Termine in vier verschiedenen Orten nacheinander zu erledigen. Kann Herr Monheim bitte einmal erklären, wie derlei mit dem ÖPNV möglich sein soll? Und wieso sollen Autofahrer "Schwarzfahrer" sein, die für die von Ihnen genutzte Infrastruktur nichts zahlen? Hat der Experte Monheim keine Kenntnis von Kfz-Steuer, Mineralölsteuern und Co?

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rheinschwimmer 26.04.2019, 07:16
18. genau

...und alle Mitmenschen, die fernab eines funktionierenden ÖPNV wohnen, bauen Ihr Haus umweltverträglich bodengleich zurück auf Niveau grüne Wiese und ziehen dann auch in die Stadt. Dahin wo es ja dann günstigen Wohnraum und Busfahren umsonst gibt.
Ach wird das schön...
Da es ja dann draußen im grünen keine Dörfer mehr gibt, ist auch wieder Platz für weitere Utopien.

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na-bravo 26.04.2019, 07:17
19. Alternative Antriebe......

wären eher die Lösung für das Klima, aber dafür müssen erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden ( siehe E-Auto ) und das dauert wie man sieht.
Vom Bürgen wird immer mehr Flixibilität und Mobilität gefordert ( z.B. Arbeitsplatz ) und die belohnt man dann mit einer Maut?
Wenn man also 1+1 zusammen zählt, wird der wieder frei Fahrt haben der das nötige Kleingeld in der Tasche hat, der darf dann weiter mobil sein, z.B. im Freizeitbereich, weil er es sich leisten kann.
Denke da macht man es sich zu eiinfach.

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