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Verkehrsexperte zur City-Maut: "Zwei Drittel aller Autos müssen von den Straßen versc
DPA

Verkehrsexperte Heiner Mohnheim geht die City-Maut nicht weit genug. Er fordert eine Gebühr für jeden gefahrenen Kilometer auf allen Straßen und erklärt, warum Städte, Kommunen und Bürger davon profitieren würden.

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misterknowitall2 26.04.2019, 10:58
250. Gut!

Zitat von chrismuc2011
Wenn man hier schon Utopien zum Besten gibt: - Alle LKW, die weiter als eine bestimmte Strecke X ( z.B: 100km) fahren, sollten auf die Schiene ( reine, automatische) Containerverladung. Dies würde den weiteren Ausbau vielspuriger Autobahnen unnötig machen. Zumal ein litauischer oder polnischer LKW, der Gemüse aus Spanien holt noch nicht einmal Mineralölsteuer oder KFZ Steuer in Deutschland bezahlt. Wiedereinführung und logistische Verbesserung von Autoreisezügen. -Kerosinbesteuerung für innerdeutschen Verkehr, geringere Versteuerung für Fernflüge. Erlös der Besteuerung geht ausschließlich an den Ausbau der Bahn. -Parkraumverknappung in Innenstadtlagen für Besucher oder Pendler, Ausgleich durch appgeführte Parkhäuser. Dadurch Verminderung des Co2 Ausstoßes durch zähe Suche nach einem Parkplatz. - Innenstädte nach dem Muster Japans nur noch für Kleinstautos wie Kei Cars zulassen ( auch für Reiche und Politiker, keine Ausnahmen) - Entsprechend der Vorschläge des Professors bezüglich Gleichbehandlung der "Räder": Besteuerung auch der Fahrräder incl. Kennzeichen - Künftige Bauvorschrift für Häuser und Wohnungen: Fahrzeuge jeglicher Art müssen Parkraum innerhalb des Grundstücks haben ( z.B: Tiefgarage). Straßenzüge werden von vornherein so gebaut, dass zum Vordereingang nur Gehwege, Parkbänke, Bäume gebaut werden, zum Hintereingang Fahrwege für Fahrräder Autos, Zulieferverkehr ohne Gehwege und ohne Parkraum. Nur mal meine Utopie
das würde passen und helfen.

Mit den Nummernschildern für Radfahrer tue ich mich schwer, weil ich den Nutzen nicht sehe. Kollisionen mit Autos oder Fußgänger sollte es dann ja nicht mehr geben.

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gedu49 26.04.2019, 10:59
251. Wer soll das bezahlen ....

Zitat von bestrosi
Gesamtgesellschaftlich geht es um Effizienzgewinne im Verkehr, und da ist das Auto mit 1,2 Personen pro PKW und 23 Stunden Standzeit pro Tag unterirdisch schlecht, vom Klimaschaden mal ganz abgesehen. Nutzungsabhängige Kosten sind doch sonst kein Problem, warum nicht auch beim Autoverkehr?
Die Pendler können schon jetzt ihre Unkosten kaum von der Steuer absetzen weil die Höhe der Löhne es nicht zulässt. Oder wollen Sie einen weiteren Beamtenapparat der den Pendlern "nach Prüfung" Gelder zurückzahlt ?

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rennflosse 26.04.2019, 10:59
252. Großstadtkiez, damals und heute

In früheren Jahren hatte nicht einmal jeder Haushalt ein eigenes Auto. Heute können sich pro Haushalt mindestens zwei PKW ansammeln, vielleicht auch drei oder vier (Mann, Frau, Kinder im führerscheinfähigen Alter).
Vielleicht muss man zu einer zwangsläufigen Zuteilung von einem Fahrzeug pro Haushalt zurückkehren. Wobei der Haushalt dann aus einer Familie oder auch einer alleinstehenden Person bestehen kann.

Früher konnte sich auch nicht jeder ein Auto leisten. Heute lebt die Industrie davon, dass Autos vergleichsweise leicht zu beschaffen sind und durch günstige Finanzierungsmodelle auch weniger Wohlhabende in den Genuss kommen.

Car Sharing Anbieter fördern den Mobilitätswahn, indem sie sinnlose Freizeitfahrten bewerben um ihr Geschäftsmodell zu vermarkten. Aber die Konzepte solcher Experten zeichnen sich alle dadurch aus, dass sie die Dinge nicht zum Ende denken und die gesamtgesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Folgen nicht bedenken. Gepaart mit fundamentaler Ahnungslosigkeit, wer denn aktuell was zahlt. Und sowas nennt sich Professor?

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g_bec 26.04.2019, 11:00
253. Hahaha

Zitat von bruno_67
Eben. Die einzigen , die derzeit "schwarzfahren" sind Radfahrer und Fußgänger, weil diese als einzige für ihre Mobilität keine über die normalen Steuern hinausgehende Abgabe/Steuer/Preis zu bezahlen haben. Dieser "Experte" kommt wirklich aus Lummerland.
Ok, reden wir über "Fahrradsteuern": Wie hoch sind die Schäden, die ein Fahrrad oder ein Fußgänger durch seine Nutzung anrichtet und was braucht ein Fahrrad an Infrastruktur? Oh, einen besser planierten Feldweg (für Fußgänger reicht ein Trampelpfad, den schaffen die sich sogar selbst)? Nun, dann werden wohl 1€ pro 10.000 km pro Nase ausreichen? Zahl ich gerne, ist aber glaube ich durch die Mehrwertsteuer beim Ersatzteil- bzw. Zubehörkauf abgegolten.
Könnte es sein, dass nicht der Professor aus Lummerland kommt? Radfahrer brauchen nämlich keine ampelgeregelten vierspurigen Einfallstraßen oder Stadtringe, die eine Traglast von 40t haben und eine Geschwindigkeit von 50km/h erlauben. Und würden die zwei Drittel weniger Autos eintreten, würden die bestehenden Straßen wahrscheinlich sogar in 100 Jahren noch für Radler und Fußgänger nutzbar sein.

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carlitom 26.04.2019, 11:00
254.

Zitat von andibaer
In einigen Beiträgen habe ich gelesen, dass bei einer City-Maut viele im Internet bestellen. Da die Lieferanten dann ja auch höhere Transportkosten haben, ist dann der Laden um die Ecke vielleicht wieder günstiger
Naja, der Laden ist aber meist nicht "um die Ecke" und bis dahin sowieso tot. Im Übrigen widerspricht es allen Regeln der Wirtschaft und der BWL im Speziellen, dass der Laden um die Ecke - selbst bei höherem Logistikaufwand samt Kosten - billiger ist als die internationale Kette. Die Einkaufspreise sind das Entscheidende.

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hifimacianer 26.04.2019, 11:00
255.

Zitat von neurobi
Sie scheinen den Untersuchungen von Lobbyverbänden wie dem VCD sehr unkrititisch gegenüberzustehen. Dabei zahlt kein Verkehrsmittel einen so hohen Anteil seiner direkten und indirekten Kosten wie der Autoverkehr (PKW/LKW). Der ÖPNV ist ein Zuschussgeschäft und muss überall mehr oder weniger subventioniet werden. Die Bahnen, mit denen ich täglich zur Arbeit pendel, werden auch von den Nachbarn mitbezahlt, die diese garnicht nutzen. Fußgänger und Radfahrer zahlen für die Nutzung der Fuß- und Radweg (oder Mitnutzung der Straße) nichts. Die Kosten werden auch von den Lobbyvereinen dann gern dem Autoverkehr zugerechnet. Dabei werden mit dem Geld beim Straßenbau ja nicht nur die Fahrbahnen bezahlt, sondern auch der Fuß- und Radweg. Und wenn ich 400 Euro im Jahr Gemeinesteuern bezahle, dann sind die 150 Euro (VCD-Studie) die davon für den Straßenbau verwendet wird okay und würde sie daher nicht als versteckte Subvention betrachten.
Na da haben Sie sich die Sache aber schöngerechnet.
Übrigens wurden die Studien zu den Gesamtkosten des Autoverkehrs von Hochschulen gemacht.

Der ÖPNV ist ein Zuschussgeschäft - richtig.
Nur zahlen die Kommunen für den motorisierten Verkehr in Summe noch deutlich mehr drauf!
Seit wann zahlen Radfahrer und Fußgänger denn keine Steuern?

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yilozan 26.04.2019, 11:00
256. So ein Quatsch

Überall in der Stadt 30er Zonen? Keine vier Spurige Autobahnen stattdessen Häuserbau? Keine riesen Kreuzungen dafür Hausbau? Maut für gefahrene km? Der Mann legt ja eine zweite Bombe neben Dieselskandal, um die Automobilbranche zu zerstören. Mit seiner Idee würden die monatlichen Belastungen der Mittelschicht einfach erhöht und das Leben durch die erhöhte Zeitaufwand zum Pendeln mit öffentlichen Verkehr erschwert. Der Mann hat keine Ahnung von der Städteplanung. Ich pendel täglich 40km einfach für 30-40 min. Mit Bus oder Bahn dauert es 1:30 Stunden.

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schocolongne 26.04.2019, 11:02
257. Ein Typischer "Experte" und sein Offenbarungseid.

Einerseits hat Heiner Monheim richtig erkannt:

1. der Berufsverkehr ist die eigentliche Hauptbelastung und findet weniger in der City, als in deren Randbereichen statt.

2. der Öffentliche Personen-Nahverkehr fährt da bereits am Limit und kann überhaupt keine Berufspendler von der Straße mehr aufnehmen.

Was da nun eine Maut helfen soll, bleibt Heiner Monheims Geheimnis, denn die löst das eigentliche Problem: das die Leute von zu Hause an die Arbeit und zurück kommen müssen, ja überhaupt nicht. -Setzen, Sechs!

Der Tunnelblick von Experten wie Heiner Monheim ist bei der Klima-Problematik das vielleicht unlösbarste Problem, die Herrschaften kapitulieren vor der Tatsache, das die Politik bei der Schaffung angemessener Infrastruktur nahezu komplett versagt. Statt dessen winkt Heiner Monheim mit Placebos wie PKW-Maut und explodierenden Kosten für den Autoverkehr. -Fazit, Die Bürger haben die Arschkarte, während Politik, Bürokratie und "Experten" wie Heiner Monheim, munter weiter am Thema vorbei planen und handeln. Sprich: Unsummen an öffentlichen Mitteln für Placebo-Projekte in den Wind blasen und damit alles nur noch schlimmer machen.

Wo könnte man das besser sehen als in Köln, wo ein Milliarden-Projekt wie die neue U-Bahn-Linie "Nord-Süd-Stadtbahn" den Berufsverkehr schon deshalb nicht wirklich entlasten kann, weil sie exakt dort endet, wo sie eigentlich zur Entlastung am dringendsten gebraucht würde, in City-Randlage. Um den ÖPNV da zu entlasten, müssten die Züge weiter ins Umland fahren, denn nur so können Pendler von zu Hause an ihre Arbeitsplätze in die Stadt gelangen. Denen bleibt also nach wie vor keine überzeugende Alternative zu Auto.

Noch ein Kölner Klops gefällig? Eigentlich sollten Behörden und Verwaltungen idealer Weise dicht bei den Menschen für die sie da sind gelegen sein, in Köln hat sich das noch nicht herum gesprochen. So wurde im Industriegebiet "Butzweiler-Hof" draußen am Stadtrand u.a. ein großer Arbeitsamt-Komplex hochgezogen, umgeben von einem großen Parkplatz für die Fahrzeuge der Angestellten, die ja irgendwo ihre Autos abstellen müssen.

Für den einfachen Bürger und Besucher der "Agentur für Arbeit", der aus der City an die Peripherie muß, gibt es einige wenige Straßen-Parkplätze und die gute alte Straßenbahn.

Das es fürs Klima wenig hilfreich ist, wenn sowohl Personal als auch Besucher jeweils aus der City an den Stadtrand pendeln, scheint für Planer und politisch Verantwortliche keinerlei Relevanz zu haben.

Das selbe gilt für viele weitere Projekte am Ort, wenn ich nicht irre, ist stets die Stadtsparkasse Köln/Bonn stark investiert, traditionell eines der Epizentren des Kölschen Klüngel.

Allein für das "Kölsche Schilda" ließen so unzählige weitere Beispiele für große und kleine Fehlplanungen und ausufernden Verwaltungsirrsinn aufzählen. -So hoch kann eine PKW-Maut gar nicht sein, um all diesen Irrsinn auch nur ansatzweise kompensieren zu können.

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bruno_67 26.04.2019, 11:02
258.

Zitat von stumpen89
Nein, der Experte basiert seine Aussagen, im Gegensatz zu Ihnen, auf wissenschaftliche Studien. Im Schnitt wird jedes Auto in Deutschland pro Jahr mit 4000 Euro (!!!) quersubventioniert. Glauben Sie nicht? Ist aber so: https://www.adfc.de/neuigkeit/kosten-nutzen-analyse-auto-vs-rad/
Nun ja, der ADFC ist diesbezüglich vielleicht nicht die beste Quelle, wie heißt das so schön, wenn ich den Sumpf austrockne darf ich nicht die Frösche fragen...

Haben Sie sich im Übrigen mal die verlinkte Studie angesehen ? Ich schon. Da tauchen bei der Vergleichsrechnung der Kosten von Fahrrad und Auto Werte auf wie Wertverlust des Autos, Betriebs- und Anschaffungskosten, Kosten der "Reisezeit" usw. Diese "privaten" Kosten, die von den KFZ-Haltern bezahlt und nicht "quersubventioniert" werden, sind lt. Studie knapp doppelt so hoch wie die anfallenden "sozialen" Kosten, die, natürlich nach Abzug aller KFZ-spezifischen Steuereinnahmen, allenfalls von der Allgemeinheit getragen werden.

Genauso die "negativen" Kosten bei Radfahren durch "Gesundheitseffekte" und "erhöhte Lebenserwartung". Das sind doch alles ergebnisorientierte Milchmädchenrechnungen........

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Stäffelesrutscher 26.04.2019, 11:03
259.

Zitat von thorgur
wären ein Ausbau der Infrastruktur und groß angelegte Verbesserung des ÖPNV. Geld für die Infrastruktur wäre da, wird aber für Anderes ausgegeben. Und der ÖPNV besteht aus 500 Kleinfürsten, die, bitte entschuldigen sie meine Offenheit, sich nicht mal auf die Farbe von Sch... einigen können. Reist man in Deutschland mit dem ÖPNV von A nach B muss man sich mit zig Tarifplänen/Automaten beschäftigen. Wie im Mittelalter. Und dann gibt es diese weltfernen Fantasten, wie diesen Herrn, dessen "Ideen" nur wieder die Ärmeren unserer Gesellschaft treffen.
All das, was Sie kritisieren und dessen Behebung Sie fordern, steht auf der Agenda von Herrn Monheim. Ergänzend können Sie auch bei »Pro Bahn«, dem VCD oder dem ADFC nachlesen. Kleiner Tipp: Die Schweiz kennt ein »Generalabonnement«. Das gilt landesweit im Nahverkehr. Da muss dann der Zürcher kein Trambillett in Basel mehr lösen.

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